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Schon das Zersägen eines simplen Brettes kann zur Herausforderung werden, wenn die Säge entweder mit der Breite des Brettes völlig überfordert ist, oder das Sägeblatt stumpf ist und man schließlich rohe Gewalt walten lässt. Nicht nur dass es äußerst zermürbend sein kann, mit einer solchen Säge zu arbeiten, es ist auch extrem gefährlich. Die meisten Unfälle bei Sägearbeiten geschehen aus diesen Gründen. Eine gute und vor allem auch passende Säge ist demnach ein absolutes Muss für jeden Heimwerker. Heutzutage werden die meisten Sägearbeiten mit elektrischen Sägen jeglicher Art ausgeführt.

Wir stellen die unterschiedlichen Arten von Sägen für den Heimwerker vor und sagen, welche Säge für welchen Zweck Verwendung finden sollte.

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Die Stichsäge

Es gibt kaum einen Handwerker, der sie nicht in seinem Werkzeugrepertoire vorweisen kann. Die Stichsäge ist ein unglaublich flexibles und schnell arbeitendes Gerät. Da sie nicht sehr groß ist, lässt sie sich wunderbar selbst im kleinsten Winkel einer Werkstatt unterbringen. Sie ist ein Allrounder, den man fast zu jeder Sägearbeit nutzen kann. Akku-Stichsägen sind dank ihres ansteckbaren Akkus extrem handlich und noch flexibler, als solche, die am Stromnetz hängen müssen. Die Pendelhubsägen sollten allerdings nur in Profihände gelangen. Sie bedürfen äußerster Vorsicht und Präzision, ansonsten ist das Sägegut schneller unbrauchbar, als einem lieb ist. Am besten die unterschiedlichen Sägen und ihrer Handhabung im Vorfeld genaustens vergleichen.

Tipp: Sägen ohne Ausreißen

Wenn Sie mit der Stichsäge eine saubere Schnittkante ohne Ausreißen erreichen möchten, sägen Sie einfach von unten, quasi umgekehrt. Dann werden Sie oben auf der Oberfläche eine saubere Schnittkante erhalten. Mehr Tipps: Die Stichsäge.

 

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Tischkreissägen

Sie sind die Meister des absolut geraden Schneidens. Nur mit einer solchen Kreissäge ist es möglich, lange, flache und auch dickere Planken und Holzbretter in absolut gerade und saubere Schnitte zu bringen. Besonders wenn sich der Heimwerker entschließt, sein Eigenheim selbst zu bauen, sind Tischkreissägen absolut notwendig, denn hier ist eben Präzision auf den Millimeter genau gefragt, ansonsten hängt später nicht nur der Haussegen schief. Entscheidend ist auch die Auswahl der passenden Kreissägeblätter.

Qualität und Leistung sollten die wichtigsten Kriterien beim Kauf einer solchen Säge sein. Die Standhaftigkeit und auch das Eigengewicht einer Tischkreissäge sind entscheidend. Schließlich sollte die Säge zwar von A nach B leicht zu transportieren sein, doch einen festen und sicheren Stand gewährleisten können. Weiterlesen: Die Tischkreissäge.

 

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Handkreissägen

Handwerker und Hobbybastler lieben sie und Sie sollte in keinem gutem Sortiment an Werkzeug fehlen: Die Handkreissäge ist, wie ihr Name schon verrät, äußerst handlich im Umgang, schnell angebracht und in ihrer Präzision beachtlich genau. Lange und gerade Schnittführungen lassen sich genauso leicht erledigen, wie trickreiche Winkelschnitte. Ihre Flexibilität ist erstaunlich und macht diese Arbeiten leicht und völlig unkompliziert möglich.

Auch hier gibt es Handkreissägen, die mit einem Akku betrieben werden. Man sollte allerdings bedenken, dass wenn die Säge stundenlang und täglich im Einsatz ist, dass das Aufladen der Akkus lästig werden kann und wenn man am Abend vergisst aufzuladen, am nächsten Morgen nicht mit ihr gearbeitet werden kann. Hierfür ist eine am Stromnetz angeschlossene Säge sicherlich komfortabler. Für Sägearbeiten, die hin und wieder getätigt werden, ist die Säge mit Akkuantrieb dann schon eher sinnvoll. Weiterlesen: Die Handkreissäge.

 

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Kettensägen

saegen birke stamm 250Mit ihnen kann fast alles zerteilt werden. Holz, Metall, ja sogar Eisen lassen sich mit einer Kettensäge durchtrennen. Mit dem richtigen Sägeblatt, bzw. Kette, ist das Durchschneiden härtester Materialien möglich. In den meisten Fällen nutzen vor allem Heimwerker, die viele Gartenarbeiten tätigen, die Kettensäge. Aber auch zum Zerschneiden von dicken Brettern, Stämmen und Co. ist sie der Kraftprotz unter den Sägen.

Allerdings ist sie auch mit die Gefährlichste.

Ohne geeignete Schutzkleidung sollte man auf keinen Fall diese Säge einsetzen. Schon ein kleinster Ausrutscher kann schwerwiegende Verletzungen verursachen. Weiterlesen: Die Kettensäge

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Der Fuchsschwanz

In keiner Werkstatt von heute darf der klassische Fuchsschwanz fehlen. Diese leichte Säge ist vielseitig anwendbar und dank ihrer Flexibilität und Steifigkeit zugleich ist sie ideal für viele Zuschnitte, insbesondere auch bei Holz. Während die Feinsäge beispielsweise mit einem verdickten Rücken versehen ist, ist der Fuchsschwanz total beweglich im recht dicken Sägeblatt an sich.

Je nach Blatt kann er im Stoß- und Zugverfahren angewendet werden und oftmals sogar beim Durchsägen von sehr dicken Holzstücken von zwei Personen gleichermaßen benutzt werden. So gelingt ein sehr schnelles und auch kraftintensives Arbeiten.

Im Vergleich zur beliebten Japansäge, die nur als Zugsäge verwendet wird, kann der Fuchsschwanz einen wesentlich breiteren Schnitt erzeugen. Zudem lassen sich beim Sägen mit dem Fuchsschwanz noch sehr gut die Richtung und auch der Winkel des Schnittes korrigieren, was sehr vorteilhaft sein kann, wenn große Werkstücke wie Holzplatten zerteilt werden müssen.

Passende Anwengungsbeispiele

Historie der Sägen

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Der Grieche Daidalos – ein brillanter Erfinder, Techniker, Baumeister und Künstler – soll die erste Säge erfunden haben. Inspiration dafür holte er sich an der Fischgräte aus der Natur.

Die ersten Sägen aus Metall fanden sich in Ägypten, auch die alten Römer nutzten schon solche Schneidewerkzeuge. Bis ins Mittelalter hinein hat sich die Sägetechnik kaum fortentwickelt. Erst im 15. Jahrhundert wurden dann Sägen aus Stahl gefertigt, die auch beim Baumfällen zum Einsatz kamen. Erste stationäre Sägen, die maschinell betrieben wurden, kamen zum Einsatz.

Über einen langen Zeitraum hinweg bestimmten Handsägen die Sägetechnik. Eine Hauptunterteilung der Handsägen erfolgt in Strecksägen (gespannte Sägen) wie die Bügelsäge, die Gestellsäge oder die Laubsäge und Heftsägen (ungespannte Sägen) wie den Fuchsschwanz, die Feinsäge oder die japanischen Sägen.

Die Eigenschaften einer guten Handsäge sind

  • ein festes Sägeblatt
  • scharfe Sägezähne
  • ein arbeitsfreundlicher Griff
  • die Verwendung von rostfreiem Stahl

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