Kunst im Wohnzimmer

Kunst im Wohnzimmer – so kommt sie zur Geltung

Ohne Bilder und Dekoration an den Wänden wirkt ein Raum schnell leblos und fad. Dabei ist es erst einmal nicht entscheidend, ob Drucke, Fotos, Poster, Bilder auf Leinwand oder Postkarten genutzt werden, um die kahlen Wände zu verschönern.

Durch Kunst an den Wänden gestaltet sich die Atmosphäre eines Raumes sofort wesentlich wohnlicher und einladender. Jedoch sollten hinsichtlich einer gelungenen Anordnung, welche die Kunstwerke beeindruckend und harmonisch in Szene setzt, einige Regeln beachtet werden.

Welche tollen Möglichkeiten zur Auswahl stehen, um Kunst im Wohnzimmer optimal zur Geltung zu bringen, erklärt der folgende Beitrag.

Punkt 1

Leihen, malen oder fotografieren?

Es ist natürlich sowohl von dem eigenen Geschmack als auch dem zur Verfügung stehenden Budget abhängig, ob die Wände mit Gemälden, Plakaten, Drucken oder Fotos verschönert werden. Bilder müssen jedoch nicht zwangsläufig erworben werden, um diese in den eigenen vier Wänden aufzuhängen – es besteht auch die Möglichkeit, diese auszuleihen.

Oft sind Artotheken an Bibliotheken oder Museen angeschlossen und bieten Kunstwerke zur Miete an.

Diejenigen, die ihren Wohnräumen eine besonders persönliche Note verleihen möchten, können natürlich auch selbst zu Farbe, Leinwand und Pinsel greifen oder die Wand mit eigenen Fotos dekorieren.

Besonders schöne digitale Fotos lassen sich auch vergrößern und auf eine Leinwand drucken

kunst wohnzimmer blau schmal 1000Kunst wirkt harmonisch, wenn die Farbgebung des Raumes darauf abgestimmt wurde

Punkt 2

Die passenden Rahmen

In die Gestaltung des Raumes können im Zuge des Aufhängens der Bilder auch Bilderrahmen ideal eingebunden werden. Hinsichtlich der Anordnung kann durchaus mit verschiedenen Materialien, Formen und Farben experimentiert werden. Die Bilder werden durch ihre Rahmen schließlich nicht nur geschützt, sondern ebenfalls in ihrer Wirkung entweder verändert oder unterstrichen.

Abhängig von dem jeweiligen Rahmen-Exemplar können die Kunstwerke an

  • Tiefe gewinnen,
  • harmonisch miteinander verbunden oder
  • voneinander abgegrenzt werden.

Opulente Rahmen sind für historische Gemälde besonders gut geeignet, schlichte Bilderrahmen ergänzen dagegen moderne Malerei ideal. Auch Drucke, Plakate und Fotos profitieren von schlichteren Modellen.

Falls die Dekoration der Wohnung häufig verändert wird, besteht eine praktische Wahl in Magnet- oder Wechselrahmen, in denen die Bilder ohne großen Aufwand ausgetauscht werden können.

Werden die Bilderrahmen in einer einheitlichen Form gewählt, stellt dies eine tolle Möglichkeit dar, um zwischen den verschiedenen Motiven eine Verbindung herzustellen und so harmonische und stimmige Arrangements an den heimischen Wänden zu schaffen.

 

kunst wohnzimmer bilder sofa 1000Ein beliebter Platz für Bilder: hinter dem Sofa

Punkt 3

Das perfekte Gesamtbild

Es kommt jedoch nicht nur darauf an, dass die Kunstwerke an den Wänden untereinander harmonieren. Auch die Möbel sollten zu den in der Nähe befindlichen Bildern passen, damit ein ideales Gesamtkonzept im Raum etabliert wird. Beispiel: Wird über einem sehr wuchtigen Möbelstück ein kleines Bild platziert, verliert sich dieses schnell. Auch große Bilder über filigranen Möbelstücken überzeugen häufig nicht.

Das Größenverhältnis zwischen Möbeln und den Wanddekorationen in der Nähe sollte demnach zueinander passend gewählt werden. Ein besonders stimmiges Bild ergibt sich, wenn eine Komplementärfarbe oder ein Farbton des jeweiligen Bildes durch unterschiedliche Accessoires und Einrichtungsgegenstände in der Wohnung aufgenommen wird. Eine große Detailverliebtheit kann ebenfalls bewiesen werden, wenn Formen und Muster, die auf den Kunstwerken zu finden sind, in Form von weiteren Dekorationselementen aufgegriffen werden.

kunst wohnzimmer wand karte 1000Besonders zur Geltung kommt ein Bild, wenn es alleine an einer Wand hängt

Punkt 4

Die passende Höhe finden

Grundsätzlich werden Bilder natürlich aufgehängt, damit diese auch sichtbar sind und ins Auge fallen. Daher bildet die Augenhöhe eine gute Orientierung, wenn es darum geht, in welcher Höhe die Bilder an der Wand platziert werden sollten.

Soll von der Wanddekoration vor allem eine harmonische Wirkung ausgehen, ist es empfehlenswert, dass sich rund zwei Drittel des Werkes unterhalb und ein Drittel oberhalb der Augenhöhe befinden. Museen geben dagegen die Richtwerte an, dass die Mitte des Bildes zwischen 1,45 Metern und 1,60 Metern oberhalb des Bodens liegen sollte.  

Um die richtige Höhe für die individuelle Bilderwand zu finden, ist es jedoch ebenfalls entscheidend, ob die Kunstwerke vorrangig vom Sofa aus – also sitzend – oder hauptsächlich im Vorbeigehen betrachtet werden.

Daneben eigenen sich dunkle Ecken ideal, um diese mit gedeckten Farben auszustatten. Im Gegensatz dazu profitieren helle Objekte von Licht – jedoch nur im richtigen Maße. Wird den Kunstwerken ein zu starker Lichteinfall zuteil, wirken diese oft weniger leuchtend und farbig. Außerdem kann es mit der Zeit zu einem unschönen Verblassen der Farben kommen.

Nicht geeignet ist somit beispielsweise eine Platzierung direkt gegenüber einem großen Fenster.

kunst wohnzimmer ecke dunkel 1000Hängt Kunst in einer dunklen Ecke, kann mit passender Beleuchtung hervorgehoben werde

Punkt 5

Die Anordnung der Bilder

Bevor zu dem Bohrer gegriffen wird, um Fotos oder Bilder an die Wand zu hängen, sollte das gewünschte Arrangement auf dem Boden ausgelegt oder auf Papier vorgezeichnet werden. Wird ein Objekt seitlich versetzt statt mittig an eine Wand gehängt, ist es wichtig, darauf zu achten, dass durch ein weiteres Dekorationselement oder ein Möbelstück ein optisches Gegengewicht geschaffen wird.

Falls mehrere Objekte gemeinsam an einer Wand platzfinden sollten, können beispielsweise in einem Rahmen viele kleinere Formate zusammengefasst werden. Künstlerserien lassen sich dagegen ideal in einer Reihe nebeneinander anordnen. Kunstwerke, die große Kontraste zueinander aufweisen, sollten durch ihre Positionierung in eine interessante Beziehung zueinander gesetzt werden.

Um den Eindruck von höheren Wänden zu schaffen, ist es empfehlenswert, die Bilder vertikal anzuordnen. Ein horizontales Arrangement lässt die Räumlichkeiten dagegen breiter wirken. Natürlich kann bei der Kombination und Anordnung durchaus nach dem eigenen ästhetischen Empfinden und Geschmack entschieden werden, jedoch sollte stets eine gewisse Grundordnung zu erkennen sein.

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kunst wohnzimmer antik blumen 1000Auch Blumen können kunstvoll arrangiert werden

 Punkt 6

Die richtige Befestigung wählen

Geht von kleineren Werken nur eine geringe Last aus, ist an der Wand ein einzelner Befestigungspunkt in der Regel ausreichend. Die Dimensionen des Nagels sollten dabei jedoch umso größer ausfallen, desto mehr Gewicht das jeweilige Bild aufweist. Auch der Wandzustand ist im Zuge des Aufhängens zu berücksichtigen: Falls die Wände sehr weich oder porös sind, sollte für das Aufhängen immer ein Dübel mit einer Schraube verwendet werden.

Ausladendere Bilder mit einem höheren Gewicht und Kunstwerke im Querformat sind idealerweise an zwei Nägeln aufzuhängen, um diese wirklich sicher und stabil zu befestigen. Mit einer Wasserwaage kann überprüft werden, ob die Bilder wirklich waagerecht ausgerichtet sind.

Anhänger*innen eines regelmäßigen Umdekorierens werden von Galerieschienen oder Bilderleisten in hohem Maße profitieren. Poster, Fotos und Drucke können schnell und ohne Aufwand auf der Leiste, welche fest an der Wand montiert ist, ausgewechselt werden.

Daneben sind für Bilderrahmen auch sogenannte Klebenägel erhältlich. Diese dienen dazu, Bilder an Fliesen aufzuhängen. Belastet werden können die Nägel mit bis zu zwei Kilogramm. Sehr leichte und zierliche Bilder lassen sich an der Wand auch durch einen dünnen Haken anbringen, der einfach vorsichtig in die Wand gepikst wird. Besonders beliebt ist es aktuell darüber hinaus, Bilder lose auf Kommoden oder Tischen an die Wand zu lehnen.

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 Punkt 7

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