estrich boden

Unter Trockenschüttung versteht man bei hohen Temperaturen aufgeblähte Mineralien, die als Ausgleichsschüttung eingesetzt werden. Sie sind mit Bitumen oder Wachs umhüllt, damit sie beim Verdichten durch Verklebung stabilisiert werden. Die Trockenschüttung wird als Wärmedämmung oder zum Ausgleich von Unebenheiten eingesetzt.

 

Anleitung zur Verwendung von Trockenschüttung

 

Bevor die Schüttung aufgebracht wird, sollte eine Folie als Feuchtigkeitssperre und als Rieselschutz eingebaut werden. Dabei muß darauf geachtet werden, dass die Folie an der Wand bis mindestens zur Höhe des fertigen Fußbodens hochgezogen wird.

Ausrichten am Meterriss

Weiterhin sollte der vom Architekten oder Bauherrn festgelegte Meterriss, der sich genau einen Meter über dem fertigen Fußboden (OFF) befindet, mittels einer Schlauchwaage oder eines Rotationslasers auf alle betreffenden Wände übertragen werden.  Wenn nun die Stärke des Estrichelementes inklusive Dämmplatte und die Stärke des gewünschten Bodenbelags zum angezeichneten Meterriss hinzurechnet wird kommt man genau auf die Höhe der Trockenschüttung (nachdem sie verdichtet wurde).

Diese Markierung muß jetzt allerdings noch nach oben korrigiert werden, da die Trockenschüttung, je nah Sorte, sich um 5-10% verdichtet. (Dazu einfach den Abstand von diesem Strich zur Rohdecke messen und, je nach Sorte, den entsprechenden Prozentwert ermitteln)  Die angezeichneten Striche an der Wand werden nun mit einer farbigen Richtschnur miteinander verbunden, sodass an allen betreffenden Wänden genau angezeichnet ist, bis zu welcher Höhe die Schüttung einzubringen ist.

 
 

In den Raum hinein werden zwei Lehren parallel auf die Breite des verwendeten Richtscheids in Waage ausgerichtet und anschließend die Schüttung zwischen den ausgerichteten Lehren mit dem Richtscheid abgezogen. Bei Schütthöhen über 8 cm sollte 2 mal verdichtet werden.

Auf die abgezogene Trockenschüttung werden in der Regel Holzfaserplatten verlegt, wodurch das Verlegen der Trockenestrichplatten wesenlich bequemer zu Handhaben ist.

Einsatz der Dämmplatten

Unter schwimmenden Estrichen, sowohl Nass- wie auch Trockenestrichen, werden spezielle Dämmplatten verwendet, die entweder verstärkt zur Wärmedämmung oder zur Trittschaldämmumg eingesetzt werden. Die wichtigste Eigenschaft generell für Dämmstoffe, die unter Estriche eingebaut werden, ist die ausreichende Druckbelasbarkeit.

Gerade Dämmstoffe unter Trockenestrichsystemen sollten sich möglichst wenig verdichten, da Trockenestriche weniger schwer und biegesteif sind . Dadurch verdichtet sich die Dämmschicht weniger stark als unter Nassestrichen und bei erhöhter Druckbelastung, z.B. durch schwere Möbel, kann es zu Verformungen in Trockenestrich kommen.
Ein entscheidener Wert für die Wärmedämmfähigkeit einer Dämmumg ist die sogenannte Wärmeleitzahl, die bei Dämmstoffen unter Estrichen in der Regel zwischen 0.02 und 0,06W/mK liegt. Je kleiner diese Zahl ist, desto besser ist die Wärmedämmung. Auf der Verpackung der Dämmung steht oft die Wärmeleitfähigkeitsgruppe , wobei eine Wärmeleitzahl von 0,020 einer Wärmeleitfähigkeitsgruppe von 020 entspricht.

Trittschall- und Wärmedämmstoffe bestehen aus Mineralfaser, Holzfaser, Schaumkunstoffe, Kork oder Kokosfasern.  Auf der Verpackung steht jeweils beschrieben für welche Verwendung der Dämmstoff geeignet ist. Wenn Sie den Estrich in Eigenarbeit machen wollen, sollten Sie sich auf jedem Fall Fachhandel ausführlich beraten lassen.

Videoanleitungen

Die beiden folgenden Videoanleitungen zeigen anschaulich, wie die Trockenschüttung zu handhaben ist.

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