Umweltauswirkungen von Brennholz und wie diese minimiert werden können

In einer Zeit, in der der Klimawandel und Umweltbedenken immer mehr in den Vordergrund rücken, suchen wir ständig nach Wegen, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist die Überprüfung unserer Energiequellen. Brennholz, heutzutage oft als umweltschädliche und veraltete Energiequelle betrachtet, verdient eine zweite Betrachtung.

In diesem Artikel erläutern wir den ökologischen Fußabdruck von Brennholz, dessen Nachhaltigkeit und wie man umweltverträglicher Brennholz machen und verheizen kann.

Brennholz-Scheune mit Solardach

Inhalt: Umweltauswirkungen Brennholz

1. Warum es wichtig ist, über die Umweltauswirkungen von Brennholz Bescheid zu wissen

Brennholz ist nicht nur eine Energiequelle aus vergangenen Zeiten. Im Zeitalter des Klimawandels und der stetig wachsenden Sorge um die Umwelt sind wir ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Brennholz kann hier seinen Anteil dazu beitragen, auch wenn seine Klimaweste nicht ganz weiss ist.

1.1. Fossile Brennstoffe und ihre Auswirkungen

Fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas sind Hauptverursacher des Klimawandels. Bei ihrer Verbrennung setzen sie unter anderem große Mengen an Kohlendioxid (CO₂) frei, ein Treibhausgas, das zur Erwärmung der Atmosphäre beiträgt. Zudem entstehen bei ihrer Verbrennung Schadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub, die sowohl die Umwelt als auch unsere Gesundheit belasten.

1.2. Die Vorteile von Brennholz

Im Gegensatz dazu ist Brennholz ein nachwachsender Rohstoff. Bei seiner Verbrennung wird vor allem das CO₂ freigesetzt, das der Baum während seines Wachstums gebunden hat. Darüber hinaus ist Brennholz in vielen Regionen günstiger als fossile Brennstoffe und stammt oft aus lokalen Quellen, was die Transportemissionen reduziert.

1.3. Aber ... Umweltauswirkungen vom Heizen mit Brennholz

Sei der Ofen noch so schön und modern, wie bei einem Durchsichtskamin (siehe Primus Ofenshop): Die Verbrennung von Scheitholz in kleinen Holzfeuerungsanlagen wie Kaminöfen oder Kachelöfen, läuft nie vollständig ab. Vor allem dann nicht, wenn diese über keine automatische Regelung verfügen. Und unvollständige Verbrennung verstärkt den Schadstoffausstoß.

Zudem entstehen schon bei der sonstigen Verbrennung im heimischen Ofen ohnehin neben weiteren gesundheitsgefährdenden Luftschadstoffen wie Feinstaub, Kohlenstoffmonoxid, NOx, Metallen und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasser­stof­fen auch klimaschädliches Methan, Lachgas und Ruß.

„Aber es wird doch nur das im Baum gebundene CO₂ freigesetzt ..."

Ganz so einfach ist es nicht. Denn diese Rechnung würde nur aufgehen, wenn im Zeitrahmen der Klimaziele genau das Holz nachwächst, was heute verbrannt wird. Denn erst einmal ist ein verbrannter Baum ein Baum, der all sein CO₂ freisetzt. Bis dann irgendwann ein neuer Baum nachgewachsen ist, der wieder dieselbe Menge an CO₂ aufgenommen hat, vergehen meist viele Jahrzehnte. Wenn überhaupt im selben Maße nachgepflanzt wird.

Wälder sind riesige Kohlenstoffspeicher. In deutschen Wäldern sind allein unglaubliche 1,26 Mrd. Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Wenn wir Bäume fällen und das Holz verbrennen, verringert sich dieser wertvolle Kohlenstoffspeicher und setzen das Gas beim Verbrennen frei.

Zudem läuft – wie gesagt – die Verbrennung im Ofen nie völlig sauber und rückstandsfrei ab, zudem entstehen bei der Verbrennung von Scheitholz – je nach Ofen, Lagerung, Umgang beim Heizen (mehr dazu unten) – weitere klimaschädliche Gase und gesundheitsgefährdende Stoffe.

Kohlenwasserstoffverbindungen wie z. B. PAKs, die bei einer Verbrennung als unverbrannte ⁠Nebenprodukte⁠ entstehen, gelten als krebserregende, erbgutverändernde und/oder fortpflanzungsgefährdende Schadstoffe.

1.4. Beispiel Feinstaub

Das Umweltbundesamt schreibt:

Ein neuer Kaminofen üblicher Größe emittiert, wenn er bei Volllast betrieben wird, in einer Stunde etwa 500 mg Staub. Das entspricht ca. 100 km Autofahren mit einem PKW der Abgasnorm Euro 6.

Feinstaub ist besonders tückisch, da er so klein ist, dass er tief in unsere Lungen eindringen und gesundheitliche Probleme wie Bronchitis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs verursachen kann.

1.5. Einfluss auf Wälder und Biodiversität

Wälder sind nicht nur Kohlenstoffspeicher, sondern auch Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Wenn wir Bäume für Brennholz fällen oder Totholz dem Wald entnehmen, beeinträchtigen wir diesen Lebensraum und gefährden die Biodiversität. Es ist daher umso entscheidender, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

1.6. Wasserverbrauch und -verschmutzung

Obwohl Brennholz primär mit Luftverschmutzung in Verbindung gebracht wird, hat es auch Auswirkungen auf unsere Wasserressourcen. Bei der Holzernte können Schadstoffe in nahegelegene Wasserquellen gelangen, was zu Wasserverschmutzung führt. Außerdem kann die Entfernung von Bäumen den natürlichen Wasserkreislauf stören, da Bäume eine Schlüsselrolle bei der Regulierung des Wasserhaushalts in einem Ökosystem spielen.

1.7. Weitere Umweltauswirkungen vom Heizen mit Brennholz

Entlang der gesamten Strecke Heizens, vom Schlagen des Brennholzes, dem Herausholen aus dem Wald und dem Verheizen entstehen Auswirkungen auf die Umwelt. Das beginnt beim Abgas der Motorsäge und des Transportfahrzeuges und hört bei dem Zerstören der Wohnstätten von zahlreichen Insekten im Holz auf.

Man muss bei all dem aber auch realistisch sehen, dass jegliche menschliche Betätigung Umweltauswirkungen mit sich bringt. Das Holzheizen ist unseres Erachtens hierbei noch eine der "sinnvolleren Umweltschädigungen", zum Beispiel im Vergleich zum Reisen. Zumindest aus einem gewissen Blickwinkel betrachtet.

1.8. Das Ausmaß des Holzheizens

Laut NABU wird ein Drittel des in Deutschland geernteten Holzes verbrannt. Der Anteil hat sich in den drei Jahrzehnten also mehr als verdreifacht. Darin sind natürlich alle Holz- und Pelletheizungen enthalten, nicht nur die kleinen Öfen.

2. Wie man die negativen Auswirkungen minimiert

Du liebst es, an kalten Tagen vor einem knisternden Kaminfeuer zu sitzen? Aber hast dabei ein schlechtes Gewissen? Dann wisse: Es gibt Möglichkeiten, die negativen Auswirkungen zu minimieren!

  • Reduziere den schädlichen Rauch: Ein Hauptproblem beim Verbrennen von Holz ist der Rauch, der entsteht. Dieser enthält schädliche Partikel, die sowohl für die Umwelt als auch für die menschliche Gesundheit schädlich sein können. Um den Rauch zu reduzieren, solltest du nur trockenes Holz verbrennen und sicherstellen, dass dein Ofen oder Kamin gut gewartet wird. Und den Ofen richtig bedienen. Eine Anleitung:

Beitrag: Ofen richtig heizen mit Holz

Ofen richtig heizen mit Holz

In der kalten Jahreszeit wird das Heizen mit Holz nicht nur zu einer Notwendigkeit, sondern auch zu einem Genuss. Doch effizientes und umweltschonendes Heizen erfordert mehr als nur das Anzünden von Holzscheiten. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung, wie du deinen Holzofen optimal betreiben kannst. Erfahre, wie du Holz richtig auswählst, den Ofen effizient nutzt und dabei die Umwelt schützt. Zudem geben wir wertvolle Tipps zur Sicherheit und zur Wartung deines Ofens, damit du die Wärme deines Heims sorgenfrei genießen kannst. ► maximale Wärme bei minimalem Holzverbrauch ► Drossel- und Lüftungsklappe richtig anwenden ► richtig anzünden ► wie lange lagern ► ...

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  • Vermeide behandeltes Holz: Holz, das mit Chemikalien behandelt wurde, kann beim Verbrennen giftige Dämpfe freisetzen. Daher solltest du solches Holz vermeiden und stattdessen unbehandeltes, natürliches Holz verwenden.

2.1. Auswahl von nachhaltigem Brennholz

Nachhaltigkeit ist das Schlüsselwort unserer Zeit. Und das gilt auch für Brennholz. Aber wie erkennst du nachhaltiges Brennholz?

  • Herkunft des Holzes: Achte darauf, woher dein Holz kommt. Lokales Holz ist oft eine bessere Wahl, da der Transportweg kürzer ist und somit weniger CO₂-Emissionen verursacht werden.
  • Zertifizierungen: Es gibt verschiedene Zertifizierungen für nachhaltiges Holz, wie z.B. das FSC-Siegel. Dieses Siegel garantiert, dass das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt.

Holz-Zertifikate

  • FSC-Siegel
    Das FSC-Siegel ist das nachhaltigste und strengste Siegel für die Waldwirtschaft, das es zurzeit gibt.
  • PEFC 
    Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung, entstanden aus einer Initiative der Holzwirtschaft. Nicht ganz so streng wie FSC.
  • Naturland
    Holzsiegel vergleichbar mit FSC für heimische Hölzer.
  • „Aus staatlichlich kontrollierter Forstwirtschaft“
    Fragwürdige Siegelqualität.
  • „Reines Plantagenholz“
    Plantagen werden auch oft dort angelegt, wo früher Urwälder standen. Fragwürdiges Siegel.

2.2. Richtiges Lagern und Trocknen von Holz

Das richtige Lagern und Trocknen von Holz ist entscheidend für eine effiziente Verbrennung. Feuchtes Holz brennt nicht nur schlechter, es produziert auch mehr Rauch und Ruß.

  • Luftzirkulation: Stelle sicher, dass dein Holz an einem Ort gelagert wird, an dem es gut belüftet ist. Dies fördert das Trocknen und verhindert die Bildung von Schimmel.
  • Schutz vor Nässe: Holz sollte vor Regen und Schnee geschützt werden. Eine Überdachung oder eine Plane kann hierbei helfen.

3. Moderne Ofentechnologien und ihre Vorteile

Die Technologie schreitet voran, und das gilt auch für Öfen und Kamine. Moderne Ofentechnologien bieten viele Vorteile gegenüber älteren Modellen.

  • Effizienz: Moderne Öfen sind oft effizienter und verbrauchen weniger Holz. Dies spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt.
  • Weniger Emissionen: Dank neuer Technologien produzieren moderne Öfen weniger schädliche Emissionen und sind somit umweltfreundlicher.
  • Umweltengel: Wähle einen Ofenmit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ der Fall. Nur Öfen, die strengere Anforderungen an den Wirkungsgrad und an Emissionen erfüllen, als gesetzlich vorgeschrieben sind, erfüllen die Anforderungen des Umweltengels. 

4. Tipps für effizientes Heizen

Effizientes Heizen spart nicht nur Geld, sondern schützt auch die Umwelt. Hier sind einige Tipps, um das Beste aus deinem Kamin oder Ofen herauszuholen:

  • Regelmäßige Wartung: Ein gut gewarteter Ofen oder Kamin funktioniert effizienter und produziert weniger schädliche Emissionen.
  • Verwende kleinere Holzstücke: Kleinere Holzstücke brennen oft effizienter und produzieren weniger Rauch.
  • Vermeide Windzüge: Windzüge können die Effizienz deines Ofens oder Kamins beeinträchtigen. Stelle sicher, dass Türen und Fenster geschlossen sind, wenn du heizt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es viele Möglichkeiten gibt, umweltfreundlicher zu heizen. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und Sorgfalt kannst du die negativen Auswirkungen reduzieren und gleichzeitig die gemütliche Wärme deines Kamins oder Ofens genießen.

4.1. Weitere Tipps von Leserseite

Kannst du einen Tipp ergänzen, wie man umweltfreundlicher mit Brennholz heizt?

Vielen Dank für jede Anregung!

 

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5. Die Rolle von Politik und Gesellschaft in der nachhaltigen Holznutzung

Politik: Einfluss und Verantwortung

Die Politik hat einen enormen Einfluss darauf, wie Wälder genutzt und geschützt werden. Durch Gesetze, Verordnungen und Richtlinien kann sie bestimmen, wie viel Holz geerntet werden darf, welche Flächen geschützt werden müssen und wie die Holzindustrie arbeiten soll. Aber es geht nicht nur um Regeln. Die Politik kann auch Anreize schaffen, um nachhaltige Holznutzung zu fördern. Zum Beispiel durch Steuervorteile oder Förderprogramme.

Gesellschaft: Bewusstsein und Handeln

Aber was ist mit uns? Auch die Gesellschaft spielt eine entscheidende Rolle. Jeder von uns kann durch sein Kaufverhalten beeinflussen, welche Produkte auf dem Markt erfolgreich sind. Wenn wir uns für Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft entscheiden, senden wir ein starkes Signal an die Industrie. Bildung und Aufklärung sind hier der Schlüssel. Je mehr Menschen über die Bedeutung von nachhaltiger Holznutzung Bescheid wissen, desto größer ist der Druck auf Unternehmen, verantwortungsbewusst zu handeln.

5.1. Gesetzliche Regelungen und Standards

  • Gesetze: Der rechtliche Rahmen
    In vielen Ländern gibt es Gesetze, die den Holzeinschlag und die Holzverarbeitung regeln. Diese Gesetze sollen sicherstellen, dass Wälder nicht übernutzt werden und dass die Holzindustrie verantwortungsbewusst arbeitet. Ein gutes Beispiel ist das Bundeswaldgesetz in Deutschland, das die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern vorschreibt.
  • Standards: Das Gütesiegel
    Neben den Gesetzen gibt es auch freiwillige Standards und Zertifizierungen. Diese sollen Verbrauchern helfen, nachhaltige Produkte zu erkennen. Oben haben wir die Siegel aufgeführt.

5.2. Initiativen und Programme zur Förderung nachhaltiger Holznutzung

  • Förderung durch den Staat
    Viele Regierungen haben erkannt, wie wichtig nachhaltige Holznutzung ist. Deshalb fördern sie Projekte und Initiativen, die sich dafür einsetzen. In Bayern beispielsweise gibt es das Programm "Holz Innovativ", das innovative Holzprodukte und Technologien unterstützt.
  • Initiativen von NGOs
    Nicht nur der Staat, auch viele Nichtregierungsorganisationen setzen sich für den Waldschutz ein. Sie führen Aufklärungskampagnen durch, setzen sich für strengere Gesetze ein oder unterstützen nachhaltige Projekte vor Ort.

6. Geschichte des Brennholzes

Brennholz, das uns heute so selbstverständlich erscheint, hat eine tief verwurzelte Geschichte, die bis in die Anfänge der Menschheit zurückreicht. Es war nicht nur ein einfacher Brennstoff, sondern ein Symbol für Wärme, Schutz und Gemeinschaft. Wer heute gegen das Heizen mit Holz argumentiert, sollte auch die Geschichte des Holzheizens im Blick haben.

6.1. Die Anfänge

Als unsere Vorfahren, die Homo erectus, vor etwa 1,5 Millionen Jahren das Feuer entdeckten, veränderte sich alles. Dieser Funke, der durch das Reiben von Steinen oder das Schlagen von Feuersteinen entstand, war der Beginn einer neuen Ära. Brennholz wurde zum ersten Mal als Brennstoff verwendet, um dieses kostbare Feuer am Leben zu erhalten. Es bot Wärme in kalten Nächten, schützte vor Raubtieren und wurde zum Mittelpunkt des sozialen Lebens.

Die Evolution des Brennholzes

Mit der Zeit lernten die Menschen, bestimmte Holzarten für spezifische Zwecke zu verwenden. Harthölzer wie Eiche und Buche wurden wegen ihrer langen Brenndauer geschätzt, während weichere Hölzer wie Kiefer und Fichte schnell brannten und ideal zum Anzünden von Feuern waren. Die Techniken zur Holzgewinnung entwickelten sich ebenfalls weiter. Ein interessanter Artikel aus dem Museumsdorf Cloppenburg beschreibt, wie im 19. Jahrhundert die Brennholzgewinnung in Deutschland aussah (Quelle). Es war ein mühsamer Prozess, bei dem Bäume gefällt, zersägt und gespalten wurden, oft von Hand und mit einfachen Werkzeugen.

6.2. Die Rolle von Brennholz in der menschlichen Zivilisation

Brennholz spielte eine entscheidende Rolle in der Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Es war nicht nur ein Brennstoff, sondern auch ein Werkzeug, das den Menschen half, die Welt um sich herum zu formen.

  • Wärme und Schutz
    Stell Dir vor, in einer eisigen Nacht ohne Schutz zu sein. Brennholz bot unseren Vorfahren die Möglichkeit, sich vor der Kälte zu schützen. Es ermöglichte ihnen auch, in Gebieten zu leben, die sonst zu kalt zum Überleben gewesen wären.
  • Kochen und Nahrung
    Mit Brennholz konnten die Menschen ihre Nahrung kochen, was den Geschmack verbesserte und die Nahrung sicherer machte. Gekochte Nahrung war leichter verdaulich und ermöglichte es dem Menschen, mehr Energie aus seiner Nahrung zu gewinnen.
  • Soziale Zusammenkünfte
    Das Lagerfeuer wurde zum sozialen Treffpunkt. Um das Feuer herum wurden Geschichten erzählt, Lieder gesungen und Tänze aufgeführt. Es förderte die Gemeinschaft und half den Menschen, enge soziale Bindungen aufzubauen.

6.3. Historische Perspektive: Vom Lagerfeuer bis zum modernen Kamin

Die Art und Weise, wie wir Brennholz verwenden, hat sich im Laufe der Zeit erheblich verändert, aber seine Bedeutung ist geblieben.

  • Das Lagerfeuer
    In den frühen Tagen der Menschheit war das Lagerfeuer der Mittelpunkt des Lebens. Es war der Ort, an dem man sich wärmte, kochte und Geschichten austauschte. Es war auch ein Zeichen für Sicherheit und Gemeinschaft.
  • Die Entstehung des Kamins
    Mit der Entwicklung von Architektur und Bauwesen begannen die Menschen, ihre Häuser mit festen Strukturen zu bauen, die Wärme speichern konnten. Der Kamin wurde erfunden, um das Feuer sicher im Inneren eines Hauses zu halten und gleichzeitig Wärme zu liefern. Es war eine Revolution in der Art und Weise, wie Menschen lebten und ihre Häuser gestalteten.
  • Der moderne Kamin
    Heute sind Kamine oft mehr als nur eine Wärmequelle. Sie sind ein Designelement, ein Ort der Entspannung und manchmal sogar ein Statussymbol. Mit Technologie und Innovation haben wir jetzt elektrische Kamine, gasbetriebene Kamine und umweltfreundliche Kamine, die weniger Emissionen produzieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Brennholz seit jeher ein integraler Bestandteil des menschlichen Lebens ist. Es hat uns durch eisige Nächte, lange Winter und dunkle Zeiten geführt. Es hat uns genährt, beschützt und uns als Gemeinschaft zusammengebracht. Und während sich die Welt um uns herum weiterentwickelt, bleibt die Bedeutung von Brennholz bestehen. Es ist ein Zeugnis für die Beständigkeit und Anpassungsfähigkeit des Menschen in einer sich ständig verändernden Welt.

7. Überraschende Fakten über Holz

  • Das Geheimnis des blauen Feuers
    Hast du jemals ein Lagerfeuer gemacht und plötzlich blaue Flammen bemerkt? Dies ist kein Zaubertrick, sondern ein faszinierendes Phänomen, das durch bestimmte Chemikalien im Holz verursacht wird. Wenn Holz bestimmte Mineralien wie Kupfer enthält, kann es beim Verbrennen blaue Flammen erzeugen. Dies ist ein Grund, warum einige Menschen Kupferrohre in ihre Feuerstellen legen, um dieses beeindruckende Farbspiel zu erzeugen.
  • Das älteste Brennholz der Welt
    Stell dir vor, du hältst ein Stück Holz in der Hand, das älter ist als die Pyramiden von Gizeh! In Neuseeland wurde ein über 40.000 Jahre alter Baumstumpf entdeckt, der immer noch als Brennholz verwendet werden kann. Dieses antike Holz, bekannt als "Swamp Kauri", ist nicht nur ein Fenster in die Vergangenheit, sondern auch ein Beweis für die unglaubliche Haltbarkeit von Holz unter den richtigen Bedingungen.
  • Holz, das nicht brennt?
    Ja, du hast richtig gelesen! Es gibt bestimmte Holzarten, die extrem schwer zu entzünden sind. Ipe-Holz, auch bekannt als "Eisenholz", ist so dicht und schwer, dass es fast feuerfest ist. Es ist so widerstandsfähig gegen Flammen, dass es oft für Decks und andere Außenanwendungen in feuergefährdeten Gebieten verwendet wird.
  • Holz als Superkondensator?
    In einer bahnbrechenden Studie haben Forscher entdeckt, dass Holz in einen Superkondensator umgewandelt werden kann, der elektrische Energie speichert. Durch spezielle Behandlungen kann Holz in ein Material umgewandelt werden, das Elektrizität speichern und freisetzen kann, ähnlich wie eine Batterie.
  • Das Geheimnis des "ewigen" Holzes
    Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, um Holz so zu behandeln, dass es fast unverwüstlich wird. Durch das Entfernen von Lignin und das Hinzufügen von speziellen Chemikalien kann Holz in ein Material umgewandelt werden, das weder brennt noch verrottet. Dieses "ewige" Holz könnte in Zukunft eine wichtige Rolle in der Bauindustrie spielen.
  • Holz, das sich selbst heilt
    Stell dir vor, du hast einen Kratzer auf deinem Holztisch, und er verschwindet von selbst! Forscher arbeiten an der Entwicklung von "selbstheilendem" Holz, das in der Lage ist, kleine Schäden selbst zu reparieren. Dies könnte die Lebensdauer von Holzprodukten erheblich verlängern und Abfall reduzieren.

8. Fazit

Brennholz, obwohl es als erneuerbare Energiequelle gilt, ist nicht ohne seine Herausforderungen. Die Art und Weise, wie wir es nutzen, beeinflusst direkt unsere Umwelt und unser Klima. Während es uns Wärme und Komfort bietet, hat es auch einen Preis in Form von CO2-Emissionen und anderen Umweltauswirkungen. Aber mit bewusster Nutzung, Forschung und technologischen Fortschritten können wir diese Auswirkungen minimieren.

Es liegt an uns, wie wir in die Zukunft gehen wollen. Wenn Du Brennholz als Heizquelle nutzt, sei Dir der Herkunft Deines Holzes bewusst. Wähle nachhaltiges Holz, lagere es richtig und nutze moderne Ofentechnologien. Und bleibe neugierig und informiert.

9. Ergänzung oder Frage von dir?

Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?

Fehlt etwas im Beitrag? ... Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!

 

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10. Weitere Quellen des Artikels

Neben denen im Text angegebenen sind das:

Punkt 1

11. Im Zusammenhang interessant

holzspalter stapel 564

Holzspalter – was ist zu beachten? Wieviel Tonnen, Länge, stehend, liegend ...

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Kettensäge – was beachten?

Eine Kettensäge ist dazu geeignet, einen ganzen Baum zu fällen oder auch nur einzelne Äste zu entfernen. Holzklötze können damit sehr einfach zu Brennholz verarbeitet werden und selbst für das Schneiden von Büschen und Sträuchern ist die Kettensäge ein sehr gutes Werkzeug.

Wer eine Kettensäge kaufen und handhaben möchte, sollte dabei ein paar wichtige Faktoren berücksichtigen. Denn je nach Gewichts- und Leistungsklassen sind die einzelnen Modelle für unterschiedliche Anwendungszwecke geeignet.

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Das Bauen-und-Heimwerken-Projekt entstand aus einer Dachdämmungs-CD-ROM, die Peter zusammen mit mehreren Mitstreitern Anfang der 2000er in eine Heimwerker-Seite umwandelte. Als Hausbesitzer, Gartenbetreiber und leidenschaftlicher Holzwerber bereitet es ihm viel Freude, über Heimwerkerprojekte zu recherchieren, Experten zu befragen und sich eine möglichst einfache und anschauliche Umsetzung der Sachverhalte und How-Tos zu überlegen.

https://www.bauen-und-heimwerken.de

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