Bunte Häuser in einer Reihe

Das eigene Häuschen. Für viele Menschen das angestrebte Ziel in der Zukunft und das Ergebnis des  jahrelangen Schaffens. Es soll natürlich zugleich auch eine Absicherung fürs Leben sein, der Ort, den man Heimat nennt und wo sich die ganze Familie wohl fühlen sollte. Und natürlich ein Fundament  für die Zukunft der Kinder. Es ist uns wichtig und umso relevanter ist die genaue Planung, das Informieren und die Ausschöpfung und Prüfung aller Möglichkeiten, die sich bieten, ein eigenes Haus als Fertig- oder Massivhaus zu bauen.

Aber welche Hausbauvariante ist eigentlich die richtige? Soll ein ein solides und massives Haus nach der Stein-auf-Stein-Methode sein, oder doch eher die schnelle und praktische Variante des Fertighauses? Wo genau liegen die Unterschiede? Bei beiden Möglichkeiten gibt es Vor- und Nachteile, die berücksichtigt werden müssen, bevor es wirklich losgehen kann. Fakt ist, dass beide Varianten schon seit vielen Jahrzehnten erfolgreich angewendet werden und jeweils ihre eigene Zielgruppe haben.

 
 

Karre am Bau

Nach wie vor am häufigsten ist die Stein-fürStein Bauweise

Vor- und Nachteile der Massivbauweise

Wer es gerne absolut einmalig und individuell mag, sollte sich für die massive Bauweise entscheiden. Von der Planung bis zum fertigen Entwurf kann der Bauherr all seine Wünsche äußern und anbringen. Architektonische Besonderheiten werden berücksichtigt und ausgefallene Ideen können so mit integriert werden. Lichtdurchflutung durch gezielt eingesetzte Glaselemente, ebenso wie außergewöhnliche Schnitte der einzelnen Räume und oder das Zufügen von Trennelementen und Wänden. Die Unterkellerung ist fast Standard und bietet auch hier die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie geräumig und mit welchem Zuschnitt die einzelnen Räume angefertigt werden sollten.

Vorteile Massivhaus

  1. Absolut individuell und einmalige Gestaltung nach Wunsch.
  2. Der Schallschutz ist bei massiver Bauweise durch die Bausubstanz schon sehr hoch.
  3. Bei einem selbst-entworfenen und geplanten Haus, kann vorab leider nur eine virtuelle Begehung des Traumhauses am PC stattfinden.
  4. Steinhäuser speichern in der Regel Wärme etwas besser. Im Sommer wird es nicht so schnell warm und im Winter geben sie die Wärme langsamer ab, als (die meisten) Fertighäuser.
  5. Das Raumklima ist bei massiver Bauweise im Allgemeinen besser.
  6. Massivhäuser sind  robust. Auch ein kleiner Wasserschaden kann einer massiven Wand nichts, sie trocknet in kürzester Zeit wieder.
  7. Der Wiederverkauf eines massiven Hauses ist oftmals höher, auch nach einigen Jahrzehnten noch.

Nachteile Massivhaus

  1. Massivbauhäuser brauchen ihre Zeit zur Fertigstellung!
  2. Probleme wie Pfusch am Bau oder erhebliche Verzögerungen des Baufortschritts sind nicht selten.

Zwar ist der Anschaffungspreis eines Massivhauses wesentlich höher, doch wenn man dies auf beispielsweise 15 Jahre hochrechnen würde und verkaufen möchte, erzielt man immer noch einen sehr guten Preis und der finanzielle Verlust ist gering. Bauträger, Polier, Architekt und Co. Sollten Hand in Hand mit dem Bauherrn arbeiten können, um spätere Kosten für Folgeschäden oder ähnliches zu vermeiden.

Wand Dämmung

Bei manchen Fertighauskonzept besteht die Wand fast nur aus Dämmung

Vor-und Nachteile des Fertighauses

Das Fertighaus wird immer beliebter. Mittlerweile ist jedes fünfte Haus in Deutschland ein Fertighaus. Besonders im Segment der Holzfertighäuser ist ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen. Häuser aus Holz brauchen meist wenig Heizenergie, weil der eigentliche Baustoff bei sehr geringem Platzverbrauch äußerst gut dämmt. Diese und etliche andere Faktoren lassen das Fertighaus zur beliebten Hausbauvariante heranwachsen. Trotzdem gilt grundsätzlich, sich vorab umfassende Informationen in Sachen Fertighaus anzueignen, bevor es dann schließlich losgehen kann.

Vorteile Fertighaus  

  1. Unterschiedliche Varianten können komplett fertig angeliefert werden.
  2. Die Auswahl der verschiedenen Modell ist enorm.
  3. Viele persönlichen Wünsche können berücksichtigt werden.
  4. Die Modelle existieren als genormter Bausatz, das sie immer wieder gleich zusammengebaut und aufgestellt werden, was die Fehler-Wahrscheinlichkeit beim Bau minimiert.
  5. Baumängel kommen selten vor und können auf sehr einfache und praktische Weise behoben werden, einzelne Elemente sogar komplett ausgetauscht werden.
  6. Fertighäuser aus Holz sind oft wesentlich energieeffizienter, sie verbrauchen weniger Heizenergie durch die gute Dämmung des Baustoffes.
  7. Die Holzvariante ist nachhaltig und natürlich.
  8. Etliche öffentliche Förderung können bei dieser energieeffizienten Bauweise in Anspruch genommen werden.

Nachteile Fertighaus

  1. Wasserschäden verzeiht eine Holzwand jedoch nicht so leicht.
  2. Wenn die Schnittstellen der einzelnen Elemente nicht sorgfältig aneinandergefügt wurden, kann es zu ungewollter Luftzufuhr kommen. Zum Abdichten im Nachhinein sollte es aber besser gar nicht erst kommen. Kontrolle bis in jede Ecke ist wichtig!
  3. Bei der Wahl eines Fertighauses nach Bausatz, wobei der Bauherr selbst Hand anlegen muss und die einzelnen Elemente selbst zusammenfügen kann, darf die benötigte Zeit für den Aufbau nicht vergessen werden. Ein Fehler, der allzu oft gemacht wird und durch den der eigentliche Bezugstermin nicht eingehalten werden kann. Denn wer einem Beruf nachgeht sollte bedenken, dass er nur an Wochenenden oder nach Feierabend werken kann.

Die Standarisierung der Fertighäuser senkt auch ihren Preis. In Musterhäusern kann man sich schon erste Ideen und Vorstellungen ausmalen und später äußern. Während sich das individuell geplante Haus allerhöchstens am Computer betrachten lässt.

 
 

Bauarbeiter im Schatten

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