Neue Küche, Euro

Neue Küche finanzieren - was beachten?

Die Küche ist das Herzstück des Hauses. Sie ist der Ort, an dem sich die Familie trifft, an dem Freunde empfangen und Gäste bewirtet werden. Eine neue, komfortable und gemütliche Küche erfordert aber auch einen hohen finanziellen Aufwand. Die Finanzierung ist möglich, sollte aber gut kalkuliert und auf die finanziellen Möglichkeiten abgestimmt sein. Wir zeigen auf, worauf man bei einer Küchenfinanzierung achten sollte.

Punkt 1

1. Finanzierungsmöglichkeiten beim Küchenkauf

Der Kauf einer Küche ist Vertrauenssache. Sie gehört zu den Anschaffungen, die Familien perspektivisch tätigen und die über viele Jahre halten müssen. Das liegt nicht allein daran, dass es sich um eine sehr kostenintensive und oftmals in den fünfstelligen Bereich gehende Anschaffung handelt. Wird die Küche modernisiert, erfolgt im Regelfall eine Komplettsanierung des Raumes inklusive Fußboden, Wänden und elektrischen Leitungen.

Ohne eine Finanzierung wäre es vielen Familien schlicht nicht möglich, sich den Wunsch einer Traumküche zu erfüllen und den Lebensmittelpunkt im Haus nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

Die Bandbreite an Finanzierungsmöglichkeiten ist enorm. Man kann sich für den Ratenkauf entscheiden oder eine Null-Prozent-Finanzierung in Anspruch nehmen. Auch ein Verbraucherkredit von der Hausbank ist eine Variante. Oder man entscheidet sich für die Suche nach Minikredit-Optionen mit niedrigen Zinsen und flexiblen Tilgungsmöglichkeiten.

Egal für welche Option man sich entscheidet, damit der Küchenkauf nicht in einen finanziellen Engpass führt, sollten verschiedene Faktoren beachtet werden. Selbst eine sehr günstige Finanzierung kann problematisch sein, wenn die Küche zu teuer, die Laufzeit zu lang und die Ratenhöhe nicht den finanziellen Möglichkeiten angepasst ist.

Tipp

Die Kalkulation der Kreditsumme und der Rückzahlung sollten Familien nicht outsourcen, sondern selbst mit einem kritischen Blick auf ihre Finanzsituation vornehmen.

Punkt 2

2. Unabhängige Angebotsvergleiche als stabiles Fundament

Jedes Küchenstudio oder Möbelhaus wirbt mit eigenen Finanzierungsmöglichkeiten. Doch ist die angepriesene Finanzierung für Null Prozent nicht immer kostenlos. Fallen versteckte Gebühren an oder muss man eine Restschuldversicherung als Kreditsicherheit abschließen, verteuert sich die Finanzierung erheblich.

Das Problem lässt sich umgehen, indem man unabhängige Vergleiche im Internet vornimmt. In manchen Fällen ist eine externe Finanzierung günstiger und flexibler.

Soll die Küche mit einem Mini- oder Ratenkredit finanziert werden, stellt man folgende Punkte in den Vergleich.

  • die Zinshöhe
  • den effektiven Jahreszins
  • die Flexibilität der Tilgung (kostenlose Ratenpausen, frühere Ablösung der Finanzierung ohne Gebühren)
  • die Abwicklungsmodalitäten (Zeitraum Antrag bis Auszahlung
  • alle Konditionen und Rahmenbedingungen in der Gesamtheit

Für einen transparenten Überblick ist es wichtig, mindestens drei Angebote in Gegenüberstellung zu betrachten. Da die Zinsen bonitätsabhängig sind, ist ein persönliches Angebot des Kreditgebers von Vorteil.

Achtung

Die Erkundigung nach den persönlichen Konditionen sollte nicht mit einer Kreditanfrage erfolgen, da diese in der Schufa eingetragen wird und bei mehreren Anfragen zur Senkung der Bonität führt. Eine Konditionsanfrage hingegen beeinflusst die Kreditwürdigkeit nicht, auch wenn sie an zwei, drei oder vier Kreditinstitute geschickt wird.

Punkt 3

3. Ratenkauf oder Kredit? Küchenstudio-Finanzierungen erfordern oft eine Anzahlung

Beide Optionen haben ihre Vorteile und Nachteile. Den Ratenzahlungsvertrag kann man direkt im Küchenstudio abschließen. Das heißt, dass die Abwicklung sehr schnell geht und nicht durch eine dritte Instanz herausgezögert wird.

Doch die meisten Ratenkaufverträge machen eine Anzahlung nötig, die man als Käufer vom vorhandenen Eigenkapital bestreiten muss. Ist keine Rücklage vorhanden, kann es sein, dass das Ratengesuch trotz guter Bonität abgelehnt wird.

Ein weiterer Punkt sind die Zusatzkosten. Je kleiner die Raten sind, desto mehr kostet die neue Küche im Endeffekt. Bei längeren Tilgungsphasen können so einige Hundert Euro mehr auf der Sollseite des Kontos anfallen.

Dem gegenüber steht der Verbraucherkredit mit seinen (mehr oder weniger) transparenten Konditionen. Der Antragsteller weiß vor der Vertragsunterzeichnung, welchen Betrag er zurückzahlt und wie hoch die Differenz zur Kreditsumme ist. Der entscheidende Faktor ist hier der effektive Jahreszins. Daher spielt er im Vergleich eine ebenso wichtige Rolle wie der bonitätsabhängige Sollzins.

Hat der Kreditgeber ein verbindliches Angebot erstellt und man stimmt ihm zu, kann man Zusatzkosten in Form versteckter Gebühren oder Zinserhöhungen ausschließen.

 Punkt 4

4. "Wie viel Küche" kann ich mir leisten?

Vor dem Termin zur Küchenplanung empfiehlt es sich, eine Kostenobergrenze festzulegen. Kennt der Küchenplaner das Budget, wird er den Entwurf auf die finanziellen Möglichkeiten des Kunden abstimmen. Anderenfalls besteht das Risiko, dass man sich in der Planung verliert und am Ende ein Angebot erhält, dass das Budget um Längen übersteigt.

Wie viel Küche man sich leisten kann, hängt nicht nur davon ab, in welcher Höhe man eine Finanzierung erhalten kann. Vielmehr sollte man selbst realistisch abwägen, welchen Betrag man ohne Probleme abbezahlen und welche monatliche Ratenbelastung man stemmen kann.

Hinweis

Längere Laufzeiten und kleinere Raten sind häufig die sinnvollste Entscheidung. Auch wenn die neue Küche Priorität hat, können andere unvorhergesehene Ausgaben zu einem Einschnitt in die Haushaltskasse führen. Hat man dann keinen flexiblen Finanzierungsvertrag mit Ratenpause oder einer kostenlosen Ratensenkung, wird der Kredit bei zu hoch angesetzten Monatsraten schnell zum Problem. Sinnvoller ist es daher, die Raten klein zu halten und im Vertrag freiwillige, kostenlose Sondertilgungen zu vereinbaren. Kann man schneller abzahlen, bietet dieser Vertragspunkt einige Vorteile.

 Anders ausgedrückt: Die schönsten Ideen zum Einrichten und Gestalten einer Wohnküche bereiten nur dauerhaft Freude, wenn sie ins eigene Budget passen.

Punkt 5

5. Check: Ist die fachmännische Montage im Kaufpreis enthalten?

Diese Frage sollte ganz am Anfang der Küchen- und Finanzplanung stehen. Denn die Anlieferung mit einer Spedition und der Aufbau sowie der Anschluss einer Küche können richtig teuer werden, wenn die Kosten nicht im Kaufvertrag enthalten sind. Die meisten Küchenstudios bieten diese Leistung für den Käufer an. Doch bei einigen Anbietern ist die inkludierte Handwerkerleistung vom Kaufpreis abhängig. So kann es passieren, dass eine Küche für 6.000 Euro kostenlos montiert wird, während man bei einer Küche für 5.000 Euro für den Aufbau und die Anlieferung zahlen muss. In letzterem Fall würde sich die Küche erheblich verteuern und man hätte Ausgaben, die man vor Abschluss des Kaufvertrags kennen und einplanen sollte. Am besten stellt man diese Frage bereits vor der Terminvereinbarung zur Küchenplanung.

6. Zusammenfassung

Für die Finanzierung einer neuen Küche gibt es viele Optionen. Ein Vergleich schafft Transparenz und schließt aus, dass man Nachteile und eine vermeidbare Teuerung in Kauf nimmt. Passen die Finanzierungskonditionen zu den eigenen Vorstellungen und zum Budget, steht dem Küchenkauf nichts entgegen. Trotz günstiger Finanzierungszinsen und der Möglichkeit, sehr niedrige Raten zu zahlen, sollte der Gesamtbetrag zu den eigenen finanziellen Möglichkeiten passen. Es ist daher wichtig, sein Budget realistisch zu beurteilen und eine Küche zu wählen, die man auch bei Veränderungen im Haushaltseinkommen problemlos abzahlen kann.

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