Nach DIN 55945 handel es sich dabei um Innenanstrichstoffe mit Leim als wasserlöslichem Bindemittel, der seine Löslichkeit in Wasser nach dem Trocknen nicht verliert. Der Anstrich bleibt dadurch empfindlich gegen Feuchtigkeit. Leimfarben müssen wischbeständig abgebunden sein. Nach VOB 18363 dürfen Leimfarben keine Dispersionszusätze enthalten. Als "Weißpigmente" verwendete man für weiße und hell getönte Anstriche hauptsächlich Kreide oder Kaolin. Buntfarbige Pastelltöne sind durch Abtönpigmente (Pulver oder Pasten) zu erzielen. Infolge der Wasserlöslichkeit bereitete das Abwaschen nur geringe Mühe. Leimfarben waren aus diesen Gründen lange Zeit die bevorzugte Anstrichart für Wohnungen. Fertige Mischungen von Leim, Füllstoff und/oder Buntpigment, sog. Kaltwasserfarben, erleichterten jahrelang die "Do-it-yourself"-Arbeit, verloren jedoch zugunsten von Dispersionsfarben, die preisgünstiger wurden und haltbarer sind, an Bedeutung.

Vorteil: Leimfarbe ist eine reine Naturfarbe, die aus natürlichen und ungiftigen Rohstoffen hergestellt wird. Sie ist daher ungiftig und für Allegiker geeignet.

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