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Eine gute Bohrmaschine gehört in jeden Haushalt, doch gerade Anhänger sollten darauf achten, ein Gerät zu wählen, das sich leicht bedienen lässt. Zudem ist es wichtig zu wissen, welche Bohrmaschine sich für welches Material eignet – da gibt es nämlich deutlich Unterschiede, und eine unangebrachte Verwendung kann böse Folgen haben. Wir haben die besten Tipps im Überblick.

 
 

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Von der Freude des Selbermachens

Papa zeigt die korrekte Bedienung von Bohrmaschine & Co? Das ist leider heute für viele junge Menschen nicht mehr selbstverständlich. Sie mussten auf die Lehrstunden verzichten oder der Vater hat selbst keine großen, handwerklichen Ambitionen gehabt. In einer Zeit, in der es für jede Aufgabe den passenden Dienstleister gibt, muss man eigentlich nichts mehr selbst machen. Dennoch ist DIY mit all seinen Facetten in den letzten Jahren zu einem Riesentrend geworden und viele junge Leute entdecken die Freude am Selbermachen.

Es gibt eigentlich kaum eine größere Freude, als Dinge selbst machen zu können. Die kleinen Erfolgserlebnisse, wenn ein Zimmer nach einer Renovierung so aussieht, wie man es sich vorgestellt hat, man eine ganz spezielle Idee umsetzen konnte, die es im Laden einfach nicht gab und alles genau nach den eigenen Wünschen gestaltet wird, sind einfach unbezahlbar. Das gilt besonders heute, wo viele Menschen nicht mehr mit den Händen arbeiten und mit dem Ergebnis ihrer Arbeit nichts zu tun haben.

Da ist es auch nicht so schlimm, wenn nicht immer alles perfekt ist, denn mit jedem kleinen Fehler lernt man mehr dazu und perfektioniert seine Fähigkeiten im Laufe der Zeit.

Eines ist jedoch von Anfang an unerlässlich: die passenden Werkzeuge zu benutzen. Das beginnt bei der Ausstattung des ersten Werkzeugkastens und hört bei der passenden Bohrmaschine noch lange nicht auf.

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Die richtige Bohrmaschine aussuchen

Eine Bohrmaschine gehört in den Haushalt. Man braucht sie, um Löcher etwa in die Wand oder in ein Werkstück aus Holz oder Metall zu bohren und manchmal auch einfach, um den Blumentöpfen ein Abflussloch für das Wasser verpassen zu können. Um erst einmal nur eine oder zwei Maschinen kaufen zu müssen, sollte man sich überlegen, in welchen Bereichen man diese voraussichtlich am häufigsten einsetzen wird. Schlagbohrmaschine, Bohrhammer, Bohrschrauber oder Akku-Bohrschrauber zählen alle zu den Bohrmaschinen. Schrauben wird man auf jeden Fall müssen, bohren jedoch auch. Einen Akkuschrauber sollte sich jeder Haushalt leisten, wobei für den Hobbybereich immer gilt:

Ein einfaches aber gutes Modell ist völlig ausreichend.

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Heutzutage ein guter Kompromiss: Akkuschrauber mit Schlagbohrfunktion (Akku Bohrschrauber)

Mit der Entwicklung immer stärkerer und langlebiger Akkus wurden die kleinen Allround-Talente namens Akku-Bohrschrauber immer leistungsfähiger. Wer heutzutage ein solches Gerät mit gutem Akku kauft, kann fast alle Bohrarbeiten (und natürlich schrauben) im Haus damit ohne Kabel durchführen.

Bedingung hierfür ist, dass gleich am Anfang ein gutes Gerät gekauft wird.

Darauf sollte beim Kauf eines Akku-Bohrschraubers geachtet werden:

  • Akku: Es sollten zwei Lithium-Ionen Akkus enthalten sein, um ohne Unterbrechung arbeiten zu können. Der Akku sollte mindestens über 1,5 Ah (Amperestunden) verfügen.
  • Ladestation: Zu empfehlen sind Schnellladefunktionen, die den Akku in 15 Minuten wieder auf Leistung bringen.
  • Leistung: Wer mit dem Gerät regelmäßig bohren möchte, sollte nicht unter 18 Volt kaufen. Ab einem Drehmoment von 40 Newtonmeter sind auch anstrengende Bohrarbeiten möglich.
  • Gewicht: Je leichter, je besser. Teure Maschinen sind leichter, aber: Je leistungsstarker der Akku, desto schwerer ist er auch. Hier muss getrennt – Maschine und Akku – bewertet werden.

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Eine Stufe stärker: Kabel-Bohrmaschine mit Schlagwerk

Noch immer sind kabelgebundene Maschinen deutlich kräftiger. Für den Anfang bietet sich sich an, eine Bohrmaschine mit Schlagwerk zu kaufen, denn diese kommt mit den meisten Wandmaterialien gut zurecht. Beton, Steine und Ziegel können so mit Dübeln versehen werden, um Regale oder Gardinenleisten aufzuhängen. Das Schlagwerk bei einer „Anfänger-“ Bohrmaschine sollte pneumatisch sein. Hat die Bohrmaschine kein Schlagwerk, dann wird sie schneller heiß, geht zügig kaputt und kommt zudem nicht so gut durch harte Materialien. Bei einem Bohrer mit einem SDS-Bohrfutter wird eine bessere Kraftübertragung erzielt, sodass sich grobe Arbeiten besser erledigen lassen. Der Nutzer kann dann schnell zwischen Bohren und Meißeln wechseln, was von ihm wesentlich weniger Kraft beim Bohren erfordert.

Darauf sollte beim Kauf geachtet werden:

  • Greifen zu einer Bohrmaschine mit pneumatischem Schlagwerk.
  • Kabellänge: mindestens 1,5 Metern. 
  • Ausstattung mit SDS-Bohrfutter für eine bessere Kraftübertragung und Meißelnutzung.
  • Leistung: mind. 650 Watt.
  • Gewicht: Bessere (teurere) Geräte zeichnen sich durch oft durch geringeres Gewicht aus. 
  • Drehzahl: Je höher die Maschine drehen kann, umso feiner werden die Löcher. 2.500 Umdrehungen reichen für den Hausgebrauch, häufige Holzarbeiten werden splitterfreier, wenn die Maschine 4.000 schafft.
    Nicht verzichten sollte man auch auf die variable Drehzahlregelung, besonders, wenn man mit dem Gerät auch schrauben möchte.
  • 2-Gang-Ausstattung für unterschiedliche Anforderungen. Der 1. Gang ist in der Regel kräftiger (für das Bohren von großen Durchmessern oder das Schrauben), dafür weniger fein. Der 2. Gang bohrt dann schnell und präzise die kleinen Löcher.
  • Mögliche Schlagzahl: Je höher, desto besser.
  • Eigentlich selbstverständlich: Das Schlagwerk muss sich abschalten lassen, ansonsten fransen weiche Materialien beim Bohren aus.

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Manchmal muss es ein Bohrhammer sein

Wer merkt, dass die Bohrmaschine mit dem Material, in das sie bohren soll, überfordert ist, der muss zu einem Bohrhammer greifen. Das wird dann der Fall sein, wenn häufig besonders hartes Material wie Beton oder Granit bearbeitet werden soll. Der Bohrhammer führt die Schläge pneumatisch aus, man braucht viel weniger Kraft. Das bewährt sich besonders, wenn man in eine dicke Betonwand oder Decke bohren will.

Darauf sollte beim Kauf geachtet werden:

  • Es gelten dieselben Empfehlungen wie für die Schlag-Bohrmaschine.
  • Bohrfutter: Bohrhammer haben meist ein SDS-plus Bohrfutter, dass über ein seitliches Spiel im Schaft eine effektive Schlagbohrung ermöglicht. Wer auch feinere Bohrarbeiten mit dem Bohrhammer erledigen möchte, sollte auf ein austauschbares Bohrfutter Wert legen.
  • Drehstopp: Wenn die Maschine über diese Wahlmöglichkeit verfügt, kann sie auch zum Meißeln eingesetzt werden.

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Punkt 6

 

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Auf den Bohrer kommt es an!

Die Bohrmaschine fugiert als Halterung für den Bohrer. Sie setzt diesen in Bewegung und bestimmt, wie schnell und intensiv er sich dreht oder vor- und zurückbewegt. Es ist elementar wichtig, für jedes Material den passenden Bohrer zu wählen. Denn nicht immer ist die meiste Kraft einzusetzen auch das Sinnvollste, was man tun kann. Man muss mit Gefühl und mit dem richtigen Bohrer an das Material gehen. Hier ist etwa der Unterschied zwischen Beton oder Stein und Holz besonders deutlich.

Der richtige Bohrer für Holz

Eigentlich kann man Holz auch mit einem Metallbohrer bearbeiten, doch das Material kann weggedrückt werden, was das exakte Arbeiten unmöglich macht. Auf der Rückseite sieht man dann, wie die Bohrspäne nach dem Bohren nicht austreten, sondern zur Seite gepresst werden. Dadurch kann das Holz aufplatzen. Ein Holzbohrer hat spezielle Außenschneiden, die nicht nach außen drücken – sie können sogar leicht nach innen geneigt sein. In der Mitte befindet sich eine Zentrierung, die den Bohrer führt. Am Ende bleibt eine dünne Holzscheibe übrig, die ausgeschnitten wurde.

Wer richtig große Löcher in Holz bohren will, der braucht einen speziellen Aufsatz: den Forstnerbohrer, der jedoch nicht mit allen Bohrmaschinen verwendet werden kann.

Punkt 7

Last, but not least: Sicherheitshinweise beim Bohren

Das Thema Sicherheit steht beim Heimwerken an erster Stelle, denn es wird mit schwerem Gerät gearbeitet, was gewisse Risiken mit sich bringt. So gehört eine Schutzbrille beim Bohren mit dazu, denn sie schützt die Augen vor feinen Spänen, langen Fließspänen oder Staub. Manche Geräte sind so laut, dass ein Gehörschutz zu empfehlen ist. Das wird jedoch bei den meisten Anfängergeräten nicht der Fall sein.

Keinesfalls sollten beim Betreiben einer Bohrmaschine Handschuhe getragen werden – durch die Rotation des Bohrers könnten diese erfasst und aufgewickelt werden.

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Was für eine Bohrmaschine brauche ich?

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Diese Bohrmaschine brauche ich! Alle wichtigen Merkmale für einen reuefreien Kauf

Jeder Heimwerker braucht ein Gerät im Haus, das Löcher in Wände und andere Materialien bohren kann – keine Frage. Heutzutage erfüllen eine ganze Reihe von Maschinen diese Aufgabe zufriedenstellend: Vom Akkuschrauber mit Schlagbohrfunktion bis zum Bohrhammer für SD5-Werkzeuge. Die Antwort auf die Frage: "Was für eine Bohrmaschine brauche ich?" hängt vom geplanten Einsatzspektrum, dem Geldbeutel und – besonders heutzutage – von den schon vorhandenen bohrfähigen Maschinen in der Werkstatt ab.

Dabei zeigt sich: Ein Gerätetyp erledigt 90 Prozent aller Bohr- und Schraubarbeiten im normalen Heimwerker-Haushalt.

Bohrerarten - Einsatzgebiete, Vorteile und Nachteile

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Hier findest du die wichtigsten Bohrerarten mit ihren Einsatzgebieten und spezifischen Vor- und Nachteilen aufgelistet.

Besser Bohren - die Anleitung für Anfänger (und Fortgeschrittene)

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Jeder Heimwerker weiß noch, wie er das Bohren am Anfang als komplexes Geheimwissen empfand. Welcher Bohrer, für welche Wand, in welcher Stärke, mit welchem Dübel, wie kombinieren? Wie tief bohren? Wird das Loch auch nicht zu groß? Wie kann ich gerade bohren? Das Loch anschließend auspusten oder besser nicht? Fragen über Fragen, auf die wir in unserer Bohren-Anleitung Antwort geben. Einmal lesen - immer richtig bohren.

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