Neues Parkett

Parktett pflegen: Wischen mit Holzbodenseife | Alltags-Pflege | Pflegemittel

Parkett – der Bodenbelag aus Holz ist nach wie vor einer der beliebtesten Bodenbeläge für Wohnräume. Üblicherweise kommen für Parkett Harthölzer wie Eiche oder Buche zum Einsatz. Sie sind zugeschnitten und werden in verschiedenen Mustern verlegt. Ein Parkettboden ist hochwertig und durch seine nahezu fugenfrei geschlossene Fläche hygienisch.

Wir zeigen, wie man Parkettböden richtig pflegt, welche Pflegemittel man am besten verwendet und stellen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Versiegelungen vor.

Wissenswertes zur Parkettpflege ► Welchea Pflegemittel für geölte, gewachste oder lackierte Parkettböden? ► Versiegelung auffrischen mit Holzbodenseife ► Parkett versiegeln ► Hartöl✓ Hartwachsöl✓ Parkettlack ► alle Tipps auf Dielen ebenfalls anwendbar

Punkt 1

1. So pflegt man das Parkett richtig

Durch eine regelmäßige Pflege behalten Parkettböden ihre ansprechende Optik. Ein entscheidender Aspekt bei der Pflege von Parkett ist die Versiegelung des Bodenbelags. Sie verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit in das Holz. Deshalb sollte man nach dem Verlegen das Parkett richtig ölen oder mit einem Lack versiegeln.

1.1. Parkett saugen

Gut versiegeltes Parkett muss im Alltag nur mit einem leicht angefeuchteten Reinigungstuch und passenden Pflegemitteln gewischt werden. Für die Reinigung zwischendurch reicht oft auch einfaches Saugen. 

Saug- und Wisch-Häufigkeit: nach Bedarf

Achten Sie aber darauf, dass der Staubsaugerkopf so eingestellt ist, dass er das Parkett nicht verkratzt. Am besten ist es, der Staubsauger verfügt über eine spezielle Parkettdüse.

1.2. Parkett wischen: Welche Pflegemittel braucht man?

Häufigkeit

  • Wenn der Parkettboden versiegelt ist, sollte man ihn maximal einmal in der Woche mit einem nebelfeuchten Tuch und Parkettpflegemitteln wischen. 
  • Die Häufigkeit hängt von den individuellen Umständen ab. Ein kinderreicher Haushalt mit viel Besuch muss sicherlich öfter wischen als ein Ein-Personen-Haushalt, der nur Abends in Socken über das Parkett geht.

Wird der Boden mit der Zeit stumpf, ist dies ein wichtiger Indikator, dass das Parkett intensiver (bzw. öfter mit Holzbodenseife) gepflegt werden muss.

Bei der Wahl der Pflegemittel muss man unbedingt darauf achten, dass diese sich für die Art der Versiegelung des Parketts eignen:

  • Pflegemittel, die Silikonöle oder Mineralöl-Derivate enthalten, sollten Sie vermeiden.
  • Stattdessen können Sie Parkettpflegemittel ins Wischwasser geben, die, je nach Art der Versiegelung des Parketts, wasserlösliche, rückfettende Polymere sowie Wachse beinhalten.

Achten Sie vor allem bei einem mit Hartöl versiegelten Parkett darauf, ihn nur mit einer speziellen Holzbodenseife zu reinigen.

Sinn der Parkettpflege mit Holzbodenseife ist es, eine zusätzliche schützende Schicht über der Versiegelung aufzutragen, die sogenannte Opferschicht.

Vorsicht: Beim Auftragen von Pflegemitteln darf nur nebelfeucht gewischt werden. Wasserlachen schaden dem Parkettboden potentiell, denn diese können zum Aufquellen führen. Allerdings gibt es auch Parkettpflegemittel, die einen großzügigen Auftrag mit Holzbodenseifen-Lösung fordern. Darum sollte man immer die Anwendungsanleitung des Mittels durchlesen.

Wie ist dein Parkett bzw. Holzfußboden versiegelt?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Gewachst mit Hartwachsöl 10 Stimmen
Lackiert 5 Stimmen
Geölt mit Hartöl 4 Stimmen

Punkt 2

2. Vorgehen Parkettpflege von geöltem Parkett mit Holzbodenseife

2.1. Erstmal gründlich reinigen

Steht die intensivere Pflege Ihres Parketts mit Wischen und Holzbodenseife an, müssen Sie den Boden vor der Behandlung zunächst gründlich reinigen. Saugen Sie erst den Staub ab und wischen Sie anschließend nebelfeucht OHNE Holzbodenseife. Wichtig ist, dass der Wischlappen tatsächlich nur leicht feucht ist und keinesfalls triefend nass. Wringen Sie den Lappen deshalb lieber einmal öfter aus. Geben Sie ein für Ihren Parkettboden angemessenes Reinigungsmittel in das Wischwasser.

2.2. Alltägliches Wischen bzw. Reinigen mit der Holzbodenseife

Hinweis: Eventuell benötigen Sie einen speziellen Mop zum Auftragen und Wischen mit der Holzbodenseife.

  1. Füllen Sie 2 Eimer mit warmen Wasser.
  2. Geben Sie in einen der Eimer Holzbodenseife gemäß Anleitung auf der Seife dazu.
  3. Tauchen Sie den Wischer in den Eimer mit der Seife ein und wischen Sie gemäß Anleitung auf der Seite.
  4. Tauchen Sie anschließend den Wischer (den Mop oder das Wischtuch) in den Eimer mit dem klaren Wasser und spülen Sie es darin sauber.
  5. Zum Schluss wischen Sie dieselbe Fläche noch einmal nebelfeucht mit der Seifenlösung nach und lassen diese trocken.

Hinweis: Nicht nass mit klarem Wasser nachwischen, dann würden Sie ja die Schutzschicht durch die Seifenlösung wieder mit wegwischen.

2.3. Dickere Schutzschicht mit der Seifenlösung auftragen

  1. In diesem Fall wischen Sie den gereinigten Parkettboden mit einer konzentrierteren Seifenlösung (mehr Teile Holzbodenseife pro Wasseranteil). Für die genaue Mischung bitte die Anleitung auf der Holzbodenseife zu Rate ziehen.
  2. Die intensive Seifenlösung dünn in Faserrichtung auftragen.
  3. Trocknen lassen.
  4. Den Vorgang zwei- bis viermal wiederholen.

2.4. Videoanleitung geöltes Parkett mit Holzschutzseife pflegen

Länge: 2 Minuten

2.5. Tabus in der Parkettpflege

Parkettfußböden dürfen auf keinen Fall mit aggressiven Reinigungsmitteln behandelt werden. Auch Dampfreiniger sind absolut tabu: Das Naturprodukt Holz würde durch zu große Hitze nachhaltig beschädigt werden. Verzichten Sie außerdem auf den Einsatz der sonst so hilfreichen Mikrofasertücher. Sie sind in der Regel (Ausnahmen: Mikrofaser für Parkett) für die Parkettpflege nicht geeignet und schaden der Oberfläche des Parketts.

Punkt 3

3. Gewachstes Parkett pflegen

Hier gelten im Grunde genommen alle Empfehlungen, die zuvor gegeben wurden. 

  • Nutzen Sie zum alltäglichen Wischen ein mildes, nicht aggressives Mittel.
  • Besonders: verwenden Sie einen Mopp-Bezug aus Baumwolle und nicht aus Mikrofaser (dieses neigt dazu, den Parkettboden zu zerkratzen).
  • Zur Auffrischung des Holzwachses gibt es sogenannte Pflegewachse. Diese werden normalerweise mit einem Lappen aufgetragen, es gibt aber auch Pflegewachse, die einfach aufgesprüht werden.
  • Am Ende wird das Parkett mit einem passenden weißen Pad kurz poliert und schon ist die Wachsschicht aufgefrischt.

Punkt 4

4. Lackiertes Parkett pflegen

Die Lackschicht macht den Parkettboden robuster und widerstandsfähiger und im Vergleich zu geöltem Parkettboden pflegeleichter.

Dennoch gelten im Prinzip alle bisherigen Empfehlungen, nur dass keine Holzbodenseife beim Wischen zum Einsatz kommt. 

Für die alltägliche Reinigung gilt: keine aggresiven Reiniger, kein Mikrofaser!

Für die Auffrischung der Lack-Versiegelung gibt es spezielle Zusätze für das Wischwasser. Diese bitte gemäß Anleitung verwenden.

 Punkt 5

5. Parkett versiegeln – ölen oder wachsen?

Wenn Sie Ihrem Parkett Pflege auf ganzer Linie angedeihen lassen wollen, geht es um mehr als um dessen Reinigung. Es braucht eine Versiegelung, die den hohen Belastungen des Alltagslebens standhalten kann. Für Böden, die einer größeren Belastung standhalten müssen, empfiehlt sich ein ausdauernder Lack. Bei Oberflächen mit geringerer Beanspruchung kann auch Hartöl oder Hartwachsöl verwendet werden.

Geölte Parkettböden haben den Vorteil, dass die Oberfläche natürlich aussieht und fußwarm ist. Überdies lässt sich der geölte Bodenbelag später mit geringerem Aufwand abschleifen und nachölen.

Wir stellen hier die verschiedenen Möglichkeiten der Versiegelung von Parkett mit ihren Vor- und Nachteilen vor:

5.1. Hartöl

Bei Hartöl handelt es sich um eine Mischung verschiedener Ölsorten wie Leinöl oder Walnussöl, denen gelöste Harze beigemengt wurden. Der große Vorteil bei der Wahl von Hartöl als Versiegelung von Parkett ist, dass es schnell in die Poren eindringt. Das Harz lässt das Öl zügig aushärten und bietet dem Boden einen zusätzlichen Schutz. Sie können mehrere Schichten auftragen und die Laufspuren schnell nachbessern.

Ein Nachteil von Hartöl ist, dass es nur auf rohen Holzboden aufgetragen werden kann – wurde er vorher schon einmal lackiert, ist eine Versiegelung mit Hartöl nicht mehr möglich.

Die Vorteile von Hartöl:

  • hohe Widerstandskraft
  • kurze Trocknungszeit
  • schützt das Holz von innen
  • betont die Holzfarbe des Bodens
  • hält die Holzporen geöffnet
  • reparaturfreundlich, weil das Parkett leicht abgeschliffen werden kann

Die Nachteile von Hartöl:

  • Boden muss regelmäßig nachgeölt werden
  • Reinigung nur mit spezieller Holzbodenseife
  • bildet keine Schutzschicht

5.2. Hartwachsöl

Die Verwendung von Hartwachsöl lässt sich mit einer umweltfreundlichen Lackversiegelung vergleichen. Das Hartwachsöl bildet eine effektive Schutzschicht gegen Schmutz und Feuchtigkeit und lässt sich nach dem Trocknen unkompliziert reinigen.

Doch es gibt auch Nachteile: Die mit Hartwachs versiegelten Poren sind weniger atmungsaktiv als bei Hartöl. Außerdem braucht Hartwachsöl vergleichsweise lange zum Aushärten.

Vorteile von Hartwachsöl:

  • einzigartige Optik: Farbe und Maserung werden betont
  • unkomplizierte Reinigung
  • gesundheitlich unbedenklich, wenn ein passendes Produkt gewählt wird
  • bildet eine Schutzschicht

Nachteile von Hartwachsöl:

  • Wachs ist hitzeempfindlich
  • Trocknungszeit von 14 Tagen
  • Hartwachsöl versiegelt die Poren des Holzes

5.3. Parkettlack

Parkettlack ist die richtige Wahl, wenn das Parkett glänzen soll. Der Fußboden wird durch den Parkettlack belastbar und angenehm glatt. Nachteilig ist aber, dass bei Rissen Feuchtigkeit eindringen und unschöne Verfärbungen hervorrufen kann. Ein weiterer Nachteil eines lackierten Bodens ist, dass das Holz eine seiner schönsten Eigenschaften verliert: Ein mit Lack versiegelter Parkettboden ist nicht fußwarm.

 Vorteile von Parkettlack:

  • Parkett glänzt und ist angenehm glatt
  • sehr belastbar
  • bereits nach der Verlegung ohne zusätzliche Pflege nutzbar
  • keine speziellen Reinigungsmittel erforderlich
  • leichtes Entfernen von Schmutz
  • Auffrischung durch das Auftragen von Polish möglich

Nachteile von Parkettlack:

  • dämmt die positiven Eigenschaften des Holzes
  • Sanierung nur durch Abschleifen der ganzen Fläche möglich
  • feuchte Böden neigen zur Rutschgefahr
  • bei Rissen empfindlich gegen Wasser

Punkt 6

6. Tipps, um das Parkett im Alltag zu schonen

Ob Sie sich nun für Hartöl, Hartwachsöl oder Lack für die Versiegelung entscheiden, mit einem Parkett haben Sie immer einen hochwertigen Bodenbelag zu Hause. Damit das Parkett lange intakt bleibt, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Tragen Sie beim Begehen des Parkettbodens keine Straßenschuhe und insbesondere keine hohen Absätze. Vor allem Absätze oder andere harte Gegenstände verursachen schnell Kratzer und Schäden in der Opferschicht. Bieten Sie deshalb Besuchern Hausschuhe an.
  • Nutzen Sie für Möbel Filzgleiter zum Schutz des Bodens.
  • Verwenden Sie für Schreibtischstühle spezielle für Parkett geeignete Rollen
  • Stellen Sie Zimmerpflanzen möglichst nicht direkt auf das Parkett. Nutzen Sie stattdessen Pflanztöpfe mit einer Unterlüftung oder Pflanzenroller.
  • Achten Sie auf ein optimales Raumklima, denn Holz reagiert auf zu hohe oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Die richtige Temperatur liegt zwischen 18 °C und 20 °C, die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 55 % bis 65 % liegen.

Punkt 7

7. Ergänzungen und Fragen von Lesern

  • Frage: Kann man mit heissem Wasser und Spülmittel Tapetenkleister und Grundierungsreste vom Parkettboden entfernen?
    Von: anonym
    Antwort bauen-und-heimwerken.de: Generell wird empfohlen, Tapetenkleister oder Grundierung erst einmal nur mit lauwarmen Wasser aufzuwischen. Je besser der Zustand der Versiegelung des Parketts, umso problemloser geht dies vonstatten. Achte aber darauf, dass kein Wasser in die Fugen gelangt und das das Wasser nicht allzu lange auf dem Parkett steht, damit es dieses nicht aufquillen lässt. Tipp: Nehme statt Spülmittel lieber Holzseife, wenn du ein Reinigungsmittel hinzufügen musst, um hartnäckige Rückstände wegzubekommen.

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parkett laminat 564Parkett gehört zu den wohl beliebtesten Fußbodenbelägen. Das liegt nicht nur an der hochwertigen Qualität und an seinem ästhetischen Aussehen, sondern auch an der behaglichen Atmosphäre, die Holz verströmt. Holz ist als nachwachsender Rohstoff besonders umweltverträglich und zeichnet sich dadurch aus, dass es robust und lange haltbar ist. Das bleibt es jedoch nicht ohne Ihr Zutun. Damit ein Parkettboden seine Ästhetik behält, braucht er sorgfältige und schonende Reinigung und Pflege. Am einfachsten funktioniert das mit speziellen Reinigungsmaschinen, aber auch mit professionellen Maschinen sollten Sie unsere Tipps zur Pflege und Reinigung unbedingt beachten.

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