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Wie Sie viel Geld beim Umzug sparen: Erprobte Tipps & 2 Checklisten

So ein Umzug geht immer ins Geld. Doch Sie haben viele Stellschrauben, mit denen - richtig gedreht - erklägliche Ersparnisse beim Wohnungswechsel möglich sind. Das reicht von der Umzugsplanung bis zur Absetzung der Kosten von der Steuer. Mit den folgenden Tipps sparen Sie richtig.

 
 

Punkt 1

Top-Spartipp Numero Eins: Frühzeitig planen

Sobald Sie den Zeitpunkt des Einzugs am neuen Wohnort kennen, sollten Sie mit der Planung des Umzugs beginnen. Wer früh das Umziehen plant, kann Angebote vergleichen, günstige Kartons besorgen und Alternativen durchgehen. Potentielle Helfer haben den Umzugstermin noch nicht verplant. Sonderangebote für Renovierungsmaterialien und Werkzeuge können genutzt werden und sparen weiteres Geld.

Handwerker sind heutzutage ein knappes Gut. Termine sind auf Monate vergeben. Wer frühzeitig plant, hat die besten Chancen, noch jemand für die notwendigen Renovierungsarbeiten zu finden.

Günstige Renovierung

Tipp: Schönheitsreparaturen müssen nicht vom Profi durchgeführt werden. Wer frühzeitig plant, findet leichter günstige Kräfte, welche die Arbeiten unterstützen. In vielen Städten bieten Studenten entsprechende Dienste an.

Die Kündigungsfrist für Mietwohnung beträgt drei Monate, es sei denn im Mietvertrag steht eine kürzere Frist. Wer frühzeitig plant, kann rechtzeitig kündigen und vermeidet dadurch Doppelmieten.

Punkt 2

Doppelmiete vermeiden

Viele ziehen knapp auf knirsch am Monatsende um, damit keine doppelte Miete gezahlt werden muss. Diese Umzüge sind dann unnötig teuer und bringen Stress mit sich.

Eventuell ist der Umzugstermin am Monatswechsel gar nicht notwendig. Wer frühzeitig plant, siehe Tipp 1, kann mit Vor- und Nachmietern oder dem Vermieter günstigere Übergangszeiten besprechen. Oftmals zieht ein Vormieter schon zur Monatsmitte aus und übergibt ihnen dann – wenn man sich gut versteht – schon vorab den Schlüssel für die Wohnung.

Wichtig: Wirklich verlassen können Sie sich auf solche Vereinbarungen nur, wenn Sie diese schriftlich bestätigen.

Punkt 3

Sperrmüll rechtzeitig ordern

Erkundigen Sie sich nach dem letzten Sperrmülltermin vor dem Umzug und nutzen Sie diesen. Ansonsten kann die Entsorgung für die Entrümpelung vor dem Umzug leicht teuer werden und viel Geld kosten.

Punkt 4

Den Umzug als Einnahmequelle nutzen

Alles, was Sie zum Zeitpunkt des Umzugs nicht mehr besitzen, muss nicht mit rübergenommen werden. Je weniger Sie mitnehmen, umso freier fühlen Sie sich in der neuen Heimstätte. Man muss ja nicht gleich zum Minimalist werden, aber weniger ist nun mal oft mehr.

Die Zeit des Umzugs ist darum ein guter Termin, unnötige Haushaltsgegenstände von zuhause zu versilbern. Sie müssen das Teil ohnehin hervorholen und in die Hand nehmen, da können Sie es auch gleich verkaufen. Nutzen Sie diese Chance und trennen Sie sich mit Hilfe von Ebay-Kleinanzeigen und Co. von Dingen, die Sie seit Jahren nicht mehr genutzt haben. Gehen Sie alles durch: von Haushaltsgeräten über Möbel, den Kleiderschrank bis zum Bücherregal.

Punkt 5

Teure Termine meiden

Apropos Planung: Umzüge rund um den Monatswechsel und am Wochenende sind meist teuer, wenn man ein professionelles Unternehmen mit dem Umzug beauftragen möchte. Die Post empfiehlt daher, zwischen dem 6. und 13. sowie zwischen dem 18. und 24. eines Monats eine Spedition für das Umziehen zu beauftragen, um teure Preise zu vermeiden. Fragen Sie bei Ihrem Umzugsunternehmen, welcher Termin zu welchem Preis zu haben ist.

Wer fragt der spart

Die Preise für einen Umzug sind nicht in Stein gemeißelt. Fragen Sie bei mehreren Unternehmen nach Terminen mit Angeboten, Einsparmöglichkeiten, Spezialtarifen oder Discounts.

Punkt 6

Gratis-Umzug spart am meisten - leichtes Spiel beim Verpackungsmaterial

Steuerabsetzung hin oder her – am billigsten ist immer noch das, was gar nichts kostet. Ganz kostenlos wird es nicht gehen, aber Sparfüchse haben ihre eigenen Möglichkeiten und Kniffe, jeden unnötigen Euro zu sparen.

Gerade beim Posten Umzugskartons lässt sich gut Geld sparen, wenn man auf nicht mehr benötigte Kartons der örtlichen Firmen zurückgreift. Fragen Sie einfach beim nächsten Supermarkt oder Möbelladen, ob Sie nicht einige Kartons geschenkt bekommen könnten. Die meisten Geschäftsleute sind froh, wenn Sie ihnen Ihr Altpapier kostenfrei entsorgen.

Profis verlangen sichere Kartons

Allerdings gilt dieser Tipp nur mit Einschränkung, wenn Sie mit einem Umzugsunternehmen umziehen. Die dortigen Mitarbeiter bestehen manchmal auf Umzugskartons, da diese stabiler und besser stapelbar sind. Die Firmen wollen so Schäden während des Umzugs vermeiden. In einer Obstkiste geht eher mal was kaputt.

Günstige Verpackungsmöglichkeiten

Folgende Tipps haben sich bewährt:

  • Geschirr zum Beispiel mit T-Shirts und Geschirrtüchern auspolstern.
  • Mehrere Kleider auf Bügeln in einen großen Müllsack stecken und oben zubinden.
  • Stopfen Sie Socken in Gläser.
  • Weiteres Polstermaterial in Elektrogeschäften und Baumärkten beschaffen, dort gibt man Ihnen gerne ungebrauchtes Verpackungsmaterial aus der Warenanlieferung.

Punkt 7

Wählen Sie eine angemessene Umzugswagen-Größe

Wer mit nur einem Zimmer umzieht, der braucht keinen Lastwagen zu mieten. Umgekehrt wäre der Umzug des Inhaltes eines kompletten Hauses mit PKW und Hänger kaum in angemessener Zeit über die Bühne zu bringen.

Schnell wird der Bedarf an Platz für das Umzugsgut überschätzt und ein zu großer Wagen gemietet. Das sind unnötige Kosten. Gute Planung schützt auch hier vor Fehlausgaben. Bedenken Sie, dass oftmals die Autos der Helfer zusätzlich zum Transport zur Verfügung stehen.

Punkt 8

Den Umzug für günstigere Verträge nutzen

Wer umzieht muss viele Versorger-Verträge neu abschließen oder hat ein Sonderkündigungsrecht. Nutzen Sie diese Möglichkeit, um konsequent aus schlechten und/oder zu teuren Altverträgen auszusteigen. Dies gilt u.a. für:

  • Telefon- und Internetanbieter
  • Stromversorger
  • Gasversorger
  • Hausratversicherung
  • Gebäudeversicherung

Punkt 9

Privatumzug versus Spedition – man spart nicht immer

Klar. Am billigsten ist der Umzug, wenn Sie alle Verwandte und Freunde für Ihren Wohnungswechsel mobilisieren.

Doch nicht immer ist diese Möglichkeit gegeben. In jungen Jahren finden sich meist noch genug Freiwillige zum Schleppen der Kisten aus dem dritten Stock hinunter und wieder hinauf in das Dachgeschoss. Doch ab 35 haben viele Altersgenossen "Rücken" oder wollen neben der Arbeit nicht auch noch das Wochenende malochen.

Beantworten Sie ehrlich die folgenden Fragen:

  • Was können Sie sich körperlich zumuten?
  • Verzichten Sie auf Einnahmen, weil Sie den Umzug selbst durchführen?
  • Gibt es Risiken (teure und/oder empfindliches Umzugsgut, schwieriger und sperriger Transport) beim Umzug, die einen Profi ratsam erscheinen lassen? Dieser ist schließlich versichert ...

Wann eine Umzugsspedition beauftragen?

Wenn Ihnen die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen oder Ihre Firma den Ortswechsel bezahlt, nehmen Sie sich eine Umzugsspedition. Deren Services sind flexibel und reichen vom Einpacken der Kartons bis zum Reinigen der Altwohnung. Holen Sie sich dann rechtzeitig mehrere verbindliche Kostenvoranschläge ein und vergleichen Sie die darin enthaltenen Umzugsleistungen. Kleinkram können Sie im eigenen Auto transportieren.

Tipps zum Finden einer günstigen Spedition

  • Ein kleinerer Umzugsservice vor Ort ist in der Regel ein wenig günstiger als ein großes, überregionales Unternehmen.
  • Machen Sie aus Ihrem Umzug eine Auktion
    Marktplätze im Internet bieten online Umzugsauktionen an. Dort können Sie ein Umzugsgesuch mit Ihrem Höchstgebot einstellen. Anschließend geben die Firmen ihre Angebote ab und Sie wählen Ihren Favoriten.

Wer schaut denn da?

Punkt 10

Umzugskosten von der Steuer absetzen

Mit der Rechnung einer Umzugsfirma können Sie auch bei der Steuer Geld sparen.

Umzug aus beruflichen Gründen

Die Umzugskosten sind immer dann absetzbar, wenn der Wohnungswechsel arbeitsbedingt notwendig geworden ist. Dies gilt allerdings nicht, wenn Ihnen der Arbeitgeber bereits die Umzugskosten (steuerfrei) erstattet hat. Hier dürfen Sie nicht zweimal kassieren.

UmzugsschlepperAber auch wenn Sie privat umziehen, können Sie viele Umzugskosten steuerlich geltend machen und absetzen. Die folgende Auflistung stammt aus dem Blog von umzug-berlin.de/umzugshelfer/. Nutzen Sie die untenstehenden Ausgaben steuerlich, so müssen Sie dem Finanzamt beim Staat weniger überweisen.

Absetzbar sind bei jobbegründetem Umzug:

  • Unmittelbare Kosten des Umzugs. Hierzu gehören die Rechnungen vom Umzugsunternehmen, die Leihkosten für den Umzugswagen oder der Sprit für den eigenen Wagen. Aber auch Verköstigungskosten oder Aufwandsentschädigungen für die Umzugshelfer fallen hierunter.
  • Maklerkosten zum Finden der Wohnung.
  • Doppelte Mietzahlungen bis zum Ablauf der Kündigungsfrist.
  • Reise- und Telefonkosten zum Finden der Wohnung. 
  • Mietvertraglich erforderliche Renovierungsarbeiten.
  • Durch den Umzug notwendig gewordene Nachhilfekosten.
  • Eventuell sogar die Kosten für einen Kochherd sowie einen Ofen je Zimmer. Siehe hierzu das Bundesumzugskostengesetz.

Sie sehen, da kommen einige Punkte zusammen, an die man vielleicht nicht unmittelbar für abzugsfähig hielt.

Punkt 11

Umzugs-Tipps von der Umzugs-Doku

Viele weitere wertvolle Umzugstipps erhalten Sie in diesem Beitrag von "Welt der Wunder".

Punkt 12

Die Checklisten für den Umzug, die unnötige Kosten vermeiden helfen

Der komplette Ablauf zum Abhaken:

Wo überall ummelden? Behörden, Firmen ... downloaden und abhaken:

Punkt 13

Angebote und Bücher zum Umzug

Bücher:

Punkt 14

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