Diese Mülltonnen sind Pflicht für das Eigenheim & Vermieter
Mülltonnen – sie stehen in jeder Ecke, vor jedem Haus, und doch sind sie der stille Held oder auch das notwendige Übel unseres Alltags. Kaum jemand denkt gern über sie nach, geschweige denn redet darüber. Aber genau hier liegt das Problem: Die Verpflichtung zur Mülltrennung und -entsorgung hat nicht nur eine umweltfreundliche, sondern auch eine bürokratische Seite, die so manchem Mieter und Vermieter die Nerven raubt. Darum wollen wir hier grundlegend über die Pflicht zur Mülltonne aufklären.
Diese Mülltonnen sind verpflichtend für Eigenheimbesitzer und Vermieter ► zur Auswahl der passenden Tonnengröße ► Was gehört wo hinein? ► Wo am besten aufstellen? ► spannende Lehrvideos
Kurz zusammengefasst
- Mülltrennungspflicht
Mieter und Vermieter sind verpflichtet, eine ordnungsgemäße Abfallentsorgung zu ermöglichen. Eine Restmülltonne ist immer Pflicht. Für Bioabfälle besteht eine Trennungspflicht nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, die in vielen Gemeinden über eine Biotonne umgesetzt wird. Manche Kommunen erlauben jedoch Ausnahmen, beispielsweise bei einem nachgewiesenen eigenen Komposthaufen. - Pflicht für Restmülltonne:
Jede Wohnanlage, ob Mehrfamilienhaus oder Eigenheim, muss eine Restmülltonne haben. Diese ist für alle unvermeidbaren, nicht recyclebaren Abfälle vorgesehen und gesetzlich vorgeschrieben. - Gelber Sack/Tonne für Verpackungen:
Verkaufsverpackungen müssen getrennt gesammelt werden. In den meisten Gemeinden geschieht das über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne, die Teil des Dualen Systems sind. Welche Variante gilt, legt die Kommune in Zusammenarbeit mit den dualen Systemen fest. - Papier-, Metall-, Kunststoff- und Glasabfälle sind verpflichtend getrennt zu sammeln
Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz sind Papier-, Glas-, Bio- und Kunststoffabfälle getrennt zu sammeln. Wie dies im Einzelnen geschieht, entscheidet die jeweilige Kommune. Metalle werden vielerorts über den Gelben Sack, spezielle Container oder Recyclinghöfe erfasst. - Mülltonnenstandort:
Mülltonnen müssen auf dem eigenen Grundstück aufbewahrt werden und dürfen nicht auf öffentlichen Flächen abgestellt werden, da dies den Straßenverkehr behindern könnte. Bei schlechter Zugänglichkeit kann die Tonne jedoch vor der Abholung an einem geeigneten Ort abgestellt werden. - Mülltrennung im Mietvertrag:
Die Mülltrennung sollte in der Hausordnung und im Mietvertrag geregelt sein. Die ordnungsgemäße Entsorgung und regelmäßige Pflege der Tonnen (z.B. durch einen Hausmeisterservice) können in die Nebenkosten einbezogen werden. Falsche Mülltrennung kann zu Bußgeldern führen
Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.
Rechtslage Mülltonne
Obwohl sich die Regelungen von Kommune zu Kommune unterscheiden, gilt eine klare Grundregel: Eine Restmülltonne ist überall Pflicht. Sie stellt die Basis der Abfallentsorgung dar und kann weder abbestellt noch ersetzt werden. Bei der Biotonne sieht es differenzierter aus. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz verpflichtet zwar zur getrennten Sammlung von Bioabfällen, doch die Umsetzung ist regional verschieden. Manche Gemeinden akzeptieren einen nachweisbaren Komposthaufen, andere bestehen konsequent auf einer Biotonne. Für Papier und Verpackungen gibt es ebenfalls eine Pflicht zur Trennung, allerdings nicht überall mit einer eigenen Tonne. Häufig übernehmen öffentliche Container oder der Gelbe Sack diese Funktion. Kurz gesagt: Pflicht ist die Entsorgung – in welcher Form, entscheidet die Kommune.
Kurze Orientierung: Welche Mülltonnen sind wo Pflicht?
- Restmüll: überall verpflichtend.
- Bioabfall: meist Pflicht, mit Ausnahmen (z. B. eigener Kompost).
- Papier: oft verpflichtend, manchmal auch nur Container.
- Gelber Sack/Gelbe Tonne: flächendeckend vorhanden, Form variiert.
- Glas: selten eigene Tonne, fast immer Containerpflicht.
Diese Übersicht ersetzt nicht die lokale Abfallordnung, sie bietet aber einen ersten Anhaltspunkt.
Ein gern verdrängtes Thema sind Bußgelder. Falsch befüllte Tonnen können von der Müllabfuhr stehen gelassen werden – samt Hinweiszettel, dass die Leerung verweigert wurde. In manchen Gemeinden drohen zudem Bußgelder, wenn Müll dauerhaft falsch entsorgt wird.
Auch die Kosten sind nicht zu unterschätzen: Abfallgebühren machen einen spürbaren Teil der Nebenkosten aus. Wer größere Tonnen bestellt, zahlt mehr, wer kleine Tonnen wählt, muss mit häufigeren Leerungen leben. Am Ende gilt meist: Sparen kann der, wer weniger Müll produziert.
Für Vermieter gilt: Klarheit vermeiden Streit. Wer im Mietvertrag oder in der Hausordnung eindeutig regelt, welche Tonnen es gibt, wie sie genutzt werden und wer für das Rausstellen zuständig ist, erspart sich Ärger. Besonders bei Mehrfamilienhäusern lohnt es sich, einen Hausmeisterdienst einzubeziehen. Die Kosten dürfen in den meisten Fällen als Nebenkosten umgelegt werden.
Wähle Lage und – falls bekannt – wie Bioabfall, Papier, Verpackungen und Glas bei dir gesammelt werden. Klicke auf „Ergebnis zeigen“. Die Tonnengrafik hebt die typischen Pflichten hervor und erklärt regionale Unterschiede.Welche Mülltonnen sind (typischerweise) Pflicht?
Die richtige Mülltonnengröße für deinen Haushalt
Beim Thema Müllentsorgung fängt alles mit der Frage an: Wie viel Müll produzierst du eigentlich? Die Menge an Abfall spielt eine entscheidende Rolle, wenn du die passende Größe der Mülltonnen für deinen Haushalt wählst. Hierbei richtet sich die Wahl oft nach der Anzahl der Personen, die bei dir zu Hause leben. Wenn bei dir mehr Leute wohnen, fällt in der Regel auch mehr Müll an.
Ein weiterer Punkt, der nicht zu vergessen ist, ist der Abholrhythmus der Tonnen. Je nachdem, wie oft die Müllabfuhr in deiner Region unterwegs ist, kann das zum Beispiel alle zwei Wochen oder nur einmal im Monat sein.
Denke daran: Müllvermeidung ist immer die beste Lösung! Doch Achtung: Je kleiner die Tonne, desto öfter muss sie geleert werden – vor allem, wenn du mit mehreren Leuten zusammenwohnst. Du solltest also schon vorher überlegen, wie viel Müll bei dir anfällt, um nicht später auf größere Tonnen umsteigen zu müssen.
Welche Mülltonnen brauchst du wirklich?
Das Thema Mülltrennung ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch gesetzlich geregelt. Ob du Mieter oder Eigentümer bist – in Deutschland bist du zur Mülltrennung verpflichtet.
Generell ist man zur Trennung von
- Bioabfällen,
- Papier-,
- Metall-,
- Kunststoff- und
- Glasabfällen
verpflichtet.
Als Vermieter musst du deinen Mietern die passenden Behälter gemäß der kommunalen Regelungen bereitstellen. Besitzt du ein Eigenheim, bist du natürlich selbst für die Anschaffung der jeweils in deiner Kommune verpflichtenden Mülltonnen verantwortlich.
Für jeden Haushalt gibt es bestimmte Pflichttonnen, und zwar für den Restmüll und in vielen Regionen auch für den Bioabfall. Eine Ausnahme bei der Biotonne gibt es in manchen Kommunen, wenn du z. B. eine eigene Kompostieranlage hast. Immer mehr Städte und Gemeinden setzen zusätzlich auf die Gelbe Tonne, die nach und nach die Gelben Säcke ersetzen soll. Welche Variante gilt, legt die Kommune in Zusammenarbeit mit den dualen Systemen fest.
Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz sind Papier-, Glas-, Bio- und Kunststoffabfälle ebenfalls getrennt zu sammeln. Wie dies im Einzelnen geschieht, entscheidet die jeweilige Kommune. Metalle werden vielerorts über den Gelben Sack, spezielle Container oder Recyclinghöfe erfasst.
Unterschied Stadt vs. Land
Es lohnt sich, die Unterschiede zwischen Stadt und Land zu beachten. In dicht besiedelten Städten sind Biotonne, Restmülltonne, Papiertonne und Gelbe Tonne meist vorgeschrieben und werden regelmäßig geleert. Auf dem Land hingegen gibt es häufiger Ausnahmen – hier können größere Grundstücke einen eigenen Kompost nutzen oder es existieren zentrale Sammelplätze für Glas oder Papier. Wer umzieht, sollte sich daher nicht wundern, dass die Müllordnung im neuen Wohnort ganz anders aussieht.
Was kommt in welche Tonne?
Die Restmülltonne
Die Restmülltonne ist für alles da, was nicht in eine der anderen Kategorien passt. Dazu gehören Dinge wie verschmutztes Papier (z.B. Pizzakartons), Staubsaugerbeutel, Stifte, kaputtes Geschirr, Hygieneartikel und Windeln.
Die Biotonne
In die Biotonne gehören in erster Linie pflanzliche Küchenabfälle. Ob Fleisch- und Milchprodukte hinein dürfen, hängt von den kommunalen Regelungen ab. Manche Städte erlauben es, andere untersagen es ausdrücklich. Am besten informiert man sich bei der örtlichen Abfallberatung.
Auch Papiertaschentücher, Kaffeefilter und Teebeutel (solange sie keine Metallklammern enthalten) darf man in vielen Kommunen in der Biotonne entsorgen. Im Herbst kannst du außerdem Laub, Unkraut und kleine Äste ohne Probleme in die Biotonne werfen.
Mit der richtigen Mülltrennung tust du nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern sorgst auch dafür, dass deine Mülltonnen immer perfekt auf deinen Bedarf abgestimmt sind.
Gelber Sack
Beitrag: Das gehört alles in den Gelben Sack
Was gehört in den Gelben Sack?
Gelber-Sack-Inhalt: dieser Abfall darf hinein
Jeder kennt ihn, doch was darf eigentlich alles in den Gelben Sack? Diese Frage stellt sich oft im Alltag, wenn Verpackungen verschiedenster Materialien in der Küche landen. Ob Plastik, Aluminium oder Verbundstoffe – die richtige Entsorgung ist wichtig, um die Umwelt zu schonen. Doch aufgepasst, denn nicht alles gehört in den Gelben Sack, und es gibt viele Fallstricke bei der Mülltrennung. In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Fakten und erhältst praktische Tipps, um Fehler zu vermeiden und das Recycling zu unterstützen.
Was darf alles in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne rein? ► wir klären auf ► Download der Liste zum Aufhängen ► Tipps zur Befüllung ► wo man überall Gelbe Säcke bekommt ► Alternative Gelbe Tonne möglich?
Hier weiterlesen: Gelber Sack Inhalt
Blaue Tonne
Die Blaue Tonne dient der Sammlung von Altpapier. In vielen Kommunen ist sie Pflicht, in anderen Regionen werden Papiercontainer als Alternative angeboten.
Container vor Ort
Container im öffentlichen Raum gibt es vor allem für Glas und manchmal für Altpapier. Metalle werden in der Regel über die Gelbe Tonne, den Gelben Sack oder beim Recyclinghof gesammelt.
Recyclinghof, Sperrmüll & Co.
Andere im Haushalt anfallende Abfälle können meist beim örtlichen Recyclinghof abgegeben. Elektrische Kleingeräte wie z.B. Rasierer, Toaster, Bildschirme und anderer Elektroschrott dürfen nicht in den Restmüll gegeben werden. Für größere elektrische Geräte und Sperrmüll wird in der Regel ein Abholservice nach vorheriger Anmeldung oder nach festen Terminen angeboten.
Beitrag: Sperrmüll – was wird abgeholt?
Sperrmüll – was wird abgeholt?
Sperrmüll – was wird abgeholt? Mit 4 Geheimtipps
Es ist schon gut zu wissen, was der Sperrmüll mitnimmt und was nicht. Schließlich muss alles, was mühsam an die Straße gestellt und nicht mitgenommen wurde, auch wieder reingetragen werden. Hat im Haus oder Garten lange Zeit (bis zum Sperrmülltermin) unnütz die Sicht verschandelt.
Interessant: Müll muss manchmal nur ein wenig bearbeitet werden, um doch noch gratis abgeholt zu werden. Darum listen wir einmal auf, was beim Sperrmüll immer abgeholt wird, wo ein wenig Bearbeitung gefragt ist und was so gar nicht (mit-)geht. Plus 4 Geheimtipps.
Hier weiterlesen: Sperrmüll – was wird abgeholt?
Wo die vielen Tonnen unterbringen?
Entsprechend der Größe und Anzahl der Tonnen sollte natürlich ein sinnvoller Ort im oder am Haus vorgesehen werden, wo die Mülltonnen gut erreichbar stehen können. Eventuell bietet sich der Keller an oder eine Ecke in der Garage oder im Vorgarten.
Wichtig ist, dass sie von dort leicht zur Straße geschoben werden können, wenn es um die Leerung der Mülltonnen geht. Wenn die Restmülltonne sehr voll ist, kann der Weg bis zur Straße plötzlich sehr lang erscheinen. Auch das Überwinden von Treppen sollte berücksichtigt werden.
Außerdem möchte man im Alltag auch nicht durch Geruch oder Ungeziefer gestört werden was bedeutet, dass auch Lüften wichtig ist, wenn die Mülltonnen beispielsweise im Keller stehen.
Mülltonnen sollen grundsätzlich auf dem eigenen Grundstück stehen. Für die Abholung dürfen sie am Abholtag rechtzeitig an den Straßenrand gestellt werden. Sie dürfen dabei jedoch den Straßenverkehr oder Gehwege nicht behindern.
Siehe dazu:
Beitrag: Mülltonnenverkleidung selber bauen
Mülltonnenverkleidung selber bauen
Mülltonnenverkleidung selber bauen – auch als echten Blickfang
Man kennt es: Die Mülltonnen im Vorgarten oder an der Einfahrt sind selten ein schöner Anblick und stören die ansonsten gepflegte Optik. Zum Glück gibt es eine Lösung – die Mülltonnenverkleidung. Doch wie praktisch ist es eigentlich, diese selbst zu bauen? Hand aufs Herz: Wer sich an ein solches Projekt wagt, braucht mehr als nur eine gute Idee. Es geht um handwerkliches Geschick, die richtige Materialwahl und nicht zuletzt um den Langzeitaufwand, der oft unterschätzt wird.
Holz, Kunststoff, Metall oder gar Gabionen – die Optionen sind vielfältig und jede bringt ihre Vor- und Nachteile mit sich. Holz sieht schick aus, verlangt aber ständige Pflege. Kunststoff hält viel aus, aber verblasst in der Sonne. Und Gabionen? Sie sind zwar modern, nehmen aber ordentlich Platz weg. Wer wirklich etwas Dauerhaftes schaffen will, sollte sich fragen: Habe ich die Zeit und Lust, dieses Projekt regelmäßig zu warten? Denn eins ist klar: Eine Verkleidung, die nach einem Jahr auseinanderfällt, bringt wenig Freude.
Wir haben Anleitungen zusammengestellt, wie du praktische, schicke und haltbare Mülltonnenverkleidung auf verschiedene Arten selber bauen kannst.
Hier weiterlesen: Mülltonnenverkleidung selber bauen
Entwicklungen in Sachen Mülltonne
Ein Blick nach vorn zeigt, dass die Diskussion um Mülltrennung nicht stillsteht. Viele Kommunen planen den flächendeckenden Ersatz des Gelben Sacks durch die Gelbe Tonne. Auch die Biotonne gewinnt an Bedeutung, weil Bioabfälle als wertvoller Rohstoff für Kompost und Biogas erkannt werden. Gleichzeitig steigt der Druck, die Abfallmengen insgesamt zu reduzieren. Für Eigenheimbesitzer wie für Mieter heißt das: Die Pflichten werden nicht weniger, sie werden nur präziser.
Eines ist sicher: Die Abfalltrennung bleibt ein Feld voller Details, das sich ständig weiterentwickelt. Was heute noch eine Kann-Regel ist, kann morgen schon Pflicht sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte immer einen Blick in die eigene Abfallordnung werfen – die ist verbindlicher als jeder Ratgeber im Internet. Und wenn die Regelungen wieder einmal widersprüchlich klingen, tröste dich: Du bist nicht allein. In kaum einem anderen Alltagsthema steckt so viel Bürokratie in so unscheinbaren Ecken wie in der Mülltonne.
Fragen (von Leser:innnen) zur Mülltonnen-Pflicht
- Papiertonne unerwünscht - was kann ich tun?
Die Frage: Wir stellen eine Restmülltonne, Biomülltonne und Verpackungsmüll zur rechten Zeit an die Straße. Biomüll entsorgen wir auch außerdem ausgiebig auf Unserem Komposthaufen. Jeder andere Müll bringen wir zum Recycling! Jetzt steht plötzlich eine Papiertonne bei uns vor der Haustür, die absolut nicht angebracht ist! Was können wir machen?
Antwort buh:
1. Überprüfe die Herkunft der Tonne:
Finde heraus, woher die zusätzliche Papiertonne stammt. Vielleicht gab es eine Verwechslung seitens der Müllabfuhr oder sie wurde versehentlich geliefert.
2. Kontaktiere deinen örtlichen Abfallentsorgungsdienst:
Informiere umgehend den Abfallentsorgungsdienst darüber, dass du eine unerwünschte Papiertonne erhalten hast. Nenne deine Adresse und erkläre, dass du bereits genug Mülltonnen hast.
3. Kläre die Situation mit dem Abfallentsorgungsdienst:
Sprich mit dem Abfallentsorgungsdienst über die Situation. Frage nach dem Grund für die Lieferung der zusätzlichen Tonne und bitte um eine Lösung.
4. Beantrage die Entfernung der Tonne:
Wenn die Papiertonne irrtümlich geliefert wurde, beantrage ihre Entfernung. Dokumentiere diesen Schritt schriftlich oder telefonisch, um einen Nachweis zu haben. - Wo müssen Mülltonnen stehen, die von privaten Grundstückseigentümern (Eigenheim) genutzt werden? Auf dem Grundstück oder darf öffentlicher Raum, z. B. eine Parklücke, genutzt werden?
Antwort bauen-und-heimwerken.de:
Es ist verboten, Gegenstände auf Straßen zu bringen oder dort liegenzulassen, wenn dadurch der Verkehr gefährdet oder erschwert werden kann (§ 32 StVO). Somit darf eine Straße nicht für das Abstellen einer Mülltonne genutzt werden, auch nicht für die Abholung. Sonstiger öffentlicher Raum darf nur in Abstimmung mit der Kommune/Verwaltung für das dauerhafte Abstellen einer Mülltonne genutzt werden. Wenn aber das eigene Grundstück für die Müllabfuhr (zeitweise) schlecht erreichbar ist, darf die Tonne kurz vor der Abholung bei der nächstmöglichen Anfahrtstelle postiert werden (ohne den Straßenverkehr zu behindern). - Muss jeder Haushalt eine Restmülltonne haben?
Antwort bauen-und-heimwerken.de:
Ja, in Deutschland und Österreich muss für jedes bewohnte Grundstück die Entsorgung von Restmüll sichergestellt sein. Ob dafür eine eigene Restmülltonne pro Haushalt oder eine gemeinsame Tonne für mehrere Parteien genutzt wird, hängt von den örtlichen Regelungen ab. Wie viel Volumen diese haben muss, richtet sich nach der Anzahl der Personen, deren Abfall in der Tonne Platz finden muss. - Überfüllte Restmülltonne – darf man einfachen Plastiksack daneben stellen?
Antwort bauen-und-heimwerken.de: Es ist in der Regel nicht gestattet, beliebige Plastiksäcke neben die Tonne zu stellen. Viele Kommunen bieten jedoch spezielle gebührenpflichtige Restmüllsäcke an. Diese dürfen neben die reguläre Tonne gestellt und werden bei der Abfuhr mitgenommen.
Tipp: Ist die Restmülltonne regelmäßig überfüllt, sollte man den Vermieter darüber informieren. Ignoriert dieser das über längere Zeit und trotz Fristsetzung, könnte sogar eine Mietminderung angemessen sein. Allerdings muss man auch bedenken, dass mehr/größere Müllbehälter die Entsorgungskosten und damit die Miet-Nebenkosten erhöhen dürften. Allerdings sollten das keine größeren Summen sein. - Bekommt man die Mülltonnen kostenlos?
... oder muss man diese bezahlen?
Antwort bauen-und-heimwerken.de: Die Kosten für die Bereitstellung von Mülltonnen unterscheiden sich je nach Kommune. Oft ist die Erstbereitstellung in den Abfallgebühren enthalten, manchmal wird jedoch eine zusätzliche Verwaltungsgebühr fällig. - Muss der Eigentümer Mülltonne auf der Straße setzen?
Anders gefragt: Wer muss die Mülltonnen rausstellen: Mieter oder Vermieter?
Antwort buh: Es kommt auf den Mietvertrag bzw. die darin enthaltene Hausordnung an. Und ob es Gemeinschaftstonnen sind.
Wenn es sich um Gemeinschaftstonnen handelt und du im Mietvertrag/der zugehörigen Hausordnung nicht verpflichtet wirst, die Tonnen rauszustellen, bist du auch rechtlich nicht verpflichtet, die Tonnen rauszustellen. Dann ist es Sache des Eigentümers des Mietobjektes. Aber die Kosten durch Beauftragung einer dritten Person zum Rausstellen der Tonnen sind umlagefähige Nebenkosten. Alle Angaben ohne Gewähr :-)
Hinweis: Die Mülltonnen sollten natürlich immer so aufgestellt werden, dass sie niemanden behindern und dass sie möglichst nicht von Kindern oder Tieren erreicht werden können. - Kein Platz für Mülltonnen – was tun?
Muss die Stadt ein Stellplatz für Mülltonnen bereitstellen, wenn das eigene Grundstück kein Platz bietet?
Antwort: Die Gemeinde ist verpflichtet, die Abfallentsorgung zu gewährleisten. Wenn auf einem Grundstück kein Platz für Mülltonnen vorhanden ist, kann die Kommune eine Lösung anbieten – beispielsweise einen Sammelplatz. Ob ein solcher Stellplatz eingerichtet wird und welche Kosten entstehen, regelt jede Gemeinde selbst. - Keine Biomülltonne vorhanden - was tun?
Frage: Vermieter stellt keine Biotonne zur Verfügung. Wo kann ich das anzeigen?
Antwort: Biotonnen sind nicht in allen Landkreisen Pflicht. Bitte bei der Kommune erkunden, wie Biomüll entsorgt werden muss. - Müll vom Vormieter ist liegengeblieben
Frage: Welche Pflichten hat der Vermieter, wenn seine Mieter Müll verursachen, dann ausziehen und der Müll bleibt vor Ort liegen. Die Sache hat einen weiteren Hintergrund, dass wir eine Eigentümergemeinschaft ohne Hausverwaltung sind. Langsam aber sicher vermüllen wir hier und die Ratten gehen auch schon spazieren. Sämtliche Ämter sind informiert, wir wissen aber nicht, an wen wir uns noch wenden können. Einen Anwalt können wir uns aus finanzieller Situation nicht leisten.
Antwort:In deiner Situation, in der ehemalige Mieter Müll auf dem Grundstück hinterlassen haben und dadurch Probleme wie Rattenbefall entstehen, gibt es klare Pflichten für den Vermieter und Handlungsmöglichkeiten für dich als Mieter.
Pflichten des Vermieters:
Verkehrssicherungspflicht: Der Vermieter ist verpflichtet, sein Eigentum in einem Zustand zu halten, der keine Gefahren für Dritte darstellt. Dazu gehört auch die Beseitigung von Müll, der zu Schädlingsbefall führen kann.
Beseitigung von Gesundheitsgefahren: Bei akutem Gesundheitsrisiko, wie durch Ratten, muss der Vermieter umgehend handeln und entsprechende Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen einleiten.
Instandhaltungspflicht: Der Vermieter muss die Mietsache in einem vertragsgemäßen Zustand erhalten. Dazu zählt auch die Sauberkeit der gemeinschaftlichen Flächen.
Deine Handlungsmöglichkeiten:Schriftliche Aufforderung an den Vermieter: Setze den Vermieter schriftlich über die Missstände in Kenntnis und fordere ihn auf, innerhalb einer angemessenen Frist den Müll zu beseitigen und den Rattenbefall zu bekämpfen.
Dokumentiere die Situation mit Fotos und halte alle Kommunikationsversuche fest.
Einschaltung der Behörden: Da ihr bereits Ämter informiert habt, bleibt mit diesen in Kontakt. Das Gesundheitsamt oder Ordnungsamt kann den Vermieter verpflichten, Maßnahmen zu ergreifen. Bei akuter Gefahr kann auch die Polizei eingeschaltet werden.
Mietminderung: Bei erheblicher Beeinträchtigung der Wohnqualität hast du eventuell das Recht auf Mietminderung. Dies sollte jedoch gut überlegt und rechtlich abgesichert sein.
Wichtig: Vor einer Mietminderung ist es ratsam, rechtlichen Rat einzuholen, um mögliche Risiken zu vermeiden.Rechtsberatung nutzen: Auch ohne großen finanziellen Spielraum gibt es Möglichkeiten:
Mieterverein: Oft bieten Mietervereine Rechtsberatung gegen einen geringen Mitgliedsbeitrag an.
Beratungshilfe: Du kannst beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen, der dir ermöglicht, kostengünstig rechtlichen Rat zu erhalten.
Rechtsantragsstelle beim Amtsgericht: Hier kannst du dich über deine Rechte informieren und Unterstützung beim Verfassen von Schreiben erhalten.
Zusammenarbeit in der Eigentümergemeinschaft: Auch wenn keine Hausverwaltung besteht, könnt ihr gemeinsam mit anderen Mietern oder Eigentümern Maßnahmen besprechen und koordinieren.
Vielleicht gibt es in der Gemeinschaft Möglichkeiten, gemeinsam Druck auf den Vermieter auszuüben oder interimistische Lösungen zu finden.
Zusammenfassung: Der Vermieter ist verpflichtet, den Müll zu entfernen und den Rattenbefall zu bekämpfen, um die Gesundheit der Bewohner nicht zu gefährden. Du hast das Recht, ihn dazu aufzufordern und bei Untätigkeit weitere Schritte einzuleiten. Nutze die verfügbaren kostenlosen oder kostengünstigen Beratungsangebote, um deine Rechte durchzusetzen.Hinweis: Da rechtliche Angelegenheiten oft komplex sind, ist es wichtig, sich genau zu informieren. Das hier ist keine Rechtsberatung. Die genannten Schritte sollten sorgfältig überlegt und möglichst mit Unterstützung einer Beratungsstelle durchgeführt werden.
Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?
Fehlt etwas im Beitrag? Kannst du etwas beisteuern? Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!
Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓
Antwort 1
Wie viel Platz für Mülltonnen muss der Bauträger gesetzlich einplanen für ein 6-Familienhaus?
Mit insgesamt ca. 750 qm Wohnfläche.
Antwort: Dazu konnten wir keine Antwort finden. Weiß jemand anderes eine Antwort?
Antwort 2
Mein Nachbar in 38527 (GRAVENHORST) hat ein Haus vor ca.3 Jahre gekauft. In diesem Haus wohnt auch jemand.
Es ist aber in diesem Haus keine einzige Tonne bzw auch keine Restmülltonne vorhanden. Wie geht das? Aber Gelbe Säcke stellt er (da sie kostenlos sind) an die Straße) und dieses bestimmt auch schon über 3 Jahre. Nun möchte ich natürlich auch meine Tonne abmelden. Warum darf er das und warum ich nicht ? Würde mich über eine Antwort freuen. Antwort bauen-und-heimwerken.de: Vielleicht ist dort niemand im Haus gemeldet?
Spannende Videos zu Müll und Mülltonne
Kurzvideo: Was gehört in welche Tonne?
Länge: 1 Minute
Mit Klick auf dem Button wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt und die bei Youtube üblichen Daten erhoben und Cookies gesetzt.
Video: Regionale und landesspezifische Unterschiede bei Mülltonnen
Länge: 7 Minuten
Mit Klick auf dem Button wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt und die bei Youtube üblichen Daten erhoben und Cookies gesetzt.
Video: Was geschieht mit dem Müll nach der Abholung?
Länge: 9 Minuten
Mit Klick auf dem Button wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt und die bei Youtube üblichen Daten erhoben und Cookies gesetzt.
Weiterlesen
- Wie Grünschnitt entsorgen? 6 Möglichkeiten stehen zur Wahl
- Baumischabfall – was ist das und was darf rein?
- Mülltonnenverkleidung selber bauen – mehrere Varianten
- Sperrmüll – was wird alles abgeholt?
- Gelber Sack Inhalt: dieser Müll darf hinein
- Wo Farbe & Farbeimer entsorgen? So machst du es richtig
➔ Zur Themenseite "Müll & Abfall"
Weitere beliebte Beiträge aus dem Bereich "Müll & Abfall"
Weitere Top-Themen:
- Messie Wohnung entrümpeln – Tipps, wenn es ganz schlimm ist
- Wo entsorge ich Gartenzaun?
Müllentsorgungspflicht Mieter Vermieter
Müllentsorgung Mieter & Vermieter: Rechte, Pflichten & häufige Fehler
Die Müllentsorgung – ein Thema, das oft unterschätzt wird, bis der Alltag plötzlich ins Stocken gerät. Ob überquellende Mülltonnen, Missverständnisse über die richtige Mülltrennung oder Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern: Die Frage, wer für was verantwortlich ist, birgt Konfliktpotenzial. Dabei sind die Regeln eigentlich klar, doch in der Praxis wird es oft kompliziert. Während Mieter in der Pflicht stehen, ihren Müll ordnungsgemäß zu trennen, obliegt es Vermietern, die notwendigen Rahmenbedingungen bereitzustellen. Klingt einfach, oder? Doch wie so oft, steckt der Teufel im Detail – und genau dort lauern die Schwierigkeiten. Nicht selten führt eine unklare Hausordnung oder das Fehlen von Biotonnen zu hitzigen Auseinandersetzungen. Am Ende ist es nicht nur eine Frage des Rechts, sondern auch des guten Willens, eine Lösung zu finden, mit der alle Beteiligten gut leben können.
Hier weiterlesen: Müllentsorgungspflicht Mieter Vermieter
Wo Farbe & Farbeimer entsorgen? So machst du es richtig
Wer in seiner Wohnung oder in seinen Geschäftsräumlichkeiten schon einmal selbst ausgemalt hat, der weiß, dass die Kalkulation der richtigen Menge an Farbe eine hohe Kunst ist, die sich nur durch jede Menge Routine vollständig erlernen lässt. Deswegen bleibt den meisten etwas Farbe übrig, die gemeinsam mit den leeren Eimern und dem verwendeten Malerwerkzeug entsorgt werden muss. Die Frage, die sich dabei stellt: Kann das in den Hausmüll oder handelt es sich bei den einzelnen Utensilien um Sondermüll?
Hier weiterlesen: Wo Farbe entsorgen?
Hausbau Müll entsorgen: Tipps zur Vermeidung, günstige Entsorger nutzen
Wer schon einmal das Abenteuer des Hausbaus erlebt hat, weiß: Da türmt sich nicht nur Vorfreude auf, sondern auch ein Haufen Müll. Aber keine Sorge, mit ein paar cleveren Tricks kann man diesen Berg drastisch reduzieren und gleichzeitig noch Geld sparen. Vom Recycling bis hin zu smarten Entsorgungsstrategien – hier gibt’s Tipps und Tricks, die dir helfen, dein Bauprojekt umweltfreundlich und kosteneffizient zu gestalten.
Alles rund um die Müllentsorgung beim Hausbau ► Müllvermeidung ► günstig entsorgen ► örtliche Entsorger nutzen.
Hier weiterlesen: Hausbau Müll entsorgen
Baumischabfall – Was ist das und was darf rein?
Bei jeder größeren Renovierung und auf jeder Baustelle fallen erhebliche Mengen Schutt an, die nicht mehr in der schwarzen Tonne beseitigt werden können bzw. dürfen. Bei der Entsorgung gilt es dann einige Dinge zu beachten, besonders wenn es um die Unterscheidung zwischen Bauschutt und Baumischabfall geht.
Wir erklären dir in diesem Artikel, was Baumischabfall ist, was in diesen rein darf und wie du bei der Entsorgung eine Menge Geld sparen und sogar Geld verdienen kannst. Mit Download.
Hier weiterlesen: Baumischabfall
Wie kann ich Grünschnitt entsorgen? 7 Möglichkeiten für den Gartenabfall
Der Garten als Hort der Entspannung bedarf regelmäßiger Pflege. Wer die Flora ungebremst ihren Wachstumstrieben überlässt, wird in seiner Gartenfreiheit Jahr für Jahr eingeschränkt. Besonders kleine Gärten bedürfen des resoluten Rückschnittes, um Licht und Freiraum im Garten zu erhalten.
Am Ende steht dann stets die Frage: Wie soll ich Grünschnitt richtig entsorgen? Wir stellen 7 Möglichkeiten vor und klären die wichtigsten Fragen.
Hier weiterlesen: Grünschnitt entsorgen
Wo entsorge ich einen Gartenzaun?
Gartenzäune bestehen meist aus robustem Material. Doch selbst der beste Zaun segnet irgendwann das Zeitliche und muss entsorgt werden. Da reicht die heimische Mülltonne nicht aus und auch die Sperrmüllfahrer nehmen den alten Gartenzaun nicht mit.
Du wirst den alten Zaun dennoch problemlos los, musst nur wissen, welcher Gartenzaun wo entsorgt wird. In diesem Artikel erläutern wir die jeweiligen Möglichkeiten.
Hier weiterlesen: Gartenzaun entsorgen

