Sonnensegel

Sonnensegel was beachten? Von Stoffen, Eigenschaften, Ausrichtung und Befestigung

Das Sonnensegel bildet eine moderne Alternative zu Sonnenschirmen, Markisen und Co. Es erfüllt seine Funktion jedoch nur dann optimal, wenn es durchdacht installiert wird. Aber was sollte bei der Auswahl eines Sonnensegels alles beachtet werden?

Punkt 1

Was wird alles unter dem Namen Sonnensegel verkauft?

Sonnensegel – was ist das eigentlich? Ein Sonnensegel bezeichnet eine Vorrichtung, bei der wetterfester Stoff in Form eines Segels montiert wird. Sie sorgt etwa in Gärten, auf Terrassen und Balkonen für Schatten und schützt vor schädlicher Sonneneinstrahlung, Hitze oder Regen. Ein Sonnensegel kann entweder saisonal oder ganzjährig installiert werden. Es lässt sich beispielsweise an Pfosten oder Haken befestigen und ist in vielen Formen und Größen erhältlich.

Die Kosten eines Sonnensegels richten sich dabei insbesondere nach der Qualität, der Form sowie der Größe. Sie können je nach Anbieter variieren und steigen, je individueller ein Sonnensegel angefertigt wurde. Segel, die nach Maß gefertigt werden, sind daher kostenintensiver als Segel in Standardgrößen und Standardausführungen. Generell sollte der Fokus einer stabilen und zuverlässigen Sonnensegelanlage jedoch auf der Qualität und nicht vorrangig auf dem Preis liegen. Wie das ja für viele Belange im Heimwerkerbereich gilt.

Wer günstig kauft, kauft doppelt.

Heimwerker-Weisheit

Video: Allgemeine Trends bei Sonnensegeln

Punkt 2

Welche Stoffe und Farben empfehlen sich für ein Sonnensegel?

Sonnensegel können drei verschiedene Funktionen erfüllen. Dies sind

  1. Sonnenschutz,
  2. Hitzeschutz und
  3. Regenschutz.

Es lassen sich jeweils zwei dieser Eigenschaften kombinieren, sodass ein Sonnensegel entweder gegen Hitze und Sonneneinstrahlung oder gegen Regen und Sonneneinstrahlung schützen kann.

Kombination Hitze- und Sonnenschutz

Für einen Hitze- und Sonnenschutz empfehlen sich vor allem Sonnensegel, die sowohl luft- als auch wasserdurchlässig sind wie diese Sonnensegel von www.sticher-innovation.ch. High Density Polyethylen, kurz HDPE, gehört hier zu den beliebtesten Materialien. Das Material schützt vor Sonneneinstrahlung und verhindert einen Hitzestau, indem es Wärme schnell entweichen lässt.

Kombination Sonnen- und Regenschutz

Für einen Schutz gegen Sonneneinstrahlung und Regen eignen sich insbesondere wasserabweisende und wasserdichte Sonnensegel. Diese bestehen oftmals aus Polyester oder Acrylmarkisenstoff, die bei einer entsprechenden Ausrichtung einen Regenschutz zwischen 350 bis 1.200 Millimeter Wassersäule aufweisen können.

Allgemeine Materialempfehlungen

Das Sonnensegel sollte außerdem aus einem Material bestehen, dass als

  • verrottungsfest,
  • schmutzabweisend sowie
  • fäulnishemmend

gilt.

Bei empfindlicher Haut lohnen sich zudem Sonnensegel, die einen speziellen UV-Schutz aufweisen.

Des Weiteren empfiehlt sich die Wahl farbechter Stoffe, die eine helle Färbung aufweisen. Während bunte Farben schneller ausbleichen, speichern dunkle Farben verstärkt die Wärme der Sonne. Helle Stoffe sorgen außerdem für eine lichtere Atmosphäre unter dem Sonnensegel und wirken freundlicher.

Zeit einplanen

Ein Sonnensegel bedarf zunächst gründlicher Planung. Der Schattenwurf will berechnet werden. Dann wird die Aufhängung ausgewählt. Erst dann wird ein individuelles Segel maßgefertigt. Dieser Prozess kann einige Wochen in Anspruch nehmen. 

Punkt 3

Wie sollte die Ausrichtung des Sonnensegels ausfallen?

Je nachdem, wo das Sonnensegel installiert werden soll, ergeben sich verschiedene Einfallswinkel des Sonnenlichts. Diese sollten sowohl zu verschiedenen Tageszeiten als auch zu verschiedenen Jahreszeiten berücksichtigt werden.

Durch eine optimale Ausrichtung des Sonnensegels kann dieses den größtmöglichen Bereich beschatten und lässt sich über den ganzen Tag sowie zu verschiedenen Jahreszeiten nutzen. Während aus dem Norden kaum Sonneneinstrahlung zu erwarten ist, fallen die Sonnenstrahlen nur gegen Morgen von Osten ein. Die Ausrichtung des Sonnensegels sollte sich somit auf den Süden sowie Westen konzentrieren. Diese Himmelsrichtungen bringen die größte Sonneneinstrahlung.

Es empfiehlt sich, das Sonnensegel nach Süden beziehungsweise Westen auszurichten.

Für wasserdurchlässige Segel sollte zudem ein Neigungswinkel von etwa 14 Prozent eingeplant werden. Soll das Sonnensegel wasserundurchlässig ausfallen, benötigt es eine Neigung zwischen 14 und 30 Prozent. Wird keine Neigung eingeplant, können sich Wassertaschen bilden, die den Aufbau sowie die Stabilität des Sonnenschutzes beeinträchtigen. Das Gefälle sollte außerdem über eine Segelecke führen, sodass das Wasser dort abfließen kann.

Wenn die wilden Winde wehen

Wenn Starkregen oder gar Sturm droht, sollten Sie Ihr Sonnensegel abnehmen oder aufrollen.

Video: Beispielaufstellung mit schneller Einzugsmöglichkeit

Punkt 4

Welche Formen und Befestigungspunkte sind bei einem Sonnensegel möglich?

Sonnensegel können in einer

  • dreieckigen,
  • quadratischen,
  • rechteckigen oder
  • trapezförmigen

Form verbaut werden. Die Befestigungspunkte eines Sonnensegels sollten dabei immer so gewählt werden, dass sich das Segel in Zugrichtung spannen lässt. Die Zugrichtung verläuft bei rechteckigen, quadratischen und trapezförmigen Segeln auf der Segeldiagonalen. Der optimale Befestigungspunkt wird bei dreieckigen Segeln durch die verlängerte Winkelhalbierende bestimmt.

Wenn Sie einen Pfosten als Befestigung für das Sonnennegel nutzen, sollte dieser in einem Winkel von 10 Grad vom Sonnensegel (bzw. dem Befestigungspunkt für die Straffungsleine) weggerichtet sein.

Um eine sichere Stabilität zu erhalten, bieten sich insbesondere konkave Sonnensegel sowie ein rochenförmiger Aufbau an. Die Seiten konkaver Segel sind leicht bis stark nach innen gewölbt und ermöglichen auf diese Weise eine höhere Spannkraft. So können Seiten nicht durchhängen und erhalten eine höhere Stabilität. Ein rochenförmiger Aufbau zielt auf eine gedrehte Installation des Sonnensegels ab. Gegenüberliegende Segelecken werden dabei sowohl an höhenversetzten als auch an seitenversetzten Befestigungspunkten angebracht.

Nachspannen

Nach der Erstmontage kann sich das Sonnensegel außerdem um 3 bis 5 Prozent ausdehnen. Die Spannung lässt sich durch Segelspanner wiederherstellen, sodass das Segel nicht erschlafft und die Seiten nicht durchhängen. Insbesondere wasserabweisende Segel benötigen eine optimale Spannung, sodass Wasser auf schnellstem Wege ablaufen kann.

Halten Sie das Sonnensegel straff, um Wasserflecken durch nichtablaufendes Wasser nach Regengüssen zu vermeiden.

Punkt 5

Welche Reinigung braucht ein Sonnensegel?

Hochwertige Sonnensegel, Befestigungsmaterialien und Zubehör trotzen der Witterung und Alterung sehr gut. Eine Sonnensegelanlage sollte aber dennoch in regelmäßigen Abständen eine Wartung und Reinigung erhalten. Insbesondere Grünbelag, Vogelkot und ähnliche Verschmutzungen sollten zeitnahe entfernt werden.

Die Reinigung von Zubehörteilen, die etwa aus Edelstahl oder Aluminium bestehen, kann mittels eines handelsüblichen Edelstahlsprays erfolgen. Das Spray sollte im besten Fall einen leichten Pflegefilm hinterlassen, der wasserabweisend wirkt.

Befinden sich flächendeckende Verunreinigungen auf dem Sonnensegel, sollten diese zunächst entfernt werden. Segel aus Polyester und Acrylmarkisenstoff können mit einem weichen Mikrofasertuch gesäubert werden. Andere Materialien lassen sich auch mit einer weichen Bürste reinigen.

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Nach der Reinigung des Sonnenschutzes sollte außerdem die Imprägnierung erneuert werden. Im Handel sind verschiedene Mittel erhältlich, die gleichmäßig auf das saubere Sonnensegel aufgetragen werden können. Durch die Kombination von Reinigung und einer neuen Imprägnierung wird das Sonnensegel besonders gepflegt, sodass es seine Schutzfunktion für eine lange Zeit erhalten kann.

 Punkt 6

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