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Von Anfang an den Rasen richtig säen

Ein schöner Rasen ist die Zierde vieler Gärten. Gut gepflegt, sieht er nicht nur schön aus, sondern er kann auch für verschiedene Dinge genutzt werden. Für manche bildet er die Trennung oder Verbindung zwischen Beeten, andere nutzen ihnen als Liegewiese oder natürliche Möglichkeit, darauf Tische, Bänke und Stühle zu stellen. Und der richtige Rasen wird selbstverständlich gerne auch für viele Sport-, Spiel- und Freizeitaktivitäten genutzt. 

Damit der Rasen seinem Zweck nachkommen kann und von Anfang an gut gedeiht, muss er richtig ausgesät werden. Auf die folgenden Punkte kommt es dabei an.

 
 

Punkt 1

Säen oder verlegen

Um einen Rasen anzulegen, hat man zwei Möglichkeiten. Man kann ihn als Rollrasen verlegen oder als Rasensamen ausstreuen. Die Vorbereitung des Bodens ist zunächst bei beiden Varianten gleich.

Das Auslegen von Rollrasen ist eine kräftezehrende Arbeit. Der Vorteil ist, man hat sofort eine durchgehende fertige Rasenfläche. Allerdings darf diese nicht sofort betreten, sondern sollte auch ca. zwei Wochen lang nicht belastet werden. Dazu kommt, dass, wenn er (möglichst früh) angeliefert wird, man ihn schnell verlegen muss, besonders bei warmer Witterung. Sonst könnte sich schon ein Tag später ein deutlicher Fäulnisgeruch breitmachen.

Auch hat der Rollrasen natürlich seinen nicht zu verachtenden Preis. Zwar muss man beim Rasen aussähen mehr Geduld mitbringen, bevor man ihn in voller Pracht nutzen kann, aber preislich kommt man bei dieser Variante deutlich günstiger davon und das Aussähen ist weitaus weniger anstrengend. Das ist gerade bei größeren Flächen sicherlich von Vorteil.

Punkt 2

Den richtigen Rasensamen wählen - Regel-Saatgut-Mischungen (RSM)

Bei der Wahl des Saatgutes sollte man überlegen, welcher Rasentyp für einen der richtige sein könnte. Das hängt natürlich davon ab, was für Eigenschaften gewünscht sind und wie die Bedingungen vor Ort sind (viel Schatten, hauptsächlich Sonne, trockener Boden usw.).

Zudem muss man sich auch fragen, wie viel Pflege und Arbeit man in die Erhaltung der Rasenfläche stecken möchte.

Es empfiehlt sich sicherlich, eine genormte Rasenmischung, also eine RSM Mischung, zu wählen, die gewisse gesetzliche Kriterien erfüllen muss, die hierfür vorgeben sind. Das können zum Beispiel die Keimquote und die Qualität der enthaltenen Gräser sein. Diese Regelsaatgutmischung ist eine von der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e. V. (FLL) vorgegebene Leitlinie zum genormten Mischungsverhältnis von Saatgut. Man erhält dadurch als Käufer die Sicherheit, ein durchweg gleichbleibendes Ergebnis zu erhalten, was bei "Billig"-Rasenmischungen so nicht der Fall sein muss.

Sicherlich am häufigsten ist ein Rasen gefragt, der sehr belastbar ist (beispielsweise zum Toben und Spielen für Kinder oder auch Hunde), trotzdem dicht und schön wächst und am besten nur eine geringe Pflege benötigt. Schließlich soll die Rasenfläche nicht nur am Anfang besonders schön aussehen, sondern optimalerweise auch noch im zweiten, dritten Jahr und darüber hinaus. Das steht häufig im Gegensatz zu den Billigmischungen aus dem Baumarkt oder von den Discountern, die zwar oft schnell sprießen, aber meist nach einem Jahr schon wieder unansehnlich sind, da diese Mischungen unpassende Gräser enthalten können.

Für einen vernünftigen Rasen, empfiehlt es sich daher, eine Sorte aus den RSM Mischungen zu wählen. Die "RSM 2.3 - Gebrauchsrasen/Spielrasen" ist als Mischung dabei eine gute Wahl und auch gleichzeitig der meistverkaufte und eingesetzte Rasen in Deutschland.

Angebote RSM-Mischungen

Punkt 3

Der beste Zeitpunkt der Aussaat

Am meisten Erfolg bei der Aussaat wird man dann haben, wenn man eine Zeit wählt, wo die Samen schnell keimen können. Ein guter Zeitpunkt dafür wäre April oder Mai und auch August und September. Dann sind in der Regel die Temperaturen durchgehend über zehn Grad und es regnet meist auch noch ausreichend.

Rasen säen - Temperatur:  Rasen wächst bis 7° Celsius. Der Boden sollte aber besser bei der Aussaat aber durchgängig eine Temperatur von mehr als 10 Grad vorweisen. So steigern die Chancen für das Anwachsen auch "zweitklassiger" Samen.

Punkt 4

Den Boden auf die Aussaat vorbereiten

Die Erde sollte gut durchgearbeitet/aufgelockert werden. Wenn es kleinere Flächen sind, kann man sie ganz gut selbst mit einem Sparten auflockern. Für größere Flächen ist eine motorbetriebene Hacke günstig, die man sich bei einem Baumarkt oder Gartencenter ausleihen kann.

Zur Nährstoff-Anreicherung des Bodens wird auf die Oberfläche Komposterde, verotteter Mist oder Düngetorf eingearbeitet.

Nach dem Auflockern kann man Steine oder grobe Holz-/Wurzelstücke aufsammeln. Auch sollte der Boden von Unkraut befreit sein.

Mit einem breiten Holzrechen dann im Anschluss die ganze Fläche glatt ziehen.

Vor der Aussaat sollte man den Boden idealerweise einige Tage ruhen lassen.

Punkt 5

Rasensamen verteilen

Die Packungsanweisungen der Samenmischung sollten befolgt werden. Dort wird zu lesen sein, wie viel Gramm an Samen man für die Fläche benötigt.

Hochwertiges Rasensaat fordert meist um die 20-25 Gramm/m² aus, Lowbudgetmischungen benötigen oftmals 40 Gramm/m² und mehr.

Die notwendige Menge kann man dann in eine große Schale abfüllen. Mischen Sie gut durch, ansonsten sammeln sich die schweren Samen am Boden.

Nun läuft man die Fläche ab und schüttet dabei mit leichtem Schwung und möglichst gleichmäßig den Samen auf die Erde.

Säen Sie am besten an einem windstillen Tag.

Man beginnt an den Rändern der Rasenfläche und sät hier gerne ein wenig dichter. Dann erfolgt die Aussaat bei der restlichen Fläche, dabei sollte die Aussaat möglichst gleichmäßig erfolgen.

Im Anschluss geht man erneut wieder mit dem Holz- oder Eisenrechen über die gesamte Fläche. Das jeweils einmal quer und auch längs.

Rasen nach dem Säen walzen? Idealerweise ja. Als Letztes sollte man noch mit einer (leichten) Rasenwalze über den gesamten Boden gehen. Die Samen werden damit fest in die Erde gedrückt. Alternativ können Sie sich auch ein Brett unter die Füße schnallen und damit über die Rasenfläche stapfen. Das Ergebnis ist allerdings nicht so schön gleichmäßig wie mit einer Walze.

Angebote Rasenwalze:

Günstige Alternative

rasen anlegenUm die Erde nach der Aussaat nicht zu stark zu verfestigen können Sie sich einen vergrößterten Schuh bauen. Nehmen Sie dazu ein ca. 35x45 cm großes Brett und befestigen Sie es mit Schlaufen unter Ihrem Schuh. Damit stapfen Sie dann über die frisch gesäten Samen.

Punkt 6

Die Saat immer feucht halten

Damit der junge Rasen gut wachsen kann, sollte er gerade zu Beginn ausgiebig bewässert werden. Halten Sie die Fläche feucht, bis der neue Rasen ordentlich angewachsen ist, mindestens drei bis vier Wochen kontinuierlich. Der tägliche Wasserbedarf einer frisch eingesäten Fläche liegt im Durchschnitt bei 2,5 l/m², etablierte Rasenflächen brauchen noch  um die 18 Liter pro Woche und m2.

Bewässen Sie am besten in den frühen Morgenstunden oder zu später Abendzeit.

Punkt 7

Wann darf ich das erste Mal mähen?

Wann frisch eingesäter Rasen das erste mal gemäht werden darf findet sich folgenden Artikel erläutert:

Rasen mähen - Top-Tipps für den grünen Teppich

Rasen rundEin dichter, satt grüner und unkrautfreier grüner Teppich wächst nicht, indem man diesen sich selbst überlässt oder sich in Gottvertrauen wiegt.

Wichtigste Maßnahme für einen das Auge erfreuenden Grasbewuchs ist das regelmäßige Mähen.

Doch Vorsicht: Wenn man es falsch oder überambitioniert angeht, ist der mühsam aufgepäppelte Stängelwuchs schneller zur fleckigen Steppe mutiert, als man sich einen Vollbart wachsen kann.

Mit unseren Mähtipps sind Sie auf der grünen Seite.

Tipps zur Rasenpflege und biologische Düngungsmöglichkeiten zeigt das folgende Video:

4 Minuten-Video: Rasenpflege im Frühjahr

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Wenn die Knospen sich aus ihren Winterverstecken befreien, kommt die Zeit, den Rasen von lästigen Konkurrenten zu befreien. Das folgende Video gibt Tipps der etwas anderen Art: Rasenrechen statt Vertikutierer, Mikroorganismen zum Düngen ...

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