Douglasie: Eigenschaften, Verwendung und Bearbeitung für Heimwerker
Douglasie ist ein Holz mit gutem Ruf – und mit ein paar Eigenheiten, die man besser kennt, bevor die erste Diele zugeschnitten ist. Der Artikel zeigt, wofür sich Douglasienholz im Heimwerkerbereich eignet, wo seine Stärken im Außenbereich liegen, welche Pflege realistisch ist und an welchen Stellen die schöne rötliche Oberfläche nicht über handwerkliche Sorgfalt hinwegtäuscht. Wer Terrasse, Zaun, Pergola, Fassade oder Möbel aus Douglasie plant, findet hier eine nüchterne Entscheidungshilfe: nicht schwärmerisch, nicht misstrauisch, sondern mit Blick auf das, was Holz am Ende immer verlangt – passende Konstruktion, saubere Verarbeitung und ein wenig Respekt vor Feuchtigkeit.
Douglasie kurz zusammengefasst
Douglasie, Oregon Pine- Herkunft: Kanada, Vereinigte Staaten
- Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,64
- Erscheinung: Kernholzbaum, schmaler, weißlicher Splint, Kern ist gelblich bis rotbraun, nachdunkelnd.
- Eigenschaften: schwindet mäßig, gutes Stehvermögen, gut zu bearbeiten.
- Verwendung: Fußböden, Bauholz für Innen- und Außenarbeiten, Möbel, Sperrholz.
- Besonderheiten: mäßig bis gut witterungsbeständig, mäßig beständig gegen Pilz- und Insektenbefall. Douglasien bilden neben Tanne, Fichte und Kiefer eine eigene Gattung.
- Douglasie als Heimwerkerholz
Die Douglasie ist ein vielseitiges Nadelholz mit warmer, rötlich-brauner Optik und guter Festigkeit. Sie eignet sich besonders für Projekte, bei denen ein natürliches Erscheinungsbild, solide Belastbarkeit und ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis gefragt sind. - Geeignete Einsatzbereiche
Besonders häufig wird Douglasie für Terrassen, Zäune, Pergolen, Fassadenverkleidungen, Gartenhäuser, robuste Möbel und konstruktive Bauteile verwendet. Im Außenbereich funktioniert sie vor allem dann gut, wenn das Holz schnell wieder abtrocknen kann. - Natürliche Dauerhaftigkeit mit Grenzen
Douglasie ist wetterfester als viele einfache Nadelhölzer, aber nicht unverwüstlich. Dauerfeuchte, Erdkontakt, schlechte Belüftung und ungeschützte Hirnholzflächen verkürzen die Lebensdauer deutlich. - Bearbeitung für Heimwerker
Das Holz lässt sich gut sägen, bohren, hobeln, schleifen und verschrauben. Wegen Harz, möglicher Rissbildung und lebhafter Jahrringe sind scharfe Werkzeuge, Vorbohren und passende Schrauben besonders wichtig. - Pflege und Vergrauung
Unbehandelte Douglasie vergraut im Außenbereich durch UV-Licht und Witterung. Wer den warmen Holzton erhalten möchte, muss regelmäßig reinigen, ölen oder lasieren; wer wenig Pflege möchte, sollte die natürliche silbergraue Patina bewusst akzeptieren. - Konstruktiver Holzschutz entscheidet
Die Lebensdauer hängt weniger von Werbeaussagen als von der Bauweise ab. Abstand zu Feuchtigkeit, Hinterlüftung, Gefälle, Edelstahlschrauben und Hirnholzschutz sind oft wichtiger als die spätere Oberflächenbehandlung. - Nicht für jeden Zweck ideal
Douglasie ist keine perfekte Lösung für dauerhaft nasse Konstruktionen, Erdverbau, sehr feine Möbeloberflächen oder Anwendungen mit höchsten Anforderungen an Maßhaltigkeit. Hier können andere Hölzer oder technische Werkstoffe geeigneter sein. - Ökologische Einordnung
Douglasie kann eine forstlich interessante Baumart im Klimawandel sein, ist in Mitteleuropa aber keine ursprünglich heimische Art. Ihre Verwendung sollte deshalb mit Blick auf Herkunft, Zertifizierung, Standort und tatsächliche Nutzungsdauer beurteilt werden.
Fachbegriffe zu Holz und Holzwuchs
Fachbegriffe zu Holz und Holzwuchs
- Biegefestigkeit
Die Biegefestigkeit, auch Tragfestigkeit genannt, ist der Widerstand gegen das Durchbiegen. Sie wird positiv beeinflußt durch eine hohe Rohdichte und eine geringe Holzfeuchtigkeit. Äste und Windrisse verringern die Biegefestigkeit. - Brinellhärte
Mit dem sogenannten Brinell-Verfahren wird die Härte eines Holzes bestimmt. Zu diesem Zweck wird eine 10 mm dicke Stahlkugel mit 500 Newton 15 Sekunden lang in das (ebene und glatte) zu testende Holz gedrückt. Aus der Fläche des Eindrucks und der Druckkraft errechnet man mithilfe einer speziellen Formel die Brinellhärte. Ein höherer Wert entspricht einer höheren Härte. - Dichte
Unter Dichte versteht man das Verhältnis der Masse ( die Stoffmenge) zum Volumen ohne Poren und Zellhohlräume. Sie wird gemessen in g/cm³. Da die Holzmasse bei allen Holzarten aus den gleichen Grundstoffen besteht, ist der Wert der Dichte folgerichtig bei allen Holzarten gleich und beträgt 1,56 g/cm³. - Druckfestigkeit
Die Druckfestigkeit ist ein Maß für den Widerstand des Holzes gegen Zerdrücken und Zerpressen des Holzgefüges. In Richtung der Faser ist die Druckfestigkeit wesentlich höher als quer zur Faser.
Je höher die Rohdichte einer Holzart, desto höher auch die Druckfestigkeit. - Echtholz
Echtholz ist juristisch ein umstrittener Begriff – nicht überall, wo Echtholz draufsteht, ist auch massives Holz drin. Auch Leimholz oder Paneele firmieren unter Echtholz. Also nicht mit „Massivholz“ verwechseln. - Elastizität Holz
Ein Stück Holz ist elastisch, wenn es nach Beendigung eines Biegevorgangs wieder zurück federt und in seine ursprüngliche Form zurückgeht. Elastische Hölzer sind z. B.Esche, Lärche, Eukalyptus. - Frühholz
Als Frühholz werden die Holzzellen genannt, die im Frühjahr und im Sommer gebildet werden. Zusammen mit dem Spätholz bilden sie die Jahresringe. - Fladerung
Parabelförmige Anordnung der Jahresringe, wie sie nur beim Sehnenschnitt sichtbar werden. - Harzgänge
Hohlräume im Holz, die von harzbildenden Zellen umgeben sind, in der Regel bei Nadelbäumen wie Fichte, Kiefer und Lärche. - Jahresring
Frühholz und Spätholz zusammen bezeichnet man als Jahresring. - Kernholz
Holz, was verkernt ist, d. h. nur noch im geringen Maße zur Ernährung des Baumes dient, sich jedoch farblich deutlich vom Splintholz absetzt. - Kernholzbaum
Besitzt Splint- und Kernholz, die sich deutlich voneinander unterscheiden, z. B. Kiefer, Lärche, Nussbaum, Eiche. - Kernreifholzbaum
Besitzt Kern-, Reif- und Splintholz, z. B. die Ulme. - Knickfestigkeit
Unter Knickfestigkeit versteht man den Widerstand des Holzes gegen Zerknickung. Die Knickgefahr nimmt bei gleichbleibenden Querschnitt mit zunehmender Länge zu. - Markstrahlen
In der Regel, vom Mark ausgehende, quer zur Faserrichtung laufende Speicherzellen, die der Speicherung von Aufbaustoffen in allen Holzteilen des Baumes dienen. - Radialschnitt
Längsschnitt durch die Stammmitte. Die Jahresringe erscheinen als parallele Streifen. Die Markstrahlen sind bei einigen Holzarten als glänzende Flächen quer zu den Jahresringen sichtbar. (siehe auch: Spiegel) - Rohdichte
Unter Rohdichte versteht man das Verhältnis der Masse ( die Stoffmenge) zum Volumen inklusive Poren und Zellhohlräume. Sie wird gemessen in g/cm³ und maßgeblich vom Wassergehalt des Holzes beeinflusst. Je höher der Wassergehalt, desto höher ist auch die Rohdichte. - Schubfestigkeit
Unter Schub- und Scherfestigkeit versteht man den Widerstand gegen die Verschiebung der Holzfasern in Längs-und Querrichtung. - Spätholz
Als Spätholz werden die Holzzellen genannt, die im Spätsommer und im Herbst gebildet werden. Zusammen mit dem Frühholz bilden sie die Jahresringe. - Splintholz
Die äußeren Jahresringe eines Baumes, die der Saftführung des Baumes dienen. - Splintholzbaum
Besitzt nur Splintholz, z. B. Erle, Weißbuche, Spitzahorn, Birke. - Reifholz
Holz, was verkernt ist, d. h. nur noch im geringen Maße zur Ernährung des Baumes dient, sich jedoch farblich nicht vom Splintholz absetzt. - Reifholzbaum
Baum, der einen Kern besitzt, sich farblich jedoch nicht vom Splintholz unterscheidet, z. B. Birnbaum, Fichte, Linde, Tanne. - Sehnenschnitt
Längsschnitt durch den Stamm, jedoch nicht durch die Mitte des Stammes (Radialschnitt). Jahresringe erscheinen als typische Fladerung. - Spaltfestigkeit
Die Spaltfestigkeit ist der Widerstand des Holzes gegen das Eindringen eines keilförmigen Gegenstandes in Längsrichtung. - Spiegel
Die Markstrahlen sind bei einigen Holzarten im Radialschnitt als blanke, glänzende Flächen, quer zu den Jahresringen sichtbar. Die Flächen nennt man auch Spiegel. - Torsionsfestigkeit
Unter Torsionsfestigkeit, auch Verdrehungsfestigkeit genannt, versteht man den Widerstand des Holzes gegen Verdrehen und Abdrehen um die Längsachse. - Verblauung
Durch den Bläuepilz verursachte Verblauung des Holzes, sowohl Nadel- als auch Laubbäume, jedoch vorzugsweise Kiefernsplint. Das Holz ist in seiner Festigkeit nicht beeinflusst. - Wechseldrehwuchs
Kommt in der Regel bei tropischen und subtropischen Holzarten vor. Die Zellen dieser Holzarten wechseln periodisch nach ein paar cm Dickenwachstum den Drehsinn. Dadurch entsteht im Radialschnitt eine typische, durch unterschiedliche Helligkeit hervorgerufene Streifigkeit. - Wimmerwuchs
Ist ein Wuchsfehler, den man an der welligen, konzentrischen Form der Jahresringe erkennt. Dieses Holz ist ein begehrtes Möbelholz (z. B. Vogelaugenahorn, Riegelesche). - Zugfestigkeit
Bei der Zugfestigkeit unterscheidet man die Quer- und Längszugfestigkeit. Dabei ist bei allen Holzarten die Längszugfestigkeit, d. h. längs zur Faser wesentlich größer.
Die Querzugfestigkeit, d. h. quer zur Faser, beträgt weniger als 10 % der Längszugfestigkeit.
Douglasie kurz erklärt
Die Douglasie ist ein Nadelholz mit auffälliger, warmer Farbe: frisch oft gelblich bis rötlich, später dunkelt das Holz nach und bekommt einen kräftigeren, honig- bis rotbraunen Ton. Im Handel begegnet dir Douglasie häufig als Terrassendiele, Konstruktionsholz, Zaunholz, Pergola-Holz, Fassadenholz oder als Material für robuste Möbel.
Botanisch ist mit „Douglasie“ im Holzhandel meist die Gemeine Douglasie gemeint: Pseudotsuga menziesii. Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika, wird aber seit langer Zeit auch in Europa und Deutschland forstlich angebaut. Der oft verwendete Handelsname Oregon Pine bezieht sich meist auf nordamerikanische Douglasie.
Die wichtigsten Eigenschaften der Douglasie
Douglasienholz ist kein „Wunderholz“, aber ein sehr ordentliches Gebrauchsholz. Seine Stärke liegt in der Kombination mehrerer Eigenschaften:
- mittlere bis gute Festigkeit
- relativ gutes Stehvermögen
- deutlich bessere Witterungsbeständigkeit als Fichte
- markante Maserung
- warme rötliche Farbe
- gute Bearbeitbarkeit
- oft günstiger als viele Harthölzer
Die Rohdichte liegt je nach Herkunft, Wuchs und Feuchte ungefähr im mittleren Bereich der Nadelhölzer. Douglasie ist damit schwerer und fester als viele Fichtenqualitäten, aber nicht so hart wie typische Laubhölzer. Für Heimwerker bedeutet das: Das Holz lässt sich noch gut sägen, bohren und schrauben, hält aber mehr aus als sehr weiche Nadelhölzer.
Besonders auffällig sind die Jahrringe. Douglasie kann eine lebhafte Struktur zeigen: helle Frühholzbereiche und deutlich dunklere Spätholzzonen. Das sieht charaktervoll aus, kann beim Schleifen, Beizen und Ölen aber auch ungleichmäßig wirken.

Die Douglasie bildet breite Stämme aus
Farbe, Maserung und Optik
Douglasie wirkt von Natur aus warm. Das Kernholz ist gelblich, orange bis rötlich braun. Der Splint ist heller und weniger dauerhaft. Bei sichtbaren Bauteilen sollte deshalb möglichst kernholzreiches Material verwendet werden.
Im Außenbereich verändert sich die Oberfläche. Unbehandelte Douglasie vergraut durch UV-Licht und Witterung. Das ist kein Schaden, sondern ein natürlicher Prozess: Die Oberfläche wird silbergrau, während das Holz darunter weiterhin tragfähig sein kann. Wer die rötliche Holzfarbe erhalten möchte, muss regelmäßig mit einem geeigneten Holzöl, einer Lasur oder einem UV-Schutzsystem nacharbeiten.
Kritisch betrachtet: Die schöne Anfangsfarbe ist kein Dauerzustand. Wer eine dauerhaft gleichmäßige, warme Oberfläche erwartet, muss Pflege einplanen – oder die Vergrauung bewusst akzeptieren.
Dauerhaftigkeit: Wie wetterfest ist Douglasie wirklich?
Douglasie ist im Außenbereich brauchbar, aber nicht unverwüstlich. Die natürliche Dauerhaftigkeit wird je nach Herkunft und Qualität meist im Bereich Dauerhaftigkeitsklasse 3 bis 4 eingeordnet. Das bedeutet: mäßig dauerhaft bis wenig dauerhaft – deutlich besser als ungeschützte Fichte, aber nicht vergleichbar mit sehr dauerhaften Hölzern wie Robinie oder hochwertigen tropischen Harthölzern.
Entscheidend ist weniger ein Werbeversprechen als die Konstruktion. Douglasie hält draußen vor allem dann lange, wenn sie rasch abtrocknen kann. Problematisch sind:
- dauerhafte Staunässe
- direkter Erdkontakt
- schlecht belüftete Unterkonstruktionen
- waagerechte Flächen ohne Gefälle
- verdeckte Wasserfallen
- ungeschützte Hirnholzflächen
- minderwertige, splintreiche Ware
Für Terrassen, Zäune und Pergolen gilt deshalb: Konstruktiver Holzschutz ist wichtiger als die Dose Holzöl. Wasser muss ablaufen, Luft muss zirkulieren, Hirnholz sollte geschützt werden.
Wo Douglasie sinnvoll eingesetzt wird
Douglasie eignet sich besonders für robuste Anwendungen, bei denen ein natürliches Holzbild gewünscht ist und die Konstruktion gut geplant wird.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Terrassen und Balkone
Douglasie ist ein beliebtes Terrassenholz, wenn ein natürliches, preislich moderates Nadelholz gesucht wird. Wichtig sind ausreichende Hinterlüftung, passende Unterkonstruktion, Gefälle und Edelstahlschrauben. - Pergolen, Sichtschutz und Zäune
Für senkrechte und gut belüftete Bauteile ist Douglasie gut geeignet. Senkrechte Flächen trocknen schneller als waagerechte, deshalb ist die Lebensdauer dort oft besser. - Carports und Gartenhäuser
Als Konstruktionsholz kann Douglasie eine gute Wahl sein. Bei tragenden Bauteilen müssen jedoch zugelassene Holzqualitäten, statische Anforderungen und baurechtliche Vorgaben beachtet werden. - Fassadenverkleidungen
Douglasie kann als Fassadenholz funktionieren, vor allem bei gut hinterlüfteten Konstruktionen. Die Vergrauung sollte gestalterisch einkalkuliert werden. - Innenausbau und Möbel
Im Innenbereich wird Douglasie für Böden, Wandverkleidungen, Regale oder rustikale Möbel verwendet. Die Maserung ist lebhaft, die Oberfläche wirkt warm, aber nicht immer fein und ruhig.
Wofür würdest du Douglasie verwenden?
Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Leserseite
Wofür ist Douglasienholz deiner Meinung nach noch besonders gut geeignet?
Wo Douglasie weniger geeignet ist
Douglasie wird oft zu pauschal gelobt. Für manche Anwendungen ist sie nur zweite Wahl.
Weniger geeignet ist Douglasie bei:
- dauerhaftem Erdkontakt
- ständig feuchten Bereichen
- feinen Schnitzarbeiten
- sehr glatten, eleganten Möbeloberflächen
- barfußkritischen Flächen mit schlechter Pflege
- Projekten, bei denen absolute Maßhaltigkeit entscheidend ist
Für feuchte Konstruktionen mit hoher Belastung kann ein dauerhafteres Holz, eine andere Konstruktion oder ein technischer Werkstoff sinnvoller sein. Douglasie ist robust, aber sie ersetzt keine saubere Planung.
Douglasie bearbeiten: Sägen, Bohren, Schrauben
Für Heimwerker ist Douglasie grundsätzlich angenehm zu bearbeiten. Mit scharfen Werkzeugen lässt sie sich gut sägen, hobeln, fräsen und bohren. Trotzdem gibt es ein paar Eigenarten.
Harz ist ein zentrales Thema. Douglasie kann harzreich sein. Das ist einerseits Teil ihrer natürlichen Widerstandsfähigkeit, andererseits kann Harz Werkzeuge verschmieren, Oberflächenbehandlungen stören und später aus der Oberfläche austreten.
Beim Bearbeiten helfen diese Regeln:
- Verwende scharfe Sägeblätter und Hobelmesser.
- Bohre Schraublöcher vor, besonders randnah.
- Nutze im Außenbereich Edelstahlschrauben, nicht einfache verzinkte Schrauben.
- Entferne Harzstellen vor dem Ölen oder Lasieren.
- Schleife nicht zu fein, wenn Öl gut einziehen soll.
- Bearbeite Stirnseiten besonders sorgfältig, weil dort Wasser leicht eindringt.
Bei Terrassendielen ist Vorbohren fast immer sinnvoll. Es verringert die Gefahr von Rissen, ausgeplatzten Kanten und unsauberen Schraubköpfen.
Schleifen und Oberflächenbehandlung
Douglasie lässt sich gut schleifen, aber die unterschiedlich harten Früh- und Spätholzzonen können zu einer leicht welligen Oberfläche führen, wenn zu stark oder mit falscher Körnung gearbeitet wird.
Für viele Heimwerkerprojekte genügt folgender Ablauf:
- Vorschliff mit Körnung 80 oder 100
- Zwischenschliff mit Körnung 120
- Feinschliff im Innenbereich bis etwa 150 oder 180
- Staub gründlich entfernen
- Öl, Lasur oder Lack passend zum Einsatzbereich auftragen
Für Terrassen sollte die Oberfläche nicht spiegelglatt geschliffen werden. Eine zu feine Oberfläche kann die Aufnahme von Öl verschlechtern und bei Nässe rutschiger wirken. Im Außenbereich sind offenporige Systeme oft praktischer als dicke, filmbildende Beschichtungen, weil sie sich leichter nachpflegen lassen.
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Holz richtig ölen
Auch beim Ölen gilt es einige Punkte zu beachten:
- Auswahl des richtigen Öls: Es gibt verschiedene Holzöle, jedes mit spezifischen Eigenschaften. Naturöle wie Leinöl und Tungöl sind beliebt für ihre natürliche Ausstrahlung und Umweltfreundlichkeit. Hartöle und Wachsöle bieten zusätzlichen Schutz und sind besonders strapazierfähig.
- Das Holz muss sauber, trocken und frei von alten Lacken oder Ölen sein. Vor dem Ölen sollten glatte Holzoberflächen angeschliffen werden, damit das Öl gut eindringen kann.
- Öl mit einem Auftragspad, einem sauberen Tuch oder einem Pinsel auftragen. Arbeite es sorgfältig in die Holzfasern ein. Achtung: Weniger ist mehr - das Öl sollte keine schwimmende Schicht auf dem Holz bilden, sondern vollständig einziehen. Zu viel Öl hinterlässt für lange Zeit klebrige Oberflächen.
- Warte 10-15 Minuten. Danach wische überschüssiges Öl mit einem sauberen Lappen in Faserrichtung ab.
- Ein zweiter Auftrag kann meist nach 3 bis 6 Stunden erfolgen. Für ein tieferes Finish und zusätzlichen Schutz können mehrere dünne Schichten aufgetragen werden. Zwischen den Aufträgen sollte das Öl trocknen und das Holz kann bei Bedarf leicht angeschliffen werden, um eine noch glattere Oberfläche zu erzielen.
Für die vollständige Durchtrocknung brauchen die meisten Öle einige Tage. Weitere Tipps und tiefergehende Erläuterungen finden sich in folgenden Videos:
Kurzes Video: Holz richtig ölen | Tipps vom Tischlermeister
Länge: 5 Minuten
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Längeres Video: Holz richtig ölen | Profitipps
Länge: 25 Minuten
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Pflege im Außenbereich
Douglasie braucht nicht zwingend eine Beschichtung, aber sie braucht eine kluge Entscheidung: vergauen lassen oder Farbton erhalten.
Wenn das Holz unbehandelt bleibt, wird es grau. Das ist technisch meist unproblematisch, solange die Konstruktion gut abtrocknet. Die Oberfläche kann jedoch rauer werden, kleine Risse bekommen und optisch ungleichmäßig altern.
Wer die ursprüngliche Farbe erhalten möchte, sollte:
- regelmäßig reinigen
- Grünbelag entfernen
- ein geeignetes Terrassenöl oder eine Lasur mit UV-Schutz verwenden
- Hirnholzflächen besonders schützen
- stehendes Wasser vermeiden
- beschädigte Stellen früh nacharbeiten
Realistisch ist: Ein einmaliger Anstrich löst das Thema nicht. Außenholz ist Wartung. Wer keine Pflege möchte, sollte die natürliche Patina akzeptieren.
Siehe dazu auch:
Beitrag: Holz innen schützen
Holz schützen innen: Vorteile und Nachteile der Möglichkeiten in Innenräumen
Holz ist ein echtes Wohlfühlmaterial – es strahlt Wärme, Natürlichkeit und Gemütlichkeit aus und verleiht Räumen eine besondere Atmosphäre. Egal, ob Massivholzmöbel, Dielenböden, Deckenbalken oder Wandvertäfelungen – echtes Holz besticht durch seine einzigartige Optik und Haptik. Trotz der hochwertigen Holzimitate auf dem Markt bleibt die Authentizität von Massivholz unerreicht.
Doch echtes Holz benötigt Pflege und Schutz, um seine Schönheit über Jahre hinweg zu bewahren. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du verhindern, dass Feuchtigkeit, Flecken oder Kratzer deine wertvollen Holzoberflächen beschädigen.
Hier weiterlesen: Holz schützen innen
Beitrag: Holz aussen schützen
Holz schützen außen: Vor- und Nachteile der Möglichkeiten
Holz im Außenbereich ist wie ein ungeschützter Schatz – es verlangt nach Pflege, um den Launen der Natur zu trotzen. Wer möchte, dass Gartenmöbel, Zäune oder Terrassendielen lange schön und stabil bleiben, muss ihnen den nötigen Schutz geben. Hier gibt es diverse Möglichkeiten: von schützenden Ölen über atmungsaktive Lasuren bis hin zu widerstandsfähigen Lacken. Der richtige Holzschutz ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch der Langlebigkeit – und dabei lohnt es sich, genau hinzusehen und das passende Mittel zu wählen.
Hierfür sind spezielle Holzöle, -wachse und -lacke für den Außenbereich geeignet, mit dem die schönen Stücke gestrichen werden sollten. ► Vor- und Nachteile von Lack, Farbe, Lasur und Holzöl ► konstruktiver Holzschutz ► Anleitung Holz ölen ► Umfrage: wie schützt du?
Hier weiterlesen: Holz schützen außen
Typische Fehler bei Douglasie-Projekten
Viele Schäden entstehen nicht, weil Douglasie schlecht wäre, sondern weil sie falsch eingesetzt wird.
Häufige Fehler sind:
- 1. Douglasie direkt auf Erde oder Beton legen
Dauerfeuchte zerstört auch robustere Hölzer. Abstandshalter, Unterkonstruktion und Belüftung sind Pflicht. - 2. Normale Schrauben verwenden
Gerbstoffe, Feuchtigkeit und Metall können Verfärbungen und Korrosion verursachen. Für außen sind Edelstahlschrauben die bessere Wahl. - 3. Hirnholz ungeschützt lassen
Stirnseiten saugen Wasser besonders stark. Hirnholzschutz oder konstruktive Abdeckung verlängern die Lebensdauer. - 4. Zu wenig Abstand zwischen Dielen lassen
Holz arbeitet. Ohne ausreichende Fugen entstehen Spannungen, Schüsselungen und Wasserfallen. - 5. Douglasie mit Tropenholz verwechseln
Douglasie ist brauchbar und vergleichsweise dauerhaft, aber nicht „dauerhaft“ im Premium-Sinn. Sie braucht konstruktiven Schutz.
Douglasie im Vergleich zu Lärche, Fichte und Kiefer
- Douglasie und Lärche werden oft miteinander verglichen. Beide sind rötliche Nadelhölzer, beide werden im Außenbereich genutzt, beide können harzen. Lärche gilt je nach Herkunft und Qualität häufig als ähnlich oder teils etwas dauerhafter, Douglasie punktet oft mit guter Verfügbarkeit, Festigkeit und attraktiver Optik.
- Douglasie und Fichte unterscheiden sich deutlicher. Fichte ist meist günstiger und sehr verbreitet, aber im ungeschützten Außenbereich weniger dauerhaft. Für Innenausbau, einfache Konstruktionen und geschützte Bereiche ist Fichte oft ausreichend. Für Terrasse, Zaun oder Pergola ist Douglasie meist die robustere Wahl.
- Douglasie und Kiefer liegen näher beieinander. Kiefer ist ebenfalls harzreich und gut verfügbar. Unbehandelte Kiefer ist im Außenbereich jedoch oft kritischer, wenn sie nicht imprägniert oder gut geschützt wird.
Kurz gesagt: Douglasie ist ein guter Mittelweg – nicht billigstes Bauholz, nicht edelstes Außenholz, aber für viele Heimwerkerprojekte ein vernünftiger Kompromiss.
Kiefer: Eigenschaften und Verwendung Kiefer ist ein wahrer Alleskönner unter den Hölzern und findet in vielen Bereichen Verwendung. In diesem Artikel erfährst Du alles Wissenswerte rund um das Thema Kiefer: von den unterschiedlichen Arten über die Verarbeitung bis hin zur Pflege und Haltbarkeit. Wir gehen dabei auf alle relevanten Fragen ein und präsentieren Dir die wunderbare Welt der Kiefer in all ihren Facetten.Beitrag: Kiefer: Eigenschaften und Verwendung
Eigenschaften und Verwendung von Kiefer (Foehre): Alles, was Du wissen musst
Gesundheit und Sicherheit bei der Bearbeitung
Douglasienholz ist als Werkstoff nicht giftig. Trotzdem sollte beim Sägen und Schleifen nicht sorglos gearbeitet werden. Holzstaub kann Atemwege reizen, und Harzbestandteile können bei empfindlichen Personen Hautreaktionen auslösen.
Sinnvoll sind:
- Staubabsaugung
- Atemschutz beim Schleifen
- Schutzbrille beim Sägen
- Handschuhe bei harzreichen Brettern
- gute Belüftung beim Ölen, Lasieren oder Lackieren
Die gelegentlich behauptete „gesundheitsfördernde Wirkung“ von Douglasienholz sollte man nüchtern sehen. Der angenehme Geruch kann wohnlich wirken, ersetzt aber keine belastbare Gesundheitswirkung.
Douglasie als Brennholz
Douglasie kann als Brennholz verwendet werden, ist aber nicht erste Wahl für jeden Ofen. Als Nadelholz enthält sie mehr Harz als viele Laubhölzer. Dadurch brennt sie lebhaft, kann knistern und Funken schlagen. Wichtig ist eine ausreichende Trocknung.
Für offene Kamine ist harzreiches Nadelholz weniger ideal. In geschlossenen Öfen kann gut getrocknete Douglasie genutzt werden, sofern Ofenhersteller und lokale Vorgaben nichts anderes nahelegen. Wer ruhige, lang anhaltende Glut möchte, ist mit Buche, Eiche oder Esche meist besser bedient.
Festmeter, Schüttmeter und Raummeter von Brennholz erläutert Der Unterschied zwischen Festmeter, Schüttmeter und Raummeter ist für viele, die Brennholz kaufen oder verkaufen, von großer Bedeutung. Diese Maßeinheiten werden verwendet, um das Volumen von Brennholz zu bestimmen und somit den Preis für den Kauf oder Verkauf festzulegen. Hier werden die Unterschiede zwischen den drei Maßeinheiten erläutert: Das Verhältnis der 3 Maßeinheiten untereinander Faustformel: Ein Raummeter entspricht in der Regel etwa 0,7 Festmetern und etwa 1,4 Schüttmetern.
Unterschied zwischen Festmeter, Schüttmeter und Raummeter

Der Festmeter ist eine Maßeinheit für das Volumen von Holz ohne Berücksichtigung von Luft- und Zwischenräumen. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter (1 m x 1 m x 1 m) reiner Holzmasse ohne Rinde. Um den Festmeter zu berechnen, wird das Volumen der einzelnen Holzstücke addiert, ohne die Zwischenräume zu berücksichtigen. Der Festmeter ist die am häufigsten verwendete Maßeinheit in der Forstwirtschaft und wird oft für Rundholz oder unverarbeitetes Holz verwendet.
Der Schüttmeter ist eine Maßeinheit für das Volumen von Brennholz, das lose geschüttet und nicht aufgeschichtet ist. Ein Schüttmeter entspricht einem Kubikmeter (1 m x 1 m x 1 m) geschüttetem Holz, einschließlich Luft- und Zwischenräumen. Im Gegensatz zum Festmeter wird beim Schüttmeter das Volumen des Holzes inklusive der Zwischenräume gemessen. Da das Holz nicht ordentlich gestapelt ist, sind die Zwischenräume größer und somit ist auch das Volumen größer als beim Festmeter. Ein Schüttmeter entspricht in der Regel etwa 0,7 Festmetern.
Der Raummeter, auch als Ster bezeichnet, ist eine Maßeinheit für das Volumen von Brennholz, das ordentlich aufgeschichtet ist. Ein Raummeter entspricht einem Kubikmeter (1 m x 1 m x 1 m) gestapeltem Holz, einschließlich der Luft- und Zwischenräume. Durch das ordentliche Stapeln des Holzes sind die Zwischenräume geringer als beim Schüttmeter, aber immer noch vorhanden.
Einheit Festmeter (FM) Schüttmeter (SRM) bei 33 cm Scheitlänge Raummeter (RM) bei 33 cm Scheitlänge
Festmeter (FM) ist gleich
1
2
1,43
Schüttmeter (SRM) bei 33 cm Scheitlänge ist gleich
0,5
1
0,7
Raummeter (RM) bei 33 cm Scheitlänge ist gleich
0,7
1,43
1
Hinweis: BeimSchüttmeter wurde lose geschüttetes Holz angenommen.
Tabelle Brennwerte Alle Angaben sind Durchschnittswerte. Sie schwanken, wie bei einem Naturprodukt üblich. Erläuterungen: Holz als Naturprodukt unterliegt in Aufbau und seine Zusammensetzung Schwankungen. Das kann sich auch auf den Heizwert pro Masse (zum Beispiel in kWh/kg) oder pro Volumen (zum Beispiel in kWh/rAUMMETER) auswirken. Der Heizwert von feuchtem Holz ergibt sich aus dem Heizwert der in ihm enthaltenen Trockenmasse, von welchem die Energie abgezogen werden muss, die zum Verdampfen des Wasseranteils benötigt wird. Darum sollte man Holz immer nur gut getrocknet verbrennen. Beim Brennwert wird auch die durch Kondensation der Abgase gewonnene Energie berücksichtigt. Aber oft wird umgangssprachlich beim Brennholz der Heizwert Brennwert genannt. Darum haben wir hier in der Tabelle den Heizwert auch mit Brennwert beschriftet. Absolut trockenes Laubholz hat einen Heizwert von etwa 5 kWh/kg. Der Heizwert von Nadelholz liegt mit 5,2 kWh/kg aufgrund der anderen chemischen Zusammensetzung (höherer Harzanteil) des Holzes sogar etwas höher. Ergänzung: Und wie heizt das Holzhacken? Ordentlich! Der Kalorienverbrauch beim Holzhacken schwankt zwischen 400 und 1.300 kcal in der Stunde.
Heizwerte (Brennwerte) verschiedener Hölzer
Holzart Brennwert (KWh/RM) Brennwert (KWh/kg) Heizöl-Äquivalent (Liter/RM)
Ahorn
1900
4,1
180
Birke
1900
4,3
165
Birnbaum
2100
X
X
Buche
2100
4
180
Douglasie
1700
4,4
170
Eibe
1400
4,4
x
Eiche
2100
4,2
195
Erle
1500
4,1
130
Esche
2100
4,1
180
Fichte
1500
4,5
130
Kastanie
2000
4,2
200
Kiefer
1700
4,4
170
Kirsche
1800
4,3
170
Lärche
1700
4,4
185
Linde
1500
4,2
130
Nußbaum (Walnuss)
1800
4,2
x
Pappel
1200
4,1
100
Robinie
2100
4
180
Rotbuche
2100
4
180
Tanne
1400
4,4
125
Ulme
1900
4,1
190
Wacholder
Hoch, gut zum Anzünden
X
X
Weide
1400
4,1
140
Hackschnitzel
900
4
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Beitrag: Ofen richtig heizen mit Holz
Ofen richtig heizen mit Holz
In der kalten Jahreszeit wird das Heizen mit Holz nicht nur zu einer Notwendigkeit, sondern auch zu einem Genuss. Doch effizientes und umweltschonendes Heizen erfordert mehr als nur das Anzünden von Holzscheiten. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung, wie du deinen Holzofen optimal betreiben kannst. Erfahre, wie du Holz richtig auswählst, den Ofen effizient nutzt und dabei die Umwelt schützt. Zudem geben wir wertvolle Tipps zur Sicherheit und zur Wartung deines Ofens, damit du die Wärme deines Heims sorgenfrei genießen kannst. ► maximale Wärme bei minimalem Holzverbrauch ► Drossel- und Lüftungsklappe richtig anwenden ► richtig anzünden ► wie lange lagern ► ...
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Ökologische Einordnung
Douglasie ist ökologisch nicht so eindeutig zu bewerten, wie es manche Werbetexte darstellen. Einerseits liefert sie leistungsfähiges Holz, wächst schnell und kann in der Forstwirtschaft eine Rolle spielen, wenn heimische Wälder durch Klimawandel, Trockenheit und Schädlingsdruck unter Stress geraten. Andererseits ist sie in Mitteleuropa keine ursprünglich heimische Baumart. Ihr Anbau wird deshalb diskutiert – besonders dort, wo Reinbestände entstehen oder empfindliche Lebensräume verändert werden.
Für Käufer ist entscheidend: Achte auf Herkunft, Zertifizierung und sinnvolle Verwendung. Douglasie aus verantwortungsvoller europäischer Forstwirtschaft kann ökologisch plausibler sein als weit transportierte Hölzer. Trotzdem bleibt die beste Lösung immer ein Holz, das zum Zweck passt und lange genutzt wird.
Kaufberatung: Worauf du im Baumarkt achten solltest
Beim Kauf von Douglasienholz lohnt ein genauer Blick. Nicht jedes Brett ist gleich gut.
Achte besonders auf:
- möglichst wenig Splintholz bei Außenanwendungen
- gerade Bretter ohne starke Verdrehung
- geringe Rissbildung
- saubere Trocknung
- passende Sortierung für sichtbare Flächen
- gehobelte und gefaste Kanten bei Terrassendielen
- ausreichende Stärke für die geplante Belastung
- Herkunft und Zertifizierung
- Angaben zur Holzfeuchte
Für Terrassen sollte die Unterkonstruktion zur Diele passen. Auch dort sind Dauerhaftigkeit, Hinterlüftung und Befestigung entscheidend. Eine hochwertige Diele auf schlechter Unterkonstruktion ist Geldverschwendung.
Kurze Entscheidungshilfe
Douglasie ist eine gute Wahl, wenn …
- du ein warmes, lebhaftes Nadelholz suchst,
- das Projekt außen liegt, aber gut abtrocknen kann,
- du ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis möchtest,
- du bereit bist, Pflege oder Vergrauung einzuplanen,
- du mit Harz und natürlicher Rissbildung leben kannst.
Douglasie ist eher keine gute Wahl, wenn …
- das Holz dauerhaft feucht steht,
- Erdkontakt unvermeidbar ist,
- du eine sehr feine, ruhige Möbeloberfläche möchtest,
- du keinerlei Pflege betreiben willst und trotzdem dauerhafte Farbe erwartest,
- höchste natürliche Dauerhaftigkeit gefordert ist.
Fazit: Solides Holz mit Charakter – aber kein Selbstläufer
Douglasie ist ein starkes Holz für viele Heimwerkerprojekte. Sie ist fester und wetterbeständiger als viele einfache Nadelhölzer, sieht warm und natürlich aus und lässt sich mit normalem Werkzeug gut bearbeiten. Gerade für Terrassen, Zäune, Pergolen, Fassaden und robuste Innenprojekte ist sie eine ernstzunehmende Wahl.
Ihre Schwächen sollte man aber nicht übergehen: Harz, Vergrauung, Rissbildung, begrenzte Dauerhaftigkeit bei Dauerfeuchte und Qualitätsunterschiede zwischen Splint- und Kernholz. Wer Douglasie richtig konstruiert, gut befestigt und realistisch pflegt, bekommt ein ehrliches, belastbares Holz. Wer sie wie ein unzerstörbares Tropenholz behandelt, wird enttäuscht.
Die wichtigste Regel lautet deshalb: Douglasie hält nicht durch Beschwörung, sondern durch gute Konstruktion. Abstand zum Wasser, Luft zum Trocknen, passende Schrauben, geschützte Hirnholzflächen – das sind die Details, die aus einem schönen Brett ein langlebiges Projekt machen.
Videos zur Douglasie
Länge: 10 Minuten
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Video: Baumgiganten: Douglasie, der Baum der Zukunft?
Länge: 13 Minuten
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Video: Kann die Douglasie die Fichte ersetzen?
Länge: 3 Minuten
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Seltene, interessante oder humorvolle Fakten zur Douglasie
- Die Douglasie ist keine echte Tanne
Trotz englischer Bezeichnungen wie „Douglas fir“ gehört sie nicht zur Gattung der Tannen, sondern zur Gattung Pseudotsuga. Der Name bedeutet sinngemäß „Schein-Hemlocktanne“ – botanisch also ein kleiner Etikettenschwindel mit Tradition. - Die Zapfen tragen angeblich Mäuseschwänze
Douglasienzapfen haben dreispitzige Deckschuppen, die zwischen den Zapfenschuppen hervorragen. In einer verbreiteten Erzählung sehen sie aus wie die Hinterbeine und Schwänzchen kleiner Mäuse, die sich vor einem Waldbrand im Zapfen versteckt haben. - Junge Douglasien können nach Harzbonbon riechen
Die Rinde junger Bäume besitzt harzgefüllte Bläschen, und zerdrückte Nadeln duften süßlich-harzig. Für die Bestimmung im Wald ist das fast schon ein Nasen-Test – allerdings bitte ohne den Baum unnötig zu verletzen. - Sie kann über 1.000 Jahre alt werden
Die Douglasie ist kein kurzlebiger Schnellstarter. Unter günstigen Bedingungen kann sie mehr als 1.000 Jahre alt werden – ein Alter, bei dem viele Bauwerke neben ihr wie Provisorien wirken. - In Großbritannien gehören Douglasien zu den höchsten Bäumen
Einige alte Douglasien-Exemplare in Großbritannien erreichen über 66 Meter Höhe. Was im Baumarkt als Diele endet, stammt also von einer Baumart, die in freier Landschaft durchaus Kathedralenmaß annehmen kann. - Die höchste kultivierte Douglasie steht in Neuseeland
Im New Zealand Tree Register ist eine kultivierte Douglasie mit 69,6 Metern Höhe dokumentiert. Die Bäume der betreffenden Pflanzung sollen um 1859 als Setzlinge in einer Ward’schen Pflanzenkiste nach Neuseeland gelangt sein – Globalisierung im Holzformat. - Über 100 Meter Höhe – kein Problem!
Douglasien können über 100 Meter hoch werden und gehören damit zu den höchsten Bäumen der Welt. Die höchste jemals gefundene Douglasie, der Nooksack Giant, soll 142 Meter hoch gewesen sein. - Archibald Menzies entdeckte sie wissenschaftlich vor David Douglas
Der wissenschaftliche Artname menziesii erinnert an Archibald Menzies, der den Baum in Nordamerika bereits 1792/1793 beschrieben beziehungsweise gesammelt hatte. Der gebräuchliche Name ehrt dagegen David Douglas, der die Art später in Europa bekannt machte. - In Deutschland ist sie forstlich wichtig – und zugleich umstritten
Die Douglasie gilt in Deutschland als wichtigste eingeführte Baumart der Forstwirtschaft, wird aber zugleich wegen möglicher Invasivität und Auswirkungen auf Ökosysteme diskutiert. Sie ist also nicht nur Bauholz, sondern auch ein kleines forstpolitisches Streitobjekt. - Sie mag keine nassen, verdichteten Böden
Douglasie kann leistungsfähig wachsen, aber sie ist kein Baum für jeden Standort. Besonders gut gedeiht sie auf tiefgründigen, gut belüfteten Böden; schlecht drainierte oder verdichtete Böden bekommen ihr deutlich weniger. - Oregon machte sie zum Staatsbaum
Die Douglasie ist der State Tree of Oregon. Passend dazu wurde sie historisch so stark mit Bauholz und Siedlungsgeschichte verbunden, dass sie gelegentlich als Baum beschrieben wird, der Oregon mit aufgebaut habe. - Spirituelle Bedeutung der Douglasie
In einigen Kulturen wird der Douglasie eine spirituelle Bedeutung beigemessen. Sie gilt als Symbol für Stärke, Ausdauer und Langlebigkeit.

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