Schmetterling auf Blume

Nachhaltigkeit – Tipps zum Umweltschutz im Garten

Für viele ist das Gärtnern ein umweltfreundliches Hobby, doch häufig hat das mit Nachhaltigkeit wenig zu tun: Plastiktöpfe, mineralische Dünger und sogar Blumenerde sind oftmals nicht besonders nachhaltig und schaden langfristig sogar unserer Umwelt. Hier erhalten Hobby-Gärtner viele Tipps für einen umweltfreundlichen Garten. Mit Videoanleitungen zur jeweiligen Empfehlung.

Was machst du bereits in deinem Garten?

 

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Punkt 1

Wasser sparen

Damit der Garten auch im Sommer grün bleibt und nicht austrocknet, stellen viele Gärtner den Rasensprenger an oder verwenden Leitungswasser zum Gießen. Dabei wird kostbares Trinkwasser verschwendet, was besonders in Dürreperioden bedenklich ist. Wer die Umwelt schonen will, sollte stattdessen Regenwasser sammeln und dies für den Garten verwenden. Dies schont nicht nur die Natur und das Portemonnaie, sondern ist auch besser für die Pflanzen.

Punkt 2

Schädlingsbekämpfung ohne Chemie

Wer sein Gemüse selber im Garten anbaut, trägt bereits einen Teil zur Nachhaltigkeit bei – da sind Schädlinge und Unkraut umso ärgerlicher. Hier griff man früher auf chemische Mittel zurück, um das Problem zu lösen. Doch ein frühzeitiger Anbau von entsprechenden Mischkulturen sowie Bodendecker sorgen nicht nur für die Bekämpfung der Schädlinge und Unkraut, sondern verschönern auch den Garten.

Video: Ohne Chemie Schnecken, Blattläuse, Ameisen und Co. bekämpfen

Länge: 4 Minuten

Video: Brennesselsud als Dünger und zur Schädlingsbekämpfung

Länge: 4 Minuten

Punkt 3

Natürlich Düngen

Für ein gut wachsendes Gemüse verwenden viele Gärtner mineralische Dünger, die jedoch nicht besonders umweltfreundlich sind. Denn für die Herstellung wird einerseits eine große Menge Energie benötigt und andererseits können mineralische Dünger das Grundwasser belasten.

Hier stellen organische Mittel die umweltfreundliche Alternative dar, wie zum Beispiel Kompost. Durch das Kompostieren lassen sich Küchenreste und Gartenabfälle zu hochwertigem Dünger herstellen.

Video: Dünger aus Kaffeeresten, Eierschalen, Bananenschalen und Co.

Länge: 16 Minuten

Video: Der richtige Umgang mit Pferdemist, Bokashi und Co.

Länge: 10 Minuten

Punkt 4

Nachhaltige Blumenerde

Für den Balkon und den Garten kommt vor allem gekaufte Blumenerde zum Einsatz – doch diese ist oftmals mehr oder weniger umweltschädlich. Denn neben der Plastikverpackung ist insbesondere der Inhalt dafür verantwortlich, da dieser aus Torf besteht. Torf wird aus Hochmooren abgebaut, was sowohl zur Zerstörung des empfindlichen Ökosystems der Hochmoore als auch zur Freisetzung großer Mengen CO2 führt. Kaufen Sie deshalb stets torfreduzierte Blumenerde.

Video: Gartenerde selber herstellen

Länge: 14 Minuten

Video: Rezept für Blumenerde ohne Torf

Länge: 4 Minuten

Punkt 5

Die richtige Entsorgung von Gartenabfall  

Bei der Gartenarbeit entstehen Gartenabfälle wie Grünschnitt, Äste, Zweige, und Laub. Diese dürfen aber weder in den Haushaltsmüll noch in der Natur entsorgt werden, da sie möglicherweise Giftstoffe enthalten. Deshalb ist eine fachgerechte Entsorgung erforderlich, um die Natur zu schonen und hohe Bußgelder zu vermeiden. Dafür können Sie sich einen Container für Grünschnitt mieten, in welchem Sie die entstehenden Abfälle problemlos entsorgen können. Viele Containerdienste stellen Ihnen schnell und einfach den passenden Container für Grünschnitt zur Verfügung. Dabei übernehmen sie die Containerstellung, die Abholung sowie die umweltfreundliche Entsorgung des Abfalls, der ggf. im Wertstoffhof recycelt wird.

Was darf in einen Grünschnittcontainer? 

Bei Grünschnitt handelt es sich um typische Gartenabfälle wie Laub und Stroh, Äste, Wurzelwerk oder Sträucher. Jedoch sollte beachtet werden, dass nicht alles in den Grünschnittcontainer entsorgt werden darf. Fallen beispielsweise Erde oder Bäume an, muss ein separater Container bestellt werden.

  • Rasenabfälle und Rasen
  • Blüten
  • Laub
  • Stroh
  • Gras (ohne Erde)
  • Unkraut (ohne Erde)
  • Äste, Wurzeln, Sträucher
  • kleinere Baumstämme

 Was darf nicht in einen Grünschnittcontainer? 

Neben Erde und größere Bäume dürfen auch folgende Abfälle nicht in einen Grünschnittcontainer entsorgt werden:

  • Küchen und Speiseabfälle
  • Papier
  • Wurzeln
  • Baumstämme mit einem Durchmesser von mehr als 15 cm oder 2 m Länge
  • Gefährliche Abfälle (z.B. Gartenzaun, imprägniertes Holz)
  • Erde

Mehr im Beitrag: Grünschnitt richtig entsorgen

Wie Grünschnitt entsorgen?

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Wie kann ich Grünschnitt entsorgen? 6 Möglichkeiten für den Gartenabfall

Der Garten als Hort der Entspannung bedarf regelmäßiger Pflege. Wer die Flora ungebremst ihren Wachstumstrieben überlässt, wird in seiner Gartenfreiheit Jahr für Jahr eingeschränkt. Besonders kleine Gärten bedürfen des resoluten Rückschnittes, um Licht und Freiraum im Garten zu erhalten.

Am Ende steht dann stets die Frage: Wie soll ich Grünschnitt richtig entsorgen? Wir stellen 6 Möglichkeiten vor.

Punkt 6

Den Insekten ein Zuhause und Nahrung bieten

Insektensterben: Das kann man aktiv tun

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Insektensterben: Das kann man selber aktiv zum Erhalt dieser für uns wichtigen Tiere tun

Immer häufiger hören wir vom Insekten- und Bienensterben und immer größer wird der Ruf nach Handlungsbedarf. Und zwar schnell, denn eines ist gewiss: Sterben die Bienen aus, sieht es für unsre Zukunft mehr als schlecht aus und die komplette Nahrungsmittelkette würde auf Dauer zusammenbrechen.

Die Zukunft für Insekten sieht nicht gut aus, da andauernder Einsatz von Pestiziden und Monokulturen ihnen an den Kragen gehen und sie schlichtweg drohen auszusterben. Insekten sind manchmal für uns nur lästige Plagegeister, doch sie können je nach Gattung mitunter für unser nacktes Überleben sorgen.

Als Gärtner und Naturliebhaber sind wir umso mehr in der Pflicht, ihren durch kleine Annehmlichkeiten effektiv unter die Arme zu greifen.

Punkt 7

Weiterlesen

Den Garten nachhaltig planen, anlegen und pflegen

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Nachhaltigkeit meint eine Ressourcen-Nutzung, bei der die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften eines Systems sowie dessen natürliche Regenerationsfähigkeit angepeilt wird. Im Forst meint dies, dass nicht mehr Holz geschlagen wird, als zur selben Zeit nachwachsen kann.

Ein nachhaltiger Garten bedeutet analog, dass sich unser Garten in das umliegende Ökosystem einpasst, das Leben der darin vorhandenen Arten fördert und die Natur nicht durch schädliche Chemie (manche Dünger, Spritzmittel etc.) oder einen hohen Energieverbrauch (wenn diese über Schadstoffbelastung gewonnen wird) belastet.

Wir geben Tipps, die das Anlegen und Planen eines nachhaltigen Gartens unterstützen.



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