Richtiges Bett kaufen – Tipps für Bettrahmen, Matratze und Nutzung

„Wie man sich bettet, so liegt man“ lautet ein altbekanntes Sprichwort. Rund ein Drittel unserer Lebenszeit verbringt der durchschnittliche Deutsche in seinem Bett. Nirgendwo anders halten wir uns durchgängig so lange auf wie in unserem Schlafgemach.

Ein Bett zu kaufen, bedeutet weit mehr als die Wahl eines schönen Möbelstücks – es betrifft deine Nächte, deine Erholung und damit deine Gesundheit. In diesem Artikel erfährst du, worauf du beim Bettkauf und bei der Nutzung wirklich achten solltest, damit du nicht ein Bett bekommst, das nur gut aussieht – sondern eines, auf dem du auch gut schläfst. 

Die wichtigsten Antworten auf die drängendsten Fragen zu den Themen Bettenkauf und Bettennutzung gibt es hier. ► Wie das richtige Bett finden? ► Welches Lattenrost? ► Metallfrei? ► Wann ein Bett kaufen? ► Feng-Shui-Tipps ► Entsorgung des alten Bettes

Bett - was ist wichtig?

Inhalt: Bett - was ist wichtig?

Kurz zusammengefasst

  • Bettwahl: Ein neues Bett sollte unter Berücksichtigung von Bettrahmen, Lattenrost und Matratze gewählt werden – idealerweise als abgestimmtes System, nicht nur einzeln.
  • Schlafposition: Ob Rückenschläfer, Seitenschläfer oder Bauchschläfer – deine Liegeposition bestimmt maßgeblich, welche Matratze oder welches Bettgestell geeignet ist.
  • Materialien & Verarbeitung: Massivholz, Metall oder Polster: Jedes Material hat spezifische Eigenschaften hinsichtlich Pflege, Lebensdauer und Komfort – Qualität zeigt sich auch in Verbindungselementen und Verarbeitung.
  • Klimaregulation & Liegehygiene: Ein guter Schlaf hängt davon ab, wie gut Bett und Matratze Wärme und Feuchtigkeit abtransportieren, und wie regelmäßig man Pflegearbeiten wie Lüften oder Beziehen durchführt.
  • Ergonomie bei Sonderfällen: Körperliche Besonderheiten wie Rückenprobleme oder verändertes Gewicht erfordern oft eine individuellere Lösung – z. B. motorisierte Lattenroste oder Liegeanalyse.
  • Qualitätsmerkmale & Nachhaltigkeit: Langlebigkeit erkennt man an robusten Konstruktionen, guten Zertifikaten und nachhaltigen Materialien – ein Bett ist eine Investition für Jahre.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

Ein neues Bett: Was ist wichtig?

Wer daran denkt, ein neues Bett zu kaufen, sollte dabei vor allem die folgenden Faktoren im Auge behalten:

  • Art des Bettes
  • Gesundheitliche Aspekte
  • Pflegeintensität
  • Preis

Wir beantworten hier die Fragen, die sich Menschen beim Kauf eines neuen Bettes stellen. Zu den populärsten Bett-Typen gehören vor allem

  • Holzbetten,
  • Metallbetten,
  • Polsterbetten,
  • Wasserbetten und
  • Boxspring-Betten.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Bettarten: vom einfachen Palettenbett bis zum Luxus Bett.

Die gängigsten Materialien für ein Bett

Holzbett

Als Klassiker gelten nach wie vor Holzbetten. Sie sind aus Massivholz gefertigt und vor allem aus gesundheitlicher Sicht die erste Wahl. Die Oberflächen lassen sich sehr einfach mit einem trockenen Tuch abwischen.

Bei günstigen Möbeln können Spanplatten mit formaldehydhaltigen Bindemitteln verarbeitet sein. Formaldehyd steht in hohen Konzentrationen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. In der EU gelten jedoch strenge Grenzwerte, sodass Produkte mit der Emissionsklasse E1 nur sehr geringe Mengen freisetzen dürfen. Wer empfindlich reagiert, sollte dennoch auf Massivholz oder auf zertifizierte, emissionsarme Plattenwerkstoffe achten.

Metallbett

Metallbetten sind vor allem für Allergiker eine gute Wahl, da sie sich mit einem feuchten Tuch reinigen lassen. Sie sind in vielen unterschiedlichen Variationen erhältlich und lassen sich durch ihr geringes Gewicht auch einfach transportieren und in der Wohnung variabel verstellen. 

Polsterbett

Polsterbetten schaffen eine behagliche Wohn-Atmosphäre und sind in zahlreichen Stoff- und Lederausführungen erhältlich. Sie können abgebürstet und gesaugt werden. Allergiker sollten sich für Varianten aus Kunstleder entscheiden, da diese auch feucht abgewischt werden können. Viele Polsterbetten haben darüber hinaus auch noch einen Stauraum an der Unterseite.

Boxspringbett

Boxspringbetten liegen gerade voll im Trend und werden vor allem wegen dem hohen Liegekomfort und ihrer schönen Optik sehr geschätzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Betten verfügen sie über keinen Lattenrost, sondern sind mit einer Federung (englisch: Spring) ausgestattet. Bei der Pflege gelten dabei die gleichen Maßstäbe wie bei den Polsterbetten.

Wasserbett

Für viele das Nonplusultra in der Bettenwelt, aber mit Kostennachteilen verbunden. Unser Artikel zum Wasserbett:

Beitrag: Wasserbett – was beachten?

Wasserbett – was beachten?

Wasserbett in einem Loft

Wasserbett – was beachten? Vor- und Nachteile | Wichtige Punkte beim Kauf

Möchtest du mehr über Wasserbetten erfahren? In diesem Artikel werde wir dir einige wichtige Dinge erklären, die du beachten solltest, wenn du ein Wasserbett in Erwägung ziehst. Ein Wasserbett kann eine großartige Investition sein, da es viele Vorteile bietet, wie zum Beispiel die Linderung von Rückenschmerzen, eine lange Lebensdauer und eine bessere Schlafqualität.

Doch bevor du dich für ein Wasserbett entscheidest, gibt es einige wichtige Aspekte, die du berücksichtigen solltest, um sicherzustellen, dass es zu deinen individuellen Bedürfnissen und Vorlieben passt. Lass uns also tiefer in die Welt der Wasserbetten eintauchen und herausfinden, worauf du achten solltest!

Hier weiterlesen: Wasserbett – was beachten?


Materialien – was bleibt, was altert, was arbeitet?

Ein Bett ist kein Dekogegenstand, der still vor sich hin lebt. Es arbeitet, im wörtlichen Sinn. Holz quillt und schwindet, Metall kühlt nach, Kunststoffe altern, Polsterstoffe verändern sich im Griff. Es lohnt sich, diese Eigenschaften zu kennen, bevor man tausende Nächte darauf verbringt.

  • Massivholz ist langlebig und verzeiht fast alles – außer tropfnasser Luft oder extrem trockene Heizungsluft. Es entwickelt im Laufe der Jahre eine eigene Patina, was manche lieben und andere für eine Zumutung halten. Ein kleiner Vorteil: Holz knarzt irgendwann. Das ist lästig, aber immerhin hörbar – bei Metall bemerkt man Materialermüdung erst, wenn etwas nachgibt.
  • Metall ist stabil, leicht und formbeständig. Es wirkt kühl – manche sagen: angenehm nüchtern, andere: ungemütlich. Wer einen sehr ruhigen Schlaf hat, sollte darauf achten, dass das Gestell qualitativ gut verschweißt oder verschraubt ist, sonst lässt das Bett eines Tages Töne verlauten, die nicht nach „gute Nacht“ klingen.
  • Polster punkten beim Komfort, haben aber einen natürlichen Feind: Staub. Wer Allergien hat, muss beim Material (Kunstleder, Microfaser) genauer hinsehen. Der Vorteil: Polsterbetten dämpfen Geräusche und sorgen für ein einladendes Raumgefühl.
  • Boxspring-Betten bestehen aus mehreren Schichten – das ist herrlich bequem, aber man muss sich darauf einstellen, dass dieses System Pflege und regelmäßiges Wenden verlangt. Federkerne sind langlebig, aber nicht unverwundbar.
  • Nachhaltige Materialien wie Naturkautschuk, Kokosfasern oder Schafschurwolle erleben eine kleine Renaissance. Sie sind nicht für jeden geeignet, aber für Leser, die möglichst schadstoffarm schlafen wollen, durchaus eine Überlegung.

Nachhaltigkeit – ein Bett für Körper und Gewissen

Wer nachhaltig einkaufen will, stößt bei Betten schnell auf große Unterschiede. Massivholz aus zertifizierter Forstwirtschaft, emissionsarme Lacke und langlebige Materialien verlängern nicht nur die Nutzungsdauer, sondern verbessern auch die Raumluft. Auch Reparierbarkeit spielt eine Rolle: Ein Bett, das sich auseinandernehmen, transportieren und wieder zusammensetzen lässt, lebt oft länger als ein verklebtes Modell.

Umfrage: Woraus besteht dein Traumbett?

Worauf würdest du dich am liebsten betten, wenn Geld keine Rolle spielt?

Annahme: Eine sehr gute Matratze ist immer mit dabei!

 

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Die bisherigen Stimmen:

Boxspringbett 74 Stimmen
Wasserbett. 48 Stimmen
Normales Holzbett 39 Stimmen
Metallbett 12 Stimmen
Polsterbett 1 Stimme

Wie finde ich das richtige Bett für mich?

Ein klassisches Bett (mit Ausnahme der Boxspringbetten) besteht aus einem Bettgestell, einem Lattenrost und einer Matratze. Beim Kauf ist nicht nur die Qualität der einzelnen Komponenten wichtig, sondern vor allem auch deren Zusammenspiel bzw. Kombination. Im Idealfall sind die drei Komponenten aufeinander abgestimmt.

Beim Bettgestell ist in erster Linie die Größe relevant. Bei den Bettmaßen ist in den meisten Fällen die reine Liegefläche angegeben. Das Außenmaß ist dann noch etwas größer. Das ist vor allem entscheidend, wenn es darum geht, ob die im Schlafzimmer vorhandene Fläche ausreichend für das Bett ist. Vor allem, wenn Kopf- und Fußende nach außen geschwungen sind, liegt das Außenmaß oftmals erheblich über dem Liegemaß.

Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, ist es ratsam, sich im Zweifelsfall lieber für die größere Variante zu entscheiden. 10 bis 20 Zentimeter in der Breite können für die Schlafqualität einen erheblichen Unterschied machen. Vor allem groß gewachsene Menschen sollten diesen Punkt beherzigen.

Bei der Länge gilt als Faustregel, dass das Bett mindestens 20 Zentimeter länger als die Körpergröße sein sollte.

Ist das Bett zu kurz, kommt es zu Rückenschmerzen und muskulären Verspannungen.

Bei der These, dass hartes Liegen gesund ist, handelt es sich mittlerweile um eine überholte Ansicht. Ob eine Matratze als hart oder weich empfunden wird, hängt zudem von Körpergewicht, Körperform und Liegeposition ab. Entscheidend ist nicht der Härtegrad allein, sondern die Fähigkeit der Matratze, den Körper punktelastisch zu stützen und Wirbelsäule sowie Gelenke in einer natürlichen Position zu halten. Für leichte Personen ist eine zu harte Matratze ungünstig, während schwere Personen mehr Stützkraft benötigen.

Das Zusammenspiel von Matratze und Unterfederung kann den Liegekomfort beeinflussen, allerdings in geringerem Maß als häufig angenommen. Eine hochwertige Matratze bietet auch auf einem einfachen Lattenrost guten Schlafkomfort. Verstellbare oder hochwertigere Modelle können den Komfort erhöhen, sind aber nicht zwingend notwendig.

Video: Vergleich teure versus billige Lattenroste

Länge: 5 Minuten

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Man kann das Thema Lattenrost auch entspannter sehen, wie z. B. die Stifung Warentest. Sie sagt: ein Eigenbau tuts auch:

Video: Tutorial: Selbstbau-Lattenrost besser als 1000-Euro-Konkurrenz

Länge: 5 Minuten

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Besonderen Komfort bieten elektrisch verstellbare Lattenroste. Hier kann während des Liegens einfach und schnell die Höhe im Kopf- (bzw. Rücken-) und Fußbereich verstellt werden.

Matratzenauflagen, die vor Feuchtigkeit und Schmutz schützen, sind nur notwendig, wenn diese im Einzelfall (Inkontinenz, starke Schwitzer ...) gebraucht werden.

Schlafpositionen – und warum sie die Bettauswahl stärker bestimmen, als man denkt

Viele Menschen kaufen ein Bett, ohne darüber nachzudenken, wie sie eigentlich schlafen. Das rächt sich gern um drei Uhr morgens, wenn die Schulter sticht oder die Lendenwirbelsäule eine kleine Revolte probt. Dabei ist die Schlafposition ein erstaunlich guter Kompass für die Wahl von Matratze, Härtegrad und Bauweise.

  • Rückenschläfer brauchen vor allem eine stabile Becken- und Lendenstütze. Sinkt das Becken zu tief ein, knickt die Wirbelsäule durch – sinkt es zu wenig ein, liegt der Rücken wie auf einem Brett. Ideal ist eine Matratze mit hoher Punktelastizität und einer moderaten Festigkeit, die sich anpasst, aber nicht nachgibt.
  • Seitenschläfer profitieren von einer Matratze, die Schulter und Hüfte tiefer einsinken lässt, damit die Wirbelsäule gerade bleibt. Wer breite Schultern hat, sollte darauf besonders achten. Hier helfen sowohl Zonenmatratzen als auch Unterfederungen, die im Schulterbereich etwas weicher gestellt werden können.
  • Bauchschläfer haben es dagegen schwer: Diese Lage bringt die Wirbelsäule schnell ins Hohlkreuz. Ein eher festeres Modell verhindert, dass der Oberkörper zu tief einsinkt. Eine ergonomische Flachlage kann helfen, die Belastung zu reduzieren.

Wer zwischen den Positionen wechselt, braucht eine Matratze, die Bewegungen leicht zulässt, ohne dass man das Gefühl hat, in einem Loch festzustecken. Matratzen mit guter Rückstellkraft – etwa Latex- oder hochwertige Kaltschaummodelle – eignen sich dafür besonders gut.

Schlafklima – der unsichtbare Mitbewohner im Bett

Das beste Bett taugt wenig, wenn man darauf jede Nacht im eigenen Mikroklima schmort. Schlafqualität hängt stark davon ab, wie gut Matratze und Bettgestell Wärme und Feuchtigkeit abtransportieren.

Offenzellige Schäume und Taschenfederkernmatratzen sind luftiger und ermöglichen einen besseren Feuchtigkeitstransport.
Latex speichert Wärme stärker – gut für Menschen, die schnell frieren, weniger ideal für „Hitzeschläfer“.

Auch das Bettgestell nimmt Einfluss:
Ein Bettkasten mit geschlossenem Boden wirkt gemütlich – aber nur, wenn der darin liegende Mensch nicht viel schwitzt. Offene Konstruktionen sorgen für bessere Luftzirkulation.

Wer zu Nachtschweiß neigt, kann mit atmungsaktiven Toppern oder Naturmaterialien wie Wolle oder Leinen nachhelfen. Es geht um Kleinigkeiten, aber genau die machen oft den Unterschied zwischen „irgendwie unbequem“ und „endlich wieder gut geschlafen“.

Schwierige Rücken? Körperliche Besonderheiten? Was dann?

Nicht jeder Körper folgt der Norm. Menschen mit Bandscheibenproblemen, Skoliose, Hüftbeschwerden oder viel Gewicht brauchen oft mehr als einen Standard-Ratgeber. Für sie gilt: Eine professionelle Liegediagnostik kann helfen, Fehlbelastungen zu vermeiden, bevor sie entstehen.

Auch höhenverstellbare Betten oder motorisierte Lattenroste sind mehr als Komfort: Sie erleichtern älteren Menschen das Aufstehen, fördern die Durchblutung und unterstützen bestimmte Schlafpositionen.

Warum auch in Zeiten der KI das eigene Körpergefühl entscheidet

Digitale Tools können viel: Härtegradanalysen, Gewichtsberechnungen, Schlafdaten – sogar Empfehlungen für Matratzen liefern sie inzwischen aus dem Handgelenk. Doch eines können sie nicht: fühlen, wie ein Rücken reagiert, wenn er auf einer Matratze liegt, die nur auf dem Papier gut klingt.

Menschen schlafen nicht nach Norm. Sie reagieren emotional auf Materialien, sensorisch auf Temperatur, psychologisch auf Geräusche. All das lässt sich nicht vollständig simulieren. Deshalb bleibt das Probeliegen unersetzlich – ganz gleich, wie klug die Technik wird.

Das macht den Kauf eines Bettes zu einer fast altmodischen Handlung: Man muss hinspüren, vergleichen, liegen, aufstehen, wieder liegen. Es ist eine kleine Erfahrung, bei der der Körper das letzte Wort hat. Vielleicht ist gerade das beruhigend in einer Welt, die immer digitaler wird.

Umfrage: Was ist dir besonders beim Bett wichtig?

Welche Aspekte sind dir beim Bettkauf am wichtigsten?

 

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Sollte ein Bett metallfrei sein?

Derzeit gibt es keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass Metallteile in Betten oder Federkernmatratzen die Schlafqualität durch Veränderungen von elektromagnetischen Feldern beeinträchtigen. Manche Menschen empfinden Metall im Schlafumfeld trotzdem subjektiv als störend. Wer sich damit unwohl fühlt, kann auf metallarme Modelle aus Holz oder auf Matratzen ohne Federkerne ausweichen. Elektronische Geräte im Schlafzimmer sollten unabhängig davon reduziert werden, weil helles Licht, Benachrichtigungen oder Mediennutzung den Schlaf tatsächlich beeinflussen können.

Wann ist ein günstiger Zeitpunkt, um ein Bett zu kaufen?

Ein Bett ist in der Regel kein Mode-Artikel, sondern eine langfristige Anschaffung, die in weiterer Folge für viele Jahre das Schlafzimmer zieren wird. Dementsprechend sind Betten auch keine Saisonartikel, die bestimmten jahreszeitlichen preislichen Schwankungen unterliegen.

Dennoch bringen die Hersteller jedes Jahr neue Modelle auf dem Markt. Das ist der Zeitpunkt, in dem die Möbelhäuser und Online-Shops ihre Altbestände wegbekommen möchten und sich deshalb zu einem Abverkauf entscheiden. Auch Ausstellungsstücke sind dann oftmals zu einem wesentlich günstigeren Preis als beim Neukauf erhältlich.

Wann sollte ich ein neues Bett kaufen? Ein neues Bett muss auf jeden Fall dann her, wenn das alte seine Dienste versagt. Das ist dann der Fall, wenn der Lattenrost zum Teil beschädigt oder die Matratze verschlissen ist beziehungsweise das Gestell Schäden aufweist oder nicht mehr den für den Schlaf benötigten Platz bietet.

Woran erkennt man langlebige Qualität?

Viele Betten sehen im Showroom stabil aus. Doch entscheidend ist, was man nicht sofort sieht: Stabilität, Verarbeitung und die Frage, ob das Bett nach fünf Jahren genauso ohne Knarzen dasteht wie am ersten Tag.

Wichtige Qualitätsmerkmale:

  • Verbindungstechnik: Massive Verschraubungen oder metallverstärkte Eckverbindungen halten länger als reine Stecksysteme.
  • Lattenrost: Eine solide Mittelzone und robuste Kappen verhindern das berüchtigte Durchhängen.
  • Matratze: Hohe Raumgewichte bei Schaum, gute Federdrahtstärken bei Federkern.
  • Zertifikate: Sie ersetzen kein Probeliegen, geben aber Orientierung – etwa zu Emissionen oder Materialherkunft.

Feng Shui: Wo sollte das Bett idealerweise stehen?

In unserem Kulturkreis halten viele Menschen Feng Shui für Humbug. Doch im asiatischen Raum wird diese Wissenschaft seit über 3.000 Jahren praktiziert und beruht auf uraltem Wissen über die fünf Grund-Elemente der Erde (Feuer, Erde, Wasser, Holz und Metall).

Wo sollte das Bett stehen? Um einen harmonischen Zustand zu erreichen, muss der Standort der jeweiligen Möbelstücke und die generelle Raumaufteilung stimmen. Das Schlafzimmer ist dabei der sogenannte „Yin-Raum“ und steht für Dunkelheit und Ruhe.

Das Kopfende des Bettes sollte dabei an der Wand und nicht im freien Raum stehen.

Hinter der Wand sollten sich allerdings keine Nassräume wie das Bad oder die Toilette befinden.

Auf Spiegel im Schlafzimmer sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, zumindest sollten sie aber nicht direkt auf das Bett reflektieren.

Wie das Bett ausrichten?

Das Bett sollte gemäß Feng Shui nicht zwischen zwei Türen, sondern idealerweise parallel zum Fenster aufgestellt werden. Die indische Lehre des Vastu Shastra lehrt, dass wir wir bei der Ausrichtung vom Bett das Magnetfeld der Erde berücksichtigen sollten. Darum sei für Menschen auf der Nordhalbkugel laut Vastu das Schlafen mit dem Kopf nach Süden als Schlafposition die beste Ausrichtung. Diese Position fördert Erholung und mentale Verfassung. Niemals solle man den Kopf bwz. die Kopfseite / Kopfteil des Bettes nach Norden ausrichten.

Aus naturwissenschaftlicher Sicht gibt es jedoch keine Belege dafür, dass die Ausrichtung des Bettes am Erdmagnetfeld gesundheitliche Auswirkungen hat. Dennoch kann die Orientierung des Bettes im Raum das persönliche Wohlbefinden beeinflussen, beispielsweise durch Lichteinfall, Akustik oder die Wahrnehmung von Sicherheit.

Übrigens: Die Liebesenergie im Schlafzimmer soll durch die Farbe rot angeregt werden. Das ist beispielsweise durch Kissen, Bettwäsche oder Kerzen in roter Farbe möglich.

Dein Feng-Shui-Tipp

Hast du einen weiteren Feng-Shui-Tipp zum Bett für uns?

Vielen Dank für deine Anregung!

 

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In welchen Abständen sollte ein Bett neu bezogen werden?

Wie oft ein Bett bzw. Kopfkissen neu bezogen werden soll, ist vor allem davon abhängig, wie stark jemand schwitzt. Während des Schlafs sondert der Körper Feuchtigkeit ab – ein Teil davon durch Schwitzen, ein Teil durch die Atmung. Im Durchschnitt handelt es sich um etwa 0,3 bis 0,7 Liter pro Nacht. Bei stark schwitzenden Personen oder hohen Umgebungstemperaturen kann die Menge auch über einen Liter betragen.

Wer viel schwitzt, sollte sein Bett deshalb zumindest im Abstand von ein bis zwei Wochen neu beziehen.

Bei Personen, die weniger schwitzen, ist es allerdings auch ausreichend, das Bett einmal monatlich neu zu beziehen. Wichtige Faktoren dafür sind auch die Schlafbekleidung und allergische Belastungen.

Wer etwa unter einer Hausstauballergie leidet, sollte das Bett im Idealfall möglichst wöchentlich neu beziehen. Ein Pyjama hält viel von dem Schweiß ab, der ansonsten direkt in das Bett fließen würde. Wer also nackt oder nur mit Unterwäsche bekleidet schläft, sollte die Bettwäsche auch etwas öfter auswechseln.

Wie oft beziehst du dein Bett aktuell neu?

 

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Warum ist es wichtig, das Bett täglich zu machen?

Laut Maree Barnes, der Vorsitzenden der Australasian Sleep Association, gibt es keinen zwingenden Grund, jeden Tag das Bett zu machen. Aus hygienischen Gründen bietet es jedenfalls keine Vorteile.

In einer vielzitierten Untersuchung von Wissenschaftlern der Kingston Universität in London wurden theoretische Modelle zur Milbenvermehrung unter verschiedenen Feuchtigkeitsbedingungen erstellt. Die Studie legt nahe, dass ein ungemachtes Bett etwas schneller austrocknen könnte, was Milben weniger gute Lebensbedingungen bietet. Diese Erkenntnisse beziehen sich jedoch auf Laborannahmen und lassen sich nicht vollständig auf den Alltag übertragen. Wichtig für die Hygiene ist vor allem regelmäßiges Lüften des Schlafzimmers sowie häufiges Waschen der Bettwäsche.

Wie oft das Bett neu beziehen? Für die Sauberkeit empfiehlt es sich, die Decken zum Lüften nach draußen zu hängen und die Bettbezüge mindestens einmal pro Woche bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen.

Doch es gibt andere wichtige Gründe, die wiederum dafürsprechen, das Bett täglich zu machen. Denn es gibt mittlerweile Studien, die belegen, dass Menschen, die regelmäßig ihr Bett machen, einfach glücklicher sind. Vermutlicher Hintergrund: Wer bereits am Morgen eine kleine Aufgabe erledigt, stimmt sich positiv für den Tag.

Die Autorin Karen Miller beschreibt in ihrem Buch „Momma Zen“, dass schon kleine Dinge dabei helfen können, den Tag zu strukturieren und zu organisieren. Und genau zu diesen Kleinigkeiten gehört eben auch die Aufbereitung der Bettwäsche nach dem Aufstehen.

Der Schlafforscher Michael J. Breus schrieb zu diesem Thema in einem Artikel der „Psychology Today“, dass es sich in einem gemachten Bett einfach besser schläft, der Schlaf also länger, tiefer und somit auch gesünder ist.

Wenn das Bett spricht – was tun bei Geräuschen?

Es gibt nichts Störenderes als ein Bett, das bei jeder Bewegung kommentiert, was man gerade tut. Knarzen ist selten ein Zeichen für schlechtes Material allein – häufig liegt es an trockener Luft, losen Verbindungen, fehlender Schmierung oder ungleichmäßiger Belastung.

Regelmäßiges Nachziehen von Schrauben, Filzgleiter zwischen Reibepunkten und ein stabiler Untergrund lösen die meisten Probleme. Bei Federkernmatratzen können Geräusche entstehen, wenn einzelne Federn nach Jahren ermüden – dann ist ein Wechsel sinnvoll.

Viele Tipps dazu haben wir in folgendem Artikel gesammelt:

Beitrag: Bett quietscht und knarrt

Bett quietscht und knarrt

Bett mit Pfeilen

10 bewährte Empfehlungen, wenn das Bett quietscht und knarrt

Dein Bett knarrt und quietscht beim Umdrehen, Aufstehen oder sogar bei jeder kleinsten Bewegungen? Das musst und solltest du nicht länger hinnehmen, denn ein ruhiger Schlaf ist enorm wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden. 

Mit den folgenden Tipps und Vorgehensweisen, die jeder zuhause selbst anwenden kann, gehören nervtötende Bettgeräusche der Vergangenheit an.

Hier weiterlesen: Bett quietscht und knarrt

Wo kann das alte Bett entsorgt werden?

Beim Kauf eines neuen Bettes stellt sich schließlich auch noch die Frage, was nun mit dem alten Bett geschehen soll.

Im Idealfall nehmen Möbelhäuser bei der Lieferung des neuen Bettes das alte mit und kümmern sich um die fachgerechte Entsorgung. Manche verlangen dafür allerdings einen kleinen Aufpreis.

Falls das nicht der Fall ist, kann das Bett im Sperrmüll entsorgt werden. Wenn dafür kein geeignetes Transportmittel zur Verfügung steht, bieten mittlerweile viele deutsche Städte und Gemeinden die Möglichkeit an, den Sperrmüll abzuholen.

Sollte das alte Bett noch in einem brauchbaren Zustand sein, kann es entweder an eine Hilfsorganisation gespendet oder über Kleinanzeigen im Internet beziehungsweise an Bekannte verkauft werden.

Im Geschäft: Videotipps zum Bettenkauf

Video: Wie billig darf ein Bett sein?

Länge: 8 Minuten

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Video: Matratzen im Test

Länge: 11 Minuten

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FunFacts zum Bett

  1. Die erste bekannte „Matratze“ war vor etwa 77.000 Jahren aus Schilf und Binsen gefertigt.
  2. Das Wort „Matratze“ stammt vom arabischen „Matrah“ (= etwas, worauf man „wirft“) – ursprünglich war damit ein einfaches Lager gemeint.
  3. Ursprünglich mussten Bett-Seile bei einem Seilrahmen regelmäßig nachgespannt werden – daher soll der Gute-Nacht-Wunsch „Schlaf fest“ kommen.
  4. In den 1960ern waren Wasserbetten in den USA so beliebt, dass sie bis zu 22 % Marktanteil im Matratzenbereich erreichten.
  5. Laut einer Untersuchung vergessen wir innerhalb von fünf Minuten nach dem Aufwachen etwa 50 % unserer Träume, nach zehn Minuten ca. 90 %.
  6. Ein britischer Rekord: Ein Mensch blieb 266 Stunden (≈11 Tage) ohne Schlaf – allerdings mit erheblichen Folgen.
  7. Der französische König Ludwig XIV besaß Berichten zufolge 413 Betten in seinen Palästen – Schlaf war für ihn Luxus und Politik zugleich.

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Bett quietscht und knarrt

Bett mit Pfeilen

10 bewährte Empfehlungen, wenn das Bett quietscht und knarrt

Dein Bett knarrt und quietscht beim Umdrehen, Aufstehen oder sogar bei jeder kleinsten Bewegungen? Das musst und solltest du nicht länger hinnehmen, denn ein ruhiger Schlaf ist enorm wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden. 

Mit den folgenden Tipps und Vorgehensweisen, die jeder zuhause selbst anwenden kann, gehören nervtötende Bettgeräusche der Vergangenheit an.

Hier weiterlesen: Bett quietscht und knarrt


Paletten Bett – was beachten?

Paletten Bett

Paletten Bett – was beachten? Gesundheit, Vorbehandlung, Bau-Anleitungen

In den letzten Jahren wurde die Palette für den Möbelbau entdeckt, besonders als günstiges Gerüst für ein Bett. Denn die Schlafstätte aus locker gestapelten oder miteinander verbundenen Europaletten sieht cool aus, ist schnell aufgebaut und kostet wenig Geld. Zudem sind aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten der Paletten-Anordnung auch exotische Bauten problemlos möglich.

Allerdings sollte man bei der Planung des Bettes und dem Kauf bzw. Sammeln der Paletten einige Punkte beachten. Bett aus Paletten bauen – was beachten? Wir nennen die wichtigen Punkte und haben für Anleitungen für beliebte Bettformen gesammelt.

Hier weiterlesen: Paletten Bett – was beachten?


Topper – worauf achten: Welcher Topper passt zu mir?

Topper aufgeklappt - welcher passt zu mir?

Welcher Topper passt zu mir? Von Materialien, Höhe, Bezug ...

Ein guter Topper ist kein beiläufiges Accessoire, sondern ein stiller Mitgestalter deiner Nächte – manchmal unscheinbar, aber oft entscheidend dafür, wie du morgens aufstehst. Die Wahl des passenden Modells ist allerdings weniger simpel, als sie auf den ersten Blick wirkt: Materialien verhalten sich unterschiedlich, Körper reagieren empfindlicher als man denkt, und das Zusammenspiel mit der Matratze entscheidet häufig über das Ergebnis. Dieser Artikel führt dich durch die wichtigsten Kriterien, sortiert die gängigen Irrtümer aus und zeigt, welche Details den Unterschied zwischen „irgendwie bequem“ und wirklich erholsam ausmachen können.

Hier weiterlesen: Topper – worauf achten: Welcher Topper passt zu mir?


Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter arbeitet seit seinem Studium im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Das Bauen-und-Heimwerken-Projekt entstand aus einer Dachdämmungs-CD-ROM, die Peter zusammen mit mehreren Mitstreitern Anfang der 2000er in eine Heimwerker-Seite umwandelte. Als Hausbesitzer, Gartenbetreiber und leidenschaftlicher Holzwerber bereitet es ihm viel Freude, über Heimwerkerprojekte zu recherchieren, Experten zu befragen und sich eine möglichst einfache und anschauliche Umsetzung der Sachverhalte und How-Tos zu überlegen.

https://www.bauen-und-heimwerken.de

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