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Oh Gott, wir haben den Holzwurm in der Kommode!

Bestimmt haben Sie auch schon an alten Möbelstücken kleine Wurmlöcher entdeckt, aus denen vielleicht noch  Bohrmehl rieselt.

Wir möchten Ihnen in diesem Kapital eine Vielzahl von Holzschädlingen vorstellen, die das gelagerte oder verarbeitende Holz befallen. Weiterhin wird erklärt, wie man Holz vor diesen Schädlingen schützen kann, bzw. wie bereits befallendes Holz behandelt werden muss.

Inhalt: Holzschädlinge – was tun?

  1. Pilze
    Voraussetzungen für das Wachstum der Pilze
  2. Wichtige Pilzschädlinge
    Echter Hausschwamm
    Weißer Porenschwamm
    Brauner Kellerschwamm (Warzenschwamm)
    Der Zaunblättling
    Bläuepilze
  3. Insekten
  4. Wichtige Insektenschädlinge
    Der gemeine Nagekäfer (auch Klopf-oder Pochkäfer)
    Der Hausbockkäfer
    Der Splintholzkäfer
  5. Holzschutz
    • Holzart
    • Holzbeschaffenheit
    • Konstruktion
    • Holzschutzmittel
  6. Fazit
  7. Bücher zum Thema

Holzschädlinge - was tun? Zuerst gilt es, den Schädling zu erkennen. Holzschädlinge können unterteilt werden in:

  • Pilze
  • Insekten

Punkt 1

baum pilz hoehle xcp 564

Pilze

Pilze entstehen aus Sporen, die wiederum im Fruchtkörper erzeugt werden. Das Mycel ist der vegetative Hauptteil des Pilzes. Er besteht aus einem wurzelähnlichen Geflecht, mit deren Hilfe der Pilz die Nahrung aus seiner Umgebung(Holz) zieht.
Um sich zu entwickeln, benötigen Pilze kein Sonnenlicht, da sie kein Blattgrün besitzen.

Voraussetzungen für das Wachstum der Pilze sind:

  • Nährstoffe (Holzinhaltsstoffe)
  • eine Holzfeuchtigkeit von über 15%
  • Temperaturen zwischen 15 und 30°C
  • ruhende Luft (Hausschwamm)

Punkt 2

pilz baum golden yq 564

Wichtige Pilzschädlinge

Echter Hausschwamm

Serpula lacrimans
Sachverständigenbüro für Zimmerei und Holzbau Lutz Weidner / Thüringen, Serpula lacrimans, CC BY-SA 3.0

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Mögliche Ausprägungen des Echten Hausschwamms; Bild: Ralf Roletschek

Der Hausschwamm ist der gefährlichste Pilz des verarbeiteten Holzes und in vielen Bundesländern meldepflichtig. Der Hausschwamm ist in der Lage, Mauerwerk zu durchdringen und mit seinen Strängen Wasser zu transportieren. Da auch Reste des Pilzkörpers nach Jahren in der Lage sind bei entsprechenden Bedingungen wieder aufzuleben, ist eine Sanierung mit hohen Kosten verbunden und muss von einem Fachmann gründlich ausgeführt werden.Der Hausschwamm zersetzt die Zellulose, sodass das Holz bald in bröckelige, braune Würfel zerfällt ("würfelbrüchig").

 

Weißer Porenschwamm

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Schadbilder Weißer Porenschwamm; Bild: Ralf Roletschek

Ist vorzugsweise in Nadelhölzern vorzufinden und ist in seinem Aussehen dem echten Hausschwamm sehr ähnlich. Das befallene  Holz ist ebenso rotbraun verfärbt und mit der Zeit würfelbrüchig.

Im Gegensatz zum Hausschwamm kommt er auch im Freien vor. Er benötigt viel Feuchtigkeit, ist jedoch bei Trockenheit in der Lage in eine Trockenstarre zu verfallen. Bei entsprechender Feuchtigkeit lebt er dann wieder auf.

 

Brauner Kellerschwamm (Warzenschwamm)

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Typische Braunfäule vom Braunen Kellerschwamm; Bild: Ralf Roletschek

KellerschwammDer braune Kellerschwamm kommt neben feuchten Gebäuden auch im Freien vor, besonders bei Holz, das mit dem Erdreich in Verbindung steht. Er fällt besonders durch seine typischen braunen Mycelstränge auf.

Im Gegensatz zum Hausschwamm benötigt er sehr viel Feuchtigkeit. Wenn es trocken wird, stirbt er schnell ab.
Hat er günstige Bedingungen, ist er ebenso zerstörerisch wie die oben beschriebenen Pilzarten.

 

Der Zaunblättling

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Andreas Kunze, 2005-03-24 Gloeophyllum sepiarium 2, CC BY-SA 3.0

Er befällt im Freien befindliches Nadelholz, z.B. Fensterholz, Zäune, Geländer usw. Er benötigt wie der Kellerschwamm sehr viel Feuchtigkeit, ist aber in der Lage in Trockenstarre zu verfallen.

Das Gefährliche an diesem Pilz ist, dass er lange Zeit nicht zu erkennen ist. Er beginnt sein zerstörerisches Treiben erst im Inneren des Holzes. Wenn plötzlich aus einem Fensterholz ein Fruchtkörper des Pilzes wächst, ist das Fensterholz bereits vollständig zerstört.

 

Bläuepilze

 Bläuepilz
Cholo Aleman, Bläuepilz, CC BY-SA 3.0

Der Bläuepilz ernährt sich im Gegensatz zu den anderen beschriebenen Pilzschädlingen von den in den Speicherzellen gelagerten Inhaltsstoffen, d.h. Zellulose wird nicht zersetzt und die Festigkeit des Holzes bleibt erhalten.

Er befällt gerne den Kiefernsplint, aber auch andere Nadel-und Laubhölzer.

Der Befall führt zu einer Verblauung der befallenen Stellen, wodurch dieses Holz dekoratives Möbel- oder Bauholz nicht mehr verwendet werden kann. Ist das Holz ausreichend trocken, kann es ohne Probleme deckend gestrichen werden.

Punkt 3

holzwurm roetlich op 564

Insekten

Die Insekten machen ihre meist über mehrere Jahre verlaufende Entwicklung vom Ei über Larve und Puppe bis zum fertigen Insekt im Holz durch.

Dabei wird das Holz ausschließlich durch die Larve geschädigt, die Gänge ins Holz frisst.

Folgende Bedingungen sind für die Entwicklung von Insektenschädlingen wichtig:

  • die Holzfeuchtigkeit muß mindestens 15 % betragen
  • die Temperaturen müssen zwischen 15-30°C liegen

Punkt 4

Wichtige Insektenschädlinge

Der gemeine Nagekäfer (auch Klopf-oder Pochkäfer)

holzwurm stamm loecher pp 564Typische Löcher bei Befall

Die Larven dieser Käferart werden als "Holzwurm" bezeichnet. Der Käfer an sich ist ca. 5 mm lang und dunkel gefärbt. Er legt seine Eier (ca. 40 Stück) meist in schon befallendes Holz.

Die Entwicklung der Larve dauert je nach den Bedingungen 1-3 Jahre und meistens werden Möbelteile, Holzfußböden oder Holzverkleidungen, weniger im Dachstuhl.

holzwurm muster so 564Manche Holzwürmer haben Sinn für Ästhetik

 

Der Hausbockkäfer

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Bild: Ralf Roletschek

Der Holzbockkäfer ist der gefährlichste Insektenschädling und er befällt ausschließlich Nadelholz (in der Regel das Splintholz).

Er ist gerne Dachstühle, Fachwerk und Fußböden zu finden. Die Entwicklung zum fertigen Käfer dauert ca. 3-6 Jahre. Im ausgewachsenen Stadium ist die Larve ca. 25 mm lang und frisst am Tag um die 50 mg Holz.

Video: Holzwurm erkennen

 

Der Splintholzkäfer

Der Splintholzkäfer befällt hauptsächlich den Splint von Laubhölzern, wie Eiche, Esche und Ahorn. Die Entwicklung dauert 1 bis 3 Jahre. Der Splintholzkäfer befällt auch trockenes Holz ab 7%.

Punkt 5

Holzschutz

Beim vorbeugenden Holzschutz sind folgende Kriterien von besonderer Wichtigkeit:

  1. Holzart
  2. Holzbeschaffenheit
  3. Konstruktion
  4. Holzschutzmittel

 

a) Holzart

Wie bei der Vorstellung der Holzschädlinge ersichtlich, gibt es Holzarten, die weniger schnell befallen werden (z. B. Eiche), da sie Holzinhaltsstoffe besitzen, die insektizid und fungizid wirken.

Weiterhin sollte beachtet werden, das die Holzinhaltsstoffe sich vornehmlich im Kern befinden, weniger im Splint. Ein Holzfenster aus Kiefernkernholz hält wesentlich länger, als bei Verwendung von Splintholz.

b) Holzbeschaffenheit

Holz im Außenbereich ist im Jahr großen klimatischen Veränderungen ausgesetzt (Trockenheit, Regen, Kälte, Wärme). Da Holz bei Veränderung der Holzfeuchte anfängt zu arbeiten (quellen bei Zunahme der Holzfeuchte/schwinden bei Abnahme der Holzfeuchte) muß auch  Augenmerk auf die Holzbeschaffenheit gelegt werden.

Die folgende Abbildung zeigt deutlich, wie der Jahrringverlauf sich auf das Schwundverhalten auswirkt. Da das Holz am stärksten in Richtung der Jahrringe arbeitet, sollte beim Aufschneiden des Holzes auf den Jahrringverlauf geachtet werden. Besser sind stehende Jahringe, da so ein gleichmäßiges Arbeiten des Holzes gewährleistet ist.

Image

Ein ungleichmäßiger Jahrringverlauf führt beim Arbeiten zu ungleichmäßigen Verformungen, wodurch Spannungen und Risse entstehen, in die Wasser eindringen können.

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, Holz mit möglichst wenig Ästen und Harzgallen zu verwenden.

c) Konstruktion

Folgende Konstruktionsregeln sollten beim Einsatz von Holz im Außenbereich beachtet werden:

  • Hinterlüftung von Außenwänden
  • Wasser darf auf Holzflächen auf keinen Fall stehenbleiben. Schrägungen und Abtropfkanten müssen mit eingeplant werden.
  • Holz muss ungehindert arbeiten können
  • Holz darf keinen Kontakt zum Erdreich haben

 

Holzschutzmittel

Chemischer Holzschutz wird in der Regel nur im Außenbereich eingesetzt. Im Innenbereich höchstens für tragende Elemente.

Man unterscheidet:

  • Wasserlösliche Holzschutzmittel, die für feuchteres Holz geeignet sind und aus unterschiedlichen Salzen bestehen.
  • Ölige Holzschutzmittel benötigen trockenes Holz, damit das Öl in die leeren Holzzellen eindringen kann.

Wichtig: Bitte beachten Sie die in den Gebrauchsanweisungen aufgeführten Sicherheitsempfehlungen der Hersteller.

Holzschutz mit Öl, Lasur oder Lack

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur

  • Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
  • Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
  • Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
  • Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
  • Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
  • Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
  • Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
  • Beide sind in bestimmtem Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.

Holzlasur: spezielle Eigenschaften

  • Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
  • Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
  • Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
  • Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.

Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht für einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.

Holzöl: spezielle Eigenschaften

  • Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
  • Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
  • Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
  • Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
  • Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
  • Gut geeignet auch für Holz mit geriffelten Oberflächen.
  • Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
  • Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.

Holzschutz mit Lack

  • Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
  • Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
  • Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
  • Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
  • Meist nicht für Fußböden oder Terrassendielen ausgelegt, die mechanische Beanspruchung würde den Lack schnell abtragen.

Welchen Lack soll ich wählen?

  • Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke.
  • Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm.
  • Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.

Zudem musst du dich für einen Lack auf Öl-, Lösemittel- oder Wasserbasis entscheiden:

  • Lacke auf Ölbasis werden heute selten verwendet. Sie sind zwar leicht aufzutragen, aber sehr geruchsintensiv und brauchen zum Aushärten oft Wochen. Zwei bis drei Farbschichten reichen für eine Lackierung aus.
  • Lacke auf Wasserbasis trocknen schneller und riechen weniger. Besonders bei Weichhölzern heben diese Lacke in Form von Klarlack zudem die Maserung des Holzes hervor.
  • Lacke auf Lösungsmittelbasis trocknen sehr schnell und werden gerne dort verwendet, wo eine schnelle und haltbare Aushärtung erforderlich ist. Diese Lacke haften in der Regel besser als wasserbasierte Lacke, sind einfach zu handhaben und liefern gute Ergebnisse. Aber sie enthalten halt die Lösungsmittel ...

Schutz vor Bläuepilz

Fichte oder Tanne sind draußen vom Bläuepilz bedroht. Hiergegen gibt es speziellen Holzschutzgrund.

Umweltfreundlichkeit, Gesundheit

Egal ob Öl, Lack oder Lasur: wir empfehlen, vor allem im privaten Bereich immer nur umweltfreundliche und auf gesundheitliche Unbedenklichkeit getestet Produkte zu verwenden. Achte auf entsprechende Siegel und Testberichte.

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur
 
Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
 
Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
 
Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
 
Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
 
Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
 
Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
 
Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
 
Beide sind in bestimmten Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.
 
 
Holzlasur: spezielle Eigenschaften
 
Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
 
Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
 
Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
 
Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.
 
Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.
 
 
 
Holzöl: spezielle Eigenschaften
 
Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
 
Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
 
Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
 
Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
 
Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
 
Gut geeignet auch für geriffelte Oberflächen.
 
Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
 
Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.
 
 
 
 
Holzschutz mit Lack
 
Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
 
Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
 
Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
 
Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
 
 
Welchen Lack soll ich wählen?
 
Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke. 
 
Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm. 
 
Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.
 
 
Schutz vor Bläuepilz
 
Fichte oder Tanne sind draußen vom Bläuepilz bedroht. Hiergegen gibt es speziellen Holzschutzgrund.

Doku: Vorsicht bei Holzschutzmitteln

HolzwurmViele der bereits beschriebenen chemischen Holzschutzmittel zu vorbeugenden Behandlung können auch bekämpfend eingesetzt werden.

Bei dem gemeinen Nagekäfer, der oft in Antiquitäten zu finden sind, können Mittel mit einer Injektionsspritze (siehe rechts) in die Wurmlöcher gespritzt werden. Anschließend werden die Löcher mit Wachs verschlossen.

Punkt 6

Fazit: Was kann ich gegen Holzschädlinge tun?

Der Befall mit Hausbock sollte von einem Fachmann beseitigt werden. Es müssen alle befallenen Hölzer ausgetauscht werden. Bei Dachstuhlbefall wird vielfach auch das Heißluftverfahren angewendet, bei dem heiße Luft van ca. 80°C 3 Tage auf das Holz einwirkt, bis alle Larven und Käfer abgetötet sind. Anschließend wird ein Holzschutzmittel eingesetzt.

Pilze benötigen zur Entwicklung hohe Feuchtigkeiten, deshalb ist bei ihrer Bekämpfung die Herkunft der erhöhten Feuchtigkeit festzustellen und zu beseitigen. Danach muss befallendes Holz ausgetauscht und mit Holzschutzmitteln behandelt werden.

Hausschwamm muss in vielen Bundesländern gemeldet werden und sollte nur von einer Fachfirma beseitigt werden.

Punkt 7

Bücher zum Thema



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