Altbau mit Gasleitungen – ist Bohren ratsam?

Anna fragt:

Hallo,

ich bin in eine Altbau-Wohnung (von 1892) umgezogen und möchte über den Fenstern bzw. dem offenen Rundbogendurchgang vom Flur zum Schlafzimmer Löcher für Gardinenstangen bohren.

Ich bin aber absoluter Laie, was Handwerk betrifft, habe noch nie mehr als ein paar einfache Möbel zusammen-/abgebaut.

Welche Bohrmaschine müsste ich benutzen, um in einem solch alten Gebäude in die Wände Löcher bohren zu können? (Zwischen der Außenwand und dem Fenster kann man erkennen, dass da gelber Sandstein ist, wäre das vermutlich auch innen der Fall, käme mir das dann entgegen gebröselt?)
Oder würde anstatt einer Bohrmaschine auch ein Akkubohrer ausreichen?

Und: Durch mein halbes Zimmer laufen Gasleitungen an den Wänden entlang (Einraumheizer mit Gas), ist es da überhaupt empfehlenswert, in einem solchen Zimmer zu bohren? Es wären zwar gegenüberliegende Wände, wo ich zu bohren beabsichtige, dort ist nichts zu sehen. Aber können nicht auch unter der Wand Gasleitungen liegen oder ist das ausgeschlossen, wenn von außen schon welche zu sehen sind?

Ich hoffe, mir kann da jmd. weiterhelfen oder Tipps für gute Anfängerseiten geben.

Gruß, Anna

Die Antworten lauten wie folgt:

grey-wolf antwortet

Gasleitungen laufen nicht unter Putz! Heizungsrohre z. B. schon, aber wahrscheinlich nicht da, wo man eine Gardine aufhängt :-)

Peter

Hallo Anna,

so schwierig ist das alles nicht. Das Bohren scheint bei deinen Wänden sogar recht einfach zu sein. Da wird ein Akkuschrauber mit Bohrer wahrscheinlich völlig genügen. Das macht die Arbeit deutlich leichter, du musst mit keinen Schnüren hantieren.

Die Frage ist eher, ob der Dübel hält. Bohre möglichst gerade hinein, ohne das Loch durch hin- und herbewegen des Bohrers über den Bohrerdurchmesser hinaus zu vergrößern. Sauge dann das Bohrloch aus, dann hält der Dübel besser.

Der Dübel sollte stramm im Bohrloch sitzen. Mit einem kleinen Hammer treibst du ihn hinein.

Zu potentiellen Leitungen in der Wand: Das ist von hier aus schwer zu beurteilen. Nach deiner Schilderung gehe ich davon aus, dass keine Leitungen in den Wänden verlaufen.

Es gibt im Baumarkt kleine Peilgeräte, die Metall in Wänden orten. Sind nicht teuer. Damit entdeckst du Heizungsrohre und auch Stromleitungen in der Wand. Damit könntest du auf Nummer sicher gehen.

Anna

Danke,

sehr hilfreiche Antworten. Wie viel sollte ich denn für ein Ortungsgerät mindestens ausgeben, damit es was taugt? Nur so um den Dreh herum: 50/60 Euro, wäre das o.k.?

Anna

Peter

Ich hab mal bei Amazon geschaut. Sehr beliebt und gut bewertet, aber mit rund 75 € etwas teurer, ist das folgende Gerät:

  • Bosch Professional digitales Ortungsgerät GMS 120*
    3 ORTUNGSEINSTELLUNGEN: „Metall“ ist für den Einsatz als Metallortungsgerät, „Trockenbauwand“ und „Spannungsführende Leitungen“ für den Einsatz als Balkensucher bzw. Leitungssucher. Maximale Detektionstiefe Holz/ Eisenmetalle/ Nichteisenmetalle/ spannungsführende Leitungen: 38/120/80/50 mm. | Bei Amazon 🔎

Da gibt es auch deutlich günstigere mit guten Bewertungen.

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Die Antworten lauten wie folgt:

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