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Gartenhaus – was muss ich beim Kauf und Bau beachten? 10 Empfehlungen

Ein Gartenhaus gehört in jeden Garten und dient vielen Zwecken. Einer nutzt es zum Unterstellen von Möbeln und Gartengeräten, andere bauen es mit Ofen und isolierten Wänden zum Zweithaus aus. Auch eine Sauna wäre möglich, die Nutzung als Holzschuppen, als Atelier, Werkstatt usw.

Wer es sich einfach macht, kauft einen fertigen Bausatz. Ambitionierte Heimwerker bauen selbst. Beide Gruppen sollten die folgenden 10 Tipps bei Auswahl oder Aufbau beachten.

Inhalt: Gartenhaus – was beachten?

Punkt 1

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Braucht das Gartenhaus eine Baugenehmigung?

Als erstes sollte man, wie bei jedem Bau, auf die notwendigen Genehmigungen achten und sich über das Prozedere bei der Behörde vor Ort informieren. Abhängig von Größe und umbauten Raum, der Lage im Garten (Abstand zum Nachbarn), Verwendungszweck und Wohnort kann eine Baugenehmigung für das Gartenhaus notwendig werden. Die Bestimmungen dazu, was wie und wo gebaut werden darf, sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Als Faustregel gilt:

Im Normalfall ist eine Baugenehmigung für ein Gartenhaus nicht erforderlich. Falls doch, steht ihr meist nichts im Wege. Die Genehmigung muss aber eingeholt werden. Und zwar vor dem Aufstellen!

Auskunft darüber, welche Genehmigungen eingeholt werden müssen, erteilt das örtliche Bauamt.

In einer Kleingartenkolonie (Schrebergärten) braucht man oft bis zu einer bestimmten Größenordnung generell keine Baugenehmigung.

Vielerorts dürfen sogenannte Nebenanlagen – dazu zählt das Gartenhaus – nur innerhalb der Baugrenzen aufgestellt werden. Die Baugrenzen sind meist als Linie im Bebauungsplan eingezeichnet. Darüber dürfen keine Gebäudeteile hinausragen.

Tipp

Nehmen Sie eine Katasterkarte mit zum Amt, in der Sie die geplante Lage des Gartenhauses zeigen können.

Gartenhäuschen oder Geräteschuppen sind wesentlich leichter genehmigt als eine Garage oder ein Carport. Es gibt sogar Fertighersteller, die bauen Ihnen ein Gartenhaus passend zu den örtlichen Vorschriften, bei Bedarf sogar mit Hubdach.

Punkt 2

Wo soll ich das Gartenhaus platzieren?

Ein Aufstellungsort unter der riesigen Eiche mag verwunschen wirken, wird im Herbst aber zu einer Menge Laub und anderer Baumabsonderungen auf dem Häuschen führen. Will man konstruktiven Holzschutz verwirklichen, ist ein sonniges Plätzchen - eventuell windgeschützt - zu bevorzugen.

gartenhaus verwunschen weg u8 564

Punkt 3

Mit dem Nachbarn klären

Von der Platzausnutzung her sollte ein Gartenhaus am Rand des Grundstücks aufgestellt werden. So wirkt es gleichzeitig als Sichtschutz und versperrt keinen Blick auf den eigenen Garten.

Jedoch mag der Nachbar nicht erfreut sein, dass er nun statt auf grünes Buschwerk auf eine Hausrückwand blicken muss. Auch wenn es "genehmigt" wird, auf lange Sicht erhält es den Nachbarschaftsfrieden, wenn man den Nachbarn zur Mitgestaltung des Gartenhauses einlädt. Vielleicht hat er eine Idee zum Farbton oder wäre mit einer Efeuberankung zufrieden gestellt. Schon alleine das "Ich bin gefragt worden" wirkt besänftigend. 

Punkt 4

Eher unerfahren in der Holzverarbeitung? Fertigbausatz!

Gartenhaus – was beachten? Manch einer hat nicht die Zeit, sich um jeden Schritt ausreichend zu kümmern. Soll das Gartenhaus mit wenig Arbeit stehen, empfiehlt sich der Kauf eines Gartenhaus-Bausatzes. Auf Seiten spezialisierter Anbieter wie https://www.pineca.de/ finden sich zahlreiche Varianten zur Inspiration.

Auch bei Amazon gibt es Bausätze im Angebot:



 

Alternativ hält der Baumarkt um die Ecke zahlreiche aufgebaute Bausätze zur Inspiration und zum Kaufen parat. Verschaffen Sie sich einen Überblick, erfahren Sie vor Ort, wie sich zwei Zentimeter Wandstärke anfühlen oder ob Sie bequem mit einer Kiste auf dem Arm durch die Tür passen. Beim Berater können Sie sich auch gleich über Holzpflege und Zubehör für das Gartenhaus informieren.

Mehr zum Thema Holzgartenhaus:

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gartenhaus schnee rot 564

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Punkt 5

Welche Wandstärke sollte das Gartenhaus haben?

Ein Gartenhaus für Harke und Schaufel braucht weniger Wandstärke, als ein Domizil, in dem die Kinder auch mal im Herbst übernachten wollen. Übliche Wandstärken von Gartenhaus-Bausätzen variieren von 15 bis 100 Millimetern. Das ist eine breite Range. Welche Stärke soll ich wählen?

Bei einem Gerätehäuschen genügt eine Wandstärke von 18-19 Millimetern bei Nut- und Federbrettern. Gartenhäuser, die erweiterten Zwecken dienen sollen, sollten über mindestens 40 Millimeter dicke Wände verfügen.

holzhaus bohlen 564So dick muss es nicht immer sein!

Punkt 6

Braucht ein Gartenhaus ein Fundament?

Unabhängig davon, ob das Gartenhaus als Geräteschuppen oder als Mini-Haus genutzt wird: Das Holz vom Gartenhaus sollte nicht den feuchten Boden berühren, ansonsten rottet es schnell von unten. Irgendeine Form der Unterkonstruktion ist darum notwendig, wenn man nicht nach fünf Jahren auf verfaulte Bretter blicken möchte.

Für das Fundament gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Ein Streifenfundament.
  • Eine komplette Betonplatte.
  • Eine punktuelle Fundamentierung, hier wird der Beton nur punktuell gesetzt.
  • Ein Fundament aus stabilen Gehwegplatten bzw. Pflastersteinen (sogenanntes Plattenfundament).

Ein Streifenfundament besitzt den Vorteil, dass rundum Luft um das Gartenhaus streichen kann. Die Lasten des Hauses werden so über dessen Wände auf dem Boden verteilt.

Bei einer Betonplatte sollte eine Drainage mitverlegt werden, ansonsten besteht die Gefahr der Wasserbildung unter dem Gartenhaus. Bei der Betonplatte wird der Boden bis zur Größe der gewünschten Betonplatte ausgegraben und anschließend mit Beton aufgefüllt. Dem Beton legt man Bewährungsmatten aus Eisen bei, die das Fundament am Reißen hindern. So wird die Drucklast des Gartenhauses auf das gesamte Fundament verteilt.

Gehwegplatten mögen bei kleinen Häusern oder Geräteschuppen ausreichen, sollten aber mit Beton gesichert werden, ansonsten können sie in manchen Fällen im Laufe der Jahre verrutschen. Unter den Platten sollte der Boden einige Zentimeter ausgehoben und mit Kies aufgefüllt werden. Darauf wird dann das "Plattenfundament" verlegt.

Siehe dazu auch das Video "Worauf muss man beim Fundament für ein Holzgartenhaus achten":

Video: Das Fundament vom Gartenhaus

 

Sperrschicht

Experten raten zu einer Trennschicht (z.B. in Form von Teerpappe) zwischen Fundament und Holz.

 

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Punkt 7

Apropos Holzschutz

Das Holz des Gartenhauses sollte so gut wie möglich vor der Witterung geschützt werden, Schritt für Schritt. Dies beginnt bei der Wahl des Holzes. Fichtenholz ist preisgünstig und lässt sich preisgünstig für die (Innen-)Konstruktion verwenden. Lärche oder Douglasie aber sind dem Regen gegenüber wesentlich widerstandsfähiger und sind somit das Holz der Wahl für die Außenbeplankung des Gartenhauses.

Nach langen Trockenperioden kann es zu Rissen im Holz vom Gartenhaus kommen, die sich in feuchteren Zeiten wieder verschließen. In der Norm DIN 4047 (Vorschriften für Bauholz) sind diese Risse zugelassen, wenn sie die Statik und Haltbarkeit des Gebäudes nicht negativ beeinflussen.

Die beste Maßnahme gegen Risse im Holz? Fachmännische Holzpflege, konstruktiver Holzschutz und schon beim Kauf des Holzes darauf achten, dass man qualitativ hochwertiges Holz kauft.

Je kälter, je härter

Welches Holz bietet hohe Qualität? Viele Hersteller von Gartenhäusern bieten Hölzer aus Nordeuropa an. Die Winter sind im Norden kälter, Bäume wachsen langsamer und werden dadurch härter.

Für den konstruktiven Holzschutz sollte man Häuser mit einem großzügigen Dachüberstand bevorzugen. 

Der Anstrich

Selbstverständlich sollten alle Holzteile vor der Verwendung mit einer Holzschutz-Grundierung versehen werden. Die Außenbeplankung wird dann nach dem Aufbau mit Öl, Lasur, Farbe oder Lack zusätzlich geschützt.

Holzschutz mit Öl, Lasur oder Lack

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur

  • Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
  • Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
  • Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
  • Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
  • Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
  • Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
  • Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
  • Beide sind in bestimmtem Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.

Holzlasur: spezielle Eigenschaften

  • Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
  • Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
  • Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
  • Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.

Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht für einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.

Holzöl: spezielle Eigenschaften

  • Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
  • Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
  • Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
  • Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
  • Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
  • Gut geeignet auch für Holz mit geriffelten Oberflächen.
  • Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
  • Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.

Holzschutz mit Lack

  • Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
  • Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
  • Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
  • Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
  • Meist nicht für Fußböden oder Terrassendielen ausgelegt, die mechanische Beanspruchung würde den Lack schnell abtragen.

Welchen Lack soll ich wählen?

  • Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke.
  • Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm.
  • Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.

Zudem musst du dich für einen Lack auf Öl-, Lösemittel- oder Wasserbasis entscheiden:

  • Lacke auf Ölbasis werden heute selten verwendet. Sie sind zwar leicht aufzutragen, aber sehr geruchsintensiv und brauchen zum Aushärten oft Wochen. Zwei bis drei Farbschichten reichen für eine Lackierung aus.
  • Lacke auf Wasserbasis trocknen schneller und riechen weniger. Besonders bei Weichhölzern heben diese Lacke in Form von Klarlack zudem die Maserung des Holzes hervor.
  • Lacke auf Lösungsmittelbasis trocknen sehr schnell und werden gerne dort verwendet, wo eine schnelle und haltbare Aushärtung erforderlich ist. Diese Lacke haften in der Regel besser als wasserbasierte Lacke, sind einfach zu handhaben und liefern gute Ergebnisse. Aber sie enthalten halt die Lösungsmittel ...

Schutz vor Bläuepilz

Fichte oder Tanne sind draußen vom Bläuepilz bedroht. Hiergegen gibt es speziellen Holzschutzgrund.

Umweltfreundlichkeit, Gesundheit

Egal ob Öl, Lack oder Lasur: wir empfehlen, vor allem im privaten Bereich immer nur umweltfreundliche und auf gesundheitliche Unbedenklichkeit getestet Produkte zu verwenden. Achte auf entsprechende Siegel und Testberichte.

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur
 
Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
 
Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
 
Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
 
Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
 
Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
 
Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
 
Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
 
Beide sind in bestimmten Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.
 
 
Holzlasur: spezielle Eigenschaften
 
Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
 
Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
 
Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
 
Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.
 
Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.
 
 
 
Holzöl: spezielle Eigenschaften
 
Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
 
Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
 
Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
 
Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
 
Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
 
Gut geeignet auch für geriffelte Oberflächen.
 
Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
 
Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.
 
 
 
 
Holzschutz mit Lack
 
Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
 
Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
 
Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
 
Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
 
 
Welchen Lack soll ich wählen?
 
Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke. 
 
Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm. 
 
Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.
 
 
Schutz vor Bläuepilz
 
Fichte oder Tanne sind draußen vom Bläuepilz bedroht. Hiergegen gibt es speziellen Holzschutzgrund.

Weitere Tipps im Video:

Videos: Streichen und Pflege eines Gartenhauses

Punkt 8

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Die Dacheindeckung vom Gartenhaus

Ein dichtes Dach ist die wichtigste Voraussetzung für eine lange Lebensdauer des Gartenhauses. Preisgünstige Bausätze beinhalten meist nur dünne Dachpappe. Dachziegel kosten nicht die Welt und sind schnell angebracht. Wir raten dazu, diese zusätzlich zu ergänzen, wenn die Konstruktion das zusätzliche Gewicht problemlos tragen kann (ggf. beim Hersteller nachfragen).

Video zur Dacheindeckung für ein Gartenhaus

 

Tipp: Bewährt haben sich auch sogenannte EPDM Dachfolien unter der Dacheindeckung. So wird das Haus doppelt geschützt.

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Dachbegrünung ja oder nein?

Eine kleine Grünfläche auf dem Gartenhaus ist nett anzuschauen, braucht aber kräftige statische Voraussetzungen. Zur Klärung sollten Sie ggf. beim Hersteller nachfragen.

Eine extensive Dachbegrünung (nur Kräuter, Moose oder Niedriggehölze bis 20 cm Höhe) wiegt gute 100kg pro Quadratmeter, eine intensive Begrünung (Sträucher, Stauden und sogar kleinere Bäume bis 40 cm Höhe) sogar bis zu 400kg/m² an Dachlast mit sich bringen kann.

Wer mehr machen möchte: An den Rändern des Daches, die waagerecht verlaufen, bringe man Rinneneinhangbleche an. Diese Aluminiumbleche verhindern, dass das Regenwasser durch die Kapillarwirkung unter die Pappe läuft.

An den Ortgängen, das sind die Gartenhaus-Dach-Seiten, an denen das Dach spitz nach oben zuläuft, bringe man Ortgangbleche zum konstruktiven Holzschutz an.

Punkt 9

Das Gartenhaus gleich der Versicherung melden

In vielen Verträgen ist das Gartenhaus, wenn es auf dem gleichen Grundstück wie das Haupthaus steht, in der Hausratversicherung und in der Gebäudeversicherung mitversichert. Ansonsten sollten Sie das Gartenhaus in den Vertrag separat mit aufnehmen lassen, das kostet nur wenige Euros zusätzlich.

In beiden Fällen würden wir die Versicherung bitten, das Gartenhaus dezidiert in den Vertrag mit aufzunehmen.
So ist das Häuschen und der darin aufbewahrte Hausrat gegen Schäden durch Feuer, Sturmschäden, Hagelschlag, Leitungswasser oder Einbruchdiebstahl geschützt.

Punkt 10

Was sollte sonst noch beim Gartenhaus beachtet werden?

  • Eine Dachrinne verhindert, dass vom Dach ablaufendes Wasser an die unteren Bohlen schlägt.
  • Soll das Gartenhaus über einen Stromanschluss verfügen? Dann sollte schon beim Aufbau die Verlegung des Zuleitungskabels für den Strom berücksichtigt werden. Am besten in Form eines Erdkabels in frostfreier Tiefe. Die Stromverteilung im Haus sollte vom Fachmann verlegt oder zumindest nach Abschluss der Heimwerker-Arbeiten geprüft werden.
  • Ein Gartenhaus ist ein idealer Ort zum Sammeln von Regenwasser. Dazu stelle man einfach eine Regentonne an eine Ecke und sammle darin das Wasser von den Dachrinnen.

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