Hochbeet – was beachten? Tipps und Empfehlungen zum Hochbeet

Ein Hochbeet ist mehr als nur ein dekoratives Element in deinem Garten. Es ist ein effektiver Weg, um deinen Pflanzen die bestmöglichen Bedingungen zu bieten und gleichzeitig deinen Garten zu einem echten Hingucker zu machen. Aber bevor du loslegst und ein Hochbeet anlegst, gibt es einige Dinge zu beachten. In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, um ein Hochbeet erfolgreich zu planen, aufzubauen und zu pflegen.

Hochbeet

Inhalt: Hochbeet – was beachten?

1. Warum ein Hochbeet-Garten und wofür?

Ein Hochbeet-Garten bringt viele Vorteile mit sich. Dazu gehören:

  • Bessere Bodenqualität: In einem Hochbeet kannst du die Erde optimal auf die Bedürfnisse deiner Pflanzen abstimmen. So kannst du beispielsweise den Nährstoffgehalt, die Durchlässigkeit und den pH-Wert genau kontrollieren.
  • Erleichterte Gartenarbeit: Durch die erhöhte Position des Hochbeets wird das Bücken und Hinknien beim Arbeiten im Beet vermieden. Das schont den Rücken und die Knie.
  • Schutz vor Schädlingen: Ein Hochbeet bietet einen gewissen Schutz vor Schnecken, Hasen und anderen Schädlingen, die sich in Bodennähe aufhalten.
  • Längere Vegetationsperiode: Die Erde im Hochbeet erwärmt sich schneller als der Boden im Frühjahr und bleibt auch länger warm, was das Wachstum der Pflanzen fördert.
  • Platzsparendes Gärtnern: Ein Hochbeet eignet sich auch für kleine Gärten oder sogar für Balkone und Terrassen.

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2. Wo sollte ein Hochbeet aufgestellt werden?

Die richtige Position für dein Hochbeet hängt von verschiedenen Faktoren ab. Du solltest darauf achten, dass:

  • Der Standort ausreichend Sonne bekommt, mindestens 5-6 Stunden täglich.
  • Der Platz windgeschützt ist, um die Pflanzen vor starkem Wind zu schützen.
  • Der Untergrund eben und stabil ist, um ein Absinken oder Kippen des Hochbeets zu verhindern.

2.1. Was ist der beste Untergrund für ein Hochbeet?

Der ideale Untergrund für ein Hochbeet ist ein ebenes, verdichtetes und wasserdurchlässiges Fundament. Möglichkeiten für das Fundament sind:

  • Eine Schicht aus Kies oder Schotter, um für Stabilität und Drainage zu sorgen.
  • Betonplatten oder Gehwegplatten unter den Seitenwänden, die für eine ebene und stabile Fläche sorgen.
  • Eine Schicht aus Unkrautvlies, um Unkrautwuchs unter dem Hochbeet zu verhindern.

2.2. Sollte ein Hochbeet unten offen sein?

Ein Hochbeet sollte am besten unten offen sein, damit überschüssiges Wasser abfließen kann und die Wurzeln der Pflanzen genügend Luft bekommen. Eine offene Unterseite fördert zudem das Eindringen von nützlichen Organismen wie Regenwürmern, die den Boden lockern und belüften.

2.3. Wie sollte ein Hochbeet ausgerichtet sein und sollte es in der Sonne stehen?

Die Ausrichtung des Hochbeets hängt von den Bedürfnissen der Pflanzen ab, die du anbauen möchtest. Grundsätzlich sollte ein Hochbeet jedoch so ausgerichtet sein, dass es möglichst viel Sonnenlicht erhält – wie gesagt mindestens 5–6 Stunden täglich. Eine Nord-Süd-Ausrichtung ist ideal, da so beide Seiten des Hochbeets gleichmäßig besonnt werden und die Pflanzen nicht gegenseitig Schatten werfen.

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3. Wie baue ich ein Hochbeet?

Ein Hochbeet kann aus verschiedenen Materialien wie Holz, Stein, Metall oder Kunststoff gefertigt sein. Hier sind die grundlegenden Schritte zum Bau eines Hochbeets:

  1. Wähle das Material und die Größe des Hochbeets. Bedenke dabei die Standfestigkeit, Langlebigkeit und Optik.
  2. Bereite den Untergrund vor, indem du ihn ebnest und ein Fundament aus Kies, Schotter oder Platten anlegst.
  3. Errichte die Umrandung des Hochbeets. Bei Holzbeeten sollten die Ecken mit stabilen Winkeln oder Eckverbindern befestigt werden. Bei Steinbeeten kannst du mit Natursteinen oder Betonsteinen mauern.
  4. Lege ein Unkrautvlies oder eine Schicht Zeitungspapier auf den Boden, um Unkrautwuchs zu verhindern.
  5. Fülle das Hochbeet schichtweise mit verschiedenen Materialien, um eine gute Drainage und Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Mehr dazu weiter unten.

3.1. Ist ein Hochbeet genehmigungspflichtig?

In der Regel ist ein Hochbeet nicht genehmigungspflichtig, da es als mobile Gartenanlage und nicht als bauliche Anlage gilt. Allerdings solltest du dich bei deiner Gemeinde oder Stadt informieren, ob es örtliche Vorschriften gibt, die besondere Regelungen für Hochbeete vorsehen.

3.2. Wie kleide ich ein Hochbeet aus und warum die Folie?

Ein Hochbeet sollte mit einer Folie oder Teichfolie ausgekleidet werden, um das Material der Umrandung vor Feuchtigkeit und Fäulnis zu schützen. Die Folie verhindert, dass Wasser direkt in Kontakt mit dem Material kommt und es beschädigt. Achte darauf, dass die Folie oben am Rand des Hochbeets gut befestigt wird, um ein Abrutschen zu verhindern.

Auf der anderen Seite entsteht durch die Plastikverkleidung Staunässe an den Seiten und es entsteht Plastikmüll. Darum verzichten manche beim Holz-Hochbett auf die Innenverkleidung und wählen stattdessen lieber das Holz eine Nummer dicker sowie eine feuchtigkeitsresistente Holzart.

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4. Wie befülle ich ein Hochbeet richtig?

Ein Hochbeet sollte in Schichten befüllt werden, um eine optimale Nährstoffversorgung und Drainage zu gewährleisten. Eine gängige Schichtung sieht folgendermaßen aus:

  1. Grobes Material wie Äste, Zweige und Holzschnitt als unterste Schicht für die Drainage.
  2. Eine Schicht aus Grünschnitt, Rasenschnitt und kleineren Ästen zur Förderung der Verrottung und Nährstoffbildung.
  3. Eine Schicht aus Kompost oder halbverrottetem Gartenabfall, um zusätzliche Nährstoffe bereitzustellen.
  4. Die oberste Schicht besteht aus einer Mischung aus Hochbeeterde und normaler Gartenerde, in der die Pflanzen wachsen.

5. Kann man Rasenschnitt ins Hochbeet füllen?

Ja, Rasenschnitt kann als Schicht im Hochbeet verwendet werden. Er trägt zur Nährstoffbildung bei und fördert die Verrottung der unteren Schichten. Achte darauf, den Rasenschnitt in einer dünnen Schicht aufzutragen, es also mit dem Rasenanteil im Hochbeet nicht zu übertreiben, und mit anderen Materialien wie Laub oder Stroh zu mischen, um eine gute Durchlüftung und Verrottung zu gewährleisten.

5.1. Welcher Grünschnitt darf ins Hochbeet?

Grundsätzlich kannst du fast jeden Grünschnitt aus deinem Garten ins Hochbeet geben. Dazu zählen Laub, Staudenreste, Heckenschnitt und Rasenschnitt. Vermeide jedoch Pflanzenmaterial, das von Krankheiten befallen oder mit Schädlingen besetzt ist, um diese nicht ins Hochbeet einzubringen.

5.2. Welche Äste und Zweige für das Hochbeet?

Äste und Zweige sind ideal für die unterste Schicht im Hochbeet, da sie für eine gute Drainage sorgen. Du kannst sowohl frisches als auch trockenes Holz verwenden, wobei trockenes Holz langsamer verrottet und somit die Drainage länger gewährleistet. Mische dünnere und dickere Äste, wobei du mehr dünnes Astgut eingibst.

5.3. Warum Rindenmulch im Hochbeet?

Rindenmulch hat verschiedene Vorteile im Hochbeet:

  1. Er hilft, Feuchtigkeit im Beet zu bewahren und verdunstet weniger Wasser.
  2. Er unterdrückt das Wachstum von Unkraut.
  3. Rindenmulch fördert das Bodenleben und die Bildung von Humus.

Du kannst eine dünne Schicht Rindenmulch auf der obersten Erdschicht im Hochbeet ausbringen, um von diesen Vorteilen zu profitieren.

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6. Wie bepflanze ich ein Hochbeet?

Bei der Bepflanzung eines Hochbeets solltest du die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen berücksichtigen und darauf achten, dass sich die Pflanzen gut miteinander vertragen. Achte auf folgende Punkte:

  • Pflanze hohe und rankende Pflanzen an der Nordseite des Hochbeets, um Schattenwurf auf niedrigere Pflanzen zu vermeiden.
  • Kombiniere Pflanzen mit ähnlichen Bedürfnissen, z. B. hinsichtlich Wasser, Nährstoffen und Licht.
  • Nutze Mischkulturprinzipien, um das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen zu fördern. Mischkultur bedeutet, dass Pflanzen, die sich gegenseitig unterstützen, nebeneinander gesetzt werden.

6.1. Wann ist die beste Zeit für ein Hochbeet?

Die beste Zeit, um ein Hochbeet anzulegen, ist im Frühjahr oder Herbst. Im Frühjahr profitierst du von der längeren Vegetationsperiode und kannst direkt mit der Bepflanzung beginnen. Im Herbst hast du den Vorteil, dass das Hochbeet über den Winter bereits etwas "reifen" kann, da die unteren Schichten anfangen zu verrotten und Nährstoffe für das nächste Jahr bilden.

6.2. Wer verträgt sich mit wem im Hochbeet?

In einem Hochbeet können viele verschiedene Pflanzen nebeneinander gedeihen. Dabei gibt es einige Kombinationen, die sich besonders gut vertragen und sich gegenseitig unterstützen:

  • Tomaten und Basilikum: Diese beiden Pflanzen ergänzen sich nicht nur geschmacklich hervorragend, sondern fördern auch gegenseitig ihr Wachstum und schützen sich vor Schädlingen.
  • Salat und Radieschen: Beide gedeihen gut in kühleren Bedingungen und können daher bereits früh im Jahr gemeinsam ins Hochbeet gesetzt werden. Radieschen wachsen schnell und können geerntet werden, bevor der Salat viel Platz benötigt.
  • Möhren und Zwiebeln: Die ätherischen Öle der Zwiebeln halten Möhrenfliegen fern, während Möhren den Boden lockern und so den Zwiebeln ein besseres Wachstum ermöglichen.
  • Kohl und Bohnen: Bohnen binden Stickstoff im Boden, was wiederum dem Kohl zugutekommt. Außerdem helfen sie, Schädlinge wie Kohlweißlinge abzuwehren.
  • Erdbeeren und Spinat: Erdbeeren mögen es feucht und schattig, während Spinat viel Sonne benötigt. Pflanze die beiden nebeneinander, damit die Erdbeeren im Schatten des Spinats gedeihen können.

Achte darauf, Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen an Wasser, Licht und Nährstoffen zusammenzusetzen, um ein harmonisches Miteinander im Hochbeet zu gewährleisten.

6.3. Was darf nicht ins Hochbeet?

Einige Pflanzen eignen sich weniger für ein Hochbeet, da sie entweder zu groß werden oder spezielle Bedingungen benötigen, die in einem Hochbeet schwer zu erfüllen sind. Dazu gehören:

  • Große Bäume und Sträucher: Sie benötigen viel Platz und tiefe Wurzelsysteme, die in einem Hochbeet nicht gegeben sind.
  • Stark zehrende Pflanzen wie Mais und Kartoffeln: Sie beanspruchen viele Nährstoffe, die in einem Hochbeet schneller aufgebraucht sein können. Außerdem benötigen Kartoffeln eine tiefere Erdschicht, um gut zu gedeihen.
  • Wasserpflanzen: Sie benötigen stehendes Wasser und sind daher nicht für ein Hochbeet geeignet.

Was pflanzt du im Hochbeet an?

45 Vorschläge für dein Hochbeet. Welches Gemüse, Obst oder welche Kräuter sind die Favoriten?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Kopfsalat / Pflücksalat 12 Stimmen
Radieschen 10 Stimmen
Gurken 9 Stimmen
Karotten 6 Stimmen
Bohnen 6 Stimmen
Erdbeeren 6 Stimmen
Zucchini 6 Stimmen
Paprika 6 Stimmen
Porree 5 Stimmen
Tomaten 5 Stimmen
Blumenkohl 5 Stimmen
Zwiebeln 5 Stimmen
Brokkoli 5 Stimmen
Spinat 5 Stimmen
Lauch 4 Stimmen
Rucola 4 Stimmen
Karotten 4 Stimmen
Pfefferminze 3 Stimmen
Herbsalate (Radicchi, Endivien-Salat oder andere) 3 Stimmen
Basilikum 3 Stimmen
Knoblauch 3 Stimmen
Petersilie 3 Stimmen
Mairübchen 3 Stimmen
Kohlrabi 3 Stimmen
Mangold 3 Stimmen
Sellerie 3 Stimmen
Kohlrabi 3 Stimmen
Chilli 2 Stimmen
Fenchel 2 Stimmen
Schnittlauch 2 Stimmen
Erbsen 2 Stimmen
Rote Beete 2 Stimmen
Dill 1 Stimme
Kapuzinerkresse 1 Stimme
Schalotten 1 Stimme
Spitzkohl 1 Stimme
Schwarzwurzeln 1 Stimme
Chicoree 1 Stimme
Wirsing 0 Stimmen
Kürbiss 0 Stimmen
Phacelia 0 Stimmen
Karfiol 0 Stimmen
Chinakohl 0 Stimmen
Rettich 0 Stimmen

Kannst du noch Kräuter, Gemüse oder Obst ergänzen, die sich gut für das Hochbeet eignen?

Oder kannst du zu obigen Gemüsen und Kräutern einen Tipp ergänzen? Vielen Dank für jeden Hinweis!

 

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7. Hochbeet – was mache ich wann?

  • Im Frühjahr: Bereite das Hochbeet vor, indem du es auflockerst und bei Bedarf nachfüllst. Pflanze kühleliebende Gemüsesorten wie Salat, Radieschen und Spinat.
  • Im Sommer: Setze wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten, Paprika und Zucchini. Achte auf ausreichendes Gießen, insbesondere bei trockenem Wetter.
  • Im Herbst: Ernte die letzten Früchte des Sommers und pflanze Herbstgemüse wie Kohl, Grünkohl oder Rote Beete. Fülle das Hochbeet bei Bedarf mit Kompost oder neuer Erde auf.
  • Im Winter: Decke das Hochbeet ab, um den Boden vor Frost zu schützen und das Verrotten der unteren Schichten zu fördern. Du kannst dafür Stroh, Laub oder Vlies verwenden.

8. Wie dünge ich ein Hochbeet?

Da in einem Hochbeet viele Nährstoffe durch die Schichtung bereits vorhanden sind, ist das Düngen in den Anfangsjahren oft weniger notwendig als in einem herkömmlichen Beet. Dennoch kannst du bei Bedarf Kompost, organischen Dünger oder Langzeitdünger verwenden, um die Nährstoffversorgung zu unterstützen. Achte darauf, die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen zu berücksichtigen und die Düngung entsprechend anzupassen.

8.1. Kann man Kaffeesatz ins Hochbeet geben?

Ja, Kaffeesatz kann als Dünger im Hochbeet verwendet werden. Er enthält Stickstoff, Phosphor und Kalium und trägt zur Humusbildung bei. Streue den getrockneten Kaffeesatz dünn auf die Erdoberfläche und arbeite ihn leicht ein. Verwende jedoch nur moderate Mengen, um eine Übersäuerung des Bodens zu vermeiden.

8.2. Kann man Blumenerde ins Hochbeet geben?

Blumenerde kann im Hochbeet verwendet werden, ist jedoch aufgrund ihres geringen Nährstoffgehalts und der fehlenden Mikroorganismen nicht die beste Wahl. Besser ist die Verwendung von spezieller Hochbeeterde, die auf die Bedürfnisse der Pflanzen im Hochbeet abgestimmt ist.

8.3. Welche Küchenabfälle dürfen ins Hochbeet?

Du kannst viele Küchenabfälle als Dünger oder zur Verbesserung der Bodenstruktur im Hochbeet verwenden. Dazu zählen unter anderem:

  • Eierschalen: Sie enthalten Kalzium und können fein zermahlen auf die Erde gestreut werden.
  • Kaffeesatz: Siehe oben.
  • Bananenschalen: Sie enthalten Kalium und können klein geschnitten unter die Erde gemischt werden.
  • Gemüse- und Obstreste: Sie können in kleinen Mengen dem Kompost zugeführt werden, der dann ins Hochbeet gelangt.

Vermeide jedoch Zitrusfrüchte, Zwiebeln und Knoblauch, da sie die Bodenstruktur negativ beeinflussen können oder andere Pflanzen schädigen.

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9. Was kann man gegen Engerlinge im Hochbeet tun?

Engerlinge sind Larven verschiedener Käferarten und können Wurzeln von Pflanzen schädigen. Um Engerlinge im Hochbeet zu bekämpfen, kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Regelmäßig den Boden lockern und auf Engerlinge kontrollieren.
  • Nematoden einsetzen, die gezielt Engerlinge bekämpfen, ohne andere Nützlinge zu schädigen.
  • Den Boden mit Neemöl behandeln, um die Engerlinge abzutöten.

10. Wie decke ich ein Hochbeet ab?

Ein Hochbeet kann mit verschiedenen Materialien abgedeckt werden, um den Boden vor Frost oder Austrocknung zu schützen. Dazu zählen Vlies, Stroh oder Laub. Achte darauf, dass das Material atmungsaktiv ist, um Staunässe zu vermeiden.

11. Warum sackt das Hochbeet immer ab?

Ein Hochbeet sackt mit der Zeit ab, da die unteren Schichten verrotten und sich zersetzen. Dieser Prozess ist natürlich und trägt zur Nährstoffbildung und Humusbildung im Hochbeet bei. Um ein Absacken auszugleichen, kannst du das Hochbeet regelmäßig mit Kompost oder neuer Hochbeeterde auffüllen.

11.1. Wie fülle ich ein Hochbeet nach?

Wenn das Hochbeet abgesackt ist, kannst du es nach Bedarf mit Kompost, Hochbeeterde oder anderen geeigneten Materialien auffüllen. Achte darauf, das Hochbeet nicht zu überfüllen, da sonst der Drainageeffekt beeinträchtigt werden kann.

11.2. Was ist der Unterschied zwischen Hochbeeterde und normaler Erde?

Hochbeeterde ist speziell für die Verwendung in Hochbeeten entwickelt und enthält im Gegensatz zu normaler Erde mehr Nährstoffe, Humus und Mikroorganismen. Sie ist zudem lockerer und bietet eine bessere Drainage, was für das optimale Wachstum der Pflanzen im Hochbeet wichtig ist.

12. Sind Regenwürmer im Hochbeet gut?

Regenwürmer sind sehr nützlich im Hochbeet, da sie den Boden lockern, Humus bilden und die Zersetzung von organischem Material fördern. Sie tragen somit zur Bodengesundheit und dem Wachstum der Pflanzen bei. Du kannst Regenwürmer gezielt ansiedeln, indem du Kompost oder verrottetes Laub ins Hochbeet gibst.

13. Was mache ich mit dem Hochbeet im Winter?

Im Winter solltest du das Hochbeet abdecken, um den Boden vor Frost zu schützen und die Verrottung der unteren Schichten zu fördern. Verwende atmungsaktive Materialien wie Vlies, Stroh oder Laub. Du kannst auch winterharte Pflanzen wie Grünkohl oder Winterportulak im Hochbeet anbauen, um die Beetfläche auch im Winter zu nutzen.

14. Wer hat das Hochbeet erfunden?

Die genaue Herkunft des Hochbeets ist nicht bekannt, jedoch wurden bereits in der Antike und im Mittelalter ähnliche Anbauformen verwendet, um den Pflanzenanbau zu erleichtern und die Bodenqualität zu verbessern. Die heutigen Hochbeete sind eine moderne Weiterentwicklung dieser historischen Anbaumethoden.

15. Fünf interessante Fakten rund um das Hochbeet

  1. In der Antike wurden in den Hängenden Gärten von Babylon bereits Hochbeet-ähnliche Strukturen verwendet, um die Gärten auf mehreren Ebenen anlegen zu können.
  2. Hochbeete eignen sich besonders gut für die Anzucht von Heil- und Küchenkräutern, da sie durch die erhöhte Lage weniger von Schnecken und anderen Schädlingen befallen werden.
  3. In der Permakultur sind Hochbeete ein wichtiger Bestandteil des Anbausystems, da sie das Prinzip der "Zonen" nutzen, um Pflanzen optimal zu platzieren und eine harmonische Mischkultur zu ermöglichen.
  4. Hochbeete können auch auf Balkonen oder Terrassen aufgestellt werden, um auch in städtischen Umgebungen frisches Gemüse und Kräuter anbauen zu können. Besonders vorteilhaft ist dies für Menschen, die keinen eigenen Garten besitzen oder in Mietwohnungen leben.
  5. Hochbeete sind nicht nur praktisch, sondern können auch als gestalterisches Element im Garten dienen. Durch die Verwendung von unterschiedlichen Materialien und Formen können sie das Erscheinungsbild des Gartens aufwerten und individuelle Akzente setzen.

16. Zusammengefasst …

Ein Hochbeet ist eine vielseitige und praktische Lösung für den Anbau von Gemüse, Kräutern und Blumen in Gärten, auf Balkonen oder Terrassen. Durch die erhöhte Lage und die besondere Schichtung des Substrats bietet es zahlreiche Vorteile wie bessere Wachstumsbedingungen, geringeren Schädlingsbefall und eine ergonomischere Arbeitsweise. Mit den richtigen Tipps und Tricks zur Planung, Befüllung, Pflege und Bepflanzung steht dem erfolgreichen Gärtnern im Hochbeet nichts mehr im Wege.

Von der Standortwahl über die optimale Schichtung bis hin zur Bepflanzung mit harmonisch abgestimmten Pflanzengemeinschaften ist die Gestaltung eines Hochbeets ein spannendes Projekt, das zu einem ertragreichen und gesunden Garten beiträgt. Dabei sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt – sei es bei der Auswahl der Materialien, der Form des Hochbeets oder der Zusammenstellung der Pflanzen. So wird das Hochbeet nicht nur zum produktiven Anbauort, sondern auch zum dekorativen Element im Garten.

Neben den vielen Vorteilen, die ein Hochbeet bietet, lassen sich auch einige Herausforderungen bewältigen. Dazu zählen unter anderem der Schutz vor Schädlingen wie Engerlingen, die richtige Düngung und die Pflege des Hochbeets im Winter. Mit etwas Erfahrung und den passenden Tipps kannst du jedoch auch diese Hürden meistern und dein Hochbeet optimal nutzen.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Verwendung von Küchenabfällen und anderen natürlichen Materialien zur Düngung und Verbesserung der Bodenstruktur im Hochbeet. Auf diese Weise kannst du Ressourcen schonen und gleichzeitig zur Gesundheit und dem Wachstum deiner Pflanzen beitragen.

Insgesamt bietet das Hochbeet eine faszinierende Möglichkeit, sowohl für erfahrene Gärtner als auch für Anfänger, ihre Leidenschaft für das Gärtnern auf eine neue Ebene zu heben. Die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten und die Vielfalt der Pflanzen, die in einem Hochbeet gedeihen können, lassen keine Langeweile aufkommen und sorgen für eine abwechslungsreiche und ertragreiche Gartensaison.

Jetzt, da du umfangreiches Wissen über Hochbeete erlangt hast, bist du bestens gewappnet, um dein eigenes Hochbeet zu planen, zu bauen und zu bepflanzen. Viel Erfolg und Freude beim Gärtnern im Hochbeet!

Bilder: Copyright WoodBlocx.

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17. Ergänzung oder Frage von dir?

Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?

Fehlt etwas im Beitrag? ... Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!

 

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Das Bauen-und-Heimwerken-Projekt entstand aus einer Dachdämmungs-CD-ROM, die Peter zusammen mit mehreren Mitstreitern Anfang der 2000er in eine Heimwerker-Seite umwandelte. Als Hausbesitzer, Gartenbetreiber und leidenschaftlicher Holzwerber bereitet es ihm viel Freude, über Heimwerkerprojekte zu recherchieren, Experten zu befragen und sich eine möglichst einfache und anschauliche Umsetzung der Sachverhalte und How-Tos zu überlegen.

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