Wohnung zu heiß

Wohnung zu heiß – was tun? Mit diesen Tricks bleibt die Wohnung angenehm kühl

Der Sommer ist für viele Menschen die schönste Jahreszeit. Die Sonne scheint, es ist warm und die Menschen sind meist gut gelaunt. Mit der guten Laune kann es aber schnell vorbei sein, wenn man in überhitzte Räume kommt. Hier wird aus der Wärme schnell eine unangenehme Hitze, die lange in der Wohnung bleibt. Von Ventilatoren, dem richtigen Lüften und einfachen Wasser-Tricks: hier findest du unsere Empfehlungen, wie du die Hitze vertreibst.

Natürlich kann mit einer mobilen Klimaanlage (Zum Shop) für angenehme Temperaturen gesorgt werden. Ist man nicht im Besitz einer Klimaanlage, dann helfen ein paar einfache Tricks, damit die Wohnung angenehm kühl bleibt.

Punkt 1

Hitze gar nicht erst in Wohnung lassen: richtig lüften

Die beste Voraussetzung für eine kühle Wohnung ist es, die Hitze erst gar nicht reinzulassen. Es ist zwar verständlich, dass man bei schönem Wetter die Fenster gerne den ganzen Tag öffnet. Schließlich möchte man so viel wie möglich an Sonne und Wärme genießen. Was gut gemeint ist, ist aber leider kontraproduktiv. Auf diese Weise lässt man die Hitze erst recht in die Wohnung.

Sehr viel besser ist es, die Fenster an den kühleren Tageszeiten zu öffnen, also morgens, abends und vor allem in der Nacht. Hier kann man sich an folgender Faustregel orientieren:

Ab einer Außentemperatur von 25 Grad sollten die Fenster geschlossen werden.

Hat man kein Thermometer zur Hand, kann man sich grob nach der Uhrzeit richten. Als Empfehlung gilt hier, dass man spätestens ab 10 Uhr vormittags die Fenster geschlossen halten und die Vorhänge zuziehen sollte.

Jetzt lüften? Frag die App!

Sachverständiger Opitz (auf Facebook unter @Schimmelhilfe zu finden) gibt den Tipp, die App „Richtig lüften“ bzw. "Lüftomat" (hier für Android und hier für iOS) zu fragen, ob nun ein passender Zeitpunkt zum Lüften ist. Nach Eingabe von Außen- und Innen-Luftfeuchte sowie Temperatur sagt die App, ob es nun sinnvoll sei zu lüften oder nicht.

Der kühlende Effekt der Lüftung wird erhöht, wenn feuchte Handtücher oder eine Schüssel mit Eiswürfeln in den Lüftungsstrom gehängt werden.

Wärme steigt nach oben. Darum ist es so effektiv, Fenster ganz oben zum Lüften zu öffnen. So kann ein "Kamineffekt" die Wärme aus der ganzen Wohnung hinaussaugen. Aber nicht jede Wohnung bietet diese Möglichkeit.

Einen zusätzlichen Schutz bieten Jalousien, die während der größten Hitzephase heruntergelassen werden. Leider verfügen viele Mietwohnungen nicht über diesen Komfort. Hier erfüllen einfache Rollos oder Vorhänge denselben Zweck. Allerdings muss man hier ein paar Abstriche in der Wirksamkeit machen. Siehe mehr dazu:

Sonnenschutzsysteme für außen

Sonnenschutzsysteme außen

Sonnenschutzsysteme außen

Sonnenschutzsysteme für außen: vielfältige Ausführungen verfügbar

Es stehen dir mittlerweile mehrere Arten von Sonnenschutzsystemen zur Auswahl. Für welche Variante du dich entscheidest, hängt von deinen Vorlieben und von der Gestaltung Ihres Außenbereichs ab. Mache dich im Vorfeld mit den unterschiedlichen Optionen vertraut. In diesem Beitrag erhältst du einen Überblick über die verschiedenen Arten des Sonnenschutzes für außen sowie von dessen Vor- und Nachteilen.

 Punkt 2

Ventilatoren werden oft falsch verwendet

Wenn man keine Klimaanlage besitzt, wird oft ein Ventilator zur Abkühlung verwendet. Dabei ist jedoch oft eine falsche Anwendung zu beobachten. Meist wird der Ventilator dann eingeschaltet, wenn die Hitze am größten ist. Der Effekt dabei ist allerdings gleich Null. Im Grunde erreicht man nur, dass die warme Luft im Raum verteilt wird. Eine Abkühlung erreicht man auf diese Weise leider nicht.

Effektiv ist ein Ventilator erst dann, wenn die Außentemperatur niedriger liegt wie die Innentemperatur. Nur dann erfolgt ein Luftaustausch zwischen Außen- und Innenbereichen.

Der Ventilator-Kühl-Trick

Es gibt jedoch einen kleinen Trick, mit denen man dennoch eine geringe Kühlfunktion erreicht. Dazu platziert man ein feuchtes Tuch vor dem Ventilator und richtet den Luftstrom so aus, dass er durch das Tuch strömt. Durch die Verdunstung des Wassers wird die Temperatur ein wenig gesenkt. Damit das Tuch nicht regelmäßig angefeuchtet werden muss, kann man das untere Ende in eine mit Wasser gefüllte Schüssel hängen. Dabei ist zu beachten, dass das Tuch so gespannt ist, dass es sich nicht in der Welle des Ventilators verfängt.

Tipp vom Sachverständigen

Herr Opitz (auf facebook unter @Schimmelhilfe zu finden) mahnt bei diesem Tipp zur Vorsicht: Zusätzliche Feuchte in Häuser oder Wohnungen mit dichten Fenstern zu bringen, kann zu sehr hoher Luftfeuchtigkeit in den Räumen und damit zu Schimmelpilz-Ausbreitung führen. Zur Kontrolle sollte darum stets ein Hygrometer aufgestellt werden, um überhöhte Werte bei der Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

Herr Opitz weisst zudem darauf hin, dass trockene heiße Luft von uns als angenehmer empfunden wird als feuchte Luft gleicher Temperatur, da unser Schweiß in trockener Luft schneller verdunstet.



Ventilator-Angebote

Standventilatoren



Deckenventilatoren



Zusatztipp: Kühlakkus oben auf den Schrank

Man kann gekühlte Akkus oben auf den Schrank stellen. Durch die Kühlung der oberen Luftschichten entsteht eine Zirkulation, welche die Temperatur im Raum sinken lässt.

Punkt 3

Wärmespeicher aus der Wohnung entfernen

Ein anderer Tipp wird sehr häufig übersehen. Er lautet schlicht und einfach, dass man Wärmespeicher aus der Wohnung entfernen sollte. Es ist nämlich so, dass jeder Gegenstand in einer Wohnung auch Wärme speichert. Fällt die Temperatur, wird diese Wärme wieder an den Raum abgegeben. Nun muss man aber nicht gleich die komplette Wohnung ausräumen. Es reicht schon, wenn man die größten Wärmespeicher entfernt.

Die größten Wärmespeicher, im wahrsten Sinne des Wortes, sind tatsächlich Teppiche. Wolle speichert sehr gut die Wärme und durch die Größe wird entsprechend viel Wärme gespeichert. Deshalb sollte man Teppiche, falls möglich zu Beginn der Hitzeperiode in den Keller verbannen.

Andere Wärmespeicher sind beispielsweise Sitzgarnituren oder Möbelstücke aus Echtholz. Theoretisch müsste man diese auch auslagern, was sich in der Praxis allerdings schwierig gestalten würde. Hier muss man sich damit behelfen, dass man morgens die Schranktüren kurz öffnet. Denn auch das Innere von Schränken wird bei Hitze zu einem zusätzlichen Wärmespeicher.

Punkt 4

Wärmequellen sorgen für zusätzliche Grade - auch im Stand-by

Heutzutage findet man in jeden Haushalt diverse elektronische Geräte, wie zum Beispiel Flachbildschirme, Computer, Smartphones oder Tablets. Jedes elektrische Gerät strahlt im Betrieb eine immense Menge an Wärme aus. Wer schon einmal die Rückseite eines Flachbildschirms oder eines Laptops berührt hat, weiß was gemeint ist. Schon ein einfaches Ladegerät für das Smartphone entwickelt etwa 20 Watt an Wärme. Ein Plasma-TV erzeugt im Betrieb eine Temperatur von etwa 55 Grad. An heißen Tagen spürt man diese Temperaturen noch deutlicher. Deshalb sollten elektrische Geräte während Hitzeperioden besser ausgeschaltet bleiben. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass sich die Lebensdauer der Geräte dadurch erhöht.

Was dabei aber gerne vernachlässigt wird, ist, dass die Geräte auch dann Wärme produzieren, wenn Sie im Stand-by betrieben werden. Vor allem moderne Fernseher mit Internetzugang sind nie wirklich aus. Sie warten ständig auf Updates oder spielen diese sogar eigenständig ein. Deshalb ist es ratsam, sämtliche Geräte komplett vom Stromnetz zu nehmen. Das dient nicht nur der Reduzierung von Wärme, sondern verringert ganz nebenbei den Stromverbrauch des Haushalts.

Punkt 5

Wasser sorgt für zusätzliche Kühlung

Gerade bei Hitzewellen gibt es einen regelrechten Run auf Klimaanlage und Ventilatoren. Regelmäßig sind diese Geräte dann ausverkauft. Wer nicht das Glück hatte, eine Klimaanlage zu bekommen, muss sich nicht mit einer heißen Wohnung abfinden. Tatsächlich haben mehrere Schüsseln mit kaltem Wasser einen ähnlichen Effekt. Natürlich muss man bei Effektivität und Komfort deutliche Abstriche machen. Aber etwas Abkühlung ist immer noch besser als überhaupt keine Abkühlung.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Man füllt ein paar Schüsseln mit kaltem Wasser und stellt diese in der Wohnung verteilt auf. Durch Verdunstung des Wassers werden die Räume abgekühlt. Zu beachten ist, dass man das Wasser regelmäßig in Bewegung setzt, um den Effekt zu erhalten. Eventuell mit einem Ventilator!

Da auch Wasser ein Wärmespeicher ist, muss es in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. Ansonsten hat man eine weitere Wärmequelle in der Wohnung.

Man kann auch Wäscheständer im Raum aufstellen. Bei der Trocknung der feuchten Kleidung wird dem Zimmer Wärmeenergie entzogen, das führt zum Abühlen des Raumes. Je mehr Wäsche und je feuchter diese ist, umso stärker tritt der Effekt auf.

Alternativ erfüllt ein Zimmerbrunnen einen ähnlichen Zweck. Er bietet außerdem den Vorteil, dass er weniger arbeitsaufwendig wie mit Wasser gefüllte Schüsseln ist. Allerdings ist die elektrische Pumpe des Brunnens eine entgegenwirkende Wärmequelle und der Wasseraustausch ist auch schwieriger.

Bei der Verwendung von Wasser zur Abkühlung ist trotzdem auf eine gute Belüftung während der Morgen- und Abendstunden zu achten. Durch die Verdunstung erhöht sich die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Bei einer unzureichenden Lüftung kann dies die Entstehung von Schimmel begünstigen.

Zusatztipp: Abkühlen durch (fehlende) Bekleidung

  1. Wer nackt schläft, hat es in heißen Nächten bedeutend leichter. Nebenbei bemerkt: Nackt zu schlafen soll laut einer Studie der Universität Amsterdam generell die Qualität des Schlafes verbessern.
  2. Ein Extremtipp: Socken mit kaltem Wasser befeuchten und überziehen. Diese Kühlung der Füße wirkt sich auf den ganzen Körper aus. Ausprobieren - hilft wirklich!

Punkt 6

Die Maßnahmen der Tageszeit anpassen

Die vorgestellten Tricks helfen alle dabei die Hitze in der Wohnung zu senken. Ein Punkt, der bislang kaum angesprochen wurde, ist die Tageszeit. Denn je nach Zeit sind die Tricks unterschiedlich effektiv. Die folgende Aufstellung soll zeigen, welche Maßnahmen wann die größte Wirkung entfalten.

Morgens

  • Fenster öffnen bis 10 Uhr oder 25 Grad Außentemperatur
  • Türen von Schränken kurz öffnen
  • Betrieb eines Ventilators (mit Wasser/Eiswürfel/feuchtem Tuch davor)

Mittags

  • Fenster schließen
  • Jalousien und Vorhänge schließen
  • elektrische Geräte nicht soweit möglich vom Netz nehmen
  • Betrieb einer Klimaanlage
  • Aufstellen von Schüsseln mit kühlem Wasser
  • Betrieb eines Ventilators (mit Wasser/Eiswürfel/feuchtem Tuch davor)

Abends und nachts

  • Fenster öffnen
  • Betrieb eines Ventilators (mit Wasser/Eiswürfel/feuchtem Tuch davor)
  • Aufstellen von Schüsseln mit kühlem Wasser
  • Eiswürfel oder Kühlakkus oben auf Schränke stellen

Diese Tipps als Download zum Aufhängen in der Wohnung

Wir haben die Tipps auf einer DIN-A4-Seite zusammengestellt. Diese kannst du hier downloaden, ausdrucken und aufhängen.

Zum Download

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pdf  Wohnung zu heiß – Tipps

 Punkt 7

Bauliche Maßnahmen zur Kühlung

Wer die Renovierung einer Wohnung plant, die im Sommer bisher immer zu heiß wird, kann die Kühle mit folgenden Baumaßnahmen fördern:

  • Mehrfachverglasung
    Die West- und die Südseite sollten besonders vor Sonneinfall geschützt werden. Hier hilft eine spezielle Beschichtung für dort gelegene Fenster, die Tageslicht reinlassen, Infrarotstrahlung aber abwehren.
  • Verdunklung mit hoher Reflektion
    Jalousien, Plissees, Gardinen und Rollos sollten mit einer reflektierenden Außenseite ausgestattet sein. Je besser das Material die Hitze reflektiert, umso kühler bleibt es in der Wohnung. Prinzipiell gilt auch: helle Farben reflektieren Sonnenlicht besser als dunkle, welche die Wärme eher absorbieren.
  • Außendämmung verbessern
    Gut isolierte Wohnungen sind im Sommer vor Hitze besser geschützt.
  • Die Heizung zur Kühlung nutzen
    Wenn im Haus eine Wärmepumpen-Heizung ihren Dienst tut, kann diese im Sommer bei vielen Modellen so genutzt werden, dass sie über die Lüftung zur Kühlung des Hauses beiträgt.
  • Technische Möglichkeiten
    Smart-Home-Technik kann auf Sonneneinstrahlung reagieren und so automatisch lüften und verdunkeln. Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung können per Nutzung des sogenannten Sommerbypasses (die Luft nimmt damit einen „Umweg“) mit automatischer, differenz-temperaturabhängiger Nachtauskühlschaltung ebenfalls zur Kühlung der Wohnung im Sommer beitragen.

Punkt 8

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