Um nicht unnötig viele Tapetenrollen einzukaufen und die Kosten pro m2 so niedrig wie möglich zu halten, sollten Sie den genauen Tapetenbedarf ermitteln. Das macht sich besonders bei sehr hochwertigen und teuren Tapeten bezahlt.

Bei der Ermittlung des Tapetenbedarfs ist zu beachten, dass die Tapetenarten unterschiedliche Rollenmaße haben. Doch entscheidend für das Rechenverfahren ist, ob Ihre ausgewählte Tapete einen Rapport (wiederholendes Muster) oder keinen Rapport (z. B. die normale weiße Rauhfaser) hat. Deshalb haben wir unseren Tapetenrechner zweigeteilt, es muss zwischen den folgenden beiden Rechenverfahren unterschieden werden.

Punkt 1

I. Tapetenbedarf für Tapeten ohne Rapport

Für die Bedarfsermittlung sind drei Rechenschritte notwendig:

1. Schritt: Anzahl Bahnen ermitteln

(Raumumfang - Türbreite und Fensterbreite) : Tapetenbreite = Anzahl der benötigten Bahnen
Beispiel:
(16 m Raumumfang minus - 2 m Breite von Türen und Fenstern) : 0,53 Breite der Tapete = 26,42 = 27 Bahnen (immer aufrunden)

Hinweis: Der Raumumfang ist die Gesamtlänge aller Wände im Raum.

2. Schritt: Mögliche Bahnen pro Rolle ermitteln

Rollenlänge: Raumhöhe + 5 cm = Bahnen je Tapetenrolle
Beispiel:
10,05 m : 2,90 m = 3,46 = 3 Bahnen pro Rolle (immer abrunden)

 

3. Schritt: Anzahl Tapetenrollen, die ich kaufen muss

Anzahl der benötigten Bahnen: Bahnen je Tapetenrolle = Zahl der benötigten Tapetenrollen
Beispiel:
27 benötigte Bahnen: 3 Bahnen pro Rolle = 9 Tapetenrollen zu kaufen (immer aufrunden)

Achtung: Der Fenster- und Türenbereich oberhalb der Fenster bzw. Türen wurde in dieser Rechnung nicht berücksichtigt, da die anfallenden Rollenreste für die Bereiche oberhalb der Fenster und Türen verwendet werden können und in der Regel ausreichen.

Punkt 2

II. Tapetenbedarf für Tapeten mit Rapport

Bei Tapeten mit Rapport sind die folgenden fünf Rechenschritte notwendig, um den Tapetenbedarf zu ermitteln:

1. Schritt:

Raumhöhe + 5 cm : Rapporthöhe = benötigte Anzahl der Rapporte pro Bahn
Beispiel:
2,90 m : 0,70 m = 4,14 = 5 Rapporte pro Bahn (immer aufrunden)

Anmerkung: Die Rapporthöhe steht auf dem Beiblatt der Tapete

2. Schritt:

Zahl der Rapporte x Rapporthöhe = Zuschnittlänge
Beispiel:
5 x 0,70 m = 3,50 m

3. Schritt:

Rollenlänge: Zuschnittlänge = Bahnen je Tapetenrolle
Beispiel:
10,05 m : 3,50 m = 2,87 = 2 Bahnen (immer abrunden)

4. Schritt:

(Raumumfang - Tür- und Fensterbreite) : Tapetenbreite = Anzahl der benötigten Tapetenbahnen
Beispiel:
(16,00 m - 2,60 m) : 0,53 m= 25,28 = 26 Bahnen (immer aufrunden)

5. Schritt:

Anzahl der benötigten Tapetenbahnen: Bahnen je Rolle = benötigte Rollenanzahl
Beispiel:
26 Bahnen: 2 Bahnen je Rolle = 13 Tapetenrollen zu kaufen (immer aufrunden)

Achtung: Auch bei dieser Rechnung wurde der Fenster- und Türenbereich nicht berücksichtigt, da die anfallenden Rollenreste für die Flächen oberhalb der Fenster und Türen verwendet werden können.

Tipp: Einen Tapetenrest sollte Sie immer aufbewahren, falls später einmal eine Beschädigung ausgebessert werden muss. Keiner mehr da? Schauen Sie doch einmal bei großen Tapetetenshops wie Tapetenmarkt.de, ob sich dort nicht Ihr Muster findet.

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