Öffentliche Bank im Herbstlaub

Stadtmöbel im privaten Garten – Dos and Don'ts rund um die private Verwendung von Bänken, Pollern und Co.

Der heimische Garten ist des Hausbesitzers ganzer Stolz. Mit viel Aufwand und Leidenschaft wird geplant, gepflanzt und gestaltet. Sobald es um die Möblierung geht, stoßen die Wünsche aber oft auf eine anders gestaltete Realität. Denn viele Angebote für die Privatgärten entsprechen nicht den Vorstellungen. Wie wäre es deshalb mit einem anderen Ansatz? Warum nicht einfach Stadtmöbel für den privaten Freibereich nutzen?

Stadtmöbel für den eigenen Garten – warum nicht? ► Was zeichnet Stadtmöbel aus? ► Stadtmöbel versus private Gartenausstattung ► Typische Möbel für den Privatgarten ► kreative Ideen mit gebrauchten Stadtmöbeln ► Vorteile und Herausforderungen im Überblick

Punkt 1

1. Was sind Stadtmöbel?

Neben verschiedenen anderen Funktionen ist es die Aufgabe des öffentlichen Raums, den Aufenthalt der „Öffentlichkeit“, also aller Menschen, zu ermöglichen. Das wird möglich, indem Plätze, Höfe, Straßen und andere Flächen ansprechend gestaltet werden. Ähnlich einem privaten Wohnraum werden verschiedene Objekte platziert, die die Nutzbarkeit steigern und die Aufenthaltsqualität erhöhen sollen - die Stadtmöblierung.

Gemeint sind damit beispielsweise Bänke, Tische, Sitzgruppen und andere Objekte, die den Aufenthalt erlauben. Hinzu kommen aber auch pragmatische, stark zweckorientierte Dinge, wie Mülleimer, Fahrradständer und Sperrpfosten. Ergänzt um Beleuchtungsobjekte vom Leuchtpoller bis zur Straßenlaterne ergibt sich ein Portfolio, das aus jedem nichtssagenden Platz einen ansprechenden Aufenthaltsbereich gestalten kann.

1.1. Stadtmöbel versus private Gartenausstattung

Was Stadtmöbel von privaten Ausstattungsobjekten rund um den Garten unterscheiden, sind vor allem zwei Dinge: Zum einen ist die Belastbarkeit und Dauerhaftigkeit von Möbeln für den öffentlichen Raum weit höher ausgelegt, als im privaten Rahmen. Denn die Objekte werden tagtäglich durch weit mehr Personen beansprucht und unterliegen damit einem weit höheren Verschleiß.

Darüber hinaus ist aber auch die Gestaltung einer Möblierung des öffentlichen Raums in der Regel zurückhaltender und eher am „mainstream“ orientiert. Wo private Gärten nur dem Gärtner selbst gefallen müssen, soll der öffentliche Raum möglichst alle Menschen gleichermaßen ansprechen.

Punkt 2

2. Öffentliche Ausstattungsobjekte im privaten Einsatz

Nicht immer entsprechen die Angebote für Privatgärten den Wünschen und Bedürfnissen der Eigentümer. Deshalb finden immer wieder Stadtmöbel ihren Weg in die heimischen Freibereiche. Dass das durchaus funktionieren kann, zeigt sich im Folgenden:

2.1. Typische Möbel für den Privatgarten

Die wohl häufigsten Möbel im privaten Garten überhaupt sind Sitzgelegenheiten, also Bänke, Stühle oder auch Loungemöbel. Viele davon sind nur begrenzt wetterfest und müssen im Winter oder bei Regen abgedeckt oder verräumt werden.

Stadtmöbel dagegen sind auf eine ganzjährige Nutzbarkeit hin konzipiert, so dass die private Parkbank eine interessante Alternative mit geringem Aufwand darstellen kann.

Aber auch sonstige Objekte vom Poller bis zur Effektleuchte lassen sich immer wieder aufs Neue harmonisch in die eigene Gartengestaltung integrieren.

Weniger geeignet erscheinen Zweckmöbel, wie etwa öffentliche Mülleimer, Aschenbecher oder auch Fahrradständer. Sie erfüllen zwar im Privaten ebenso ihren Zweck. Allerdings erscheinen sie häufig funktional überdimensioniert, so dass der Garten rasch zum öffentlichen Park, Bahnhofsvorplatz oder Ähnlichem mutiert. Deshalb ist die Zahl sinnvoll verwendbarer Stadtmöbel klar begrenzt.

2.2. Die Gartenmöblierung neu gedacht - kreative Ideen mit gebrauchten Stadtmöbeln

Neben neuen Produkten ergibt sich immer wieder die Chance, gebrauchte Stadtmöbel günstig zu erwerben. Entweder sind diese immer noch unbeschädigt und damit hervorragend privat einsetzbar. Oder aber defekte Teile werden ausgetauscht und sind mit etwas Glück für private Gärten zu bekommen.

Hier bieten sich ganz neue Möglichkeiten, etwa das dauerhafte Bankgestell nach eigenen Vorstellungen neu mit einer Sitzfläche zu versehen. Oder der gebrochene Natursteinpoller findet dekorativ im Blumenbeet als Anlehnung an antike Funde ein neues Heim. Von der Sperrkette bis zum Laternenpfahl bieten sich kreativen Köpfen unzählige Möglichkeiten, gebrauchte Ausstattungsobjekte des öffentlichen Raums im neuen Kontext zu verwenden.

Punkt 3

3. Vorteile und Herausforderungen im Überblick

Dass Stadtmöbel auch im privaten Rahmen verwendbar sind, ist nun klar. Im Vergleich zu ihren Pendants aus Baumarkt, Fachhandel oder Internet kommen sie aber mit einigen anderen Herausforderungen und auch Stärken daher:

3.1. Kosten und Haltbarkeit

Stadtmöbel sind robuster und auf eine intensivere Nutzung ausgelegt, als private Gartenausstattung. Das schlägt sich vor allem in einem höheren Preis nieder. Das heißt, wer auf Objekte für den öffentlichen Raum zurückgreift, muss sich in den meisten Fällen auf höhere Anschaffungskosten einstellen.

Andererseits dürften Unterhalt, Reparatur und Ersatz dagegen perspektivisch betrachtet weit günstiger sein. Stadtmöbel lohnen deshalb vor allem für die Gärten, die nicht oder nur gering verändert werden. Oder aber es werden nur die Objekte, beispielsweise Bänke, gewählt, die sich auch in veränderte Konzepte mit hoher Sicherheit integrieren lassen.

3.2. Herkunft und Erwerb

Häusliche Gartenobjekte von der Stange lassen sich einfach über den Fachhandel oder im Baumarkt anschauen und direkt erwerben. Auch das Internet bietet heute die Möglichkeit, aus einer unglaublichen Fülle an Produkten zu wählen und diese direkt nach Hause zu bestellen.

Urbane Möbel dagegen werden von weit weniger Händlern angeboten und sind meist auch nicht sofort vor Ort erhältlich. Stattdessen folgt auf eine Bestellung eine Lieferzeit, in der die Objekte gefertigt und gegebenenfalls nach Kundenwunsch angepasst werden. Das bedeutet für Stadtmöbel eine weniger allgegenwärtige Verfügbarkeit und unter Umständen eine Wartezeit.

Dafür unterliegen diese Produkte aber weit härteren Prüfungen, so dass der klassische Fehlkauf minderwertiger Fernostprodukte bei Stadtmöbeln nahezu ausgeschlossen ist. Das heißt, eine geringere Flexibilität beim Kauf wird bei Stadtmöbeln mit einer gesicherten Herkunft und einer damit verbundenen hohen Qualität aufgewogen.

3.3. Die Optik

Wer den privaten Garten ausstattet, findet eine unerschöpfliche Fülle an verschiedenen Objekten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, sei es rustikal oder modern, dezent oder auffällig und exzentrisch.

Stadtmöbel dagegen sollen zwar auch gefallen. Allerdings ist die „Jury“ hier nicht ein einzelner Eigentümer oder eine Handvoll Personen der betroffenen Familie. Die bewertende Personenmenge ist die Gesellschaft, die den öffentlichen Raum nutzt. Deshalb sind Stadtmöbel zwar auch in verschiedenen Designs und Formensprachen erhältlich. Allerdings sind die einzelnen Objekte in aller Regel so dezent und zurückhaltend gestaltet, dass sie weder zu sehr auffallen, noch einem möglicherweise bald überholten Trend folgen. Sie sollen der Masse über eine möglichst lange Zeit hinweg gefallen und auch bei wechselnden Moden immer noch akzeptabel erscheinen.

Das macht die Verwendbarkeit im privaten Rahmen vor allem dann schwierig, wenn mehrere Objekte eingesetzt werden sollen. Dann besteht die große Gefahr, dass der Privatgarten zum öffentlichen Park wird und seine gestalterische Expressivität und die Identifikation mit seinem Besitzer verliert.

Punkt 4

4. Fazit - private Gärten und Freibereiche mit Stadtmöbeln ansprechend gestalten

Neben klassischen Gartenbänken, Dekoobjekten und anderen Artikeln aus dem Baumarkt bietet Stadtmöblierung eine echte Alternative für den heimischen Garten. An Stelle von Parks und Straßenräumen verhelfen die belastbaren und hochwertigen Produkte auch Privatgärten zu einer guten Nutzbarkeit und einer angemessenen Optik.

Allerdings muss dafür mit höheren Anschaffungskosten gerechnet werden. Und auch die gestalterischen Freiheiten sind zwar gegeben, ordnen sich aber meist stark einem allgemein anerkannten Geschmack unter. Wohl dosiert lässt sich ein Garten durch Stadtmöbel damit hervorragend aufwerten, solange die persönliche Note weiter erhalten bleibt.

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