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Druckluftkompressoren sind in der Lage kraftvolle Druckluft zu erzeugen, mit der sich wiederum zahlreiche Werkzeuge betreiben lassen. Im Gegensatz zu elektrisch angetriebenen Werkzeugen können per Kompressor betriebene Werkzeuge deutlich mehr Leistung aufbringen und bei einer Vielzahl handwerklicher Tätigkeiten eingesetzt werden. Neben dem Einsatz in professionellen Werkstätten sind sie auch in immer mehr Heimwerker-Haushalten zu finden.

 
 

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Funktionsprinzip

Ein Druckluftkompressor komprimiert Luft, das bedeutet er verdichtet das Volumen der Luft. Das vorhandene Ansaugvolumen wird mit dem Betriebsdruck des Geräts zusammengepresst und so mit einem kleineren Volumen in einem Kessel verdichtet. Durch das kleinere Volumen besteht ein höherer Druck als bei unkomprimierter Luft. Der genaue Arbeitsdruck ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich.

Laut wird es beim Arbeiten mit einem Druckluftkompressor nicht unbedingt, denn Geräusche entstehen nur während der eigentlichen Verdichtung. Anschließend kann man die im Kessel gespeicherte Druckluft ohne Lärmerzeugung nutzen.

Hauptmerkmale eines Druckluftkompressors sind

  • Ansaugleistung/Abgabeluftmenge in Litern pro Minute
  • Maximaler Druck in Bar
  • Kesselinhalt in Litern

Es gilt: Je höher der Kesselinhalt umso mehr Luft kann der Kompressor in eins komprimieren und zur Abgabe vorrätig halten.

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Verwendungsmöglichkeiten

Die Anwendungsgebiete für Druckluftkompressoren sind groß. Zunächst einmal eignet sich ein Druckluftkompressor zum Befüllen von Reifen und anderen Gewerken wie etwa Luftmatratzen und Co. Weiterhin lassen sich Gegenstände sowie auch Flächen gut mit einer Druckluftpistole reinigen, insbesondere filigrane Gegenstände mit kleinen Spalten und Öffnungen lassen sich somit effektiv von Verunreinigungen befreien.

Weitere Einsatzmöglichkeiten:

  • Schlagschrauber antreiben
  • als Luftschleifer
  • Hauswände abmeißeln
  • sandstrahlen 
  • lackieren

Druckluftwerkzeuge

Im Gegensatz zu Elektrowerkzeugen sind druckluftbetriebene Werkzeuge wesentlich kompakter, leichter, leiser und vergleichsweise kostengünstig. Zudem sind sie pflegeleicht und besonders langlebig. Typische Druckluftwerkzeuge sind beispielsweise:

  • Schlagschrauber
  • Druckluftbohrmaschine
  • Meißelhammer
  • Ratschenschrauber
  • Stabschleifer
  • Winkelschleifer
  • Drucklufttacker
  • Druckluftnagler

Weiterhin gibt es auch Druckluftgeräte ohne elektrisches Gegenstück, dazu zählen etwa die Ausblaspistole oder der Sandstrahler.

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Worauf gilt es bei der Auswahl eines Druckluftkompressors zu achten?

Je nachdem für welchen genauen Einsatzzweck man den Kompressor nutzen möchte, muss dieser spezielle Eigenschaften erfüllen.

Der Luftdruckbedarf des angeschlossenen Werkzeugs ist ausschlaggebend für die benötigte Leistung.

Es empfiehlt sich bei einem Druckluftkompressor, sofern er auch entsprechende Werkzeuge mit Druckluft betreiben können soll, auf einige Aspekte zu achten. So sollte die Leistung mindestens 2 kW betragen und eine Ausgabeleistung von mindestens 290 l/min aufweisen können. Weiterhin ist ein Kesselvolumen von 40 Liter empfehlenswert.

Der Arbeitsdruck sollte mindestens 6 Bar betragen.

Manche Druckluftwerkzeuge benötigen zudem ölhaltige Luft. Diese Luft garantiert eine gute Schmierung des Werkzeugs und wird mittels eines sogenannten Druckluftölers zusätzlich zur Druckluft hinzugefügt. Bei Druckluftpistolen wäre das Öl selbstverständlich hinderlich. Im besten Fall verfügt der Druckluftkompressor daher über zwei Luftanschlüsse, sodass der Öler bei Bedarf hinzu geschaltet werden kann.

Das Leistungsverhältnis zwischen Kolben und Elektromotor entscheidet über die Effizienz des jeweiligen Druckluftkompressors. Weiterhin gibt es durchaus Qualitätsunterschiede zwischen den verschiedenen Modellen. Folgender Link führt zu weiterführenden, detaillierten Informationen sowie einem ausführlichen Test verschiedener Druckluftkompressoren.

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Nutzererfahrungen

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Checkliste:

Um zu erörtern, welcher Druckluftkompressor also der richtige für die eigenen Ansprüche ist, kann man sich an folgender Checkliste orientieren:

  • Welche Einsätze sind geplant?
  • Wie häufig und in welcher Intensität wird der Kompressor verwendet?
  • Wie groß muss der Duckkessel dimensioniert sein?
  • Benötigt man ein ölfreies Modell oder sollte die Option eines Ölers nicht ausgeschlossen werden?
  • Reicht ein mobiler Kompressor oder sollte es ein stationäres Modell sein?
  • Welchen Druck brauche ich?
    Sandstrahlen benötigt 6 bar, Lackieren meist nur zwischen 2-3 bar. Es ist immer gut, "Reserve" zu haben.
  • Kann ich auch ein Starkstrom-Gerät kaufen?
  • Dauerläufer gewünscht?
    Soll der Kompressor über Stunden ununterbrochen laufen? Dauerläufer kosten mehr!
  • Welchem Kesselinhalt benötige ich?
    40 Liter sollten es schon sein.
  • Sind Druckrohre geplant?
    Dann müssen entsprechende Anschlüsse vorhanden sein.
  • Wie laut ist der Kompressor?
  • Habe ich genug Platz für den Kompressor?

Nach der Beantwortung dieser spezifischen Fragen, sollte man sich mithilfe verschiedener Testergebnisse und Verbraucherinformationen gut zurechtfinden und eine fundierte Entscheidung für das optimale Modell treffen können.

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