Gartenmöbel

Gartenmöbel wie neu: Tipps zu Holz-, Kunststoff- und Rattan-Möbeln

Stichwort Nachhaltigkeit: Im Zeitalter des Klimawandels und der Rohstoff-Verknappung ist es wichtig, die Lebensdauer von ganz alltäglichen Dingen nach Möglichkeit zu verlängern. Um unseren Nachkommen einen einigermaßen lebenswerten Planeten zu hinterlassen, geht es vor allem darum, sich Gedanken darüber zu machen, wie es möglich ist, beispielsweise seinen alten Gartenmöbeln wieder neuen Glanz zu verleihen, bevor sie entsorgt und stattdessen einfach neue gekauft werden. In den meisten Fällen funktioniert das mit den richtigen Tipps und Tricks wesentlich einfacher, als man es bei der ersten entsetzten Betrachtung der in die Jahre gekommenen Gartenmöbel vermuten würde.

Inhalt: Wie man die alten Gartenmöbel wie neu aussehen lässt ► Kunststoff-Gartenmöbel auffrischen ► Auflagen richtig reinigen ► Rattan auffrischen ► Holzmöbel richtig reinigen ► Holzmöbel ölen / lasieren / lackieren

Punkt 1

1. Verwitterte Kunststoff-Gartenmöbel wieder auffrischen

Kunststoff-Gartenmöbel haben viele Vorteile. Sie sind günstig in der Anschaffung und durch ihr geringes Gewicht auch noch sehr einfach zu transportieren. Allerdings haben sie die Angewohnheit, schon nach kurzer Zeit in der freien Natur oder einem Winter im Keller ein wenig von ihrem ursprünglichen Glanz zu verlieren und schnell zu verwittern.

1.1. Oberflächliche Verschmutzung

Egal ob Tisch, Stuhl oder Gartenbank: Leichte Verschmutzungen lassen sich dabei mit lauwarmem Wasser und etwas Allzweck-Reiniger entfernen. Spezielle Reinigungsmittel sind nicht erforderlich. Als Alternative kann auch Spülmittel dazu verwendet werden, um eine einfache Oberflächenreinigung durchzuführen. Im Anschluss daran sollten die Gartenmöbel mit einem Mikrofasertuch getrocknet werden, damit sich keine hässlichen Wasserflecken bilden können.

1.2. Verfärbungen entfernen

Vor allem auf weißen Kunststoffmöbeln lagert sich Staub auf dem Kunststoff ab und führt so zu Verfärbungen des Materials. Diese Ablagerungen können mit speziellen Kunststoffreinigern entfernt werden. Als Hausmittel hat sich dafür auch Backpulver bewährt. Dieses wird auf ein feuchtes Tuch aufgetragen und im Anschluss daran die Möbel einfach damit eingerieben. Nach einer kurzen Einwirkzeit werden die Möbel dann mit klarem Wasser abgewaschen.

Das Natron im Backpulver löst selbst hartnäckige Verschmutzungen und Verfärbungen.

1.3. Don´t do this

Auf keinen Fall sollten die Kunststoff-Gartenmöbel mit einem Scheuermittel gereinigt werden. Dieses entfernt zwar ebenfalls die Rückstände, führt aber zu feinen Kratzern in der Oberfläche, in denen sich der „neue“ Schmutz dann noch besser ablagern kann.

1.4. Länger sauber bleiben

Wer den guten Zustand seiner Kunststoff-Gartenmöbel dauerhaft erhalten möchte, kann sie zusätzlich regelmäßig mit einer Autopolitur behandeln. Diese verleiht den Tischen und Stühlen nicht nur einen schönen Glanz, sondern sorgt auch dafür, dass der Schmutz und die Feuchtigkeit einfach von der Oberfläche abperlen und sich nicht im Material festsetzen können.

Punkt 2

2. Neue Frische für die Gartenmöbel-Auflagen

Zum Gesamteindruck zählen nicht nur die Gartenmöbel selbst, sondern ebenso die passenden Auflagen dafür. Wenn diese jedoch eine Zeit lang im Freien sind oder über den Winter nicht abgedeckt werden, bilden sich meistens unschöne Flecken. Die Auflagen lassen sich jedoch mit ein paar einfachen Handgriffen schonend und gründlich reinigen. In den meisten Fällen wird dafür kein starkes Reinigungsmittel, sondern lediglich ein wenig Wasser und ein mildes Waschmittel benötigt.

2.1. Möglichkeit Waschmaschine

Kleinere Bezüge können bei gröberer Verschutzung oft einfach in der Waschmaschine gewaschen und im Anschluss daran an der Luft getrocknet werden. Bitte die Hinweise auf den Etiketten am Bezug beachten.

2.2. Oder per Hand

Größere Bezüge oder Polster, bei denen sich der Bezug nicht abnehmen lässt, können aber auch relativ leicht mit der Hand gereinigt werden.

Dafür werden sie zunächst mit einer Bürste vor groben Verschmutzungen und Staub befreit.

Im Anschluss daran können sie einfach in der Badewanne mit etwas Spülmittel eingeweicht werden. Auf diese Art und Weise lassen sich die unreinen Stellen einfach mit einer Bürste abrubbeln.

2.3. Stockflecken

Oftmals bilden sich auf den Pölstern sogenannte Stockflecken. Dabei handelt es sich um kleine gelbliche und bräunliche Verfärbungen, die im Laufe der Zeit durch die Feuchtigkeit entstanden sind. Dagegen hilft am besten, den Saft einer Zitrone vorsichtig auf den entsprechenden Stellen zu verreiben.

2.4. Geruch beseitigen

Gegen den modrigen Geruch, der mit den Stockflecken oftmals einhergeht, hilft es, die Pölster mit einer Mischung aus Wasser und einem Schuss Essig abzureiben.

2.5. Wichig zur Aufbewahrung: vorher gründlich trocknen

Wichtig ist es, sie danach in der frischen Luft gut durchtrocken zu lassen, bevor man sie wieder in einer Auflagenbox aufbewahrt. Damit es dabei zu keinen Verformungen kommt, sollten sie flach liegend ausgedrückt und im Anschluss daran zum Abtropfen aufgehängt werden. Da dabei viel Wasser aus dem Kissen läuft, ist es beim Trocknen in geschlossenen Räumen wichtig, eine Unterlage unter den Wäscheständer zu stellen. Idealerweise sollten sie gleich im eigenen Garten getrocknet werden.

Wer es besonders eilig hat, kann auch den Trockner bei niedrigen Temperaturen verwenden. Allerdings nur bei Auflagen, die dafür nicht zusammengedrückt werden müssen, denn sonst kommt es erst wieder zu den ungeliebten Verformungen.

Punkt 3

3. So sehen die Rattan-Gartenmöbel wieder wie neu aus

In den letzten Jahren sind vor allem Rattan-Gartenmöbel wieder groß in Mode gekommen. Die Feuchtigkeit und vor allem die UV-Einstrahlung setzt diesen jedoch ziemlich stark zu und das Rattan bleicht deshalb aus. Zusätzlich verfärbt sich das Holz rund um die Schrauben oftmals dunkel. Doch auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten, die Rattan-Gartenmöbel wieder aufzufrischen.

3.1. Vergrauung verjüngen

Gegen die sogenannte „Vergrauung“ helfen Pflegeprodukte mit Bezeichnungen wie beispielsweise „Antigrau“ oder „Holzauffrischer“.



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Darin enthalten ist in den meisten Fällen ein Gemisch auf Basis einer Fruchtsäure, die die Rattan-Gartenmöbel wieder auffrischt. Das Pflegemittel wird dabei mit einem feinen Schleifvlies in das Holz eingearbeitet.

!! Damit das Holz dabei nicht beschädigt wird, ist allerdings eine sehr vorsichtige Vorgehensweise erforderlich !!

3.2. Blässe abdunkeln

Gegen die Verblassungen hilft darüber hinaus auch ein spezielles Pflege-Öl für Rattan-Produkte. Dieses zieht in das Holz ein und schützt es so vor der Feuchtigkeit. Damit die Tische und Stühle lange ihr gepflegtes Aussehen behalten, sollte das Öl in etwa zwei Mal pro Jahr aufgetragen werden.



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Auch die Behandlung mit einem Möbelwachs für offenporige Holzarten hilft dabei, verblasstes Rattan wieder aufzufrischen. Das Wachs ist unter anderem in flüssiger Form zum Auftragen mit einem Naturborsten-Pinsel und in Sprayflaschen zum Aufsprühen auf die Möbel erhältlich. Bei der Sprühvariante ist es wichtig, im Anschluss daran mit einem trockenen Tuch über die eingesprühten Stellen zu reiben, um das Wachs so in das Holz einzuarbeiten.

Punkt 4

4. Holz-Gartenmöbel richtig reinigen und auffrischen

Holz-Gartenmöbel sind in der Regel besonders zeitlos und sorgen auf der Terrasse und im Garten für Behaglichkeit und Gemütlichkeit. Allerdings hinterlassen Wind und Wetter auch auf ihnen schon nach kurzer Zeit ihre deutlich sichtbaren Spuren. Vor allem Sonne, Schnee und Regen setzt den Möbeln dabei besonders stark zu.

Früher waren Gartenmöbel oft aus lackiertem Weichholz wie etwa Buche oder Fichte gefertigt. Um den Glanz zu erhalten, mussten sie regelmäßig geschliffen und lackiert werden.

Heutzutage greifen die Hersteller zumeist zu etwas widerstandsfähigeren Hölzern wie etwa Teak oder Zeder. Die darin enthaltenen ätherischen Öle bieten einen natürlichen Schutz und machen keine besondere Behandlung erforderlich.

Beitrag: Gartenmöbel aus Holz - Materialwahl und Pflege

Gartenmöbel aus Holz - Materialwahl und Pflege

Gartenmöbel aus Holz

Gartenmöbel aus Holz sind höchst beliebt und sorgen für einen urigen und naturverbundenen Eindruck. Zudem verleihen sie - ähnlich wie Möbel aus Polyrattan - dem Garten einen exklusiven Touch. Viele Holzarten halten bei fachgerechter Pflege jahrzehntelang und altern würdevoll gemeinsam mit ihren Besitzern. Welches Holz beim Kauf bevorzugt und wie dieses dann gepflegt werden sollte, zeigt dieser Artikel.

4.1. Regelmäßig reinigen

Das heißt aber nicht, dass die Holz-Gartenmöbel deshalb nicht regelmäßig gereinigt werden sollten. Das funktioniert am besten mit einer Seifenlauge aus Naturseife. Denn diese enthält pflanzliche Öle, die das Holz nicht nur reinigt, sondern zusätzlich auch noch fettet.

Am einfachsten lässt sich die Seife mit einer Bürste oder einem Schwamm auftragen. Nach der Reinigung ist es wichtig, das Holz mit einem Lappen oder einem Tuch zu trocknen, damit keine Seifenlauge zurückbleibt.

4.2. Don´t do this

Da Mikrofasertücher dem Holz wertvolles Öl entziehen würden, sind sie in diesem Fall nicht geeignet.

4.3. Pflegen mit Öl

Wenn sich nicht mehr alle Verschmutzungen rückstandsfrei entfernen lassen, empfiehlt sich die Behandlung mit einem Pflege-Öl. Um Vergrauungen zu verhindern, muss das Öl mindestens zwei bis drei Mal pro Jahr aufgetragen werden. Damit dabei der Schutz des Holzes erhalten bleibt, sollte das Öl frei von Lösungsmitteln sein. Bei der Behandlung wird es einfach mit einem Pinsel oder einem Tuch aufgetragen und dann für mehrere Stunden an einem schattigen Plätzchen getrocknet.

Bei starken Vergrauungen oder einer intensiven Schmutz-Schicht ist es sinnvoll, die Oberfläche nach der Reinigung mit einem Papier der Körnung 100 oder 120 abzuschleifen. Im Anschluss daran sollte das Holz mit einem Mikrofasertuch abgerieben und eine Schutzschicht aufgetragen werden.

4.4. Videotipps: Gartenmöbel aus Holz reinigen, auffrischen und entgrauen

Länge: 10 Minuten

Punkt 5

5. Holz-Gartenmöbel: Lackieren oder lasieren?

Viele Besitzer von Holz-Gartenmöbel fragen sich, ob sie ihre Tische und Stühle lieber lackieren oder lasieren sollen. Dazu ist zunächst einmal wichtig zu wissen, was dabei der Unterschied ist. In kurzen und einfachen Worten: Lacke bilden eine Schutzschicht, während Lasuren in das Holz eindringen und nur einen dünnen Film auf der Oberfläche bilden.

Im sichtbaren Ergebnis besteht der Hauptunterschied darin, dass bei der Lasur die optischen Oberflächenmerkmale des Untergrundes wie etwa Strukturen und Maserungen auch nach dem Anstrich noch erkennbar sind, während das bei einer Lackierung nicht mehr der Fall ist.

Der längste Schutz für die Holz-Gartenmöbel wird durch einen deckenden Anstrich mit einem Lack erreicht. Für Holz im Außenbereich gibt es dafür spezielle Holzfarben. Grundsätzlich kann aber so gut wie jeder Lack für den Innen- und Außenbereich verwendet werden. Der große Vorteil bei einem Lack ist, dass es damit auch möglich ist, die Optik einer Holz-Gartengarnitur durch eine andere Farbe vollständig zu verändern. Um ein schönes und gleichmäßiges Ergebnis zu erhalten, sollte vor der Farbe eine entsprechende Grundierung aufgetragen werden.

Die Lasur ist vor allem immer dann die richtige Wahl, wenn es darum geht, die Natürlichkeit des Holzes zu erhalten. Lasuren sind entweder farblos, in unterschiedlichen Holztönen oder in weiß erhältlich. Idealerweise sollte der gleiche Farbton oder eine Nuance dunkler auf das Holz aufgetragen werden. Soll das Holz aufgehellt werden, ist es wichtig, die Oberfläche vor dem Auftragen der Lasur abzuschleifen.

Holzschutz mit Öl, Lasur oder Lack

Holzschutz mit Öl, Lasur oder Lack

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur

  • Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
  • Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
  • Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
  • Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
  • Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
  • Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
  • Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
  • Beide sind in bestimmtem Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.

Holzlasur: spezielle Eigenschaften

  • Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
  • Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
  • Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
  • Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.

Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht für einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.

Holzöl: spezielle Eigenschaften

  • Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
  • Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
  • Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
  • Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
  • Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
  • Gut geeignet auch für Holz mit geriffelten Oberflächen.
  • Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
  • Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.

Holzschutz mit Lack

  • Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
  • Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
  • Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
  • Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
  • Meist nicht für Fußböden oder Terrassendielen ausgelegt, die mechanische Beanspruchung würde den Lack schnell abtragen.

Welchen Lack soll ich wählen?

  • Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke.
  • Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm.
  • Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.

Zudem musst du dich für einen Lack auf Öl-, Lösemittel- oder Wasserbasis entscheiden:

  • Lacke auf Ölbasis werden heute selten verwendet. Sie sind zwar leicht aufzutragen, aber sehr geruchsintensiv und brauchen zum Aushärten oft Wochen. Zwei bis drei Farbschichten reichen für eine Lackierung aus.
  • Lacke auf Wasserbasis trocknen schneller und riechen weniger. Besonders bei Weichhölzern heben diese Lacke in Form von Klarlack zudem die Maserung des Holzes hervor.
  • Lacke auf Lösungsmittelbasis trocknen sehr schnell und werden gerne dort verwendet, wo eine schnelle und haltbare Aushärtung erforderlich ist. Diese Lacke haften in der Regel besser als wasserbasierte Lacke, sind einfach zu handhaben und liefern gute Ergebnisse. Aber sie enthalten halt die Lösungsmittel ...

Schutz vor Bläuepilz

Fichte oder Tanne sind draußen vom Bläuepilz bedroht. Hiergegen gibt es speziellen Holzschutzgrund.

Umweltfreundlichkeit, Gesundheit

Egal ob Öl, Lack oder Lasur: wir empfehlen, vor allem im privaten Bereich immer nur umweltfreundliche und auf gesundheitliche Unbedenklichkeit getestet Produkte zu verwenden. Achte auf entsprechende Siegel und Testberichte.

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur
 
Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
 
Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
 
Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
 
Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
 
Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
 
Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
 
Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
 
Beide sind in bestimmten Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.
 
 
Holzlasur: spezielle Eigenschaften
 
Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
 
Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
 
Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
 
Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.
 
Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.
 
 
 
Holzöl: spezielle Eigenschaften
 
Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
 
Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
 
Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
 
Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
 
Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
 
Gut geeignet auch für geriffelte Oberflächen.
 
Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
 
Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.
 
 
 
 
Holzschutz mit Lack
 
Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
 
Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
 
Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
 
Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
 
 
Welchen Lack soll ich wählen?
 
Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke. 
 
Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm. 
 
Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.
 
 
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Punkt 6

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