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Wohnungsbesichtigung Tipps: Diese 9 Fehler sollten vermieden werden

Bist du auf der Suche nach einer neuen Wohnung und hast bereits die ersten Wohnungsbesichtigungen vereinbart? Dann solltest du dich so gut es geht auf das Gespräch mit dem Vermieter vorbereiten.

Es ist häufig so, dass ein Vermieter bei der Auswahl der Mieter die Qual der Wahl haben wird. Denn eine zu vermietende Wohnung wird selten nur von einem einzigen Bewerber besichtigt werden. Um eine gute Chance zu haben, die auserwählte Wohnung zu bekommen, solltest du jetzt unbedingt dran bleiben.

Hier erfährst du, welche Fehler bei einer Wohnungsbesichtigung unbedingt vermieden werden sollten. Schließlich gilt: Der erste Eindrucke zählt und für diesen gibt es keine zweite Chance.

Tipp: Einige Wohnungen können wie hier beim Hausverwalter GCP auch virtuell besichtigt werden. Nach vorheriger Terminabsprache führen diese Vermieter per Video durch die Räumlichkeiten. So kannst du dir bequem von zu Hause vorab einen Eindruck verschaffen und dir dabei überlegen, worauf du bei der Besichtigung vor Ort besonders genau achten willst.

Punkt 1

Unpünktliches Erscheinen

Hast du einen Besichtigungstermin vereinbart ist es wichtig, pünktlich zu diesem Termin zu erscheinen. Dafür ist es hilfreich, sich bereits im Vorfeld im Internet einmal anzuschauen, wo genau die Wohnung liegt und gegebenenfalls vorher dort vorbeizufahren.

Plane unbedingt auch einen Stau und eine mögliche Parkplatzsuche mit ein.

Es empfiehlt sich immer, 10 Minuten vor dem vereinbarten Termin am Ort zu sein. Pünktliches Erscheinen hinterlässt immer einen guten ersten Eindruck und spiegelt deine Zuverlässigkeit und Höflichkeit wieder.

Punkt 2

Lückenhafte Unterlagen mitbringen

Außerdem solltest du im Vorfeld deine Bewerbungsmappe gut vorbereiten. Achte darauf, dass alle notwendigen Unterlagen enthalten sind. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Personalausweis,
  • Einkommensnachweise,
  • Arbeitsvertrag,
  • Mietbürgschaft und
  • eine SCHUFA-Auskunft.

Natürlich sind dies nur Beispiele und können auf Anforderung durch den Makler um weitere Unterlagen ergänzt werden. Kontrolliere am Abend vor der Wohnungsbesichtigung noch einmal, ob die Bewerbungsmappe alle notwendigen Unterlagen enthält.

Wenn möglich sollte eine Wohnungsbesichtigung immer im Hellen stattfinden. Bei Tage erkennst du, welcher Raum mit welchem Tageslicht versorgt wird. Zudem entdeckst du Mängel eher.

Punkt 3

Wohnung fotografieren ohne Einwilligung des Vermieters

Es kommt nicht selten vor, dass Wohnungssuchende, die verschiedene Wohnungen hintereinander besichtigen, Fotos von den jeweiligen Räumlichkeiten machen. Dies wird bewusst getan, um die Räume gut in Erinnerung zu behalten und diese möglicherweise auch mit Räumen anderer Wohnungen zu vergleichen. Oder um die Räumlichkeiten gedanklich schon einmal einzurichten.

Unterlasse es unbedingt, unerlaubt Fotos zu machen. Natürlich kannst du den Vermieter vorher um Erlaubnis bitten. Wenn dieser einverstanden ist, sind Fotos kein Problem. Fotografiere jedoch niemals ohne Erlaubnis des Vermieters. Bei den Räumlichkeiten handelt es sich schließlich um sein Eigentum. Das bedeutet, dass allein der Vermieter darüber entscheiden darf, ob und was darin fotografiert wird.

Manche Vermieter ermuntern die Interessenten bei der Besichtigung, Fotos zu machen. Vor allem bei hochpreisigen Immobilien, die nicht so leicht einen Abnehmer finden.

Punkt 4

Haustiere verschweigen

Ein weiterer Fehler besteht darin, in dem Gespräch mit dem Vermieter seine eigenen Haustiere zu verschweigen. Ob Haustiere in Mietwohnungen erlaubt sind oder nicht, hängt immer von der jeweilig getroffenen Vereinbarung zwischen Mieter und Vermieter ab.

Es kommt nicht selten vor, dass Vermieter mit dem Halten von Haustieren nicht einverstanden sind. Dabei befürchten sie möglicherweise Ruhestörungen wegen der Lautstärke, beispielsweise wegen eines bellenden Hundes. Auch kann es durch Haustiere dazu kommen, dass Türen, Wände oder Böden durch Kratzen oder Beißen von Tieren beschädigt werden.

Verschweige es also nicht, wenn du ein Haustier besitzt. Der Vermieter wird dies im Endeffekt ohnehin herausbekommen. Dein Verschweigen kann dann einen Kündigungsgrund darstellen ...

Wenn möglich, gehe zu zweit zur Wohnungsbesichtigung. Vier Augen sehen mehr als zwei, zudem könnt ihr danach eure Eindrücke austauschen.

Punkt 5

Offenlegen, dass nur eine Wohnung für eine kurze Zeit gesucht wird

Wenn du planst, eine Wohnung nur für eine kurze Zeit beziehen zu wollen, solltest du dies dem Vermieter zu Beginn nicht gerade auf die Nase binden. Denn zumeist haben die Vermieter ein Interesse an einem langfristigen Mietverhältnis. So sichern Sie sich langfristige Mieteinkünfte und sparen sich wechselnde Mietparteien.

Diesen Umstand nicht ohne Nachfrage erwähnen, sollte sich also positiv auf deine Stellung auswirken. Dadurch entsteht für dich kein Nachteil. Denn dem Mieter steht es frei, die angemietete Wohnung, ohne Angabe von Gründen und unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist zu kündigen. Es sei denn, im Mietvertrag wird gemeinsam etwas anderes vereinbart. Generell gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten.

Punkt 6

Wohnung nicht so akzeptieren, wie diese momentan ist

Wenn du gute Chancen haben möchtest, dass sich der Vermieter für dich entscheidet, solltest du die Wohnung in ihrer Beschaffenheit so akzeptieren, wie sie ist. Deine Chancen werden hingegen sinken, wenn du beginnst, das Anbringen von neuen Tapeten oder Bodenbelägen von dem Vermieter zu verlangen. Nimm die Renovierungsarbeiten lieber selbst in die Hand. Denn wer die Wohnung in ihrem momentanen Zustand annimmt, stellt sich für den Vermieter als umgänglicher Mieter dar.

Messe deine Möbel vorher aus. So kannst du bei der Wohnungsbesichtigung rasch prüfen, ob ein bestimmtest Arrangement der Möbel möglich ist. Manchmal kommt es auf einen Zentimeter an.

Punkt 7

Penible Mängelsuche

Ebenfalls solltest du es bei dem Besichtigungstermin unterlassen, penibel nach Mängeln zu suchen, um mit diesen die Miete zu mindern. Natürlich muss dir die Wohnung in ihren Grundzügen gefallen.

Allerdings wirst du dich gleich zu Anfang unbeliebt machen, wenn du bürokratisch mit Zettel und Stift jedes kleine Detail notierst, was einen Mangel darstellen kann. Darauf solltest du bei der Besichtigung unbedingt verzichten.

Keine Sorge: hierdurch verlierst du keinerlei rechtliche Ansprüche. Denn wenn du die Zusage für die Wohnung bekommst und einziehst, kannst du immer noch den Vermieter dazu auffordern, die Mängel zu beseitigen. Wird eine Beseitigung der Mängel durch den Vermieter unterlassen, dann kannst du die Miete auch im Nachhinein mindern.

Punkt 8

Über die Kaution verhandeln

Es stellt den Regelfall dar, dass Vermieter bei der Vermietung ihrer Wohnung eine Kaution verlangen werden. Diese fällt unterschiedlich hoch aus. So kann es vorkommen, dass die Höhe der Kaution zwischen 1, 2 oder 3 Monatsmieten variiert.

Diese Kaution wird für den Fall vereinbart, dass Mieter mit der Zahlung der Monatsmiete in Verzug kommen oder sich durch Beschädigungen der Wohnung schadensersatzpflichtig machen und am Ende nicht zahlen können. Es stellt also eine bedeutende Sicherheit für den Vermieter dar, eine Kaution zu vereinbaren.

Bei dem ersten Gespräch mit dem Vermieter solltest du daher nicht über die Höhe der Kaution verhandeln. Denn Verhandlungen darüber können bei dem Vermieter den Eindruck erwecken, dass du ein anstrengender Mieter ohne finanzielle Reserven sein könntest.

Punkt 9

Den Einzugstermin verschieben

Vermieter haben überdies häufig ein Interesse daran, ihre Wohnung möglichst schnell zu vermieten. Andernfalls würden dem Vermieter Einnahmen verloren gehen. Es kann vorkommen, dass dir der Einzugstermin nicht passen wird. So bist du beispielsweise noch wegen der Kündigungsfrist deiner bisherigen Wohnung an diese gebunden.

Allerdings solltest du bei großer Konkurrenz um die neue Wohnung nicht vorschlagen, den Einzugstermin zu verschieben. Versuche stattdessen lieber, dich für deine bisherige Wohnung schnellstens um einen Nachmieter zu kümmern. Denn wenn du den Einzugstermin der neuen Wohnung verschieben willst, wird sich der Vermieter mit einer großen Wahrscheinlichkeit für einen Bewerber entscheiden, der den Einzugstermin wahrnehmen wird, damit ihm die Mieteinnahmen nicht verloren gehen.

Kurzumfrage

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