Holz schützen innen

Holz schützen innen: Vorteile und Nachteile der Möglichkeiten in Innenräumen

Holz verleiht Innenräumen eine wohnliche, warme Atmosphäre. Nicht nur Möbel aus Massivholz sind gefragt, sondern auch Holzböden, rustikale Deckenbalken aus Holz, Wandbeläge aus Holz sowie hochwertige Wohnaccessoires. Obwohl es sehr gute Holzdekore gibt, sind Optik und Beständigkeit vom echten Massivholz unerreicht.

Allerdings braucht das edle Echtholz eine aufmerksame Pflege. Nur sehr schonende Reinigungsmittel dürfen verwendet werden. Vor hartnäckigen Flecken und Schrammen sollten die Holzflächen nach Möglichkeit gut geschützt werden. Wir erläutern, welche unterschiedlichen Möglichkeiten es gibt.

Punkt 1

Holzschutz im Innenraum - Holz schützen und erhalten

Naturholz ist offenporig, was viele Vorteile hat. Das Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen, gibt diese jedoch beim Trocknen wieder ab. Dies ist gut für die Raumluft, hat jedoch leichte Holzbewegungen, Ausdehnen und Zusammenziehen zur Folge. Durch die Holzatmung sammelt sich im Raum weniger Feuchtigkeit an. Dies trägt zum natürlichen Raumklima bei.

Beitrag: Natüliches Raumklima schaffen

Natürliches Raumklima

Wald Sonne

Abbildung 1: Viele Menschen gehen in die Natur, um Kraft zu tanken. Da das nicht immer möglich ist, sollte das Zuhause mit natürlichen Materialien eingerichtet sein.

Natürliches Raumklima schaffen – Maßnahmen & Empfehlungen

Raumklima bezeichnet das Verhältnis zwischen Luftfeuchtigkeit und Temperatur in einem geschlossenen Raum. Diese haben großen Einfluss darauf, ob sich Menschen in Innenräumen wohlfühlen oder nicht. Wer zum Beispiel in eine unbeheizte Wohnung muss oder in einen feuchten Keller, merkt schnell, wie unangenehm, sogar teilweise gesundheitsschädlich, das Raumklima sein kann. In diesem Artikel wird erläutert, mit welchen Maßnahmen du ein gesundes, natürliches Raumklima erschaffst.

Schwierig kann der Erhalt sehr heller, empfindlicher Hölzer wie Birke oder Ahorn sein, wenn Holzböden und Holzmöbel bei einer großen Familie und spielende Kinder stark strapaziert werden.

Je nach Holzart sind die Holzoberflächen mehr oder weniger empfindlich. Harte Hölzer wie z.B. Eiche oder Nussbaum sind widerstandsfähiger als weiche Hölzer.

Eigenschaften der wichtigsten Holzarten

Ahorn

AhornBrinellhärte in N/mm2, circa-Werte: europäischer A. 27-30, kanadischer A. 35.

Ahorn, Berg-, Feld- und Spitzahorn

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): Bergahorn: 0,56, Spitzahorn: 0,59, Feldahorn: 0,68

Erscheinung: Alle Splintholzbäume, Bergahorn: Holz weiß bis gelblich, später nachdunkelnd, vereinzelnd dunkle Streifen und Flecken.
Spitzahorn dem Bergahorn sehr ähnlich, etwas dunkler, Feldahorn rötlichweiß bis hellbraun.

Eigenschaften: Bergahorn mäßig schwer, aber gleichmäßig dicht und fest, ziemlich elastisch, gut biegsam, gutes Stehvermögen. Spitz- und Feldahorn etwas schwerer, aber weniger biegsam und grobfaseriger.

Verwendung: Möbel, Furniere, Küchengeräte, Parkett/Diele, Musikinstrumente, Arbeitsplatten in der Küche.

Besonderheiten: Nicht witterungsbeständig, anfällig gegen Pilz-und Insektenbefall, Holz ist sehr gut zu bearbeiten, zu beizen und zu polieren.

 

 

Eiche

Eiche

Eiche ( Stiel-oder Sommereiche, Trauben-oder Wintereiche)

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 34-41

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,63

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint gelblichweiß, schmal und unbrauchbar, Kern gelblichbraun bis rötlichbraun. Im Radialschnitt sind die Markstrahlen als große Spiegel sichtbar.

Eigenschaften: hart, sehr fest, elastisch, schwindet wenig, sehr gutes Stehvermögen.

Verwendung: Innen- und Außenarbeiten, Möbel, Parkett/Diele, Brücken- und Wasserbau.

Besonderheiten: Kernholz sehr dauerhaft, beständig gegen Pilz-und Insektenbefall, sehr gerbstoffhaltig, Holz verfärbt sich nach Berührung mit Eisen. Gut zu bearbeiten, gute Öberflächenbehandlung.

 

Buche (Rotbuche)

Buche

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 32-34

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,66

ErscheinungReifholzbaum, gelblichrot bis rötlichbraun, Markstrahlen gut sichtbar, im Radialschnitt als Spiegel, im Sehnenschnitt als feine Striche.

Eigenschaften: schwindet, reißt und arbeitet sehr stark, schwer, mittelhart, wenig elastisch, läßt sich gedämpft gut biegen.

Verwendung: Sitzmöbel, Treppen, Parkett/Diele, Sperrholz, Drechslerarbeiten, Maschinenbau, Küchenarbeitsplatten.

Besonderheiten: nicht witterungsfest, anfällig gegen Pilz- und Insektenbefall, läßt sich gut beizen und polieren.

 

parkett stoeckelschuh 51 564

Brinellhärte

Mit dem so genannten Brinell-Verfahren wird die Härte eines Holzes bestimmt. Zu diesem Zweck wird eine 10 mm dicke Stahlkugel mit 500 N - das entspricht der Gewichtskraft von 50 kg - 15 Sekunden lang in das Holz gedrückt und 30 Sekunden festgehalten. Aus der Fläche des Eindrucks und der Druckkraft errechnet man mithilfe einer speziellen Formel die Brinellhärte. Ein höherer Wert entspricht einer höheren Härte.

Gemessen wird meist quer bzw. senkrecht zur Holzfaser, da die Parkettstäbe auch so verbaut werden. Bei Holzpflaster und Hirnholzboden werden die Klötze "stehend" verbaut. Die Druckfestigkeit in Faserrichtung ist höher als die Brinellhärte quer zur Faserrichtung.

Harthölzer weisen, wie der Name leicht andeutet, eine höhere Härte auf als weiche Nadelhölzer.

 

Esche

EscheBrinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 37-42

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,69

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint breit und gelblichweiß, Kern erst bei älteren Bäumen sichtbar bräunlich abgesetzt, Faserverlauf oft wellig.

Eigenschaften: hart, schwer, zäh und biegsam, gute Stehvermögen, schwindet wenig.

Verwendung: Feines Möbel- und Furnierholz, Sportgeräte, Werkzeuge, Drechsler- und Bildhauerarbeiten.

Besonderheiten: gering witterungsfest, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, läßt sich gut bearbeiten und oberflächenbehandeln.

 

Kirsche

Kirsche

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: europäisch 29-31, amerikanisch (Black Cherry) 25

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,60

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint rötlichweiß, Kern dunkler, oft grünstichig, stark nachdunkelnd, Jahresringe und Markstrahlen deutlich sichtbar. 

Eigenschaften: mäßig hart, mittelschwer, gutes Stehvermögen, schwindet wenig, elastisch, feinfaserig.

Verwendung: Möbelholz, Parkett, Furniere, Musikinstrumente.

Besonderheiten: wenig witterungsbeständig, anfällig gegen Pilz-und Insektenbefall, sehr gut zu bearbeiten, zu beizen und zu oberflächenbehanden.

 

Birke

BirkeBrinellhärte in N/mm2, circa-Wert: europäisch 22-27,  kanadisch (Yellow Birch) 34

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,62

Erscheinung: Splintholzbaum, Farbe gelblich bis rötlichweiß, Jahresringe sehr fein und schwer zu erkennen, im Längsschnitt unregelmäßiger, geflammter Faserverlauf, auffällige "Spiegel ".

Eigenschaften: mäßig schwer, relativ hart, zäh und ziemlich elastisch, gutes Stehvermögen, schwindet relativ wenig.

Verwendung: Möbel, Furniere, Tische und Stühle, Parkett/Diele, Drechsler- und Schnitzarbeiten.

Besonderheiten: nicht witterungsbeständig, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, sehr gut zu beizen und gute Oberflächenbehandlung möglich.

 

Kiefer

Kiefer

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 19-20

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,52

Erscheinung:  Kernholzbaum, Splint gelblichweiß, Kern ist dunkler und dunkelt stark nach. Spätholz gegen Frühholz deutlich abgegrenzt. Kleine Harzgänge erscheinen im Längsschnitt als feine Streifen.

Eigenschaften: mäßig hart, elastisch und sehr fest, mäßig leicht, gutes Stehvermögen, schwindet sehr wenig.

Verwendung:  Tischler- und Bautischlerarbeiten, Möbelholz, Fußböden, Sperrholz, Furniere.

Besonderheiten: Muß vor dem Beizen entharzt werden. Splintholz nicht beständig gegen Pilz-und Insektenbefall.Der Kern ist wesentlich beständiger.

 

Fichte

Fichte

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 12-15

Rohdichte (in g/cm³ bei 15% Holzfeuchte): 0,47

Erscheinung: Holz gelblichweiß bis bräunlich. Reifholzbaum, Kern unterscheidet sich farblich nicht vom Splint, ist jedoch glänzender. Wenige Harzgänge, die jedoch sehr harzreich sind.

Eigenschaften: mäßig leicht, weich bis mittelhart, elastisch und fest, arbeitet wenig, leicht zu bearbeiten, gut zu beizen, zu verleimen und zu imprägnieren.

Verwendung:  Tischler- und Bautischlerarbeiten, langsam gewachsenes Holz wird als Resonanzböden von Klavieren und Decken von Geigen benutzt, Industrieholz, z. B. für Kisten.

Besonderheiten: das Holz ist bedingt witterungsbeständig, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, Astquerschnitte in der Regel oval, vorhandene Harzgallen müssen ausgebohrt werden.

 

Eigentlich sind Echthölzer recht pflegeleicht, denn es reicht, sie regelmäßig schonend zu entstauben, ab und zu nebelfeucht abzuwischen und in größeren Abständen mit einer Holzpflege zu behandeln. Jedes natürliche Holz reagiert jedoch empfindlich auf farbige Flüssigkeiten, z. B. auf Saft, Wein, Kaffee, Tee, nicht sofort entfernte Soßenflecken und vieles mehr.

Es gibt allerdings wirksame Mittel, die Holzflächen zu schützen. Den großen Esstisch oder Küchentisch, den Tisch im Kinderzimmer können Sie z.B. mit einer durchsichtigen Tischdecke belegen. Die Folien sind selbsthaftend, ohne auf dem Holz zu kleben. Online können Sie bei einigen Anbietern sogar die Tischfolie nach Maß kaufen. Wie die bekannten Fensterfolien lassen sich auch diese Folien einfach und völlig rückstandsfrei abziehen. Das Holz kommt danach wieder ganz naturbelassen zum Vorschein.

Nicht für alle Möbel und schon gar nicht für den Fußboden sind Folien eine Lösung. Hier hilft eine schützende Direktbehandlung. Die Produkte für Pflege und Schutz lassen sich im Allgemeinen leicht aufstreichen oder einreiben und schützen das Holz für längere Zeit zuverlässig. Dazu kommen wir jetzt:

Punkt 2

Lasuren, Wachse, Öle und Lack für das Holz im Vergleich

Kurzüberblick: Öl, Lasur oder Lack – Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Holzschutz mit Öl, Lasur oder Lack

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur

  • Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
  • Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
  • Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
  • Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
  • Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
  • Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
  • Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
  • Beide sind in bestimmtem Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.

Holzlasur: spezielle Eigenschaften

  • Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
  • Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
  • Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
  • Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.

Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht für einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.

Holzöl: spezielle Eigenschaften

  • Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
  • Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
  • Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
  • Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
  • Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
  • Gut geeignet auch für Holz mit geriffelten Oberflächen.
  • Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
  • Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.

Holzschutz mit Lack

  • Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
  • Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
  • Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
  • Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
  • Meist nicht für Fußböden oder Terrassendielen ausgelegt, die mechanische Beanspruchung würde den Lack schnell abtragen.

Welchen Lack soll ich wählen?

  • Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke.
  • Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm.
  • Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.

Zudem musst du dich für einen Lack auf Öl-, Lösemittel- oder Wasserbasis entscheiden:

  • Lacke auf Ölbasis werden heute selten verwendet. Sie sind zwar leicht aufzutragen, aber sehr geruchsintensiv und brauchen zum Aushärten oft Wochen. Zwei bis drei Farbschichten reichen für eine Lackierung aus.
  • Lacke auf Wasserbasis trocknen schneller und riechen weniger. Besonders bei Weichhölzern heben diese Lacke in Form von Klarlack zudem die Maserung des Holzes hervor.
  • Lacke auf Lösungsmittelbasis trocknen sehr schnell und werden gerne dort verwendet, wo eine schnelle und haltbare Aushärtung erforderlich ist. Diese Lacke haften in der Regel besser als wasserbasierte Lacke, sind einfach zu handhaben und liefern gute Ergebnisse. Aber sie enthalten halt die Lösungsmittel ...

Schutz vor Bläuepilz

Fichte oder Tanne sind draußen vom Bläuepilz bedroht. Hiergegen gibt es speziellen Holzschutzgrund.

Umweltfreundlichkeit, Gesundheit

Egal ob Öl, Lack oder Lasur: wir empfehlen, vor allem im privaten Bereich immer nur umweltfreundliche und auf gesundheitliche Unbedenklichkeit getestet Produkte zu verwenden. Achte auf entsprechende Siegel und Testberichte.

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur
 
Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
 
Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
 
Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
 
Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
 
Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
 
Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
 
Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
 
Beide sind in bestimmten Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.
 
 
Holzlasur: spezielle Eigenschaften
 
Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
 
Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
 
Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
 
Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.
 
Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.
 
 
 
Holzöl: spezielle Eigenschaften
 
Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
 
Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
 
Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
 
Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
 
Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
 
Gut geeignet auch für geriffelte Oberflächen.
 
Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
 
Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.
 
 
 
 
Holzschutz mit Lack
 
Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
 
Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
 
Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
 
Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
 
 
Welchen Lack soll ich wählen?
 
Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke. 
 
Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm. 
 
Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.
 
 
Schutz vor Bläuepilz
 
Fichte oder Tanne sind draußen vom Bläuepilz bedroht. Hiergegen gibt es speziellen Holzschutzgrund.

Lasur

Soll die natürliche Holzfarbe erhalten bleiben, wählen Sie eine klare Lasur.

Vorgehen:

  1. Reinigen Sie vor dem Lasieren die Holzflächen gründlich von Staub und oberflächlichem Schmutz.
  2. Entfernen Sie Flecken mit einem Spezialmittel für Holz.
  3. Die farblose Innenlasur lässt sich anschließend leicht auftragen. Die eher dünnflüssigen Lasuren tragen Sie am besten mit einem weichen Pinsel auf. Dabei kommt es darauf an, auch winzige Rillen bei Holzverzierungen sowie Fugen nicht auszulassen.

Behandeln Sie bei Tischplatten ruhig auch die Unterseite mit der Lasur.

Falls Sie älteres, angegrautes Holz wieder farbfrisch machen wollen, verwenden Sie eine Holzlasur in der originalen Holzfarbe. Auch farbige Lasuren beeinträchtigen nicht die schöne Holzmaserung. Nach mehreren Jahren lässt allerdings der Schutz nach und die Lasur sollte erneuert werden.

Innenlasuren halten die Poren beim Holz bedingt offen. So bleibt das Holz trotz Schutzauftrag weiterhin auf natürliche Weise atmungsaktiv.

Video: Tipps und Tricks beim Lasieren von Holz

Länge: 10 Minuten

Wachs und Öl

Wachs und Öl sind natürliche Holzpflegemittel, die das Holz gut schützen.

Vorgehen:

  • Das Holz muss staubfrei, trocken und sauber für den Erstauftrag sein.
  • Ist Ihr Fußboden, sind Ihre Holzmöbel oder Wandbeläge gewachst oder geölt, verwenden Sie für den Neuauftrag immer das gleiche Mittel, also Öl oder Wachs. Vor dem wiederholten Auftrag von Öl oder Wachs müssen alte Wachs- und Ölschichten entfernt und das Holz gründlich, aber sehr schonend gereinigt werden. Zur gründlichen Holzreinigung finden Sie im örtlichen Baumarkt oder in Online-Shops spezielle Holzreinigungsmittel.
  • Wachse werden mit einem weichen Lappen aufgetragen.
  • Holzöl bringen Sie am besten mit einem weichen Pinsel oder einem sauberen, weichen Tuch auf.

Sowohl Wachs wie Öl dringen teilweise ins Holz ein. Wie mit einer Lasur können Sie mit Wachs und Öl leichte Farbveränderungen erreichen. Beide Mittel eignen sich für jedes unbehandelte Holz sowie für die ein- bis zweijährliche Erneuerung des Auftrags.

Beide Produkte beeinträchtigen nicht die Atmungsaktivität vom Holz.

Siehe auch:

Video: Ratgeber Holz ölen (Welches Öl für welche Holzart?

Video-Ratgeber Holz ölen

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Holz braucht Schutz, um gegen Schädlinge und Feuchtigkeit gewappnet zu sein. In den meisten Fällen kann auf gesundheitlich unbedenkliche Öle zurückgegriffen werden. Doch welches Öl nehme ich bei welcher Holzart (Fichte, Kiefer, Eiche, Esche ...) Das Video klärt auf, worauf im einzelnen zu achten ist.

Video: Was man bei Wachsen von Holz beachten sollte

Länge: 22 Minuten

Beitrag: Holzböden & Parkett ölen

Holzböden & Parkett ölen

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Holzböden & Parkett ölen – 3-Schritt-Anleitung, Video

Das Ölen eines Parkett- oder Holzbodens kommt von der optischen Wirkung her einer Neuverlegung gleich. Die ursprüngliche Schönheit des Holzes kommt durch das Ölen wieder hervor. Voraussetzung ist eine fachmännische Vorgehensweise. Aber keine Angst - das Ölen von Parkett ist ein Kinderspiel, wenn Sie unserer 3-Schritt-Anleitung folgen.

Klarlack

Klarlack ist eine dauerhafte Lösung, die für Möbel und Wandpaneele besser geeignet ist als für den Holzboden.

Vorgehen:

  • Vorherige Öle, Wachse, Staub und Schmutz müssen gründlich entfernt werden.
  • Glatte Holzflächen können Sie leicht anschleifen. Hat das Holz Schrammen, füllen Sie diese mit einer Holzreparatur auf. Im Handel werden dafür fertige Kits angeboten, die leicht anwendbar sind.
  • Tragen Sie den Klarlack genau nach der jeweiligen Gebrauchsanweisung mit einem Anstrich oder zwei Anstrichen auf.

Der durchsichtige, dünne Lack überdeckt nicht die schöne Massivholzoptik. Der Klarlack schließt jedoch die Poren dauerhaft. Damit wird auch die ursprüngliche Holzatmung nicht mehr funktionieren. Qualitativ wird das Holz jedoch nicht geschädigt.

Nach einer Lackierung ist jedes Holz dauerhaft gegen Feuchtigkeit und eindringende Flecken geschützt. Die Oberflächen sind jetzt sehr pflegeleicht. Sie können normale, nicht säurehaltige Reinigungsmittel verwenden. Wünschen Sie einen neuen Look, können Holzmöbel und Paneele natürlich auch farbig lackiert werden.

Video: Tipps und Tricks zum Lackieren | Vorbereitungen

Länge: 7 Minuten

 Punkt 3

Wie gut ist das Holz durch die Mittel geschützt?

Lasuren und Lacke bieten den nachhaltigsten Schutz für jedes Holz in allen Innenräumen. Wein-, Teeflecken, Flecken von Malstiften, Tuschfarben, Knete usw. sollten dennoch sofort entfernt werden. Manche Flüssigkeiten können auf Lack oder Lasur allerdings blinde Flecken erzeugen. Hochwertiger Lack ist sogar scheuerbeständig.

Öl und Wachs bieten einen bedingten Feuchtigkeits-, Schmutz- und Fleckenschutz. Die sofortige schonende Fleckenentfernung ist hier ein Muss, soll sich das Holz nicht verfärben. Es gibt spezielle Holzpflegeprodukte für Hölzer mit Öl- oder Lasurflächen. Scharfe Reinigungsmittel dürfen nicht verwendet werden, ebenso wenig dürfen die Flächen gescheuert werden.

Punkt 4

Massivholzschutz schützen und erhalten - kein Problem

Alle Produkte für den Holzschutz in Räumen sind einfach anzuwenden. Arbeitsaufwand und Kosten richten sich nach der Größe der Flächen und Anzahl unbehandelter Holzmöbel. Wählen Sie einen Schutz Ihrer Wahl für die Fußböden, Wandtäfelungen und Möbel aus Massivholz. Mit einem guten Holzschutz ist für das Holz ein weitaus geringer Aufwand an Pflege nötig.

Punkt 5

Wichtig für die Gesundheit

Die Entscheidung für Raumausstattungen mit Massivholz wird auch durch den Gesundheitswert von natürlichem Holz beeinflusst. Umso wichtiger ist es, bei allen Produkten zum Schutz vor Flecken und Feuchtigkeit auf Freiheit von Schadstoffen zu achten. Je nach Produkt können alle hier genannten Produkte chemische Komponenten enthalten, die für Allergiker gesundheitsgefährdend sind und die Raumluft beeinträchtigen können. Nicht nur im Kinderzimmer sollte daher auf ökologische Öle, Wachse, Lasuren und Lacke geachtet werden.

Doch nicht nur der Holzschutz kann schädlich sein, bestimmte Holzsorten sondern im Laufe der Zeit ungesunde Stoffe ab. Details dazu hier beim Deutschlandfunk.

Punkt 6

Leserumfrage: Womit schützt du?

Womit schützt du dein Innenholz?

 

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Punkt 7

Weiterlesen

Parkettversiegelung

Parkettversiegelung

Für die Versiegelung von Parkett stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Wir stellen diese mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen vor.

Holzschädlinge – was tun?

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Oh Gott, wir haben den Holzwurm in der Kommode!

Bestimmt haben Sie auch schon an alten Möbelstücken kleine Wurmlöcher entdeckt, aus denen vielleicht noch  Bohrmehl rieselt.

Wir möchten Ihnen in diesem Kapital eine Vielzahl von Holzschädlingen vorstellen, die das gelagerte oder verarbeitende Holz befallen. Weiterhin wird erklärt, wie man Holz vor diesen Schädlingen schützen kann, bzw. wie bereits befallendes Holz behandelt werden muss.

Dielen / Parkett abschleifen und versiegeln

Geschliffene DielenEine der häufigsten Renovierungsarbeiten in Altbauten ist das Abschleifen und versiegeln von Parkett bzw. Dielen. Aus gutem Grund: Kaum eine Renovierungsmaßnahme bringt solch frischen Glanz in alte Räume. Mit dem notwendigen Hintergrundwissen lässt sich diese Tätigkeit auch vom Heimwerker durchführen. Wir zeigen, wie beim Abschleifen und Versiegeln von Parkett und Dielen fachgerecht vorgegangen wird. 

Holzböden & Parkett ölen

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Holzböden & Parkett ölen – 3-Schritt-Anleitung, Video

Das Ölen eines Parkett- oder Holzbodens kommt von der optischen Wirkung her einer Neuverlegung gleich. Die ursprüngliche Schönheit des Holzes kommt durch das Ölen wieder hervor. Voraussetzung ist eine fachmännische Vorgehensweise. Aber keine Angst - das Ölen von Parkett ist ein Kinderspiel, wenn Sie unserer 3-Schritt-Anleitung folgen.

Video-Ratgeber Holz ölen

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Holz braucht Schutz, um gegen Schädlinge und Feuchtigkeit gewappnet zu sein. In den meisten Fällen kann auf gesundheitlich unbedenkliche Öle zurückgegriffen werden. Doch welches Öl nehme ich bei welcher Holzart (Fichte, Kiefer, Eiche, Esche ...) Das Video klärt auf, worauf im einzelnen zu achten ist.

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