Holzspalter kaufen – was ist zu beachten? Tipps zu Tonnen, Länge, stehend, liegend ...
Wenn du ein eigenes Brennholz aufbereitest oder darüber nachdenkst, einen Holzspalter anzuschaffen, dann weißt du: Es geht nicht nur um Maschine und Kraft. Dieses Gerät kann dir Stundenschweiß und Rückenschmerzen ersparen – oder dich mit einem Griff in die falsche Ausstattung teuer überfordern. Der folgende Artikel führt dich sachlich, offen und mit praktischer Erfahrung durch all jene Aspekte, die du wirklich beachten solltest, bevor du hebst, drückst oder investierst.
Kurz zusammengefasst
- Funktion & Bauformen: Ein moderner Holzspalter nutzt meist eine Hydraulikanlage, um Holzstücke effizient zu spalten. Es existieren drei Bauformen: stehend, liegend und Kombigeräte.
- Leistung und Maße: Maßgeblich sind Spaltkraft (in Tonnen), Spaltlänge (Hub) und Spaltdurchmesser. Stärkere Geräte bieten Reserven auch bei schwer zu spaltendem Hartholz.
- Antrieb & Voraussetzungen: Elektro-, Benzin- oder Traktor-Antrieb: Welche Variante passt, hängt ab vom Einsatzort, Stromanschluss (230 V vs. 400 V) und Mobilitätsbedarf.
- Ergonomie & Sicherheit: Achte auf Zweihandbedienung, stabilen Stand, passende Arbeitshöhe und schütze dich mit Schutzbrille, Handschuhen und festen Schuhen.
- Wartung & Pflege: Regelmäßiger Ölwechsel, Nachschärfen des Keils, Überprüfung von Schrauben und Dichtungen erhöhen Lebensdauer und Sicherheit.
- Zusätzliche Aspekte: Ergänzend wichtig sind Preisrahmen, Holzfeuchte und Lagerung, praktische Ergonomie, Zubehör sowie rechtliche Vorgaben wie CE-Kennzeichnung und Normen.
Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.
Wie funktioniert ein Holzspalter?
Der Holzspalter spaltet auf die passende Länge zugeschnittene Holzstücke in ofenverträgliche Scheite. Die allermeisten Holzspalter sind heutzutage mit einer Hydraulik ausgestattet, die mit einem eigenen (Elektro-)Motor (oder per Trecker) angetrieben wird.
Holzspalter gibt es als
- stehendes Modell,
- liegende Variante oder
- in Form von Kombigeräten.
Früher gab es einfache, mechanisch angetriebene Holzspalter mit Gewindespindel. Diese Bauart ist heute nicht mehr üblich, da sie im Vergleich zu hydraulischen Geräten weniger Leistung und geringere Sicherheit bietet. Moderne Holzspalter arbeiten fast ausschließlich mit einer Hydraulikanlage.
Moderne Holzspalter verfügen zur Unfallverhütung über eine Zweihandbedienung, bei der beide Hände gleichzeitig betätigt werden müssen. Dadurch wird verhindert, dass sich die Hände während des Spaltvorgangs im Gefahrenbereich befinden. Dennoch sollten Bediener stets auf festsitzendes Holz und weggeschleuderte Splitter achten.
Unten findest du Videos, die den Live-Einsatz verschiedener Holzspalter zeigen.
Ältere Modelle: Gefahr bei Kegelspaltern
Achtung: Gefahr durch Kegelspalter!
Foto: Sven Teschke / Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de, Kegelspalter, CC BY-SA 3.0 DE
Früher wurden sogenannte Kegelspalter auf den Markt gebracht. Man findet diese heute noch vereinzelt in einigen Scheunen. Man sollte diese Geräte besser sofort verschrotten oder ins örtliche Museum tragen, von ihrem Betrieb geht Gefahr aus!
Kegelspalter bestehen aus einem sich drehenden Metallkegel mit Gewinde, der meist über eine Zapfwelle oder einen Elektromotor angetrieben wird. Wird das Holz gegen den Kegel gedrückt, zieht sich dieser in das Holz und spaltet es auf.
Achtung: Diese Bauart birgt ein hohes Verletzungsrisiko, insbesondere durch das Eindrehen loser Kleidung. Kegelspalter dürfen daher nur mit geeigneten Schutzvorrichtungen betrieben werden und gelten als nicht mehr zeitgemäß für den privaten Gebrauch.
Worauf kommt es beim Kauf wirklich an?
Bevor man sich in Tonnen, Hubwegen und Hydraulikzylindern verliert, hilft ein klarer Blick auf die eigenen Anforderungen.
Entscheidend sind fünf Punkte:
- Holzmenge: Wer nur gelegentlich Kaminholz spaltet, braucht kein Profi-Gerät. Wer jedes Jahr 10 oder mehr Raummeter verarbeitet, sollte in Leistung investieren.
- Holzart: Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer sind genügsam. Harthölzer wie Buche oder Eiche verlangen mehr Spaltkraft – mindestens 8 bis 12 Tonnen.
- Lagerort und Stromanschluss: Gibt es einen 400-Volt-Anschluss oder steht das Gerät später im Freien ohne Strom?
- Ergonomie: Eine rückenschonende Arbeitshöhe ist keine Spielerei, sondern entscheidend für den Spaß an der Sache.
- Transport und Lagerung: Soll der Spalter stehen bleiben oder nach Gebrauch in die Ecke gerollt werden? Das Gewicht und die Standfläche bestimmen, ob man das Gerät alleine bewegen kann.
Wer diese Fragen ehrlich beantwortet, findet schneller das passende Modell – und erspart sich teure Fehlkäufe.
Wie viel Brennholz spaltest du pro Jahr?
Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓
Die bisherigen Stimmen:
| Mehr als 4 Raummeter pro Jahr | 6 Stimmen |
| 1–4 Raummeter pro Jahr | 3 Stimmen |
| Weniger als 1 Raummeter pro Jahr | 1 Stimme |
Welche Leistung brauche ich? Spaltkraft oder Spaltdruck
Wer nur hin und wieder abends ein gemütliches Ofenfeuerchen entzünden will, kommt meist auch mit den kleinsten Geräteausführungen zurecht.
Die Spaltkraft der Spalter wird (nicht ganz richtig, eigentlich müsste die Kraft in Newton angegeben werden) meist in Tonnen (t) angegeben. Gemeint ist dabei die Kraft, die der Hydraulikzylinder auf das Holz ausüben kann oder, anders ausgedrückt, mit wie viel Maximalkraft der Keil in das zu spaltende Holz getrieben werden kann. Eine Tonne Spaltkraft entspricht etwa 9,81 Kilonewton (kN).
Kleine, liegende Holzspalter für den Hausgebrauch wiegen meist zwischen 40 und 60 Kilogramm und erreichen eine Spaltkraft von 3 bis 8 Tonnen. Stehende Modelle für ambitionierte Privatanwender sind deutlich schwerer – häufig zwischen 80 und 120 Kilogramm – und bieten eine entsprechend höhere Leistung.
Holzspalter mit einer Spaltkraft von etwa 10 Tonnen eignen sich bereits für größere Holzstücke bis zu rund 1 Meter Länge und 40 Zentimeter Durchmesser, sofern es sich um weicheres oder nur leicht verastetes Holz handelt.
Für stark verästeltes Hartholz empfiehlt sich eine Spaltkraft von mindestens 12 bis 15 Tonnen.
Es geht, insbesondere im professionellen Bereich, noch deutlich stärker. Gängige Größen sind 12 Tonnen, 15 Tonnen, 16 Tonnen und 20 Tonnen. Doch auch über 40 Tonnen Spaltkraft sind heutzutage zu haben.
Wie lange Klötze muss der Spalter verarbeiten können? Spaltlänge bzw. Spalthub & Spaltdurchmesser
Nicht jeder Holzspalter kann alle Holzlängen verarbeiten. Diese wird in Spaltlänge oder auch Spalthub angegeben und bezeichnet die Strecke, die vom Spalter zurückgelegt werden kann. Mit dieser Strecke ist auch die maximale Holzlänge begrenzt, die der Spalter spalten kann.
Günstige Einsteigermodelle sind meist auf Holzlängen bis etwa 50 Zentimeter ausgelegt. Größere oder professionelle Holzspalter verarbeiten Stücke mit bis zu 75 Zentimetern oder sogar 1 Meter Spaltlänge.
Achtung – hier kann auch ein Nachteil lauern: Ein längerer Spalthub kann die Vor- und Rücklaufzeit verlängern, da der Zylinder eine größere Strecke zurücklegen muss. Viele moderne Holzspalter besitzen jedoch eine Hubbegrenzung, mit der sich der Arbeitsweg an die tatsächliche Holzlänge anpassen lässt. Dadurch verkürzt sich die Zykluszeit deutlich.
Vorlauf- und Rücklaufgeschwindigkeit
Geschwindigkeit der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung: Diese gibt an, wie rasch sich der Spaltkeil vor und zurück bewegt. Je schneller, desto mehr Spaltvorgänge können pro Stunde durchgeführt werden.
Der Nachteil des größeren Spalthubes kann durch eine schnelle Vor- und Rücklaufgeschwingkeit ausgeglichen werden.
Einige Spezialgeräte besitzen beidseitige Spaltkeile. Dadurch kann beim Rücklauf ein zweites Holzstück gespalten werden, während das erste bereits entfernt wird. Das erhöht die Effizienz, obwohl der eigentliche Spaltvorgang weiterhin nur im Vorlauf stattfindet.
Tipp: Am besten zeigt ein Live-Test deines Wunschgerätes, ob du eine schnelle Geschwindigkeit von Vor- und Rücklauf benötigst oder nicht.
Zudem gibt es Holzspalter, bei denen sich der Zylinderhub auf lange Holzscheitlänge einstellen lässt. Diese sind oft für Spaltlängen über 1 Meter zugelassen.
Der Antrieb: Benzin, mit Traktor, Normal-Strom oder Starkstrom?
Große Spalter werden meist von einem Traktor über eine Zapfwelle angetrieben. Privatanwender und Heimwerker greifen meist auf Elektrovarianten (230 oder – mit mehr Kraft – 400 V) zurück. Achte darauf: Wer ein Starkstromgerät mit 400 Volt nutzen will, muss sich einen entsprechenden Anschluss legen lassen.
Stationär oder mobil?
Holzspalter mit Benzinmotor werden häufig im professionellen oder mobilen Einsatz verwendet, etwa bei Arbeiten im Wald. Sie sind aber auch für Privatanwender ohne Stromanschluss erhältlich, allerdings meist teurer und wartungsintensiver als Elektrogeräte.
Stehender oder liegender Spalter?
- Bei liegenden Holzspaltern wird das Holz waagerecht auf den Spalttisch gelegt und gegen den Spaltkeil gedrückt. Der Bediener steht dabei unmittelbar am Gerät und bedient die Maschine mit beiden Händen – dadurch bleibt der Arbeitsbereich sicher.
- Liegende Spalter sind oftmals preisgünstiger. Dafür ist die Spaltlänge geringer (meist zwischen 32 und 57 Zentimeter) als bei vielen stehenden Spaltern.
- Liegende Spalter sind meist relativ leicht und lassen sich bei Nichtgebrauch durch fahrbarem Untersatz von einem Menschen problemlos (Gewicht meist um die 50 KG) bewegen und verstauen.
- Beim stehenden Holzspalter trifft ein Spaltkeil von oben auf den stehenden Holzstamm und zerteilt ihn vertikal. Der Stamm wird beim Spalten durch Haltezangen gesichert.
- Stehende Holzspalter sind häufig schwerer gebaut und werden oft in höheren Leistungsklassen angeboten. Dennoch ist die Bauform allein kein Garant für die Spaltkraft – auch liegende Profi-Modelle können sehr hohe Kräfte erreichen.
- Stehende Holzspalter benötigen meist weniger Grundfläche, sind aber aufgrund ihrer Höhe für niedrige Räume weniger geeignet. Für die Nutzung in Garagen oder Werkstätten sollte daher die Raumhöhe berücksichtigt werden.
Fazit: Liegende Spalter sind tendenziell für den genügsamen Privatanwender, stehende Spalter können auch ambitionierte Ansprüche erfüllen.
Nützliches Zubehör
Einige kleine Helfer machen das Arbeiten mit dem Holzspalter nicht nur bequemer, sondern auch sicherer:
- Spaltkreuz oder Spaltstern: teilt das Holz in vier statt zwei Stücke – spart Zeit, braucht aber mehr Kraft.
- Hydraulikölkanister: für regelmäßiges Nachfüllen oder Ölwechsel.
- Holzauflagen & Verlängerungen: verhindern, dass lange Stücke kippen.
- Transportwagen oder Kranaufsatz: für große Mengen oder schwere Stämme.
- Messgerät für Holzfeuchte: einfach, aber sehr nützlich, um zu wissen, wann das Holz wirklich trocken ist.
Zubehör lohnt sich vor allem dann, wenn man regelmäßig arbeitet – es macht aus Routinearbeit ein funktionierendes System.
Welche Bauform passt zu wem?
| Nutzerprofil | Empfohlene Bauform | Spaltkraft | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| Gelegenheitsnutzer (2–3 rm/Jahr) | Liegend, 230 V | 4–6 t | kompakt, günstig, leicht | begrenzte Holzlänge |
| Ambitionierter Privatnutzer (5–10 rm) | Stehend, 400 V | 8–12 t | vielseitig, kräftig | schwerer, teurer |
| Profi / Forstbetrieb | Traktor- oder Benzinantrieb | 15–30 t | mobil, sehr leistungsstark | hoher Preis, laut |
„rm“ steht für Raummeter – die übliche Maßeinheit für Brennholz.
Unterschiede in Betrieb und Lautstärke
Ein Elektro-Holzspalter arbeitet leise und wartungsarm, verursacht aber laufende Stromkosten von etwa 40 bis 80 Cent pro Betriebsstunde (je nach Modell und Strompreis).
Ein Benzinspalter ist deutlich lauter – bis zu 100 dB – und verbraucht etwa 0,5 bis 1 Liter Benzin pro Stunde. Dafür ist er unabhängig vom Stromnetz.
Der Traktor-Spalter nutzt die Zapfwelle, was für Landwirte effizient ist, aber den Traktor im Leerlauf bindet – energetisch nicht ideal.
In geschlossenen Räumen sollte nur elektrisch gespalten werden, wegen Abgasen und Lärmbelastung.
Preise, Kosten und Wirtschaftlichkeit
Holzspalter gibt es in einer erstaunlich breiten Preisspanne – vom kleinen Baumarktmodell ab etwa 200 Euro bis hin zu Profigeräten für mehrere Tausend Euro.
Entscheidend ist, wie oft und welches Holz gespalten wird.
- Einstiegsgeräte (3–6 Tonnen): Ideal für gelegentliche Kaminfeuer, preislich meist zwischen 200 und 400 Euro.
- Mittlere Geräte (8–12 Tonnen): Für regelmäßige Nutzung oder Hartholz, meist 500–1.200 Euro.
- Profigeräte (15 Tonnen und mehr): Für große Holzmengen oder den Forstbetrieb, oft ab 1.500 Euro aufwärts.
Wer nur wenige Raummeter pro Jahr spaltet, fährt mit Mietgeräten oder Nachbarschaftsnutzung günstiger. Viele Baumärkte verleihen Holzspalter tageweise.
Rechnet man den Stromverbrauch, Wartung und Anschaffung zusammen, lohnt sich ein eigener Spalter meist ab 4 bis 5 Raummetern pro Jahr – oder schlicht dann, wenn man Freude an der Arbeit hat.
Arbeitsergonomie und Sicherheit
Soll der Tisch höhenverstellbar sein?
Einige große Holzspalter mit einem Spalthub von über 1 Meter verfügen über höhenverstellbare Arbeitstische. Damit lassen sich auch kürzere Holzstücke komfortabel spalten, ohne dass der Zylinder den gesamten Hub ausfahren muss.
Auch bei Liegend-Spaltern macht eine Höhenverstellung Sinn, je besser die Spalterhöhe auf deine Körpergröße angepasst ist, umso weniger wird der Rücken schmerzen.
Arbeitssicherheit
Achte darauf, dass der Holzspalter sicher steht und über ein stabiles Gestell verfügt. Das Holzstück muss sicher fixiert werden können und nur mittels einer Zweihand-Bedienung gespalten werden können. Du solltest darauf achten, bei der Arbeit stabile Schutzhandschuhe und eine Sicherheitsbrille gegen eventuell herausfliegende Holzsplitter zu tragen.
Typische Fehler und Sicherheitsfallen
Viele Unfälle passieren nicht wegen defekter Technik, sondern wegen Routine. Wer schon hundertmal gespalten hat, denkt: Wird schon gutgehen. Doch genau dann passiert es. Das Holz verkantet, springt seitlich weg oder schleudert Splitter meterweit.
Achte darauf:
- Keine Hand ans Holz, sobald der Keil sich bewegt – auch nicht „nur kurz“.
- Niemals über den Spalttisch beugen, um ein Stück zu richten.
- Seitlich stehen, nicht direkt vor dem Keil – das reduziert das Risiko bei splitternden Hölzern.
- Hydrauliköl prüfen: Ein zu niedriger Stand kann die Leistung mindern und im Extremfall die Pumpe schädigen.
- Kältestart: Im Winter sollte das Öl erst einige Minuten im Leerlauf warm laufen. Kaltes Öl reagiert zäh und belastet die Dichtungen.
Holzspalten ist kein Bürojob. Aber mit Respekt, Aufmerksamkeit und gutem Schuhwerk bleibt es eine sichere, fast meditative Arbeit.
Sicherheit und rechtliche Anforderungen
In der EU dürfen nur Holzspalter verkauft werden, die eine CE-Kennzeichnung tragen und den EU-Maschinenrichtlinien entsprechen.
Geräte ohne klare Herstellerangabe, Bedienungsanleitung oder Typenschild sollte man meiden – sie sind oft unsicher und nicht zulässig.
Wer gewerblich arbeitet, muss zusätzlich die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) beachten.
Für den Privatgebrauch gilt: immer nach Herstellervorgaben prüfen, insbesondere Hydraulikdruck, Ölstand und Schutzvorrichtungen.
Transport und Handhabung
Ein Holzspalter mag kraftvoll arbeiten, doch die eigentliche Herausforderung ist oft der Weg dorthin – das Bewegen, Aufstellen, Verstauen.
Kleine Modelle besitzen meist Transporträder oder einen Tragegriff. Dennoch sollte man sich nicht täuschen: 50 Kilogramm Gerät bleiben 50 Kilogramm.
Wer regelmäßig arbeitet, profitiert von einem stabilen Arbeitstisch in passender Höhe und eventuell einer Rampenlösung, um Holzstücke vom Boden auf den Spalttisch zu rollen.
Gute Ergonomie ist kein Luxus, sondern die beste Versicherung gegen Rückenschmerzen.
Die Faustregel lautet: Arbeit auf Hüfthöhe, Blick nach vorn, Rücken gerade.
Handbetriebener Holzspalter | Siegbert Brey, Holzspalter Handbetrieb, CC BY-SA 4.0
Handbetriebene Holzspalter
Handbetriebene Holzspalter funktionieren ohne Strom oder Treibstoff. Dabei wird ein geführtes Gewicht manuell auf einen Spaltkeil fallen gelassen. Diese Geräte gelten bei sachgemäßer Anwendung als sicherer und körperlich schonender als das Spalten mit einer Axt oder einem Spalthammer.
Videovergleich und Bedienung eines Holzspalters
Im folgenden Video findet sich ein Erfahrungsbericht zu einem liegenden Holzspalter:
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Das nächste Video ist ein interessanter Testbericht zu stehenden Holzspaltern:
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Holzspalter-Arbeits-Tipps
- Egal wie sicher das Gerät ist, Holz spalten ist eine inhärent gefährliche Tätigkeit. Und sei es nur durch umherfliegende Holzsplitter. Beim Betrieb sollte immer Schutzkleidung (auch eine Schutzbrille!) getragen werden. Schutzhandschuhe, robuste Arbeitskleidung und Schuhe mit Stahlkappe sind die Mittel der Wahl.
-
Frischgeschlagenes Holz lässt sich meist leichter spalten als abgelagertes. Ob sich Holz frisch oder abgelagert besser spalten lässt, hängt von der Holzart ab. Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer lassen sich einige Monate angetrocknet oft leichter spalten, während Harthölzer wie Buche oder Eiche auf jeden Fall leichter ganz frisch geschlagen zu spalten sind. Schon eine Trocknung von einem Monat kann das Spalten deutlich mühsamer machen.
- Bei manchen Hölzern enstehen durch schnelle Trocknung an der Luft sogenannte Trockenrisse. In diese sollte man dann deh Spaltkeil ansetzen.
- Es ist empfehlenswert, einen Holzspalter mit etwas Leistungsreserve zu wählen. Dadurch arbeitet das Gerät auch bei härterem oder astigem Holz im optimalen Druckbereich, was die Belastung der Hydraulik reduziert und die Lebensdauer verlängern kann.
- Liegende Holzspalter sollten auf einem stabilen, passenden Untergestell stehen, damit die Arbeitshöhe rückenschonend ist. Das Gestell muss standsicher und tragfähig sein; bei Eigenkonstruktionen ist besondere Vorsicht geboten.
- Ein stabiler und ebener Stand ist wichtig, damit der Holzspalter nicht kippt oder verrutscht und die Hydraulikanlage gleichmäßig arbeitet. Besonders bei liegenden Modellen sollte darauf geachtet werden, dass sie waagerecht aufgestellt sind, um Luftansaugung im Hydrauliksystem zu vermeiden. Liegende Spalter brauchen (meist) zwingend einen soliden und planen Untergrund.
- Moderne Holzspalter verfügen über zahlreiche Sicherheitsfunktionen, wie z. B. Zweihandbedienung und Schutzhauben. Dadurch ist das Risiko von Schnittverletzungen geringer als beim Spalten mit einer Axt. Dennoch besteht weiterhin eine Gefahr durch Quetschungen und weggeschleuderte Holzstücke, weshalb auch beim Holzspalter größte Vorsicht nötig ist.
Wartung und Lebensdauer
Ein Holzspalter ist kein Wegwerfgerät. Wer ihn pflegt, kann ihn jahrzehntelang nutzen.
Wichtig ist:
- Hydrauliköl: Je nach Nutzung alle zwei bis drei Jahre wechseln. Dabei gleich die Dichtungen prüfen – sie altern auch bei wenig Gebrauch.
- Bewegliche Teile fetten: Gelenke, Schlitten und Scharniere gelegentlich mit einem harzfreien Schmiermittel behandeln.
- Spaltkeil nachschärfen: Ein stumpfer Keil erhöht die Belastung für die Hydraulik.
- Schrauben nachziehen: Durch Vibrationen lockert sich mit der Zeit fast alles.
- Lagerung: Trocken und frostgeschützt abstellen – Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen schaden langfristig Schaltern, Elektronik und Öl.
Wer diese einfachen Punkte beherzigt, verlängert nicht nur die Lebensdauer, sondern spart sich später Ärger und Reparaturen.

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Fun Facts zum Thema Holzspalter / Holzbearbeitung
- Frühmenschen haben bereits vor 300.000 Jahren Holz gespalten, etwa um Waffen oder Werkzeuge herzustellen – nicht nur mit Axt, sondern gezielt entlang der Faserrichtung.
- Die Technik des „Riving“ (Spalten entlang der Maserung statt Sägen) nutzten z. B. die Wikinger, um besonders stabile Planken für ihre Schiffe herzustellen.
- Ein Gerät von 1883 – der „Hildreth Patent Double Wood Splitter“ – wurde bereits durch Wasserantrieb betrieben und konnte laut Zeitzeugen Holz „zerlegen, bei dem eine Axt versagt hätte“.
- Ein moderner kinetischer Holzspalter kann einen Spaltzyklus in nur 2,5 Sekunden vollziehen – schneller als viele ältere hydraulische Geräte.
- Das Wort „Scheitholz“ (für gespaltetes Feuerholz) leitet sich vom althochdeutschen Wort scît = „Stück“ ab – also: dem Teil, in dem das Holz gespalten wurde.
- Der Beruf des „Fendeurs de merrains“ – also Holzspalter von Fassdauben – war in Frankreich eine jahrhundertealte Zunft mit Lehrzeit und spezifischen Werkzeugen.
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