Solaranlage

Warum Solaranlage? Wo lohnt sich eine Solaranlage? Tipps & Berechnung

2020 lohnt es sich für Hausbesitzer immer noch, in eine Solaranlage zu investieren, obwohl die staatliche Solarvergütung für die Einspeisung des selbst erzeugen Stroms ins öffentliche Netz immer weiter sinkt. Viele Experten raten trotzdem, sich für die Nutzung einer eigenen Solaranlage zu entscheiden. Das ist besonders dann der Fall, wenn der selbst erzeugte Strom zum größten Teil selbst benötigt wird. Dadurch kann jeder Haushalt die eigene Stromrechnung senken. Durch den Eigenverbrauch wird die Strommenge gemindert, die aus dem Netz bezogen wird, wodurch monatliche Kosten eingespart werden.

Punkt 1 

1. Wirtschaftlichen Aspekte für eine Photovoltaikanlage

Für viele Hausbesitzer ist die positive Klimabilanz für die Erzeugung von Solarstrom der Hauptgrund, warum sie sich für eine Photovoltaik Anlage entschieden haben. Andere Bauherren machen sich sorgen darüber, was die Anschaffung einer Solaranlage kostet und was der Betrieb der Anlage in den nächsten Jahren kostet. Diese Kosten müssen mit den zu erwartenden Ersparnissen am Netzstrom und den Einspeisevergütungen verrechnet werden. Die Höhe des Ertrages hängt von einigen Faktoren ab:

- Qualität der Solarmodule

- Eigene Nutzung des Solarstroms

- Größe der Solaranlage

- Standort der Immobilie

Bei der Berechnung zählen die Erträge der Anlage, die möglichen Förderungen, Einspeisevergütungen und Strompreisentwicklungen als Einnahmen. Zu den Ausgaben gehören Kosten für eine optional angepasste Anlage und die Finanzierungskosten inklusive der Zinsen.

Die folgende Beispielrechnung zeigt auf, welche Vorteile durch den Kauf einer Solaranlage entstehen können:

Punkt 2

2. Beispielrechnung

Kosten der Solaranlage
Kosten für die Anschaffung  15.000,00 EUR
Zinsen KfW-Kredit 20 Jahren 2.829,00 EUR
Miete für den Zähler 35,00 EUR in 20 Jahren 700,00 EUR
Versicherungen (jährlich) 137,50 EUR 2.750,00 EUR
Installation des Zählers 500,00 EUR
Reparatur und Wartung 100,00 EUR (jährlich) in 20 Jahren 2.000,00 EUR
 Kosten insgesamt 23.779,00 EUR

 

Erträge: die Gegenrechnung
REN-Förderung 1.500,00 EUR
Stromertrag 2.500 kWh jährlich in 20 Jahren: 50.000 kWh
Einspeisevergütung in 20 Jahren  23.375,00 EUR
Gesamtertrag 24.875,00 EUR
Gesamtkosten 23.779,00 EUR
Gewinn 1.096,00 EUR

Punkt 3

3. Warum sind Solaranlagen so beliebt? Grundlegende Vorteile

Welche Gründe gibt es, eine Solaranlage daheim zu montieren. Wir haben mehrere Punkte zusammengestellt.

  • Durch eine Solaranlage kannst du dich unabhängig von den örtlichen Stromanbietern machen. Außerdem ist der eigene Solarstrom wesentlich günstiger als die aktuellen Stromtarife. Teilweise zahlst du bei den Stromanbietern das Doppelte oder gar Dreifache. Wenn du dich für eine eigene Solaranlage auf dem Dach entscheidest, kannst du circa ein Drittel deines Strombedarfs dadurch decken,  je nach deiner Situation vor Ort.
  • Mit Hilfe eines Batteriespeichers kannst du  diesen Anteil sogar verdoppeln.
  • Wenn dir kein Dach zur Verfügung steht, kannst du auch einen Balkon nutzen. Bereits mit einer kleinen Anlage ist es möglich, dass du einen Zehntel deines Strombedarfs sichern kannst.

Zwischenfazit: Wenn du in einem Eigenheim lebst, lohnt sich die Anschaffung in nahezu jedem Fall.

Punkt 4

4. Angebote vergleichen

Vorab ist es wichtig, dass du dir mehrere Angebote einholst. Zusätzlich solltest du prüfen, welche Förderprogramme für dich interessant sein können. Solltest du dagegen in einem gemieteten Haus leben, kann es sein, dass du das Dach für eine Anlage vom Vermieter pachten kannst.

Eine andere Möglichkeit ist, dass dein Vermieter die Solaranlage baut und direkt an dich verpachtet.

Noch eine weitere Möglichkeit besteht darin, die gesamte Solaranlage wie zu pachten. Dann sind alle Kosten der Anlage über die Laufzeit in der Pacht enthalten.

Hinweis: Bei der Nutzung einer Mini-Anlage ist es wichtig, dass du dich vorab über die Vorschriften deines Netzbetreibers informierst. Diese Vorschriften können sehr unterschiedlich ausfallen.

Punkt 5

5. Solarstrom selbst verbrauchen

Aktuell sind die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage stark gesunken. Im Vergleich ist sie seit 2006 bis zu 76% günstiger erhältlich. Mit einer kleinen Anlage kann Strom für circa 10 bis 14 Cent pro Kilowattstunde hergestellt werden.

Wie teuer der selbst hergestellt Solarstrom tatsächlich ist, hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Ein wichtiges Kriterium ist der Preis, den du für deine Solaranlage zahlen muss.

In den meisten Fällen hast du die Kosten der Anlage in zehn bis zwölf Jahren wieder eingespielt.

Das geht so: Du sparst durch den Eigenverbrauch monatlich Stromkosten. Nicht benötigte Energie kannst du ins Stromnetz einspeisen. Hierfür erhältst du eine Vergütung. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz wird dir ein fester Preis pro eingespeister Kilowattstunde für über 20 Jahre garantiert. Auch wenn sich die Einspeisevergütung Monat für Monat etwas verringert, kannst du für deine Strommenge, die du eingespeist hast, trotzdem noch einen Gewinn einstreichen.

Es lohnt sich für jeden Hausbesitzer immer, den Strom selbst zu verbrauchen. Viele Haushalte zahlen in Deutschland etwa 31 Cent für eine Kilowattstunde Strom. Im Vergleich zu deinem selbst erzeugen Strom liegen die Fremdkosten somit zwei- oder dreimal höher. Das liegt unter anderem an den Abgaben, Umlagen, Steuern oder Entgelten, die ein Stromanbieter entrichten muss. Diese Kosten fließen in den Strompreis mit ein.

Für deinen Eigenverbrauch fallen dagegen keine Netzentgelte oder Steuern an. Bei einer Anlage, die bis zu 10 Kilowatt Leistung bietet, fällt auch keine EEG-Umlage an. Die Grenze liegt bei über 10.000 Kilowattstunden.

Wenn du einer Regelbesteuerung unterliegst, musst du lediglich auf deinen Eigenverbrauch eine Umsatzsteuer zahlen.

Punkt 6

6. Deutschland hat die höchsten Strompreise

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern müssen Haushalte in Deutschland den höchsten Strompreis zahlen. Aus diesem Grund gibt es immer wieder neue Forderungen, die monatliche Belastung zu senken. Aber selbst wenn in der Zukunft die fünf Umlagen bei der Berechnung des Strompreises wegfallen würden oder die Konzessionsabgabe oder Stromsteuer gesenkt würde, kostet der Strom aus dem öffentlichen Stromnetz immer noch circa 17 Cent pro Kilowattstunde. Schließlich würden in diesem Fall die Mehrwertsteuer, Börsenstrompreise und Netzentgelte gleichbleiben. Durch eine Solaranlage kann sich jeder Haushalt über viele Jahre günstig mit Strom versorgen. Die Anlage lohnt sich meist auch dann noch, wenn die Anlage aus der sogenannten EEG-Förderung fällt.

Punkt 7

7. Nutzen von Solaranlagen steigt

In Deutschland sind laut Bundesverband Solarwirtschaft auf Dächern circa eine Million kleiner Solaranlagen im Einsatz, die höchstens eine Kilowatt Leistung erzielen. Die Experten schätzen, dass monatlich 10.000 Haushalte dazu kommen, die sich für die Eigenversorgung entschieden haben.

In den meisten Fällen kann eine kleine Photovoltaikanlage nicht den kompletten Strombedarf decken. Die Sonne scheint schließlich in Deutschland nicht ständig. Aber rund 25 % des Verbrauches kann durch die Anlage abgedeckt werden.

Du musst beim Stromverbrauch deine bisherigen Gewohnheiten nicht ändern. Den übrigen Strom, den du benötigst, kannst du über das öffentliche Stromnetz abdecken.

8. Weiterlesen

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Thermische Solaranlagen wandeln Sonnenstrahlen in Wärme um, die dann zur Erwärmung von Brauchwasser gegebenenfalls auch zur Heizungsunterstützung genutzt wird. Der Aufbau dieser Anlagen ist relativ einfach. Sie bestehen aus einer Kollektoreinheit, die die Sonnenstrahlen in Wärme umwandeln, einem Solarkreislauf, bestehend aus einer Wärmeträgerflüssigkeit, der die Wärme zum Speicher führt und dort über Wärmetauscher die Wärme an das Brauchwasser und  gegebenenfalls an den Heizungskreislauf weitergibt. Über einen Solarregler wird die Umwälzpumpe in Gang gesetzt, wenn die Kollektoren genügend Wärme gespeichert haben.

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Teichpumpe solar – was ist beim Kauf oder Selberbau zu beachten?

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