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Altbausanierung und Renovierung – Abfälle richtig entsorgen

Ob nun die Sanierung eines Altbaus oder die Renovierung – Am Ende des komplexen Vorgangs werden verschiedenste Arten Bauschutt entstehen. Und das ist völlig verständlich, heutzutage werden ganz andere Baumaterialien eingesetzt, Techniken genutzt oder Stoffe verwendet, um Wohnraum zu einem Zuhause zu machen. Und je nach dem Zustand der Altbauimmobilie müssen nicht nur Altmöbel entsorgt und neue Tapeten angebracht werden, sondern auch größere komplexe Umbauten realisiert. Kein Wunder, das da die Frage nach der Entsorgung der verschiedenen Abfälle entsteht. Denn auch im Fall einer Sanierung oder Renovierung des Altbaus müssen entstandene Abfälle sortenrein sortiert werden. Achtet man nicht darauf, kann es zu höheren Entsorgungsgebühren kommen, die es natürlich zu vermeiden gilt, schließlich ist die Sanierung häufig teuer genug.

 
 

Punkt 1

Welche Arten Bauschutt fallen bei einer Renovierung oder Sanierung im Altbau an?

Es ist immer eine individuelle Angelegenheit, welche Arten Bauschutt bei einer Sanierung oder Renovierung um Altbau anfallen. Wir zählen die häufigsten Sorten auf und zeigen wo und wie man diese sinnvoll und im Sinne des Kreislauf-Wirtschafts- und Abfallgesetzes entsorgen kann. Dieses Gesetz besagt nicht nur, dass man Abfall im Vorhinein verhindern soll, sondern zudem, dass wenn dieser entstanden ist, der Unrat umweltverträglich zu entsorgen ist. Im Idealfall soll die Entsorgung so erfolgen, dass die entsorgten Stoffe möglichst umfassend wiederverwendet werden können.

Das führt dazu, dass man den Bauschutt sortenrein trennen sollte, bei der Entsorgung. Eine Fehlbefüllung durch falsche oder unzureichende Sortierung führt zu zusätzlichen Kosten.

Die üblichsten Materialien und Arten von Bauschutt sind dabei: Tapete, Farbe, Lacke, Metall, Steine und Ziegel, Holz (etwa von Möbeln, Boden- oder Deckendielen, Bretter, Paneelen oder weiteren), Dämmungsmaterialien, im schlimmsten Falle auch Materialien mit Schadstoffbelastung etwa Asbestplatten aus Dach und Wänden, sowie Gipsplatten mit solchen Anhaftungen. Jede dieser Arten Bauschutt muss gesondert entsorgt werden. 

Grafischer Überblick

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Punkt 2

Wo kann man welchen Bauschutt entsorgen?

Auch hier kann man zunächst nur sagen: Betrachten Sie ihr Altbausanierungsvorhaben individuell. Je nach dem Umfang der geplanten Bauten kann es durchaus sinnvoll sein, mehrere Entsorgungscontainer für die verschiedenen Bauschuttarten vor das Gebäude zu stellen. Andere Abfälle wiederum können Sie sogar im Hausmüll entsorgen.

Wir zeigen wohin welche Substanz gehört:

Der klassische Bauschutt – Ziegel, Fliesen und Waschbecken

Besonders bei Sanierungen fällt viel klassischer Bauschutt an. Keramikeinbauten im Sanitärbereich wie etwa Waschbecken und Toilettenbecken gehören in Container für Bauschutt. Auch Ziegelsteine von Wandabbrüchen, Dachziegel oder Teile von Fassaden finden im Bauschuttcontainer ihre sachgemäße Entsorgung.

Siehe dazu

Baumischabfall – was ist das und was darf rein?

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Bei jeder größeren Renovierung fallen erhebliche Mengen Schutt an, die nicht mehr in der schwarzen Tonne beseitigt werden können bzw. dürfen. Bei der Entsorgung unterscheidet man zwischen Bauschutt und Baumischabfall. Wir zeigen, was in Baumischabfall mit und ohne Mineralik rein darf und wie sich bei der Entsorgung viel Geld sparen lässt.

 

Ganz natürlich? Holz als Bauschutt bei Altbausanierungen und -renovierungen

Schon beim natürlichen Baustoff Holz sieht die Sache deutlich komplizierter aus. Es fallen Türen, Altmöbel genauso in diesen Bereich wie Holzpaneelen, Laminat und Schnittreste. Jede dieser Sorten Holz kann aber in eine unterschiedliche Art der Entsorgung gehören. Denn bei der Entsorgung von Holz unterteilt man den ursprünglich natürlichen Baustoff in verschiedene Klassen ein. Die Klassen A1 bis A3 umfassen das nicht speziell behandelte Holz. Abfälle aus Holz mit chemischer Behandlung etwa Beize, werden in die Klasse A4 zugeordnet. Beispiele hierfür wären Außentüren und Fenster, welche behandelt wurden, um wetterbeständig zu sein, wie etwa imprägniertes und lackiertes Holz von Zäunen. Achtung! Wenn Sie das Altholz selbst entsorgen wollen, müssen Sie sich vorher erkundigen, ob die anvisierte Deponie Altholz aus Bauschutt überhaupt annimmt. Alternativ können Sie die Entsorgung bequem einem Containerdienst überlassen, der geeignete regionale Entsorgungspartner anfahren wird.

Tapeten und Tapetenreste

Endlich eine gute Nachricht: Tapeten und Tapetenreste dürfen im Hausmüll entsorgt werden. Hier bietet sich an, die Entsorgung auf mehrere Wochen zu verteilen, denn sonst ist die Menge an entsorgter Tapete einfach zu groß und man kann keinen Haushaltsmüll mehr entsorgen.

Metall zu Geld machen? Bauschutt als Einnahmequelle.

Was so verheißungsvoll klingt, endet häufig in einer Milchmädchenrechnung. Zwar stimmt es, dass man für sortenreine Varianten Metall am Wertstoffhof eine Auszahlung erhält, zumeist sind aber die Einkünfte daraus so gering, dass schon die Anfahrt zum Entsorger teurer war. Noch weniger rentabel ist das Entsorgen von Mischschrott oder mehreren Metallen in Mischung. Hier wird zumeist eine Sortierungsgebühr fällig. Gerade bei dem Gewicht, welches die entsorgten Metalle auf die Waage bringen, bietet sich auch hier die Entsorgung mittels einem Containerdienst an.

Je nach der Zusammensetzung ihres Bauschutts bietet es sich an, mehrere kleine Container auch für die Beseitigung von Metallabfällen aus der Altbausanierung zu nutzen, um die verschiedenen Stoffe zu sortieren.

Punkt 3

Flüssige Abfälle bei der Altbausanierung

Farbreste, Lacke, Holzöle, Altöle gelten als Gift- bzw. Problemstoffe. Diese sollten Sie in geschlossenen Behältern zu einem Wertstoffhof bringen. In manchen Gemeinden und Städten findet mehrfach im Jahr eine mobile Sammlung statt, bei der man neben Batterien auch solche flüssigen Abfälle entsorgen kann. Alternativ kann man die regionalen Wertstoffhöfe anfragen, ob Sie solche Art Abfälle annehmen und diese dann dort der fachgerechten Entsorgung zuführen.

Punkt 4

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Wie entsorge ich Schadstoffe richtig?

Bei einer Altbausanierung fallen aber auch Stoffe an, die problematisch in der Entsorgung sind. Üblicherweise handelt es sich dabei um Dämmstoffe, Asbestplatten, Gipskartonplatten und alle Baumaterialien, welche Mineralwolle enthalten.
Bitte achten Sie unbedingt darauf, bei der Entsorgung eine entsprechende Schutzausrüstung zu tragen. Insbesondere Handschuhe, Atemmaske, Augenschutz sind dringend nötig bei Abbruch und Entsorgung, um Gesundheitsschäden zu verhindern. Für die Entsorgung dieser Stoffe sind speziell beschichtete Entsorgungssäcke, wie der KMF Sack nötig. In diesen können Sie z.B. Mineralwolle einfüllen und diese dann zur Abholung von einem Containerdienst auf die vereinbarte Abholstelle deponieren. Natürlich ist es möglich auch selbst bei geeigneten Deponien, die sorgsam nach Sorten getrennten Schadstoffe zu entsorgen.

Fazit

Für jede Art Bauabfall müssen Sie eine gesonderte Entsorgung vornehmen. Achten Sie also bereits bei der Altbausanierung oder ihrem Renovierungsvorhaben darauf, die verschiedenen Stoffe zu sortieren.

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