Vergleich: Akkuschrauber, Bohrmaschine oder Schlagbohrer – welches Werkzeug passt zu dir?

Jeder Heimwerker kennt die Situation: Man steht im Baumarkt vor einem Regal voller Bohrmaschinen, Akkuschrauber und Schlagbohrer und fragt sich, was man wirklich braucht. Soll es der handliche Akkuschrauber, die klassische Bohrmaschine oder doch ein kräftiger Schlagbohrer sein? Oder zwei davon? Alle drei?

Die richtige Wahl des Werkzeugs entscheidet oft darüber, ob du leichtes Spiel hast oder dich beim Projekt abmühst. Heimwerker und Profis haben zwar unterschiedliche Ansprüche, doch eines gilt für alle: Das Werkzeug muss zum Vorhaben passen, damit dein Projekt ein Erfolg wird. In diesem Artikel liefern wir dir den Vergleich Akkuschrauber vs. Bohrmaschine vs. Schlagbohrer – verständlich, praxisnah und mit ehrlichen Tipps, damit du am Ende genau weißt, welches Gerät zu dir und deinen Vorhaben passt.

Vergleich: Akkuschrauber, Bohrmaschine oder Schlagbohrer

Kurz zusammengefasst

  • Bohrmaschine
    Klassisches, netzbetriebenes Werkzeug mit hoher Leistung für Holz und Metall, aber ohne Schlagfunktion oft nicht für Beton geeignet. Ideal für Werkstattnutzung, wo Power und Dauerlauf gefragt sind.
  • Akkuschrauber
    Mobil, vielseitig und für Schraubarbeiten optimiert, mit einstellbarem Drehmoment und Akku-Betrieb für maximale Bewegungsfreiheit. Perfekt für Möbelaufbau und kleinere Bohrarbeiten.
  • Schlagbohrer
    Kombiniert Dreh- und Schlagbewegung für harte Materialien wie Mauerwerk und Beton. Mit zuschaltbarer Schlagfunktion ein echter Allrounder für Renovierungen und Altbauwände.
  • Technische Unterschiede
    Akkuschrauber punkten mit geringem Gewicht und Drehmoment-Kupplung, Bohrmaschinen liefern konstante Leistung aus der Steckdose. Schlagbohrer bringen die nötige Schlagkraft für feste Wände mit.
  • Kaufberatung
    Eine ehrliche Bedarfsanalyse verhindert Fehlkäufe: Wer nur Möbel schraubt, braucht keinen Schlagbohrer. Wer Altbauwände bearbeitet, sollte auf Leistung und Schlagfunktion achten.
  • Zukunftsausblick
    Akku-Technologie wird leichter, leistungsfähiger und intelligenter mit Brushless-Motoren und vernetzten Funktionen. Nachhaltige Akkusysteme und Recycling gewinnen an Bedeutung.
  • Fehlerquellen vermeiden
    Billiggeräte können im entscheidenden Moment versagen, fehlendes Zubehör erschwert die Arbeit. Systemakkus und passendes Zubehör sollten in die Kaufentscheidung einfließen.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

Was ist eine Bohrmaschine? – Definition, Arten und Einsatzzweck

Unter einer Bohrmaschine versteht man meist ein elektrisch betriebenes Werkzeug, das primär zum Bohren von Löchern konstruiert ist. Klassische Bohrmaschinen sind oft kabelgebunden (230 V Netzbetrieb) und bieten hohe Drehzahlen sowie kräftige Motoren. Ihr Fokus liegt darauf, präzise in Materialien wie Holz, Metall oder Kunststoff zu bohren. Arten von Bohrmaschinen gibt es viele: von der kleinen Handbohrmaschine für den Haushalt bis zur großen Standbohrmaschine für die Werkstatt. Im Alltag meint man jedoch mit Bohrmaschine meist die handgehaltene, elektrische Bohrmaschine ohne Schlagfunktion.

Eine typische Bohrmaschine dieser Art hat ein Dreibacken-Bohrfutter (Spannfutter) für zylindrische Bohrer und oft eine einstellbare Drehzahl. Sie ist leistungsstark und robust, aber auch etwas unhandlicher als ein kleiner Akkuschrauber. Da sie meist keine Drehmomentbegrenzung besitzt, ist Vorsicht geboten: wenn ein Bohrer sich verkantet oder blockiert, kann die Maschine ruckartig reagieren (der berüchtigte Rückschlag). Das spürt man dann im Handgelenk! Für das Verschrauben von Schrauben ist eine herkömmliche Bohrmaschine weniger geeignet – es fehlt die Kupplung und die feine Regelung, die ein Akkuschrauber bietet. Einige Modelle haben zwar variable Drehzahltrigger, aber trotzdem läuft man Gefahr, Schraubenköpfe abzunudeln oder Schrauben zu tief einzudrehen.

Kurz gesagt: Die Bohrmaschine ist der Spezialist fürs Bohren, insbesondere wenn es um etwas größere Löcher oder härtere Materialien (Metall) geht. Dank Netzstrom kann sie über längere Zeit laufen, ohne dass ein Akku schlappmacht. Viele Bohrmaschinen haben genug Power, um z.B. mit einem Rührquirl sogar Farbe oder Mörtel zu mischen – etwas, wobei ein kleiner Akkuschrauber schnell an seine Grenzen käme.

Praxisnah betrachtet: Eine Bohrmaschine fühlt sich meist schwerer und kraftvoller an. Wenn du den Abzug drückst, heult der Motor auf und der Bohrer dreht pfeilschnell – ideal, um etwa saubere Löcher in ein dickes Holzbrett zu bohren. Du merkst aber das Kabel, das manchmal irgendwo hängen bleibt, und ohne anständigen Griff kann ein kräftiger Bohrer dich bei einem Haker regelrecht am Arm rucken.

Arten und Varianten: Es gibt auch Bohrmaschinen mit Schlagfunktion (dazu kommen wir gleich) und solche in Akku-Form. Letztere nennt man meist Akku-Bohrschrauber; streng genommen sind sie eine Unterart und bieten mehr Flexibilität, aber im Vergleich oft etwas weniger brachiale Kraft als ein kabelgebundenes Gerät. Umgangssprachlich wird "Bohrmaschine" dennoch häufig für alle möglichen Bohrgeräte verwendet – das kann verwirrend sein. Merke dir also: Ohne weitere Zusätze meint Bohrmaschine meistens eine kräftige, kabelgebundene Dreh-Bohrmaschine ohne Schlag. Sie ist toll für alle Bohrarbeiten in Haus und Werkstatt, solange du Zugang zu einer Steckdose hast und keine Betondecken durchlöchern musst.

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Diese Bohrmaschine brauche ich! Tipps und Empfehlungen

Jeder Heimwerker braucht ein Gerät im Haus, das Löcher in Wände und andere Materialien bohren kann – keine Frage. Heutzutage erfüllen eine ganze Reihe von Maschinen diese Aufgabe zufriedenstellend: Vom Akkuschrauber mit Schlagbohrfunktion bis zum Bohrhammer für SD5-Werkzeuge. Die Antwort auf die Frage: "Was für eine Bohrmaschine brauche ich?" hängt vom geplanten Einsatzspektrum, dem Geldbeutel und – besonders heutzutage – von den schon vorhandenen bohrfähigen Maschinen in der Werkstatt ab.

Dabei zeigt sich: Ein Gerätetyp erledigt 90 Prozent aller Bohr- und Schraubarbeiten im normalen Heimwerker-Haushalt.

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Tischbohrmaschine: was beachten? Unser Kaufratgeber

Wünschen Sie sich ein neues Heimwerkerspielzeug? Dann werfen Sie doch einmal einen Blick auf eine Tischbohrmaschine. Durch die damit mögliche hohe Bohrpäzision erweitern Sie Ihre Heimwerkermöglichkeiten signifikant. Sie können Projekte angehen, die ein hohes Maß an Bohrgenauigkeit erfordern wie zum Beispiel Holzvertiefungen im Möbel- und Spielzeugbau. Es können millimetergenaue und reproduzierbare Bohrtiefen eingehalten werden. Manche Maschinen haben sogar eine lasergesteuerte Ausrichtung. Wir sagen, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

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Was ist ein Akkuschrauber? – Definition, Typen, Stärken und Schwächen

Der Akkuschrauber ist im Grunde das Schweizer Taschenmesser unter den Elektrowerkzeugen – klein, mobil und unglaublich praktisch. Wie der Name verrät, wird er von einem Akku angetrieben, was dir völlige Kabelfreiheit ermöglicht. Ursprünglich bezeichnet der Begriff Akkuschrauber ein reines Akku-Schraubgerät, also ein Werkzeug zum Eindrehen und Lösen von Schrauben, ohne primären Fokus aufs Bohren. Solche Geräte erkennt man oft daran, dass sie kein klassisches Bohrfutter haben, sondern direkt einen Bit-Holder (Sechskantaufnahme) – perfekt zum schnellen Bits-Wechsel, aber große Bohrer kannst du damit nicht spannen. Diese reinen Schrauber sind meist kompakt, haben nur einen Gang und ein begrenztes Drehmoment. Für die Möbelmontage, das Zusammenbauen von Schränken oder das Verschrauben von Gipskartonplatten sind sie genial: leicht, handlich und in engen Ecken viel komfortabler als jeder Schraubenzieher. Wenn du mal versucht hast, einen Schrank innen mit dem Hand-Schraubendreher zusammenzubauen, weißt du das elektrische Gegenstück schnell zu schätzen!

Allerdings werden im Alltag häufig auch Akku-Bohrschrauber kurz als “Akkuschrauber” bezeichnet. Das sind Akku-Schrauber mit Bohrfutter und Zweigang-Getriebe, die sowohl Schrauben eindrehen als auch Bohren können. Solche Geräte haben sich zum meistgenutzten Werkzeug vieler Heimwerker entwickelt – zurecht, denn sie sind enorm vielseitig. Ein Akku-Bohrschrauber mit 18 V und ordentlich Drehmoment kann schon 90 % aller typischen Heimwerker-Aufgaben abdecken: vom Regal aufbauen über Löcher in Holz bohren bis hin zum Dübellöcher vorbohren in eine normale Ziegelwand. Moderne Geräte sind leistungsstärker geworden; hochwertige 18- oder 20-Volt-Akkuschrauber schaffen mit gutem Bohrer sogar leichte Wandbohrungen. Porenbeton oder weicher Ziegel sind oft noch machbar, auch wenn es ein bisschen dauert. Bei Stahlbeton ist allerdings Schluss – hier kommt man mit einem Akku-Bohrschrauber schnell an die Grenzen (der Bohrer "kaut" nur auf dem Beton herum, ohne tiefer zu kommen). Dafür bräuchtest du schwereres Gerät, sprich Schlagbohrer oder Bohrhammer.

Stärken eines Akkuschraubers

Du ahnst es – Mobilität und Handlichkeit stehen ganz oben. Kein Kabel, kein Verlängerungskabel-Chaos, einfach Akku einlegen und überall loslegen, sogar im Gartenhäuschen oder auf der Leiter.

Gute Akkuschrauber haben eine Drehmomentkupplung (den einstellbaren Ring mit Zahlen), mit der du das maximale Drehmoment einstellen kannst. Damit vermeidest du, dass du Schrauben abreißt oder im weichen Material versenkst – super für empfindliche Arbeiten. Außerdem sind Akkuschrauber meist leichter als Bohrmaschinen und kürzer gebaut, wodurch du in engen Raum kommst (z.B. ein Regal innen verschrauben, wo eine lange Bohrmaschine nicht reinpasst).

Schwächen eines Akkuschraubers

Die Power ist begrenzt durch den Akku und die Kompaktheit. Bei langen dicken Schrauben in Hartholz oder beim Bohren großer Durchmesser merkt man, wenn der kleine Motor an seine Grenzen kommt – er stöhnt, wird heiß, oder die Elektronik schaltet ab, um Überlast zu verhindern. Auch die Akkulaufzeit begrenzt dich: Mit einem kleinen 1.5 Ah Akku ist nach vielleicht 100 Schrauben Schluss und du musst nachladen.

Tipp

Direkt immer zwei Akkus anschaffen, um einen nutzen zu können, während der andere lädt.

Ein weiteres Thema ist die Lebensdauer und Kraft billiger Akkuschrauber – die günstigen Discounter-Modelle schaffen vielleicht nicht den allerhärtesten Job oder gehen nach intensivem Einsatz schneller kaputt. Doch hier hat sich einiges getan: Selbst preiswerte Geräte haben sich verbessert und können für gelegentliche Arbeiten ausreichen. Trotzdem: Wer billig kauft, kauft evtl. zweimal. Später mehr dazu in der Kaufberatung.

Typen von Akkuschraubern: Neben dem Standard-Bohrschrauber gibt es noch Mini-Akkuschrauber (ultrakompakte für ganz leichte Arbeiten oder als elektrischer Schraubendreher-Ersatz – z.B. der kleine Bosch IXO für Möbelaufbau), und auf der anderen Seite Akku-Schlagschrauber oder Drehschlagschrauber. Letztere nicht zu verwechseln mit dem Schlagbohrer: Ein Schlagschrauber arbeitet mit ruckartigen Drehschlägen und ist für das Lösen/Anziehen von Schrauben und Muttern gedacht (z.B. Radmuttern beim Reifenwechsel). Den erwähne ich hier nur kurz, weil das ähnlich klingt – aber unser Thema ist der Schlagbohrer, dazu jetzt mehr.

Beitrag: Akkuschrauber – was beachten?

Akkuschrauber – was beachten?

Akkuschrauber

Akkuschrauber – was beachten? Empfehlungen zu Drehmoment, Kapazität und anderen Werten

Absolute Handwerkerprofis nutzen Akkuschrauber und Akku-Bohrschrauber selbstverständlich bei den vielfältigsten Arbeiten im und am Haus. Die nützlichen Elektrowerkzeuge bieten nämlich überzeugende Stärken, die einfach jeder in den eigenen vier Wänden selbst nutzen kann. Ob schrauben, bohren oder befestigen – die kompakten Allrounder erleichtern den Alltag einfach ganz entscheidend. Wir geben Ihnen deshalb nachfolgend wertvolle Orientierungshilfen, welcher Akkuschrauber für Ihre Einsatzzwecke genau richtig ist.

Hier weiterlesen: Akkuschrauber – was beachten?

Beitrag: Akku: was beachten?

Akku: was beachten?

Akku beachten

Akku richtig nutzen: Tipps zur Nutzung, Pflege, Sicherheit und Auswahl

Akkus sind längst zu unverzichtbaren Helfern in der Welt des Heimwerkens geworden. Egal, ob für den Akkuschrauber, die Heckenschere oder den Staubsauger – Akkus ermöglichen flexible und kabellose Arbeit, wann und wo immer sie gebraucht wird. Doch diese kleinen Energiespeicher haben ihre Tücken, und wer nicht aufpasst, kann schnell an ihre Grenzen stoßen. Es gibt eine Vielzahl an Faktoren, die über die Leistung und Langlebigkeit eines Akkus entscheiden – von der richtigen Wahl des Akkutyps bis hin zu dessen Pflege und Entsorgung. In diesem Artikel klären wir auf, worauf du unbedingt achten solltest, um die maximale Power aus deinen Akkus herauszuholen und dabei sicher und umweltbewusst zu bleiben.

Hier weiterlesen: Akku: was beachten?

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Was ist ein Schlagbohrer? – Definition, Funktion und Einsatzgebiete

Der Schlagbohrer – oft auch Schlagbohrmaschine genannt – ist sozusagen die große Schwester der normalen Bohrmaschine. Das Kennzeichen: Er besitzt eine Schlagfunktion, die man bei Bedarf zuschalten kann. Diese Funktion versetzt das Bohrfutter in schnelle, vibrierende Vor- und Zurückbewegungen (axial zur Bohrer-Richtung), während der Bohrer rotiert. Effekt: Der Bohrer hämmert sich beim Drehen in harte Materialien wie Mauerwerk oder Beton.

Jeder, der schon mal versucht hat, mit einem normalen Bohrer durch eine Betonwand zu kommen, weiß die Schlagfunktion zu schätzen – ohne Schlag könnte man sich einen Wolf drücken und kommt kaum rein. Mit zugeschaltetem Schlag hingegen "ruckelt" man sich Stück für Stück in den Stein, die Spitze des Steinbohrers zertrümmert dabei das Material.

Einsatzgebiete

Ein Schlagbohrer eignet sich ideal, um z.B. Dübellöcher in Ziegelwände oder Betonwände zu bohren – also Lampen, Regale oder Bilder an massiven Wänden zu montieren. Auch für andere harte Materialien wie Fliesen (vorsichtig!) oder Natursteinplatten kann die Schlagfunktion helfen (wobei man bei Fliesen erst ohne Schlag durch die glasierte Schicht bohrt, um Risse zu vermeiden).

Wichtig zu wissen: Gegen wirklich starken Stahlbeton kommt auch der beste Schlagbohrer irgendwann an – dann muss ein Bohrhammer ran, der mit einem pneumatischen Hammerwerk und SDS-Bohrern nochmals deutlich effektiver und kräftiger ist. Aber für den üblichen Hausgebrauch ist der Schlagbohrer ein echter Allrounder: Holz und Metall schafft er natürlich auch (Schlag lässt sich ja abschalten), und für Mauerwerk ist er gebaut.

Beitrag: Bohrhammer: was beachten?

Bohrhammer: was beachten?

Bohrhammer

Bohrhammer: was beachten? Tipps & Empfehlungen

Bohren kann heutzutage jeder Akkuschrauber. Das ist eine große Vereinfachung, in vielen Haushalten konnte auf die Bohrmaschine ganz verzichtet werden. Doch sobald das Material etwas fester wird, kommen solche Akkubohrer an ihre Grenzen. Wenn sogar in Stahlbeton ein Loch getrieben werden soll, versagt selbst eine kabelgebundene Schlagbohrmaschine – hier braucht es einen Bohrhammer. Dann muss ein Bohrhammer her, um in akzeptabler Zeit das Loch zu bohren. Wir zeigen auf, was beim Bohrhammer wichtig ist, welche Unterschiede es gibt und welcher Bohrhammer für wen geeignet ist.

Hier weiterlesen: Bohrhammer: was beachten?

Man bekommt Schlagbohrer in zwei Varianten: klassisch mit Kabel oder als Akku-Schlagbohrschrauber. Letzterer ist quasi ein Akku-Bohrschrauber, der zusätzlich die Hammer-Funktion hat. Die Akku-Modelle sind in den letzten Jahren populär geworden, weil sie mobil sind und für die meisten Aufgaben genug Wumms bieten. Viele Heimwerker ziehen deshalb einen Akku-Schlagbohrschrauber der alten kabelgebundenen Schlagbohrmaschine vor, die oft etwas unhandlich und schwer ist.

Die Leistungsfähigkeit der Akku-Versionen hat stark zugelegt – ein hochwertiger 18 V Akku-Schlagbohrer kann im Heimgebrauch fast alles, was früher nur mit Kabel ging. Dennoch haben kabelgebundene Schlagbohrmaschinen ihre Daseinsberechtigung: Sie liefern konstante Power ohne Ladepausen und sind oft etwas günstiger in der Anschaffung (kein teurer Akku nötig). Für große Renovierungsarbeiten, bei denen hunderte Löcher in Wände müssen, oder bei härterem Beton schwören manche nach wie vor auf’s Kabelgerät, schon um keine Zwangspausen durch Akku-Laden zu haben.

Wie fühlt sich ein Schlagbohrer an? Nun, stell dich auf ordentlich Lärm und Vibration ein. Wenn die Schlagfunktion angeht, klingt es ein bisschen, als würde man mit einer kleinen Presslufthammer-Entschlossenheit in die Wand gehen. Das Gerät vibriert in den Händen, und man muss kräftig dagegen drücken – je härter die Wand, desto mehr Druck benötigt man, damit der Bohrer greift. Das geht auf Arme und Gehör (Gehörschutz ist bei längeren Arbeiten eine gute Idee).

Im Vergleich zu einem Bohrhammer musst du beim Schlagbohrer nämlich selbst ordentlich Kraft aufwenden; der Bohrhammer erledigt dank seines Mechanismus mehr oder weniger selbsttätig den Vortrieb. Ein Schlagbohrer ist also anstrengender in der Anwendung als ein Bohrhammer, aber dafür meist leichter und handlicher als dieser und für mittlere Anforderungen ausreichend.

Beitrag: Schlagbohrmaschine kaufen: Tipps

Schlagbohrmaschine kaufen: Tipps

Schlagbohrmaschine Symbolbild

Schlagbohrmaschine kaufen: Ratgeber mit Tipps und Empfehlungen

Ob du ein passionierter Heimwerker bist oder einfach nur gelegentlich Reparaturen im Haus durchführst, eine zuverlässige Schlagbohrmaschine ist dein treuer Begleiter. Dieser Artikel führt dich durch alles, was du wissen zum Kauf eines solchen Gerätes wissen musst, von den grundlegenden Funktionen und Sicherheitshinweisen bis hin zu Kaufempfehlungen und der richtigen Pflege deines Werkzeugs. Entdecke, wie du das passende Modell für deine Bedürfnisse findest und wie du es optimal nutzt, um deine Projekte effizient und sicher zu realisieren.

Hier weiterlesen: Schlagbohrmaschine kaufen: Tipps

Umfrage: Welches Gerät nutzt du am häuigsten?

Welches Werkzeug benutzt du am häufigsten?

 

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Technische Unterschiede im Überblick

Um die drei Gerätetypen direkt gegenüberzustellen, schauen wir uns einige Schlüsseldaten an. In der Tabelle findest du typische Werte und Eigenschaften von Akkuschrauber, Bohrmaschine und Schlagbohrer – plus einen Praxis-Tipp zu jeder Kategorie:

MerkmalAkkuschrauber (Akku-Bohrschrauber)Bohrmaschine (ohne Schlag)Schlagbohrer (Schlagbohrmaschine)Praxis-Tipp
Drehmoment ca. 5–60 Nm (einstellbar per Kupplung) nicht einstellbar; sehr hoch möglich, aber unkontrolliert ähnlich Bohrmaschine; bei Akku-Schlagbohrschraubern bis ~70 Nm Hohes Drehmoment = mehr Kraft. Achtung: Bohrmaschinen haben keine Kupplung – halte sie gut fest, um Handgelenke zu schonen!
Spannung/Leistung 12–20 V Akku (üblich 18 V Systeme) 230 V Netz (meist 500–1000 W) 230 V Netz od. 18–36 V Akku (je nach Modell) Volt/Watt: Mehr Spannung/Watt bedeutet oft mehr Power. Für Allround-Aufgaben sind 18 V-Akkus oder ~700 W bei Kabelgeräten ein guter Richtwert.
Bohrleistung Holz: bis ~30 mm ∅; Stahl: ~10 mm; Beton: kaum (nur weiche Wände) Holz: bis ~30–40 mm; Stahl: ~13 mm; Beton: nein (ohne Schlag) Holz/Metall: ähnlich Bohrmaschine; Beton/Ziegel: ja, z.B. 10–15 mm ∅ in Beton möglich Beachte die max. Bohrdurchmesser in den technischen Daten. Tipp: Für harte Wände immer passenden Steinbohrer nutzen und nicht gleich aufgeben – beißen lassen!
Gewicht leicht, ~1–2 kg inkl. Akku mittelschwer, ~1.5–3 kg (plus Kabelzug) etwas schwerer, ~2–4 kg (durch Schlagwerk) Ein leichteres Gerät ermüdet weniger. Über-Kopf arbeiten? Dann wähle das leichteste, was den Job noch schafft, um deine Arme zu schonen.

(Angaben sind Richtwerte für gängige Heimwerker-Modelle; Profi-Geräte können abweichen.)

In der Extra-Spalte Praxis-Tipp siehst du Hinweise, worauf du bei dem jeweiligen Merkmal achten solltest. Zum Beispiel kann ein hoher Wert beim Drehmoment großartig sein – aber ohne eine Abrutschkupplung kann es gefährlich werden. Oder bei der Bohrleistung: oft sind Herstellerangaben optimistisch; in der Praxis hängt es von Bohrer, Material und Technik ab, ob du wirklich ein 15 mm Loch in Beton schaffst. Erfahrungsgemäß gilt: Lieber eine Nummer stärker wählen, wenn du weißt, dass du an der Leistungsgrenze arbeiten wirst.

Kaufberatung: Welches Gerät passt zu mir?

Jetzt zur entscheidenden Frage: Welches Werkzeug sollst du dir zulegen? Die Antwort hängt von deinen Bedürfnissen, Einsatzhäufigkeit und auch deiner DIY-“Philosophie” ab. Hier ein paar Leitlinien, die dir die Entscheidung erleichtern:

Für den gelegentlichen Heimwerker (Schrauben & leichte Bohrarbeiten)

Wenn du hauptsächlich Möbel aufbaust, mal ein Bild an die Wand hängst und in der Wohnung kleine Reparaturen durchführst, ist ein Akkuschrauber dein bester Freund. Ein solider 18 V Akku-Bohrschrauber deckt fast alles ab. Er kann Schrauben versenken und auch mal ein 8 mm Loch in die Wand bohren, um einen Dübel zu setzen (sofern es kein zu harter Beton ist).

Achte darauf, ein Modell mit Zweigang-Getriebe und ausreichend Drehmoment zu wählen – für den Hausgebrauch sind ~30–40 Nm völlig okay. Dazu am besten ein Set mit zwei Akkus, damit du nicht mitten im Projekt ohne Saft dastehst. Für ganz einfache Schraubarbeiten (IKEA-Möbel, PC zusammenschrauben etc.) tut es zur Not auch ein kleiner 3,6 V-Akkuschrauber, aber der kommt natürlich bei Bohrlöchern nicht weit.

Praxis-Tipp: Denk an das Zubehör! Ein Bits- und Bohrersortiment sollte direkt mit eingeplant werden, denn was nützt der beste Akkuschrauber ohne den richtigen Bit oder Bohrer zur Hand.

Für Allround-Heimwerker mit Renovierungsplänen

Planst du größere Projekte, etwa einen Raum zu renovieren, eine Küche aufzubauen, Regale in einer Ziegelwand anzubringen oder gar leichte Trockenbauarbeiten? Dann könnte ein Akku-Schlagbohrschrauber sinnvoll sein – also ein Akkuschrauber mit Schlagfunktion. Diese 2-in-1-Geräte geben dir Flexibilität: du kannst in Holz und Metall bohren und schrauben wie mit einem normalen Akkuschrauber, hast aber im Notfall die Schlagoption, falls doch mal die Betondecke ein Loch braucht (z.B. für die Gardinenstange).

Beachte aber: Für umfangreiche Bohrarbeiten in sehr harten Wänden ist ein dedizierter Schlagbohrer oder Bohrhammer stärker und schneller.

Alternative: Manche entscheiden sich für ein Duo aus Akku-Bohrschrauber (für Alltagsjobs) und einer günstigen kabelgebundenen Schlagbohrmaschine für die gelegentlichen schweren Bohrungen. So bist du bestens gerüstet und musst das Akku-Schlaggerät nicht unnötig mitschleppen, wenn’s ums Möbelschrauben geht.

Für Hobby-Handwerker mit eigener Werkstatt

Du bastelst und werkelst viel, vielleicht auch an Möbeln, Metallkonstruktionen oder im Außenbereich? Eventuell lohnt sich eine klassische Bohrmaschine (netzgebunden) als Ergänzung zum Akkuschrauber. Die Kabel-Bohrmaschine spielt ihre Stärken bei längeren Einsätzen und voller Leistung aus – z.B. wenn du mit einer Forstnerbohrkrone ein Dutzend Löcher in dicke Holzbalken bohren willst oder mit einem Metallbohrer durch Stahlträger musst. Auch als Rührgerät für Farbe/Putz (mit passendem Aufsatz) ist sie wertvoll, denn sie überhitzt nicht so schnell wie ein kleiner Akkuschrauber bei solcher Quälerei. Zudem bist du nicht von Akkus abhängig.

Für sehr ambitionierte Bastler kann eine Ständerbohrmaschine (Tischbohrmaschine) interessant sein, aber das führt hier zu weit. Oben haben wir einen weiterführenden Artikel verlinkt.

Merke: Bohrmaschine = Dauerlauf und Präzision bei Bohrungen, aber ohne Schnickschnack. Schrauben solltest du damit nur, wenn’s sein muss.

Für den Sanierer und alle mit “harten Wänden”

Du wohnst in einem Altbau mit Betonwänden oder baust vielleicht Haus und musst ständig in Beton und Mauerwerk bohren? Dann führt kaum ein Weg am Schlagbohrer (oder sogar Bohrhammer) vorbei. Wenn du viele dicke Löcher in Beton brauchst (z.B. Durchbrüche, tiefe Verankerungen), denk über einen Bohrhammer nach – den kannst du notfalls auch mieten, falls nur einmalig nötig.

Für normale Dübellöcher in Beton oder Ziegel reicht ein guter Schlagbohrer jedoch aus.

Wichtig: Wenn du dich für einen kabelgebundenen Schlagbohrer entscheidest, achte auf ergonomische Griffe und einen Zusatzhandgriff (meist im Lieferumfang) – du brauchst beide Hände, um das Biest zu bändigen.

Bei längerer Arbeit an harten Wänden macht ein vibrationsgedämpftes Modell Sinn, sonst kribbeln dir die Hände noch Stunden später.

Und: Unbedingt passende Steinbohrer (SDS bei Bohrhammer, zylindrisch bei normaler Schlagbohrmaschine) verwenden, sonst bringst du kein Loch in die Wand und ruinierst Werkzeug und Nerven.

    Fehlerquellen vermeiden – darauf solltest du achten

    Es gibt ein paar klassische Stolperfallen beim Werkzeugkauf, die du vermeiden kannst, um späteren Frust zu ersparen:

    • Zu billiges Werkzeug gekauft: Wir verstehen es – das Budget ist manchmal knapp, und die Verlockung eines Akkuschraubers für 29,99 € beim Discounter ist groß. Doch aufgepasst: Günstige No-Name-Geräte haben oft schwache Akkus, wenig Durchzugskraft und können schneller den Geist aufgeben. Es gibt durchaus günstige Geräte, die ihren Zweck erfüllen – aber die Enttäuschung ist groß, wenn ein Werkzeug im entscheidenden Moment versagt.
      Besser: Für regelmäßige Nutzung etwas mehr investieren und ein Marken- oder solides Mittelklassegerät kaufen. Wenn’s wirklich nur ein einziges Projekt ist, kannst du billig probieren oder noch schlauer: ausleihen. Fast jeder Baumarkt verleiht Geräte tageweise, vom Bohrhammer bis zur Heckenschere. Warum also 100 €+ ausgeben, wenn du für 15 € am Wochenende einen Profi-Schlagbohrer leihen kannst?
    • Falsches Gerät für den Zweck: Auch ein häufiger Fehler.
      Beispiel: Du versuchst mit einem kleinen 10,8 V Akkuschrauber ein Loch in Beton zu bohren – das kann nur schiefgehen. Oder du quälst dich, zig 120 mm-Schrauben in Balken von der Terrasse zu drehen, während neben dir die einfache kabelgebundene Bohrmaschine liegen würde, die das mit links schafft (mit passendem Bitadapter).
      Plane im Voraus, welche Aufgaben anstehen. Für reine Schraubarbeiten kauft man keinen schweren Schlagbohrer. Umgekehrt kommt man bei festen Wänden mit nur einem simplen Akkuschrauber schnell an die Grenze. Ggf. lohnt die Kombi: Akkuschrauber + gelegentliches Ausleihen eines kräftigen Bohrers. Wer viel mixt, könnte z.B. auch gleich einen Bohrmaschinen-Mixer in Betracht ziehen, statt den Akkuschrauber zu überhitzen.
    • Zu viel oder zu wenig Werkzeug gekauft: Manche neigen dazu, lieber das größte und teuerste Modell zu nehmen nach dem Motto "viel hilft viel". Ein Profi-Gerät, das tägliche Baustelleneinsätze übersteht, braucht der Gelegenheitsschrauber aber oft nicht – das Geld könnte man sparen. Andersherum ist es ärgerlich, wenn man am falschen Ende spart und dann doch zweimal kauft.
      Überlege realistisch, wo du dich siehst: Bist du der Wochenend-Heimwerker für Möbel und Bilder? Dann reicht ein solides Allround-Gerät völlig. Oder hast du ein altes Haus, wo ständig was zu bohren ist? Dann investiere in was Belastbares. Es muss nicht High-End sein, aber Erfahrungsberichte und Tests sind Gold wert. Schau ruhig mal in Heimwerker-Foren oder Rezensionen: Leute berichten, ob ihr Gerät XY beim Deckendurchbruch abgeraucht ist oder tapfer durchhielt.
    • Kompatibilität und Zukunft: Ein oft übersehener Punkt bei Akku-Werkzeugen ist das Akkusystem. Viele Hersteller bieten ganze Familien von Geräten, die denselben Akku verwenden. Wenn du heute einen Akkuschrauber kaufst, kannst du morgen vielleicht einen Akku-Winkelschleifer oder Heckentrimmer derselben Serie ohne Akku günstiger dazukaufen.
      Deshalb: Denk in Systemen. Ein No-Name Akkuschrauber mag ok sein, aber wenn es keine weiteren Werkzeuge mit dem Akku gibt, stehst du beim nächsten Kauf wieder am Anfang. Bekannte Systeme (Bosch Power4All, Makita LXT, Einhell Power X-Change, Parkside X20V Team usw.) bieten die Möglichkeit, deinen Werkzeugpark modular zu erweitern. Für Gelegenheitsnutzer ist das nicht kriegsentscheidend, aber wenn du Geschmack am Akkuwerkzeug findest, macht es Spaß, mit einem Akkutyp alles betreiben zu können.

    Zum Abschluss dieses Kapitels noch ein ermutigender Rat: Trau dich an die Projekte heran! Mit dem passenden Werkzeug geht vieles leichter als gedacht. Jeder fängt mal klein an. Und wenn du mal unsicher bist, probier das Gerät in Ruhe auf einem Stück Abfallholz oder lass dich im Fachmarkt vorführen, wie es in der Hand liegt. Vertrauen in dein Werkzeug kommt mit der Erfahrung – und dann macht Heimwerken gleich doppelt Spaß.

    Zukunftsausblick: Akku-Technologien und smarte Tools

    Die Welt der Werkzeuge steht nicht still. Schauen wir ein bisschen nach vorn, was sich bei Akkuschraubern, Bohrmaschinen & Co. tut und in Zukunft tun wird:

    • Bessere Akkus – mehr Power und Ausdauer: Akku-Werkzeuge sind die Zukunft – schon heute sieht man auf Baustellen immer häufiger kabellose Geräte, selbst schwere Bohrhämmer gibt es mit 36 V-Akkus. Die Akku-Technologie entwickelt sich rasant weiter. In den letzten Jahren kamen z.B. neue Zellformate (21700er Zellen) und technologische Kniffe wie das “Tabless Design” auf, was Innenwiderstände senkt und höhere Ströme ermöglicht. Für uns Anwender bedeutet das: mehr Leistung und schnellere Ladezeiten. Künftig dürfen wir uns auf Akkus freuen, die noch leichter sind, aber länger halten – vielleicht schaffen solide 18 V-Akkus bald Kapazitäten von 10 Ah in kompakter Größe. Auch Schnellladegeräte werden immer flotter: Einige Hersteller versprechen 50 % Ladung in unter 30 Minuten. Ein weiterer Trend sind universelle Akkusysteme: Herstellerallianzen bilden sich, damit ein Akku markenübergreifend passt. (Beispiel: Bosch hat mit Gardena und anderen die „Power for All Alliance“ gegründet, wo ein 18 V Akku in Geräte verschiedener Marken eingesetzt werden kann.) Für uns heißt das mehr Flexibilität und weniger Akku-Chaos im Regal.
    • Brushless und effizientere Motoren: Bürstenlose Motoren (brushless) sind auf dem Vormarsch – weg mit den alten Kohlebürsten, her mit der intelligenten Elektronik. Diese Motoren sind effizienter, verschleißärmer und liefern oft mehr Drehmoment bei kompakterer Baugröße. Schon jetzt haben viele Mittelklasse- und Oberklasse-Akkuschrauber brushless-Technik. In Zukunft wird das wohl Standard in allen neuen Modellen, auch im unteren Preissegment. Vorteil: längere Lebensdauer, weniger Wartung (keine Bürsten wechseln), oft auch etwas längere Akku-Laufzeit durch bessere Effizienz.
    • Vernetzte Werkzeuge – Smart Tools: Die Digitalisierung macht vorm Werkzeugkoffer nicht halt. Immer mehr smarte Tools kommen auf den Markt, insbesondere für Profis: Akkuschrauber mit Bluetooth-Modul, Bohrhämmer, die per App konfigurierbar sind, etc. Was bringt das? Zum Beispiel kann man via Smartphone die Drehmoment-Abschaltung feinjustieren, Profile für verschiedene Anwendungen speichern oder den Akkustand auslesen. Einige Profi-Systeme (z.B. Milwaukee One-Key, Bosch Toolbox/Festool WorkApp) erlauben es, die Werkzeuge zu tracken – praktisch für die Verwaltung in Firmen: Wo ist welcher Bohrer zuletzt eingesetzt worden, welcher Mitarbeiter hat ihn, wann ist Wartung fällig. Für Heimwerker ist das vielleicht Spielerei, aber wer weiß: Vielleicht wirst du in ein paar Jahren deinen Akkuschrauber mit Alexa sprechen lassen („Schraube reinziehen, bitte!“ – Spaß beiseite). Realistischer ist, dass Assistenz-Funktionen kommen: z.B. ein Akkuschrauber, der merkt, wenn die Schraube bündig sitzt, und dann automatisch stoppt, um das Material nicht zu beschädigen. Erste Ansätze dazu gibt es bereits.
    • Mehr Ergonomie und Sicherheit: Zukunft heißt auch, dass unsere Werkzeuge sicherer und angenehmer werden. Hersteller arbeiten an besseren Anti-Kickback-Systemen, damit dir die Bohrmaschine nicht das Handgelenk bricht, wenn sie blockiert. Auch Vibrationsdämpfung wird weiter verbessert – wer mal länger mit einem Presslufthammer gearbeitet hat, weiß, wie wichtig das ist. Vielleicht sehen wir bald Griffe mit aktiver Dämpfung oder Materialien, die Schwingungen absorbieren. Und natürlich: leichtere Materialien (Carbon-Körper?), um das Gewicht zu reduzieren.
    • Nachhaltigkeit: Akkus sind toll, aber wie sieht’s mit der Umwelt aus? Hier tut sich ebenfalls was. Hersteller investieren in Recyclingprogramme für Akkus, und es wird an umweltfreundlicheren Batterietechnologien geforscht (z.B. Festkörperbatterien ohne seltene Metalle, die in ein paar Jahren marktreif sein könnten). Zudem spart ein Akku-Gerät auf Dauer oft Energie, weil moderne Ladegeräte und Motoren effizient arbeiten. Und mal ehrlich: Kein Kabel zu beschädigen bedeutet auch weniger Elektroschrott.

    Der Trend geht eindeutig dahin, dass Akku-Werkzeuge die kabelgebundenen immer mehr verdrängen. Irgendwann könnte die klassische Bohrmaschine mit Schnur ein Auslaufmodell sein – ähnlich wie Röhrenfernseher oder Kabeltelefone. Schon jetzt gibt es Baustellen, die komplett „kabellos“ auskommen. Für uns Anwender heißt das: Die Geräte werden immer komfortabler, aber auch technisch komplexer. Wer Lust auf Gadgets hat, wird sich freuen; wer nur bohren will, dem bleibt ja die Wahl, die smarten Features zu ignorieren und einfach den Abzug zu drücken.

    Fazit zum Vergleich

    Am Ende des Tages kommt es auf dich und deine Projekte an. Die klare, ehrliche Empfehlung je nach Anwendungsfall: Beurteile realistisch, wofür und wie oft du das Werkzeug einsetzen wirst. Für kleine Heimwerker-Arbeiten und als universelles Einsteigergerät ist ein solider Akkuschrauber nahezu Pflicht – damit machst du selten etwas verkehrt. Hast du schon einen Akkuschrauber und merkst, dass du öfter an Grenzen stößt (z.B. Wände, große Bohrlöcher), dann erweitere dein Arsenal gezielt: Ein Schlagbohrer (oder gleich ein Bohrhammer) für die harten Fälle kann Wunder wirken, wenn du z.B. in einer Betonwohnung wohnst – damit dein Projekt ein Erfolg wird und du nicht verzweifelt mit dem falschen Werkzeug herumdockterst. Umgekehrt, wenn du feststellst, dass du fast nur noch schraubst und das Kabel nervt, ist es vielleicht an der Zeit, der alten Bohrmaschine den Ruhestand zu gönnen und komplett auf Akkus zu setzen.

    Persönliche Empfehlung: Als leidenschaftlicher Heimwerker sage ich: Ideal ist ein Zweier-Team im Werkzeugschrank. Für 90% aller Aufgaben ein leichter, guter Akku-Bohrschrauber – und für die übrigen 10% ein kräftiger Bohrer mit Schlag. Ich selbst habe zum Beispiel einen Akkuschrauber immer griffbereit im Wohnzimmerschrank (man weiß ja nie, wann man mal schnell eine Schraube anziehen muss 😅). Aber als ich letztens meine Küche montiert habe und in der Altbauwand dutzende Löcher für Hängeschränke bohren musste, war ich heilfroh, auch einen Schlagbohrer parat zu haben. Die Mischung macht’s. Wenn du jedoch genau weißt, dass ein einziger Bohrmaschine-alles-Könner reicht für dich, ist das auch völlig legitim – erspart dir das Geräte-Wechseln.

    Zum Schluss: Trau dich, eine Wahl zu treffen! Das perfekte Alleskönner-Werkzeug gibt es nicht, aber mit den Infos aus diesem Vergleich kannst du einschätzen, wo die Reise hingeht. Und denk dran, Heimwerken soll auch Spaß machen. Mit dem richtigen Gerät in der Hand spürst du förmlich die Sicherheit und Power – und das überträgt sich auf deine Arbeit.

    "Quality will still remain, when the price is long forgotten"

    (Die Qualität wird weiter bleiben, wenn der Preis lange vergessen ist)

    In diesem Sinne: Viel Erfolg bei deinem Projekt und stets das passende Werkzeug zur Hand!

     

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    trenner blanko

    Im Zusammenhang interessant

    Humorvolle Fakten

    • Ursprung des Schlagbohrprinzips: Das erste Schlagbohrwerkzeug entstand aus einem Zahnarztbohrer mit axialem Schlag, weil harte Zahnschichten schwer zu durchdringen waren.
    • Stromschlag-Anekdoten: Frühe Elektrowerkzeuge hatten kaum Sicherheitsstandards – ein Metallgehäuse konnte beim Kabelbruch unter Strom stehen. Das war wörtlich ein „Schlagbohrer“.
    • Geplante Obsoleszenz? Viele Billig-Akkuschrauber haben fest verbaute Akkus, die sich kaum wechseln lassen. Nachhaltig ist das nicht, dafür günstig beim ersten Kauf.
    • Bohrhammer oder Schlagbohrer? Profis unterscheiden penibel: Der Bohrhammer hat ein pneumatisches Hammerwerk, das fast selbständig vordringt – beim Schlagbohrer musst du selbst drücken.
    • Vibrationsschutz heute Pflicht: In vielen Betrieben ist der Einsatz von vibrationsarmen Werkzeugen vorgeschrieben, um das Risiko von Berufskrankheiten wie dem „Weißfinger-Syndrom“ zu reduzieren.
    • Versteckte Power: Hochwertige Akkuschrauber mit Brushless-Motor haben oft mehr Kraft als alte kabelgebundene Bohrmaschinen – Akkus haben Kabel nicht nur eingeholt, sondern teils überholt.
    • Humorvolles Missverständnis: Wer „Schlagbohrer“ googelt, findet manchmal Boxhandschuhe und Fitnessgeräte – weil der Name auf Englisch völlig anders interpretiert wird.

    Quellen und weiterführende Links

    Geschrieben von

    Peter Bödeker
    Peter Bödeker

    Peter arbeitet seit seinem Studium im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Das Bauen-und-Heimwerken-Projekt entstand aus einer Dachdämmungs-CD-ROM, die Peter zusammen mit mehreren Mitstreitern Anfang der 2000er in eine Heimwerker-Seite umwandelte. Als Hausbesitzer, Gartenbetreiber und leidenschaftlicher Holzwerber bereitet es ihm viel Freude, über Heimwerkerprojekte zu recherchieren, Experten zu befragen und sich eine möglichst einfache und anschauliche Umsetzung der Sachverhalte und How-Tos zu überlegen.

    https://www.bauen-und-heimwerken.de

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