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Wie Handwerker finden? Zuverlässig, günstig und zeitnah | 8 Tipps

Ganz gleich wie groß oder klein das konkrete Sanierungs- oder Bauvorhaben ist, bestimmte Arbeiten erfordern die Sachkenntnis eines Fachmanns. Freunde und gute Bekannte sind in diesem Fall Gold wert, wenn sie einen guten Handwerker empfehlen können. Wenn sie keinen Rat wissen, stellt sich die Frage, wie finde ich einen qualifizierten Profi, der das zu erledigende Projekt sauber, korrekt und zu einem fairen Preis erledigt?

Wie Handwerker finden? Das Angebot ist groß, doch die Nachfrage an Handwerksleistungen ist momentan sogar noch größer. Eine Patentanleitung gibt es nicht - wohl aber eine Reihe von sehr konkreten Kriterien, die Sie relativ sicher zum gewünschten Ziel navigieren.

 
 

Punkt 1

Formulieren Sie einen präzisen Aufgabenkatalog

Bevor Sie mit der Suche nach einem guten Handwerker beginnen, sollten Sie sehr präzise wissen, welche Aufgaben der Fachmann bei der Arbeit überhaupt erledigen soll. Das mag sich ein wenig seltsam anhören, erweist sich aber im Folgenden als in vielerlei Hinsicht hilfreich.

  • Wie groß sind die Flächen?
  • Welche Materialien sollen verbaut werden?
  • Sind die Werkstoffe allgemein verfügbar?
  • Was muss eventuell bestellt werden?
  • Kann das Projekt von einem Handwerker gestemmt werden oder sind zwei Leute erforderlich?
  • Welche Arbeiten sollen noch im Angebot enthalten sein (Entsorgung, sauber machen ...)

Diese Rahmendaten sind wichtig, um Kosten vergleichen und Leistungsangebote einschätzen zu können.

 Punkt 2

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Suchen Sie nach einem ortsansässigen Handwerker

Grundsätzlich gilt die eherne Regel: Suchen Sie nach einem Handwerker aus der Region, am besten direkt aus der Stadt/dem Ort. Das spart Anfahrtskosten, ermöglicht gegebenenfalls eine schnellere Terminierung und bei späteren Fragen oder Problemen ist eine Regelung zügiger zu bewerkstelligen.

Bedenken Sie bei der Suche im Internet, dass ein aufwendiger Web-Auftritt oder eine beeindruckende Web-Site noch nichts über die Qualität des Anbieters aussagt. Wenn Sie Angebote über Onlineportale einholen, erweitern Sie den Kreis der potentiellen Handwerker für Ihren Auftrag, aber das Identifizieren des besten Angebotes wird schwieriger.  Leider gilt: Der billigste Anbieter ist nicht unbedingt der beste. 

Unter den Handwerksbetrieben, die im Internet ihre Dienste anbieten, finden sich auch Betrüger und Schwarzarbeiter. Ein wenig Sicherheit gibt eine Nachfrage bei der Handwerkskammer. Diese kann Ihnen sagen, ob es sich bei der ausgewählten Firma um einen dort eingetragenen Betrieb handelt.

Branchenbuch

Seriöse Handwerksbetriebe aus Ihrer Umgebung finden Sie am besten in einem Branchenbuch. Neben allen wichtigen Kontaktdaten und Links zur Website finden sich hier oft auch verifizierte Kundenbewertungen und direkte Ansprechpartner.

Im Bekanntenkreis fragen

Eine altbewährte Quelle zum Finden eines guten Handwerkers ist der eigene Bekanntenkreis. Hat ein Handwerksbetrieb dort gut gearbeitet, ist dies die beste Ausgangsbasis für Ihre Zusammenarbeit. Nutzen Sie auch Vereine und Co. Fragen Sie ...

  • im Sportverein
  • bei anderen Eltern aus der Klasse oder dem Kindergarten
  • am schwarzen Brett im Supermarkt
  • überall dort, wo gerade an ähnlichen Projekten gewerkelt wurde
  • in der Gemeindeverwaltung
  • bei anderen Handwerksbetrieben, mit denen Sie bereits zusammengearbeitet haben

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 Punkt 3

Das Internet nutzen

Auch über Internet Portale können online Sie nach einem Handwerker suchen. Sie haben im Netz momentan folgende Möglichkeiten, gute Dienstleister zu finden:

Achtung: Kostenvoranschlag

Kostenvoranschläge nicht immer gratis. Fragen Sie vorher nach, wie viel Geld Sie für die Kalkulation bezahlen sollen werden und ob dies bei Auftragsvergabe auf der Rechnung angerechnet wird.

Punkt 4

Pluspunkt: Professionelle und trotzdem verständliche Beratung

Ein paar grundlegende Anhaltspunkte für die Einschätzung eines vertrauenswürdigen und qualifizierten Handwerkers liefern Ihnen die folgenden Fragen:

  • Gibt es den Betrieb schon länger?
  • Kann das Unternehmen auf Referenzen verweisen?
  • Werden Sie professionell und trotzdem verständlich beraten?
  • Schlägt der Handwerker Ihnen unaufgefordert einen kostenlosen Besichtigungstermin vor?

Eine Einschränkung zum Thema "alteingesessen und mit langjähriger Erfahrung": Jungen Unternehmen fehlen zwar zwangsläufig noch die Referenzen und man findet sie nicht so schnell, deshalb müssen sie aber nicht weniger engagiert sein - oder können sich in modernen Technologien und Materialien sogar besser auskennen als die "alten Hasen".

Genau lesen

Immer wieder kommt es vor, dass Auftraggeber die Leistungsbeschreibung bei Auftragsvergabe nicht richtig gelesen werden. Kunden sind dann enttäuscht, weil sie von mehr Leistungen ausgegangen waren. Vermeiden Sie diesen Fehler und lesen Sie genau, ob alle von Ihnen gewünschten Arbeiten (z. B. inklusive Entsorgung) im Preis enthalten sind.

Punkt 5

Holen Sie mehrere Angebote ein

Holen sie sich auf jeden Fall mindestens drei, je nach Größe des Projekts bis zu fünf Angebote in Form eines Kostenvoranschlags ein. Ein Kostenvoranschlag ist zwar nicht verbindlich - je genauer Sie jedoch die geplanten Arbeiten und den Materialaufwand mit dem Handwerker absprechen, desto realistischer kann dieser kalkulieren.

Ein guter Handwerker wird kein Interesse daran haben, den Kostenvoranschlag um mehr als 15 Prozent zu überbieten, wodurch Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zustehen würde. Optimal ist natürlich die Vereinbarung eines Pauschal- oder Festpreises, der für beide Seiten bindend ist.

Vorsicht bei Stundenlöhnen

Wenn ein Handwerksbetrieb nicht genau abschätzen kann oder will, wie teuer ein Auftrag am Ende wird, gibt er nur Stundensätze vor. Was am Ende dann an Summe herauskommt, ist nicht vorherzusehen. Hier lauert eine Kostenfalle.

Punkt 6

Lange Wartezeichen – und wie Sie sie verkürzen

Handwerker, gute allzumal, sind vielerorts absolute Mangelware. Die Auftragsbücher der Betriebe quellen über, der Bauboom vereinnahmt große Potentiale und die Branche leidet unter extremen Nachwuchssorgen. Für größere Projekte müssen Sie auf jeden Fall lange Wartezeiten, zum Teil bis zu zehn Wochen, in Kauf nehmen.

Trotzdem trifft die Mär vom "Kleinauftrag, für den niemand mehr rauskommt" nicht zu. Wenn Sie "Ihrem" Handwerker

  • ganz genau sagen können, was bei Ihnen zu tun ist,
  • Sie keine ausgefallenen Sonderwünsche haben und
  • der Fachmann den zeitlichen Aufwand ziemlich gut abschätzen kann,

dann werden Sie von vielen Betrieben in einem erträglichen Zeitfenster "dazwischen geschoben".

Die Reputation eines Handwerkers "lebt" viel von Mundpropaganda - und ein solches Entgegenkommen beschert in aller Regel ein sehr gute.

Punkt 7

Ein präziser Vertrag gibt Sicherheit

Der eigentliche Handwerkervertrag sollte eine detaillierte Leistungsbeschreibung enthalten, in der alle auszuführenden Arbeiten inklusive der benötigten Materialien sorgfältig aufgelistet sind. Seriöse Handwerker werden darin auch die zu erwartenden Arbeitsstunden mit konkretem Preis angegeben. Absolute Vorsicht ist bei Formulierungen wie "Stunden nach Aufwand" gebotenen. Hier besteht zumindest die Gefahr, dass die Arbeiten nicht in der gebotenen Schnelligkeit geleistet werden. 

Bei Einbau Fenstern beispielsweise sollte der Vertrag

  • Anzahl und Maße der Fenster,
  • das Material des Rahmens,
  • die genaue Verglasungsart,
  • die exakte Beschreibung der Abschlussarbeiten aussen und innen

enthalten. Analoges gilt für andere Gewerke.

Punkt 7

haende klatschen staub 564In die Hände geklatscht und losgelegt!

Auch die Chemie muss stimmen

Jenseits aller fachlichen Qualifikation und der möglichen finanziellen Attraktivität - achten Sie insbesondere bei größeren Projekten unbedingt auch auf den zwischenmenschlichen Faktor: Ein Handwerker, mit dem Sie schon beim Erstgespräch irgendwie nicht "klarkommen" oder bei dem Sie das Gefühl haben, aneinander vorbei zu reden, kann Sie nicht glücklich machen. In diesem Fall sollten Sie noch etwas weitersuchen.

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