Doppelstegplatten werden gerne für Gewächshäuser oder Wintergärten verwendet

Was sind Doppelstegplatten?

Wer sich schon mal mit dem Thema Überdachung für Carport, Wintergarten oder Gewächshaus beschäftigt hat, der ist mit Sicherheit schonmal über den Begriff „Doppelstegplatten“ gestolpert. Was auch gar nicht verwunderlich ist, denn aufgrund ihrer Stabilität sind die Platten prädestiniert für Überdachungen verschiedenster Art.

Die Vorteile der Doppelstegplatten liegen klar auf der Hand. Schnäppchenfüchse freuen sich darüber, dass dieses Baumaterial zu einem günstigen Preis beschafft werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Doppelstegplatten trotzdem stabil und langlebig sind. Trotz ihrer Stabilität verfügen die Platten über ein geringes Eigengewicht. Für das geringe Gewicht sind im Übrigen die vielen Hohlkammern der Platten verantwortlich.

Doppelstegplatten im Wintergarten

Inhalt: Was sind Doppelstegplatten?

Punkt 1

1. Aus welchen Rohstoffen werden Doppelstegplatten hergestellt?

Bei der Fertigung von Doppelstegplatten kommen verschiedene Rohstoffe zur Anwendung. In den allermeisten Fällen sind es aber Polycarbonat und Acrylglas, die als Rohstoffe bei der Herstellung der Platten zum Einsatz kommen. Mit Polycarbonat hat man ein sehr robustes und bruchsicheres Material. Es zeichnet sich durch seine hervorragenden Verarbeitungseigenschaften aus. So kann es beispielsweise geschnitten oder auch gebohrt werden. Etwas anders sieht das im Hinblick auf Acrylglas aus.

Beitrag: Acrylglas: was ist das? Eigenschaften, kleben, bohren, sägen & reinigen

Acrylglas: was ist das? Eigenschaften, kleben, bohren, sägen & reinigen

Acrylglas ist im Handel auch unter der Bezeichnung Kunstglas oder Plexiglas erhältlich. Es handelt sich hierbei also um transparentes Kunststoffmaterial, das für viele Zwecke eingesetzt wird. Wir erläutern, worum es sich bei dem Material handelt, wo man es überall nutzen kann und wie man es bearbeitet.

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Beitrag: Acrylglas sägen

plexiglas figuren 700

Acrylglas - meist unter dem Namen Plexiglas bekannt - wird aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und der relativ
einfachen Bearbeitung mit herkömmlichen Elektrowerkzeugen, zunehmend auch im modernen Innenausbau und beim Heimwerker immer beliebter. 

ImageIm Gegensatz zu echtem Glas bietet dieser Werkstoff erhebliche Vorteile. Der Wichtigste ist die hohe Bruchsicherheit, bei einer sehr guten optischen Qualität und einer hohen Lichtdurchlässigkeit. Vor allen Dingen aber stellt dieser Werkstoff an den Verarbeiter keine zu hohen Anforderungen, wenn es darum geht, Ausschnitte und Formen jeglicher Art zu sägen. Die Voraussetzungen für ein perfektes Schnittergebnis werden im folgenden Beispiel Schritt für Schritt erklärt.

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Punkt 2

2. Welche Doppelstegplatte ist für was geeignet?

Acrylglas kommt als Rohstoff dann zum Einsatz, wenn mit den Doppelstegplatten ein Echtglaseffekt erzielt werden soll. Denn Doppelstegplatten aus Acrylglas überzeugen mit einer sehr hochwertigen Optik. Allerdings verfügen diese über den Nachteil, dass sie sehr bruchempfindlich sind. Aus diesem Grund eigenen sich Doppelstegplatten aus Acrylglas nicht für jeden Standort.

Neben Acrylglas oder Polycarbonat kommen noch flache Kunststoffplatten zum Einsatz. Die beiden Kunststoffplatten sind durch Kunststoffstege miteinander verbunden. Dadurch entstehen die für die Doppelstegplatten so typischen Hohlräume.

Weiterhin gibt es noch Doppelstegplatten, die aus Plexiglas gefertigt werden. Diese Art der Platten erweist sich als sehr unempfindlich und extrem belastbar.

Doch nicht nur im Hinblick auf die eingesetzten Rohstoffe hat man hier die Qual der Wahl. Auch was die Optik anbelangt, eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten. So kann man zwischen klaren, getönten und strukturierten Oberflächen wählen. Wer sich eine sehr hochwertige Optik wünscht, die Echtglas in nichts nachsteht, für den sind die Doppelstegplatten aus Acrylglas die richtige Wahl.

Punkt 3

3. Einbau

Nicht nur aufgrund ihres geringen Eigengewichts lassen sich Doppelstegplatten leicht verbauen. Selbst ein unerfahrener Handwerker kann mit etwas Hilfe die Platten ohne Probleme montieren. Um die Doppelstegplatten montieren zu können, braucht man lediglich eine Unterkonstruktion, die mit Aluminiumprofilen versehen wurde. Damit weder Wasser noch Schmutz in die Hohlkammern gelangen kann, werden diese außerdem mit Randprofilen verschlossen.

3.1. Video: Doppelstegplatte als Überdachung einer Terrasse

Länge: 12 Minuten

Youtube-Video

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Punkt 4

4. Kondenswasser

Problem Kondenswasser

Egal ob Carport, Garage oder Terrasse: Sobald die Temperaturen in der Nacht unter den Gefrierpunkt fallen und es am Tage wieder taut, tropft es von den Wellplatten (oder Trapezblechen, Stegplatten, Lichtplatten ...) herunter.

Das liegt daran, dass die Luftfeuchte an der Unterseite der Platten absetzt und dort gefriert. Wird es wieder wärmer, taut das Kondenswasser und tropft den Boden darunter voll. Sehr ärgerlich, vor allem dann, wenn man darunter etwas abgestellt hat.

Wir haben vier Möglichkeiten gefunden, die das Problem reduzieren oder ganz beseitigen:

Dachneigung erhöhen
Den Dachwinkel vergrößern, nicht unter fünf Grad fallen lassen. Je steiler das Dach, umso eher läuft das Kondenswasser in Richtung Traufe ab, ohne auf den Boden zu tropfen.

Antikondesvlies
Ein sogenanntes Antikondensvlies auf die Unterseite der Platten kleben (zwischen den Sparren, wenn es nachträglich erfolgt). Ein gut bewertetes Produkt ist:

Antikondensbeschichtung
Eine Antidondensbeschichtung auf die Unterseite der Platten auftragen. Gut bewertet ist:

Isolieren
Eine Isolierung (z. B. Styropor unter die Platte, dann OSB-Platte) unter die Blech/Platten anbringen.

Kannst du eine Möglichkeit ergänzen, das Herabtropfen von Kondenswasser zu vermeiden?

Kannst du eine Möglichkeit ergänzen, das Herabtropfen von Kondenswasser zu vermeiden?

Vielen Dank für jeden Tipp!

 

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