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Welche Holztreppe? So lassen sich Qualität und Preis sinnvoll vereinbaren

Wer das Dachgeschoss ausbaut oder Zwischendecken einzieht, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, muss auch dafür sorgen, dass die neuen Etagen bequem zu erreichen sind. Normalerweise ist eine Holztreppe die Lösung. Allerdings kosten vormontierte Holztreppen in Deutschland schnell mehrere 1.000 Euro, im Schnitt zwischen 4.000 und 15.000 Euro. Um das individuelle Projekt budgetschonend zu planen, gibt es einige Optionen.

 
 

Punkt 1

Geld sparen bei Holztreppen: fünf Tipps

Ein ausschlaggebender Preisfaktor bei Holztreppen ist die Art des verwendeten Holzes. Eiche und Buche sind zwar edel, aber eben auch teuer. Preiswerter fährst Du damit, wenn Du Dich auf Kiefernholz konzentrierst. Zwischen 30 und 40 Prozent sparst Du damit.

Eine Treppe aus Kiefer hat zudem eine gute Ökobilanz. Auf der anderen Seite ist die Kiefertreppe meist nicht so belastbar wie die aus härteren Holzarten. Darum sollte Kiefer nur für Innentreppen genutzt werden, die nur selten mit Straßenschuhen betreten werden.

Mögliche Holzarten:

Zu den Eigenheiten der einzelnen Holzarten siehe die folgende Auflistung.

Ahorn

AhornBrinellhärte in N/mm2, circa-Werte: europäischer A. 27-30, kanadischer A. 35.

Ahorn, Berg-, Feld- und Spitzahorn

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): Bergahorn: 0,56, Spitzahorn: 0,59, Feldahorn: 0,68

Erscheinung: Alle Splintholzbäume, Bergahorn: Holz weiß bis gelblich, später nachdunkelnd, vereinzelnd dunkle Streifen und Flecken.
Spitzahorn dem Bergahorn sehr ähnlich, etwas dunkler, Feldahorn rötlichweiß bis hellbraun.

Eigenschaften: Bergahorn mäßig schwer, aber gleichmäßig dicht und fest, ziemlich elastisch, gut biegsam, gutes Stehvermögen. Spitz- und Feldahorn etwas schwerer, aber weniger biegsam und grobfaseriger.

Verwendung: Möbel, Furniere, Küchengeräte, Parkett/Diele, Musikinstrumente, Arbeitsplatten in der Küche.

Besonderheiten: Nicht witterungsbeständig, anfällig gegen Pilz-und Insektenbefall, Holz ist sehr gut zu bearbeiten, zu beizen und zu polieren.

 

 

Eiche

Eiche

Eiche ( Stiel-oder Sommereiche, Trauben-oder Wintereiche)

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 34-41

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,63

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint gelblichweiß, schmal und unbrauchbar, Kern gelblichbraun bis rötlichbraun. Im Radialschnitt sind die Markstrahlen als große Spiegel sichtbar.

Eigenschaften: hart, sehr fest, elastisch, schwindet wenig, sehr gutes Stehvermögen.

Verwendung: Innen- und Außenarbeiten, Möbel, Parkett/Diele, Brücken- und Wasserbau.

Besonderheiten: Kernholz sehr dauerhaft, beständig gegen Pilz-und Insektenbefall, sehr gerbstoffhaltig, Holz verfärbt sich nach Berührung mit Eisen. Gut zu bearbeiten, gute Öberflächenbehandlung.

 

Buche (Rotbuche)

Buche

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 32-34

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,66

ErscheinungReifholzbaum, gelblichrot bis rötlichbraun, Markstrahlen gut sichtbar, im Radialschnitt als Spiegel, im Sehnenschnitt als feine Striche.

Eigenschaften: schwindet, reißt und arbeitet sehr stark, schwer, mittelhart, wenig elastisch, läßt sich gedämpft gut biegen.

Verwendung: Sitzmöbel, Treppen, Parkett/Diele, Sperrholz, Drechslerarbeiten, Maschinenbau, Küchenarbeitsplatten.

Besonderheiten: nicht witterungsfest, anfällig gegen Pilz- und Insektenbefall, läßt sich gut beizen und polieren.

 

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Brinellhärte

Mit dem so genannten Brinell-Verfahren wird die Härte eines Holzes bestimmt. Zu diesem Zweck wird eine 10 mm dicke Stahlkugel mit 500 N - das entspricht der Gewichtskraft von 50 kg - 15 Sekunden lang in das Holz gedrückt und 30 Sekunden festgehalten. Aus der Fläche des Eindrucks und der Druckkraft errechnet man mithilfe einer speziellen Formel die Brinellhärte. Ein höherer Wert entspricht einer höheren Härte.

Gemessen wird meist quer bzw. senkrecht zur Holzfaser, da die Parkettstäbe auch so verbaut werden. Bei Holzpflaster und Hirnholzboden werden die Klötze "stehend" verbaut. Die Druckfestigkeit in Faserrichtung ist höher als die Brinellhärte quer zur Faserrichtung.

Harthölzer weisen, wie der Name leicht andeutet, eine höhere Härte auf als weiche Nadelhölzer.

 

Esche

EscheBrinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 37-42

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,69

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint breit und gelblichweiß, Kern erst bei älteren Bäumen sichtbar bräunlich abgesetzt, Faserverlauf oft wellig.

Eigenschaften: hart, schwer, zäh und biegsam, gute Stehvermögen, schwindet wenig.

Verwendung: Feines Möbel- und Furnierholz, Sportgeräte, Werkzeuge, Drechsler- und Bildhauerarbeiten.

Besonderheiten: gering witterungsfest, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, läßt sich gut bearbeiten und oberflächenbehandeln.

 

Kirsche

Kirsche

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: europäisch 29-31, amerikanisch (Black Cherry) 25

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,60

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint rötlichweiß, Kern dunkler, oft grünstichig, stark nachdunkelnd, Jahresringe und Markstrahlen deutlich sichtbar. 

Eigenschaften: mäßig hart, mittelschwer, gutes Stehvermögen, schwindet wenig, elastisch, feinfaserig.

Verwendung: Möbelholz, Parkett, Furniere, Musikinstrumente.

Besonderheiten: wenig witterungsbeständig, anfällig gegen Pilz-und Insektenbefall, sehr gut zu bearbeiten, zu beizen und zu oberflächenbehanden.

 

Birke

BirkeBrinellhärte in N/mm2, circa-Wert: europäisch 22-27,  kanadisch (Yellow Birch) 34

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,62

Erscheinung: Splintholzbaum, Farbe gelblich bis rötlichweiß, Jahresringe sehr fein und schwer zu erkennen, im Längsschnitt unregelmäßiger, geflammter Faserverlauf, auffällige "Spiegel ".

Eigenschaften: mäßig schwer, relativ hart, zäh und ziemlich elastisch, gutes Stehvermögen, schwindet relativ wenig.

Verwendung: Möbel, Furniere, Tische und Stühle, Parkett/Diele, Drechsler- und Schnitzarbeiten.

Besonderheiten: nicht witterungsbeständig, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, sehr gut zu beizen und gute Oberflächenbehandlung möglich.

 

Kiefer

Kiefer

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 19-20

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,52

Erscheinung:  Kernholzbaum, Splint gelblichweiß, Kern ist dunkler und dunkelt stark nach. Spätholz gegen Frühholz deutlich abgegrenzt. Kleine Harzgänge erscheinen im Längsschnitt als feine Streifen.

Eigenschaften: mäßig hart, elastisch und sehr fest, mäßig leicht, gutes Stehvermögen, schwindet sehr wenig.

Verwendung:  Tischler- und Bautischlerarbeiten, Möbelholz, Fußböden, Sperrholz, Furniere.

Besonderheiten: Muß vor dem Beizen entharzt werden. Splintholz nicht beständig gegen Pilz-und Insektenbefall.Der Kern ist wesentlich beständiger.

 

Fichte

Fichte

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 12-15

Rohdichte (in g/cm³ bei 15% Holzfeuchte): 0,47

Erscheinung: Holz gelblichweiß bis bräunlich. Reifholzbaum, Kern unterscheidet sich farblich nicht vom Splint, ist jedoch glänzender. Wenige Harzgänge, die jedoch sehr harzreich sind.

Eigenschaften: mäßig leicht, weich bis mittelhart, elastisch und fest, arbeitet wenig, leicht zu bearbeiten, gut zu beizen, zu verleimen und zu imprägnieren.

Verwendung:  Tischler- und Bautischlerarbeiten, langsam gewachsenes Holz wird als Resonanzböden von Klavieren und Decken von Geigen benutzt, Industrieholz, z. B. für Kisten.

Besonderheiten: das Holz ist bedingt witterungsbeständig, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, Astquerschnitte in der Regel oval, vorhandene Harzgallen müssen ausgebohrt werden.

 

Punkt 2

Konstruktionsarten

Zweiter wichtiger Punkt beim Preis einer Holztreppe ist die Art der Konstruktion. Die sogenannten Setzstufen etwa sind senkrecht ausgeführte Teile einer Treppe, die verhindern sollen, dass sich Kinderköpfe beim Krabbeln und Spielen auf der Treppe zwischen den einzelnen Stufen verfangen. Lässt man diese weg bzw. ersetzt sie durch günstigere Absperrungen, sind Materialkosten gespart.

Ähnlich verhält es sich beim Treppenpodest. Das wertet die Holztreppe zwar optisch auf, ist aber aus praktischer Sicht meistens nicht unbedingt notwendig. Und braucht es wirklich ein aufwendig gestaltetes Treppengeländer? Wenn Du bereit bist, sich bei der Suche nach der Wunschtreppe auf deren Funktionalität zu beschränken, schonst Du sicher Deinen Geldbeutel.

Punkt 3

Selbstragende Treppen sind günstiger

Freitragende Treppen müssen von Fachleuten geplant werden, selbsttragende Holztreppen hingegen sind als Standardlösungen generell die preiswertere Wahl. In Baumärkten gibt es Sets zu kaufen, die dann daheim selbst angepasst und montiert werden. Das ist in der Praxis zwar nicht so einfach, wie es zunächst klingt, aber von versierten Heimwerkern dennoch zu bewältigen.

Punkt 4

Eigeneinbau manchmal möglich

Selbstmontage ist bei Fällen, die weniger kompliziert sind, ebenfalls ein guter Schlüssel zum Geldsparen. Aber man sollte schon ein versierter Heimwerker sein, um eine Treppe alleine einzubauen.

Punkt 5

Weitere Kostenfaktoren

Neben den bisher genannten Punkten haben die folgenden Faktoren Einfluss auf den Preis einer Holztreppe:

  • Vermessung der Treppe
  • Tragekonstruktion der Treppe (Holz, Stahl, Beton)
  • Konstruktionsart der Treppe (Holm, Wange, gerade, gewendelt)
  • Günstige Standardtreppe versus teure Sonderanfertigung
  • Bearbeitung der Treppe (Kantenrundungen, Imprägnieren, Schleifarbeiten, Lackieren, Lasieren, Ölen, Verkleiden, Belegen der Treppenstufen)
  • Transport der Treppe oder Eigenabholung (Einzelteile oder Großbauteil)

Punkt 6

Holztreppen aus Polen

Was viele aber nicht wissen: Es gibt im benachbarten Polen professionelle Treppenbauer, die sich darauf spezialisiert haben, deutsche Kunden zu bedienen. Sowohl Holzpreise als auch Arbeitslohn unterbieten bei dieser Variante üblicherweise die Beträge deutlich, welche deutsche Treppenbauer aufrufen. Es gibt im Internet genug Beispiele für derartige günstige Holztreppen.

Punkt 7

Bücher über Holztreppen

Punkt 8

Fazit: Preisangebote für Holztreppen einholen kostet nichts

Eine Holztreppe soll für ewig halten, statisch sicher konstruiert sein und zudem ästhetische Bedürfnisse befriedigen. Mit den üblichen Angeboten vonseiten der Baumärkte stößt Du schnell an die Grenzen, wenn es darum geht, diese Kriterien miteinander zu vereinbaren. Oft empfiehlt es sich letztendlich doch, Profis ans Werk zu lassen, doch mit einigen Maßnahmen lässt sich dennoch viel Geld sparen. Auf jeden Fall sollte man sich vor dem Kaufentschluss mehrere Angebote eingeholt haben.

 Punkt 9

Siehe auch

Treppen selber bauen - Ratgeber, Anleitungen, Grenzen

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Kann ich eine Treppe selber bauen? Die Frage kann nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantwortet werden. Treppe ist nicht gleich Treppe. Eine ums Eck geschwungene Haupttreppe in den ersten Stock eines Hauses stellt andere Anforderungen an Planung, Ausfertigung und Materialauswahl als eine kleine Wangentreppe im Kinderzimmer. Wir haben Bauanleitungen, Tipps und Videoanleitungen zusammengetragen.

Treppe mit Holz belegen

Treppe mit Holz belegenEine Treppe mit Holz belegen, ist auch für den ambitionierten Heimwerker eine lösbare Aufgabe.

In diesem Anwendungsbeispiel aus der Praxis wird beschrieben, wie eine ehemals mit Teppich beklebte Betontreppe mit Buchen-Mehrschichtparkett belegt wird.

Als Basis dient eine Betontreppe. Die Arbeitsschritte sind aber auch auf jeden anderen Untergrund zu übertragen.

Eventuell sind bei Ihnen zuhause nicht alle Arbeitsschritte notwendig. Wenn Sie zum Beispiel gar keinen Teppich auf der Treppe liegen haben, können Sie diesen Punkt natürlich überspringen.

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