ImageSeit dem 01.02.2002 ist die neue Energiesparverordnung (EnEV) gültig.
Hier werden die Anforderungen an Gebäude mit normalen und niedrigen Innentemperaturen festgelegt. Um den festgesetzten Wärmebedarf eines Hauses nicht zu überschreiten, müssen für die Wärmedämmung bestimmte k-Werte eingehalten werden.

Die exakte Bestimmung der Dämmstoffdicke ist sehr komplex und sollte in jedem Fall von einem Experten berechnet werden.

Die pauschalen Empfehlungen der Dämmstoffhersteller schwankten bei der EnEV von 2002 bei Altbauten zwischen 120 mm und 180 mm. Dies bedeutet für den Heimwerker, dass er mit einer Dämmstoffdicke von 180 mm bei WLG 040 in jedem Fall auf der sicheren Seite ist.

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Da die geforderte Dämmdicke oft nicht mehr zwischen die Dachsparren passt, ist häufig eine zusätzliche Untersparrendämmung notwendig.

Die Änderungen der EnEV 2009 im Überblick:

  • Die Obergrenze des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs wurde für Neu- und Altbauten (bei Modernisierung) um durchschnittlich 30 Prozent reduziert.
  • Die energetischen Anforderungen an die Wärmedämmung von Neubauten wurden um durchschnittlich 15 % erhöht.
  • In der Altbaumodernisierung mit wesentlichen baulichen Änderungen an Bauteilen (Fassade, Fenster und Dach) wurde die energetische Anforderung um 30 % erhöht. Eine Erleichterung gilt nur noch, „wenn die Fläche des geänderten Bauteiles nicht mehr als 10 vom Hundert der gesamten jeweiligen Bauteilfläche des Gebäudes betrifft“ (EnEV §9 Abs. 3). Vorher lag die Bagatellgrenze bei 20 %.
  • Dachböden müssen bis Ende 2011 eine Wärmedämmung erhalten. Je nach Raumnutzung kann die Geschossdecke oder eine Dachdämmung gewählt werden. Bei Neuerwerbung besteht eine Nachrüstpflicht. Für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern besteht weiterhin die Freistellung, wenn der Eigentümer bereits am 1. Februar 2002 in seinem Haus wohnte.

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