Holzzaun auswählen und aufbauen: Worauf muss ich dabei alles achten?

Ein gut gestalteter Holzzaun kann nicht nur die Ästhetik des Hauses verbessern, sondern bietet auch Sicherheit und Privatsphäre. Allerdings ist das Projekt Zaun kein kleines Vorhaben, sondern erfordert einiges an Planung und Arbeit.

Dieser Artikel dient dazu, Licht ins Dunkel zu bringen und das nötige Wissen bereitzustellen, um den perfekten Zaun auszuwählen und aufzubauen. Hier wird Schritt für Schritt erklärt – von der Auswahl des richtigen Materials und Designs, über die Installation, bis hin zur anschließenden Pflege und Wartung. So wird dieses Projekt garantiert ein voller Erfolg!

Holzzaun mit Efeu

Inhalt: Holzzaun auswählen und aufbauen

1. Die Wahl des richtigen Holzzauns

Der erste Schritt zum neuen Zaun ist die Entscheidung für den passenden Typ. Dabei ist die Auswahl groß, von einfachen Lattenzäunen bis hin zu kunstvoll geschnitzten Varianten. Wichtig ist, dass man einen Zaun wählt, der nicht nur zum Stil des Hauses, sondern auch zur Umgebung passt und die gewünschte Funktion erfüllt, sei es Sichtschutz, Sicherheit oder ästhetische Verschönerung.

Ein zentraler Faktor ist das Material. Es gibt verschiedene Holzarten, die man für Holzzäune für den Garten verwenden kann, wie zum Beispiel Fichte, Kiefer oder Lärche. Jede Holzart hat ihre eigenen Vor- und Nachteile in Bezug auf Haltbarkeit, Pflegeaufwand und Preis. Beispielsweise ist Lärche für ihre Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und ihre Langlebigkeit bekannt, während Kiefer zu den kostengünstigeren Option gehört.

Mehr dazu:

Holz Arten und ihre Eigenschaften

Ahorn

AhornBrinellhärte in N/mm2, circa-Werte: europäischer A. 27-30, kanadischer A. 35.

Ahorn, Berg-, Feld- und Spitzahorn

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): Bergahorn: 0,56, Spitzahorn: 0,59, Feldahorn: 0,68

Erscheinung: Alle Splintholzbäume, Bergahorn: Holz weiß bis gelblich, später nachdunkelnd, vereinzelnd dunkle Streifen und Flecken.
Spitzahorn dem Bergahorn sehr ähnlich, etwas dunkler, Feldahorn rötlichweiß bis hellbraun.

Eigenschaften: Bergahorn mäßig schwer, aber gleichmäßig dicht und fest, ziemlich elastisch, gut biegsam, gutes Stehvermögen. Spitz- und Feldahorn etwas schwerer, aber weniger biegsam und grobfaseriger.

Verwendung: Möbel, Furniere, Küchengeräte, Parkett/Diele, Musikinstrumente, Arbeitsplatten in der Küche.

Besonderheiten: Nicht witterungsbeständig, anfällig gegen Pilz-und Insektenbefall, Holz ist sehr gut zu bearbeiten, zu beizen und zu polieren.

 

 

Eiche

Eiche

Eiche ( Stiel-oder Sommereiche, Trauben-oder Wintereiche)

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 34-41

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,63

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint gelblichweiß, schmal und unbrauchbar, Kern gelblichbraun bis rötlichbraun. Im Radialschnitt sind die Markstrahlen als große Spiegel sichtbar.

Eigenschaften: hart, sehr fest, elastisch, schwindet wenig, sehr gutes Stehvermögen.

Verwendung: Innen- und Außenarbeiten, Möbel, Parkett/Diele, Brücken- und Wasserbau.

Besonderheiten: Kernholz sehr dauerhaft, beständig gegen Pilz-und Insektenbefall, sehr gerbstoffhaltig, Holz verfärbt sich nach Berührung mit Eisen. Gut zu bearbeiten, gute Öberflächenbehandlung.

 

Buche (Rotbuche)

Buche

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 32-34

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,66

Erscheinung: Reifholzbaum, gelblichrot bis rötlichbraun, Markstrahlen gut sichtbar, im Radialschnitt als Spiegel, im Sehnenschnitt als feine Striche.

Eigenschaften: schwindet, reißt und arbeitet sehr stark, schwer, mittelhart, wenig elastisch, läßt sich gedämpft gut biegen.

Verwendung: Sitzmöbel, Treppen, Parkett/Diele, Sperrholz, Drechslerarbeiten, Maschinenbau, Küchenarbeitsplatten.

Besonderheiten: nicht witterungsfest, anfällig gegen Pilz- und Insektenbefall, lässt sich gut beizen und polieren.

 

parkett stoeckelschuh 51 564

Brinellhärte

Mit dem so genannten Brinell-Verfahren wird die Härte eines Holzes bestimmt. Zu diesem Zweck wird eine 10 mm dicke Stahlkugel mit 500 N - das entspricht der Gewichtskraft von 50 kg - 15 Sekunden lang in das Holz gedrückt und 30 Sekunden festgehalten. Aus der Fläche des Eindrucks und der Druckkraft errechnet man mithilfe einer speziellen Formel die Brinellhärte. Ein höherer Wert entspricht einer höheren Härte.

Gemessen wird meist quer bzw. senkrecht zur Holzfaser, da die Parkettstäbe auch so verbaut werden. Bei Holzpflaster und Hirnholzboden werden die Klötze "stehend" verbaut. Die Druckfestigkeit in Faserrichtung ist höher als die Brinellhärte quer zur Faserrichtung.

Harthölzer weisen, wie der Name leicht andeutet, eine höhere Härte auf als weiche Nadelhölzer.

 

Esche

EscheBrinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 37–42

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,69

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint breit und gelblichweiß, Kern erst bei älteren Bäumen sichtbar bräunlich abgesetzt, Faserverlauf oft wellig.

Eigenschaften: hart, schwer, zäh und biegsam, gute Stehvermögen, schwindet wenig.

Verwendung: Feines Möbel- und Furnierholz, Sportgeräte, Werkzeuge, Drechsler- und Bildhauerarbeiten.

Besonderheiten: gering witterungsfest, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, läßt sich gut bearbeiten und oberflächenbehandeln.

 

Kirsche

Kirsche

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: europäisch 29-31, amerikanisch (Black Cherry) 25

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,60

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint rötlichweiß, Kern dunkler, oft grünstichig, stark nachdunkelnd, Jahresringe und Markstrahlen deutlich sichtbar. 

Eigenschaften: mäßig hart, mittelschwer, gutes Stehvermögen, schwindet wenig, elastisch, feinfaserig.

Verwendung: Möbelholz, Parkett, Furniere, Musikinstrumente.

Besonderheiten: wenig witterungsbeständig, anfällig gegen Pilz-und Insektenbefall, sehr gut zu bearbeiten, zu beizen und zu oberflächenbehanden.

 

Birke

BirkeBrinellhärte in N/mm2, circa-Wert: europäisch 22-27,  kanadisch (Yellow Birch) 34

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,62

Erscheinung: Splintholzbaum, Farbe gelblich bis rötlichweiß, Jahresringe sehr fein und schwer zu erkennen, im Längsschnitt unregelmäßiger, geflammter Faserverlauf, auffällige "Spiegel ".

Eigenschaften: mäßig schwer, relativ hart, zäh und ziemlich elastisch, gutes Stehvermögen, schwindet relativ wenig.

Verwendung: Möbel, Furniere, Tische und Stühle, Parkett/Diele, Drechsler- und Schnitzarbeiten.

Besonderheiten: nicht witterungsbeständig, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, sehr gut zu beizen und gute Oberflächenbehandlung möglich.

 

Kiefer

Kiefer

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 19-20

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,52

Erscheinung:  Kernholzbaum, Splint gelblichweiß, Kern ist dunkler und dunkelt stark nach. Spätholz gegen Frühholz deutlich abgegrenzt. Kleine Harzgänge erscheinen im Längsschnitt als feine Streifen.

Eigenschaften: mäßig hart, elastisch und sehr fest, mäßig leicht, gutes Stehvermögen, schwindet sehr wenig.

Verwendung:  Tischler- und Bautischlerarbeiten, Möbelholz, Fußböden, Sperrholz, Furniere.

Besonderheiten: Muß vor dem Beizen entharzt werden. Splintholz nicht beständig gegen Pilz-und Insektenbefall.Der Kern ist wesentlich beständiger.

 

Fichte

Fichte

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 12–15

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,47

Erscheinung: Holz gelblichweiß bis bräunlich. Reifholzbaum, Kern unterscheidet sich farblich nicht vom Splint, ist jedoch glänzender. Wenige Harzgänge, die jedoch sehr harzreich sind.

Eigenschaften: mäßig leicht, weich bis mittelhart, elastisch und fest, arbeitet wenig, leicht zu bearbeiten, gut zu beizen, zu verleimen und zu imprägnieren.

Verwendung:  Tischler- und Bautischlerarbeiten, langsam gewachsenes Holz wird als Resonanzböden von Klavieren und Decken von Geigen benutzt, Industrieholz, z. B. für Kisten.

Besonderheiten: das Holz ist bedingt witterungsbeständig, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, Astquerschnitte in der Regel oval, vorhandene Harzgallen müssen ausgebohrt werden.

 
Holz Zertifikate Siegel

Holz-Zertifikate

  • FSC-Siegel
    Das FSC-Siegel ist das nachhaltigste und strengste Siegel für die Waldwirtschaft, das es zurzeit gibt.
  • PEFC 
    Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung, entstanden aus einer Initiative der Holzwirtschaft. Nicht ganz so streng wie FSC.
  • Naturland
    Holzsiegel vergleichbar mit FSC für heimische Hölzer.
  • „Aus staatlichlich kontrollierter Forstwirtschaft“
    Fragwürdige Siegelqualität.
  • „Reines Plantagenholz“
    Plantagen werden auch oft dort angelegt, wo früher Urwälder standen. Fragwürdiges Siegel.

In Bezug auf das Design ist es wichtig, dass man eine harmonische Verbindung zum Gesamtbild des Hauses und des Gartens schafft. Soll der Zaun eher unauffällig sein und sich in die Umgebung einfügen oder möchte man ein Highlight setzen und ein auffälliges Design wählen? Es gibt zahlreiche Optionen, von rustikal bis modern, von schlicht bis detailreich.

Bei der Entscheidung sollte man sich vorab auch über die Verfügbarkeit und die Preise der verschiedenen Optionen informieren. Denn nicht zuletzt spielen natürlich auch das Budget und die persönlichen Vorlieben eine große Rolle bei der Auswahl des richtigen Holzzauns.

2. Den Aufbau des Zauns planen

Bevor man mit dem eigentlichen Bau des Holzzauns beginnt, gibt es einige Aspekte, die man sorgfältig planen muss. Ein wesentlicher Punkt ist der genaue Standort und Verlauf des Zauns. Hierbei sind sowohl gesetzliche Vorschriften – beispielsweise hinsichtlich des Abstands zum Nachbargrundstück – als auch praktische Überlegungen, etwa bezüglich des Schattens oder der Windrichtung, relevant.

Auch die genauen Dimensionen des Zauns, einschließlich der Höhe, sollten im Vorfeld festgelegt werden. Wie hoch ein Zaun sein darf, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Für diesen Schritt kann es hilfreich sein, eine Skizze anzufertigen, um einen besseren Überblick zu bekommen und mögliche Herausforderungen im Vorfeld zu identifizieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Vorbereitung des Bodens. Die Beschaffenheit des Bodens kann Auswirkungen auf die Installation und die Stabilität des Zauns haben. Es kann notwendig sein, den Boden zu ebnen oder bestimmte Stellen zu verstärken. In jedem Fall sollte man den Untergrund gründlich prüfen und entsprechend vorbereiten, um sicherzustellen, dass der Zaun später sicher und fest steht.

3. Bau des Holzzauns: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, kann man mit dem Aufbau des Holzzauns beginnen. Zuerst sollte man sicherstellen, dass alle benötigten Materialien und Werkzeuge vorhanden sind. Dazu gehören natürlich die Zaunbauteile, aber auch Werkzeuge wie Hammer, Akkuschrauber und eine Wasserwaage, um den Zaun exakt auszurichten.

Der erste Schritt beim Bau eines Holzzauns ist das Setzen der Pfosten. Diese stellen die Grundlage für den gesamten Zaun dar und sollten daher besonders sorgfältig installiert werden. Man beginnt damit, Löcher für die Pfosten zu graben. Die Tiefe der Löcher hängt von der Höhe des Zauns ab, in der Regel sollten sie aber mindestens ein Drittel so tief sein wie die Zaunhöhe. Man setzt die Pfosten in die Löcher ein und befestigt sie mit Beton, um eine hohe Stabilität zu gewährleisten.

Sind die Pfosten installiert und der Beton getrocknet, kann man mit der Montage der Zaunelemente beginnen. Je nach Zaunart können dies einzelne Latten, vorgefertigte Panels oder andere Elemente sein. Diese werden an den Pfosten befestigt, entweder mit Schrauben oder mit speziellen Befestigungsclips. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass alle Elemente gerade und auf der gleichen Höhe angebracht werden.

Siehe auch dieses sehr anschauliche Video zum Aufbau eines Holzzaunes:

Länge: 13 Minuten

Youtube-Video

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Zum Abschluss sollte man den Zaun mit einem geeigneten Holzschutzmittel behandeln, um ihn vor Witterungseinflüssen und Schädlingen zu schützen. Dies sorgt nicht nur für eine lange Lebensdauer des Zauns, sondern kann auch das Aussehen des Holzes verbessern. Siehe dazu:

Beitrag: Holz schützen außen

Holz schützen außen: Vor- und Nachteile der Möglichkeiten

Im Außenbereich eines Hauses können viele Holzelemente verbaut sein. Daneben stehen Holzmöbel auf einer Terrasse und um das Gartenbeet wurde ein Jägerzaun aus Holz gezogen. Es gibt so viele Möglichkeiten rund um das Haus Holzelemente zu setzen oder zu stellen. Vielleicht wurde sogar ein Gartenhaus in eine Ecke des Gartens gesetzt, um hier gemütliche Abende zu verbringen. All diese, im eigenen Bereich, verbauten Holzarten müssen aber auch entsprechend geschützt werden.

Hierfür sind spezielle Holzöle, -wachse und -lacke für den Außenbereich geeignet, mit dem die schönen Stücke gestrichen werden sollten. ► Vor- und Nachteile von Lack, Farbe, Lasur und Holzöl ► konstruktiver Holzschutz ► Anleitung Holz ölen ► Umfrage: wie schützt du? 

Hier weiterlesen

Auch wenn der Bau eines Holzzauns durchaus eine Herausforderung darstellen kann, ist es mit etwas Geduld und Sorgfalt gut machbar. Und das Ergebnis ist es allemal wert: ein schöner, stabiler Holzzaun, der dem eigenen Zuhause das gewisse Etwas verleiht.

4. Pflege und Wartung des Holzzauns

Ein neu installierter Holzzaun ist ein echter Hingucker, aber er erfordert auch eine regelmäßige Pflege und Wartung, damit er lange schön und stabil bleibt. Es ist wichtig, den Zaun regelmäßig auf mögliche Schäden zu kontrollieren. Kleinere Schäden, wie zum Beispiel Risse oder abgebrochene Stücke, kann man in der Regel selbst reparieren. Bei größeren Schäden sollte man jedoch einen Fachmann hinzuziehen.

Die Reinigung des Holzzauns spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Hierbei kann man mit einer weichen Bürste und Wasser arbeiten. Es ist darauf zu achten, dass man dabei immer in Richtung der Holzmaserung arbeitet, um das Material nicht unnötig zu beanspruchen.

Je nach Holzart kommt es besonders auf den Schutz des Holzes vor Witterung und Schädlingen an. Hierzu kann man spezielle Holzschutzmittel verwenden, die auf das Holz aufgetragen werden. Es ist empfehlenswert, diese Behandlung einmal im Jahr durchzuführen, um den optimalen Schutz des Holzes zu gewährleisten. Mit diesen Maßnahmen bleibt der Zaun lange erhalten und erfreut mit seiner natürlichen Schönheit.

5. Fazit

Wie man sieht, sind die Auswahl und der Bau eines Holzzauns durchaus kein kleines Projekt für Heimwerkende. Allerdings ist ein Holzzaun für zu Hause mit den richtigen Informationen und Vorbereitungen aber gut machbar. Die Entscheidung für das passende Material und Design, die sorgfältige Planung des Standorts und der Dimensionen sowie die fachgerechte Installation und Pflege sind wesentliche Aspekte auf dem Weg zum eigenen Holzzaun. Mit Geduld und Sorgfalt kann man ein Ergebnis erzielen, das nicht nur optisch ansprechend, sondern auch funktional und langlebig ist. Wer sich gut informiert, kann sich schon bald über einen verschönerten Garten freuen – es lohnt sich!

Gartenzaun-FAQ

Wer muss den Gartenzaun errichten?

Anders gefragt: Wer muss den Gartenzaun bezahlen oder wer setzt den Gartenzaun? In aller Regel ist es so: Nehmen wir an, du stehst an der Straße und blickst auf dein Haus. Für den linken Gartenzaun ist der linke Nachbar zuständig, für den rechten Zaun bist du verantwortlich. Genauso wie in aller Regel für den vorderen Zaun. Für den Gartenzaun auf der Rückseite vom Grundstück bist du entweder alleine (wenn da nichts mehr kommt oder ein Weg lang führt) oder gemeinsam mit denen zuständig, deren Grundstück dahinter liegt.

  • Leserfrage: Wenn ich die Zaunbaupflicht habe, in welchem Zeitfenster muss ich den Zaun errichten?
    Antwort bauen-und-heimwerken.de: Das lässt sich nicht eindeutig sagen. Wenn Sie vom Nachbarn oder der Kommune dazu aufgefordert werden, einen Zaun zu setzen, muss man Ihnen eine „angemessene“ Frist zur Verfügung stellen. Mit Information, Planung und Bau könnten drei Monate als angemessen angesehen werden, aber das ist dann im Zweifel Entscheidung eines Gerichtes.
Gartenzaun: wie hoch darf er sein?

Kurze Antwort: Das ist abhängig vom Bundesland und der Gemeinde, in der Sie wohnen. Erkundigen Sie sich einfach im örtlichen Bauamt.

Es gibt aber allgemeine Anhaltspunkte und Regeln:

Gartenzaun: Welche Höhe ist erlaubt?

Sie möchten gerne einen Gartenzaun bauen, um für mehr Privatsphäre auf Ihrem Grundstück zu sorgen? Das ist absolut verständlich, doch die Frage nach der Höhe steht nun im Raum. Gibt es ► Vorschriften bezüglich der Höhen eines Zaunes oder können Sie ► frei wählen? Was muss sonst noch ► beachtet werden und gibt es auch gute ► Alternativen zu einem Zaun? Dies und mehr möchten wir Ihnen gerne hier beantworten.

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Darf das Fundament vom Gartenzaun ins Nachbargrundstück reichen?

Nein. Es sei denn, es wurde so mit dem Nachbarn vereinbart.

Wann Gartenzaun streichen?

Offenporige Lasuren sind leicht auf den Zaun aufzutragen, erbringen den Wetterschutz aber nicht allzulange. Der Anstrich sollte alle 1-2 Jahre aufgefrischt werden. Sogenannte filmbildende Wetterschutzfarben und -Lacke versiegeln das Holz, schützen sehr gut vor Witterung und können – je nach Qualität der Farbe – viele Jahre guten Schutz bieten.

Welcher Zeitpunkt eignet sich zum Zaun streichen? Der Zaun sollte vor der Herbst-/Winterperiode gestrichen werden. Am besten an einem sonnigen Tag, auf den mehrere trockene Tage folgen. Die Temperatur sollte über 10 °C liegen.

Gartenzaun-Fundament: wie tief?

Das hängt davon ab, welcher Zaunaufbau gewünscht ist. Hohe Zäune, möglicherweise noch aus schweren Betonpfeilern, benötigen tiefere und breitere Fundamente als ein 50-Zentimeter-Staketenzäunchen.

In der Regel reichen aber Löcher mit einem Durchmesser von 30 bis 40 Zentimeter und eine Tiefe von 60 bis 80 Zentimetern. Dann ist das Fundament frostsicher.

Gartenzaun: was ist erlaubt?

Gartenzaun - was ist erlaubt? Antworten auf die wichtigsten Fragen

Auf die Frage, was in Sachen Gartenzaun erlaubt ist, lässt sich nur die klassischste aller juristischen Antworten geben: Es kommt darauf an. Grund hierfür ist, dass diese Aspekte des Baurechts Ländersache sind. Entsprechend kommt es darauf an, ob Sie einen Zaun in Hessen, Sachsen, Brandenburg oder Bayern errichten möchten. Und teilweise gibt es dann sogar nochmal Unterschiede von Gemeinde zu Gemeinde. 

Je nachdem, wo sie wohnen, muss Ihr Zaun unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben genügen. Wir geben einen Überblick, damit Sie genau wissen, was Sie tun dürfen und was Sie lieber sein lassen sollten. 

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Wer verschenkt Gartenzaun?

Gartenzäune werden gar nicht so selten verschenkt. Das kann viele Gründe haben. Zum Beispiel kann man zu viel Zaun gekauft haben und weiss nicht, wohin damit. Oder der alte Zaun gefällt nicht mehr und soll einem neuen weichen, ist aber noch in gutem Zustand.

Erste Anlaufstelle für Umsonst-Zäune ist Ebay-Kleinanzeigen.

Darf ich Stacheldraht auf dem Gartenzaun anbringen?

Es gibt kein Gesetz dagegen, aber Gerichte verdonnern Grundstückseigentümer oftmals dazu, Stacheldraht wieder vom Zaun abzunehmen. Denn Priorität hat die Verkehrssicherungspflicht des Zauninhabers. So klettern Kinder gerne auf Zäune und die dürfen nicht gefährdet werden. 

Das gilt zumindest für "normale" Gartenzäune. Anders sieht es aus, wenn die Person ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis vorweisen kann, wenn große Tiere eingepfercht oder ein teures Gut geschützt werden soll. Hier entscheiden Gerichte dann von Fall zu Fall.

Wie kann ich den Gartenzaun entsorgen?

Wo entsorge ich einen Gartenzaun?

Gartenzäune bestehen meist aus robustem Material. Doch selbst der beste Zaun segnet irgendwann das Zeitliche und muss entsorgt werden. Da reicht die heimische Mülltonne nicht aus und auch die Sperrmüllfahrer nehmen den alten Gartenzaun nicht mit.

Du wirst den alten Zaun dennoch problemlos los, musst nur wissen, welcher Gartenzaun wo entsorgt wird. In diesem Artikel erläutern wir die jeweiligen Möglichkeiten.

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Auf welcher Seite sollen die Zaunpfosten / Säulen sein?

Klassischerweise gilt: Die schöne Seite des Zaunes, also die durchgängige Seite ohne Pfosten, zeigt nach außen. Also zum Nachbarn, zur Straße hin etc., die Pfosten sehen wir  dann vor allem vom Inneren unseres Grundstücks.

Gartenzaun: was sonst noch beachten?

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Was muss ich beim Gartenzaun beachten? Von der Zaunseele bis zum Sichtschutz

Ein neuer Garten will gut durchdacht sein. Doch nicht nur die Wahl der richtigen Pflanzen und Pflastersteine will klug vorausgeplant werden. Wenn es um die Abgrenzung des eigenen Grundstücks geht, sollte die Wahl des Zaunes nicht überhastet getroffen werden. Denn dieser wird nicht nur zum Zwecke der Abgrenzung aufgestellt, sondern sollte auch die Augen der Hausbewohner erfreuen und in der Umgebung kein Missfallen erregen.

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Punkt 1

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StacheldrahtManch ein Eigenheimbesitzer überlegt, das eigene Grundstück mit Stacheldraht auf dem Zaun zu sichern. Das ist prinzipiell nicht verboten, es gilt aber, die Gefährdung anderer auszuschließen. Wann ist Stacheldraht erlaubt und wann nicht?

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Ein Gartenzaun aus Metall besticht durch optische Eleganz und langjährige Haltbarkeit, wenn denn das verwendete Metall gut gegen Korrosion geschützt wurde. Dabei kommt es vor allem auf die Haltbarkeit des verwendeten Korrosionsschutzes an. Denn egal ob Schmiedeeisen oder sonstige Metalle (vielleicht mit Ausnahme von Edelstahl): Temperaturschwankungen, Schnee und Regen, sandige Winde nagen am Korrosionsschutz des Zaunes. Darum fragen sich viele Zaunkäufer: Soll ich meinen Gartenzaun lieber lackieren oder doch pulverbeschichten?

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Das Bauen-und-Heimwerken-Projekt entstand aus einer Dachdämmungs-CD-ROM, die Peter zusammen mit mehreren Mitstreitern Anfang der 2000er in eine Heimwerker-Seite umwandelte. Als Hausbesitzer, Gartenbetreiber und leidenschaftlicher Holzwerber bereitet es ihm viel Freude, über Heimwerkerprojekte zu recherchieren, Experten zu befragen und sich eine möglichst einfache und anschauliche Umsetzung der Sachverhalte und How-Tos zu überlegen.

https://www.bauen-und-heimwerken.de

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