Münzen auf Tisch, gestapelt, Haus im Hintergrund, Himmel

Immobilie teurer verkaufen: 3 Tipps für den höchstmöglichen Verkaufspreis

Wer eine Immobilie verkaufen will, möchte das möglichst gewinnbringend und zügig über die Bühne bringen. Der Hausverkauf ist trotz der grundsätzlich guten Bedingungen auf dem deutschen Immobilienmarkt kein simples Unterfangen.

Welche drei Tipps Privatleuten beim Hausverkauf helfen, den höchstmöglichen Verkaufspreis zu bekommen, wird in diesem Beitrag erläutert.

Punkt 1

1. Tipp Nr. 1: Recherchieren, recherchieren, recherchieren

Um eine Immobilie zum höchstmöglichen Verkaufspreis zu verkaufen, ist eine umfangreiche Recherche unabdingbar. Dabei gilt es insbesondere die folgenden drei Aspekte zu beleuchten:

  • In welchem Zustand befindet sich der lokale Immobilienmarkt?
  • Wann ist die richtige Zeit, um die eigene Immobilie zu verkaufen?
  • Wie hoch ist der optimale Verkaufspreis?

1.1. Der lokale Immobilienmarkt

Nicht nur bei der Bestimmung des Verkaufspreises, sondern auch bei anderen Aspekten rund um den Verkauf ist ein professioneller Immobilienmakler behilflich. Da durchschnittliche Hausbesitzer*innen eine Immobilie ein Mal oder höchstens wenige Male im Leben verkaufen, profitieren Privatleute in aller Regel vom Fachwissen eines Maklers oder einer Maklerin deutlich. Ein Immobilienmakler verkauft schließlich regelmäßig Immobilien jeder Art und kennt sich in der Region aus.

Zu verstehen, wie der Immobilienmarkt in der eigenen Region, Stadt oder Nachbarschaft aussieht, ist wichtig, um das eigene Haus zügig und für das meiste Geld zu verkaufen. Als Hausbesitzer*in sollte man verstehen, welche Merkmale wahre Werttreiber in der eigenen Umgebung sind. Dafür gilt es lokale Immobilienverkäufe zu analysieren und zu identifizieren, warum diese Immobilien zu einem Top-Preis verkauft worden sind.

1.2. Der optimale Zeitpunkt

Auch der Zeitpunkt kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Natürlich lässt sich nicht immer im Leben auf den richtigen Zeitpunkt warten. Aber wer es sich erlauben kann, kann durchaus einige Prozent mehr beim Verkaufspreis herausholen.

Für die meisten Immobilien gilt das Frühjahr als optimale Verkaufszeit.

Einige Objekte können aber auch zu anderen Jahreszeiten besonders gute Verkaufspreise erzielen - etwa ein Strandhaus im Sommer oder eine Berghütte im Herbst und Winter.

1.3. Der optimale Preis

Der dritte Aspekt betrifft den Verkaufspreis. Ein zu hoher Preis droht etwa, wenn man emotional stark mit der Immobilie verbunden ist. Dabei besteht die Gefahr, dass sich keine Kaufinteressenten finden. Ein zu niedriger Verkaufspreis ist ebenfalls ungünstig, schließlich möchte niemand Geld einfach verschenken. Der richtige Preis muss also eine Balance schaffen zwischen realistischer Marktsituation, Zustand und Lage der Immobilie und den Erwartungen als Verkäufer*in. Er lässt sich auf mehrere Arten ermitteln:

  • Beispielsweise durch ein individuelles Gutachten der Immobilie. Diese Möglichkeit ist objektiv und fundiert, aber auch kostspielig und meist nicht lohnenswert für die Verkäuferseite.
  • Eine andere Methode, um den richtigen Verkaufspreis zu ermitteln, ist sich öffentlich zugängliche Daten anzusehen. Dazu zählen der Immobilienpreisspiegel der LBS und die Grundstücksmarktberichte des Gutachterausschusses.
  • Für die preisliche Einordnung kann es auch sinnvoll sein, sich Anzeigen vergleichbarer Immobilien in der Gegend auf Immobilienportalen im Internet anzusehen oder Wertermittlungstools von Immobilienfirmen zu nutzen.

 Punkt 2

2. Tipp Nr. 2: gezielte Verbesserungen erwägen

Damit die eigene Immobilie aus der Masse heraussticht und möglichst attraktiv für die richtige Zielgruppe ist, ist es zu empfehlen, gezielt Verbesserung durchzuführen. Die Bandbreite an Möglichkeiten ist groß. Einige Verbesserungen sind günstig, andere eine größere Investition. Je nach Immobilie kann eine größere Investition, beispielsweise in ein neues Badezimmer, trotzdem sinnvoll sein.

Zu den eher einfachen Verbesserungen gehört es, die Immobilie möglichst freundlich erscheinen zu lassen. Das fängt bereits draußen vor dem Haus an. Ein frisch gemähter Rasen, ein paar frische Blühpflanzen in Kübeln am Eingang oder ein neuer Fassadenanstrich lassen das Haus einladend und gepflegt wirken.

Im Haus helfen ebenfalls ein paar Handgriffe. Am wichtigsten bei noch bewohnten Immobilien ist das Ausmisten. Die Räume sollten möglichst ordentlich, lichtdurchflutet und groß wirken. Auch älter wirkende Rollos, Vorhänge und Gardinen sollten abgenommen und unschön wirkende Teppichböden entfernt werden - vor allem, wenn sich Holzböden darunter verstecken.

Ein weiterer Handgriff hat eine große Wirkung: Alte Schirme oder Leuchten gegen neue, modern wirkende Leuchten auswechseln und möglichst helle Leuchtmittel, die dem Tageslicht ähneln, einsetzen. Alte Lampenschirme und dunkle Leuchten beeinflussen die Atmosphäre auf ungünstige Weise. Es kann sich daher lohnen, in neue Leuchten und Lampen zu investieren.

Wer eine leere Immobilie möglichst gewinnbringend verkaufen will, sollte sich zum Thema Home Staging informieren. Dabei werden Räume gezielt mit wenigen Möbel- und Dekorationsstücken ausgestattet, um wohnlicher zu wirken. Untersuchungen zeigen, dass Home Staging Kaufinteressent*innen hilft, sich selbst in der Immobilie zu sehen und den Verkaufspreis um bis zu 15 Prozent steigert. Allerdings ist mit einem Home-Staging-Profi auch ein finanzieller Aufwand verbunden.

Größere Investitionen wie das Verlegen neuer Holzböden, der Bau eines zusätzlichen Badezimmers oder eines Gartenpools kann den Wert des Hauses steigern. Dies gilt allerdings eher für Häuser in wohlhabenderen Gegenden. Neben den Kosten ist dabei auch die Zeit ein Faktor, den Verkaufswillige berücksichtigen sollten. Insgesamt muss man im individuellen Fall abwägen, ob es sich lohnt, Verbesserungen durchzuführen und welche Investitionen an Geld und Zeit zu einem höheren Verkaufspreis für die Immobilie führen.

Weitere Tipps in folgenden Artikeln:

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Aber schon eine kleine Renovierungsmaßnahme kann den Marktwert einer Immobilie um einiges erhöhen. ► Wann rechnet sich eine Renovierung? ► Finanzierung der Renovierung ► Vorschläge für rentable Modernisierungen ► Möglichkeiten zum Schaffen von Wohnraum

Punkt 3

3. Tipp Nr. 3: Gute Marketingstrategie

Kaufinteressent*innen entscheiden binnen Sekunden, ob sie sich eine Immobilie näher anschauen wollen oder nicht, wenn sie im Internet nach einem interessanten Objekt suchen. Daher ist es wichtig, die Immobilie im besten Licht darzustellen. Hochwertige Bilder sind heutzutage ein Muss.

Wenn man beispielsweise einen Immobilienmakler engagiert, ist meist sichergestellt, dass die Immobilie mit sehr guten Bildern im Internet präsentiert wird sowie auch eventuell eine 360-Grad Besichtigung der Immobilie online abrufbar ist. Auch Drohnenvideos oder Präsentationsvideos der Immobilie sind heutzutage eine gute Möglichkeit, um die Immobilie auf beste Weise erscheinen zu lassen.

Ein weiterer Marketingtrick betrifft die nächste Phase im Verkaufsprozess, die Besichtigung. Wer Kaufinteressenten hat, sollte einen Besichtigungstermin für alle zusammen anbieten.

Samstag um 10 Uhr oder ein vergleichbarer Termin ist besonders günstig.

Wenn die Kaufinteressenten sehen, dass sie nicht die Einzigen sind, die sich für die Immobilie interessieren, steigen die Chancen für einen schnellen und lukrativen Verkauf. Ein weiterer Bonus dieses Vorgehens ist, der reduzierte zeitliche Aufwand als Verkäufer*in.

Vor dem Besichtigungstermin ist kräftiges Lüften unabdingbar. Frische Blumen und gefüllte Obstschalen lassen die Räumlichkeiten angenehmer wirken und beeinflussen die Kaufinteressenten auf subtile Weise.

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4. Fazit

Wer eine Immobilie zum höchstmöglichen Verkaufspreis verkaufen möchte, sollte das Projekt strategisch angehen. Den Verkauf alleine zu stemmen spart Maklerprovision, aber einen Immobilienmakler oder eine Immobilienmaklerin zu engagieren hilft bei jedem Schritt des Verkaufsprozesses - von den ersten Entscheidungen bis hin zum Verhandlungsgespräch. Dazu noch eine kleine Umfrage:

Welche Gründe für die Maklerbeauftragung sind für Sie besonders wichtig?

Hand aufs Herz: Was sind Ihre Gründe für einen Makler?

 

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