Akku beachten

Was ist bei Akkus zu beachten? Tipps, Tricks, Kaufempfehlungen

Viele technische Geräte besitzen heute einen eingebauten Akku, über den diese aufgeladen werden können. Immer mehr Werkzeuge arbeiten mit dem mobilen Stromversorger. Doch dabei gibt es einiges zu beachten, was wir Ihnen im Folgenden verraten möchten.

Punkt 1

Was ist ein Akku?

Bei einem Akkumulator, kurz Akku genannt, handelt es sich um einen Energiespeicher, der die gespeicherte Energie für den Betrieb an ein technisches Gerät abgibt. Da die Entladungsreaktion einer Batterie bei einem Akku umgekehrt wird, können Akkus nur für einen begrenzten Zeitraum genutzt werden. Doch sollte ein Akku mal den Geist aufgeben, findet man bei spezialisierten Shops wie akkushop.de eine große Auswahl an unterschiedlichen Akkus für alle erdenklichen Geräte, mit denen der defekte Akku ersetzt werden kann.

Wichtige Kennzahlen

Spannung (Volt): Die Spannung ist ein Maß für die Kraft des Gerätes. Übliche Werte sind 36 Volt (V) für Gartengeräte und 18 Volt in Werk­zeugen. 

Amperestunden (Ah): Ampere ist die Einheit, in der Strom gemessen wird. Die Kapazität eines Akkus wird in Ampere Stunden (Ah, auch Nennkapazität genannt) angegeben. 4 Ah bedeutet, dass man dem Akku 4 Stunden lang 1 Ampere pro Stunde entnehmen kann.

Es gilt:

Je mehr Ah, umso länger kann der Akku genutzt werden.

Elektrische Leistung (Wh): Konkreter wird diese Nutzungsdauer, wenn man beide Werte multipliziert. Daraus ergibt sich nämlich die elektrische Leistung, angegeben in Wattstunden (Wh).

Rechenbeispiel:

Akku mit 18 Volt x 4 Ah = 72 Wh

Je mehr elektrische Leistung (manchmal nur kurz "Energie" genannt) im Akku steckt, desto länger arbeitet das Gerät. Anhaltspunkt: Mit einer Energiemenge von 90 Watt­stunden (Wh) lässt sich eine kleine Rasenfläche mähen.

Alter: Akkus altern auch, wenn diese nicht genutzt werden. Darum sollte ein Akku beim Kauf möglichst neu sein. Meist ist auf dem Akku ein Herstellungsjahr zu finden.

Akku-Packs - Gebündelte Power

Für Geräte, die mehr Leistung benötigen, existieren zum Betrieb von elektrischen Werkzeugen sogenannte Akku-Packs oder Akku-Zellen, in denen mehrere Akkus miteinander verbunden sind. Hochwertige Akku-Packs verfügen in der heutigen Zeit über eine intelligente Ladesteuerung, durch die gewährleistet wird, dass jede Zelle vollständig aufgeladen wird, wodurch eine Überhitzung verhindert werden kann. Zudem steuert ein Batterie-Management-System in modernen Akku-Packs die Kommunikation zwischen dem jeweiligen Gerät, dem Ladegerät und dem Akku-Pack, was die Zellen vor Überlastung, Überhitzung, Unterkühlung und Kurzschlüsse schützt. 

Punkt 2

Tipps & Tricks zur richtigen Benutzung von Lithium-Ionen-Akku-Packs

  • Geräte, die einen Lithium-Ionen-Akku enthalten, sollten immer nur mit dem mitgelieferten Ladegerät aufgeladen werden.
  • Das Gerät sollte nach dem Ladevorgang von dem Ladegerät getrennt werden.
  • Da das Wiederanlaufen des Motors viel Strom verbraucht, sollte man Geräte während einer kurzen Unterbrechung nicht abschalten.
  • Der Akku sollte nicht bei jedem Einsatz vollständig entladen werden.
  • Betreibt man ein Gerät mit zwei Akkus, sollten diese denselben Ladestand haben, da der vollgeladene ansonsten ausgebremst wird.
  • Akkus halten sich am besten, wenn diese regelmäßig genutzt werden.
  • Nach längerer Nicht-Benutzung sollten Akkus immer zuerst entladen und im Anschluss daran neu geladen werden.
  • Gelagert werden sollten Li-Ion Akkus bei einer Temperatur zwischen 10 und 25 Grad Celsius und im besten Fall zu zwei Dritteln aufgeladen gelagert sein. Nicht lagern sollte man Akkus in Gartenhäusern oder schlecht temperierten Garagen, vor allem im Winter. Zudem sollte man unbedingt darauf achten, keine vollständig entladenen Akkus einzulagern.
  • Die Li-Ionen Zellen altern auch dann, wenn diese nicht genutzt werden, allerdings altern diese bei voller Zellspannung schneller, weshalb diese vor einer längeren Lagerung nur leicht nachgeladen werden sollten. Um eine Tiefenentladung zu verhindern, sollte man den Ladestand von einer längeren Einlagerung überprüfen und den Akku gegebenenfalls nachladen. Außerdem wirken sich auch hohe Temperaturen negativ auf die Lebensdauer eines Akkus aus.

Videos über das Lagern von Akkus

Allgemeine Tipps zur Lagerung von Akkus

Länge: 43 Minuten

Schutz vor Brandgefahr beim Lagern der Akkus

Länge: 7 Minuten

Kurz % knapp: Akkus lagern im Winter

Länge: 1 Minute

  • Akkus, die nicht mehr geladen werden können, sollten zur Entsorgung zu einem Elektronik- oder Baumarkt gebracht, an den Hersteller gesendet oder bei der nächstgelegenen Entsorgungsstelle abgegeben werden.

Punkt 3

Welcher Akku passt zu mir?

Entscheidend für die Wahl des Akkus sind die Arbeiten, die man damit ausführen möchte. Je schwerer die zu erledigende Arbeit, umso mehr Volt benötigt ein Werkzeug und je länger man mit einem Gerät arbeiten möchte, umso höher sollte die Akkukapazität in Amperestunden (Ah) sein.

  • Für Heimwerker reichen Geräte mit 18 V/20 V und 2 Ah in den meisten Fällen absolut aus.
  • Möchte man länger am Stück mit einem Gerät arbeiten, sollte man einen Akku mit 4 Ah verwenden.

Akku-Familien – die Lösung gegen Chaos im Werkzeugschrank

Häufig machen Lithium-Ionen-Akkus einen Großteil des Kaufpreises bei technischen Geräten aus.  Aus diesem Grund bieten einige Hersteller mittlerweile Akkus an, mit denen sich mehrere Geräte und mitunter sogar aus unterschiedlichen Produktfamilien betreiben lassen. Das führt dazu, dass die Kunden viel Geld sparen können und sich kompatible Geräte wahrscheinlich ebenfalls von dem jeweiligen Hersteller kaufen werden. 

Punkt 4

Die Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus

Ihren Durchbruch feierte die Lithium-Ionen Technologie bereits vor über 10 Jahren und besitzen noch heute eine Reihe von Vorteilen im Vergleich zu den zuvor genutzten Methoden zur Stromspeicherung.

  • Lithium-Ionen-Akkus verfügen von Anfang an über die volle Kapazität.
  • Kein/kaum Memory-Effekt: Lithium-Ionen-Akkus können, auch wenn diese noch zur Hälfte geladen sind, ans Ladegerät, ohne das die Kapazität dadurch beeinträchtigt wird.
  • Selbst bei der längeren Lagerung von Lithium-Ionen-Akkus ist die Entladung sehr gering.
  • Im Vergleich zu anderen Speichertechnologien sind Lithium-Ionen-Akkus deutlich kleiner und leichter, bei identischer Leistungsfähigkeit.
  • Lithium-Ionen-Akkus haben eine Lebensdauer zwischen 500 und 1000 Ladezyklen in einem Zeitraum zwischen acht und zehn Jahren.

Punkt 5

Akkugeräte vs. Netzstrom- oder Verbrennungsmotor

Geräte, die mit einem Akku betrieben werden, verfügen über viele Vorteile gegenüber Geräten, die mit einem Verbrennungsmotor oder Strom betrieben werden. Diese Vorteile möchten wir im Folgenden kurz aufführen:

Akku vs. Benzin

  • Geräte mit einem Akku sind leichter
  • Geräte mit einem Akku sind leiser
  • Durch Geräte mit einem Akku entstehen keine Abgase
  • Geräte mit einem Akku vibrieren nicht so stark
  • Der Wartungsaufwand von Geräten mit einem Akku ist geringer

Akku vs. Kabel

  • Geräte mit einem Akku sorgen für mehr Bewegungsfreiheit
  • Geräte mit einem Akku benötigen kein Verlängerungskabel
  • Geräte mit einem Akku benötigen keine Streckdose
  • Bei Geräten mit einem Akku muss man während der Arbeit kein Kabel beachten

Punkt 6

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