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Fußleiste auf Gehrung sägen | Anleitung

Eine Fußleiste kann so und so verlegt werden. Das schönere und stabilere "so" sieht eine Verbindung der Fußleisten mittels Gehrungsschnitt vor. Das Ergebnis wirkt optisch deutlich wertiger und verhindert auch das hässliche Auseinanderklappen der Fußleisten bei ungeraden Wänden.

Vorgehen

Fußleisten, oft auch als Sockelleisten bezeichnet, werden unter anderem bei Parkett und Laminat zum Abschluss an der Wand verlegt. Sie verdecken die Spalten zwischen Fußbodenbelag und Wand und dienen als Scheuerleiste. Auch Kabel können dahinter verschwinden.

 
 

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Vorab: Fußleiste auswählen

Die Fußleiste sollte optisch zu Fußboden und Wänden passen, auch wenn man mit den Leisten optische Akzente setzen möchte. Besonderes Augenmerk gilt bei Feuchträumen wie Küche und Bad. In diesen Räumen sollten ausschließlich feuchtraumgeeignete Sockelleisten zum Einsatz kommen. Hier kommen unterschiedliche Materialen in Frage, welche jeweils angepasste Sägeblätter benötigen. Näheres zum Thema hier. Wichtig: Die Wahl des Sägeblattes muss zur Fußleiste passen.

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 Winkel nehmen

  • Die Verbindung von Fußleisten an einer geraden Wand ist immer gleich: Hier wird die Fußleiste im 45°-Winkel abgesägt.

Wenn Sie Fußleisten mit Stoßverbindern zum Einsatz bringen, ist ein Gehrungsschnitt unnötig. Sie können dann einfach die Fußleisten rechtwinklig mit Säge zuschneiden.

  • Bei 90°-Ecken ist der Fall ebenfalls klar: Auch hier wird im 45°-Winkel die Fußleiste gegenläufig gesägt.
  • Wenn der Winkel nicht ganz so klar ist, muss er mit einer sogenannten Schmiege abgenommen werden.

Die Schmiege

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Die Schmiege, auch Winkelschmiege oder Stellschmiege genannt, ist ein verstellbarer Winkel zum direkten Übertragen von unbestimmten Winkeln auf die verwendete Gehrungssäge. Eine Schmiege besteht aus einem geschlitzten Schenkel und einer verstellbaren Zunge, die sich aufklappen und unter dem jeweiligen Winkel meist durch eine Feststellschraube fixieren lässt.

Eine besondere Art ist die Gehrungsschmiege, die man wie eine Gehrungssäge sowohl im horizontalen als auch im vertikalen Winkel verstellen kann.

Wie übertrage ich den Winkel von der Schmiege auf die Gehrungssäge?

Hier liefert das folgende Video anschauliche Hilfestellungen:

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Säge wählen

Für rechtwinklige Räume reicht eine Handsäge (zum Beispiel Fuchsschwanz) und eine Gehrungsschneidlade. In der Schneidelade finden Sie die Markierungen für 45-Grad-Winkel. Fußleisten, die an Kanten enden, werden genau wie Wandverbindungen auf Gehrung im 45-Grad-Winkel zugeschnitten.

Anfängerhinweis: Bevor Sie das erste Mal bei einer Fußleiste eine Gehrung sägen, üben Sie an einem billigen Stück Restholz. Das gilt auch, wenn Sie sich beim Gehrungswinkel unsicher sind: Einfach einen Probeschnitt an einer Latte oder Leiste durchführen.

Komfortabler und - bei scharfem Sägeblatt - genauer arbeitet es sich mit einer hochwertigen Kapp- und Gehrungssäge. Manche Fußleisten sind auch so hoch, dass sie nicht in eine Gehrungsschneidlade passen.

Siehe dazu auch:

Was zeichnet eine gute Kappsäge aus?

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Kappsägen sind eine spezielle Sägeart der Kreissägen, mit der sich präzise Kapp- bzw. Gehrungsschnitte bewerkstelligen lassen. Die Kappsäge lässt sich in unterschiedlichen Bereichen einsetzten und ist auch bei Heimwerkern sehr beliebt. Doch was zeichnet eine gute Kappsäge aus, bzw. auf welche Qualitätsmerkmale kommt es an? Wer mit dem Gedanken spielt sich eine Kappsäge anzuschaffen sollte vor dem Kauf einige Kriterien beachten.

 

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Vorgehen Gehrung sägen

  • Messen Sie die Stelle exakt ab, an der Sie sägen müssen, und markieren Sie diese mit einer dünnen Bleistiftlinie.
  • Stellen Sie die Säge im gewünschten Winkel ein - siehe oben - und spannen Sie die Fußleiste fest.

Tipps zum Sägen

  • Mit feinzahnigen Sägeblättern von hoher Schärfe erzielen Sie die besten Schnittergebnisse.
  • Egal, ob mit einer Handsäge oder einer elektrischen Kapp- und Gehrungssäge gearbeitet wird: Die Fußleiste sollte möglichst mittels einer Schraubzwinge fixiert sein, so wird der Schnitt präziser.
  • Lackschutz: Um den Lack nicht zu beschädigen, einfach etwas Stoff zwischen Sägenführungsschiene und Fußleiste klemmen.
  • Gehrungen über Eck möglichst von derselben Leiste abschneiden, da die Leisten unterschiedliche Holzprofile aufweisen können. Anders ausgedrückt: Sorgen Sie dafür, dass jeweils die gleichen Seiten des Werkstücks die Vorder- und Rückseite der fertigen Verbindung bilden.
  • Wenn sich die Gehrungssäge oft in der Fußleiste festfrisst, reiben Sie das Ende einer Kerze über das Sägeblatt. Das Kerzenwachs wird die Säge wieder durch die Leiste gleiten lassen.

Videoratgeber

In den folgenden Videos wird der Gehrungsschnitt (und die gesamte Anbringung) auf unterschiedliche Arten dargestellt. Danach dürften wirklich alle Fragen geklärt sein und man selbst ist Profi-Gehrungsschneider. Zumindest in der Theorie :-)

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