Zimmer im Chaos

Geschicktes Vorgehen bei einer Entrümpelung – 4 Methoden vorgestellt

Man geht durch die Wohnung und wundert sich, wo all die Sachen und der ganze Krempel herkommen. Wenn dies der Fall ist, wird es doch tatsächlich Zeit, über eine Entrümpelung nachzudenken. Aber vielen bereitet allein der Gedanke daran schon Unbehagen. Dabei schafft eine Entrümpelung außer Platz, Freude und vielleicht auch ein wenig zusätzliches Geld, eine bessere Psyche. Dies ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Unordnung zur schlechteren Psyche beiträgt. Man fühlt sich eben in einem aufgeräumten Lebensraum wohler als in einem Chaos.

Darum ist es leicht nachzuvollziehen, dass der erste Schritt bei einer Entrümpelung der schwerste Schritt ist. ► Was muss man vorbereiten, ► was muss beachtet werden, ► was muss man organisieren, ► welche Methoden gibt es, ► was wirkt motivierend?

Punkt 1

1. Die mentale Vorbereitung auf die Entrümpelung

Eine Entrümpelung ist immer damit verbunden, sich von Dingen zu trennen, welche man doch liebgewonnen hat. Das liegt daran, dass diese Gegenstände ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Oft ist es so, dass man den Gegenstand zur Seite legt und dies damit begründet, dass man diesen doch bestimmt irgendwann nochmal benutzen und gebrauchen kann.

Es ist so, dass ein Entrümpeln auch ein Wollen mit sich führt. Wer nicht will, entrümpelt auch nicht. Den Partner mit einbeziehen oder Freunden von dem Vorhaben berichten, ist eine große Hilfe. Dazu setzt man sich konkrete Ziele und Termine, an denen man ein bestimmtes Zimmer entrümpelt. Hilfe kann man dabei immer gebrauchen. Das kann aus dem Freundeskreis, aber auch eine professionelle Hilfe wie die Entrümpelungsprofis in Düsseldorf, sein.

Wie gehst du deine Haushaltsauflösung bzw. Entrümpelung an?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Ich werde alles selbst machen. 8 Stimmen
Ich werde alles von einer Firma erledigen lassen. 3 Stimmen
Ich werde einiges selbst machen und den Rest einer Firma überlassen. 2 Stimmen

Punkt 2

2. Was man braucht und was nicht

Da ist es hilfreich, durch das Zimmer mit offenen Augen zu gehen und sich die Frage zu stellen, ob man es noch braucht oder nicht. Man legt es sofort in eine Kiste, wenn man es nicht mehr braucht und schaut sich diese nach gewisser Zeit nochmal an. Die Frage, die man sich dann stellt, ist, ob man es noch braucht oder nicht. Ist die Antwort nein, sollte man das auch direkt wegschmeißen.

Wenn man sich von etwas trennt, braucht man Mut, aber man bekommt ein befreiendes und gutes Gefühl zurück. Bevor man aber entrümpelt, sollte man die Wohnung oder das Haus gründlich aufräumen. Dabei ist es wichtig, den Boden freizulassen, da der Platz beim Verpacken in Kisten benötigt wird.

Punkt 3

3. Selbstdisziplin und Motivation

Diese beiden Dinge werden absolut benötigt, um das Haus oder die Wohnung zu entrümpeln. Gerade die Selbstdisziplin ist wichtig, wenn Erinnerungsstücke nach langer Zeit wieder auftauchen. Wenn dann über alte Zeiten nachgedacht wird, und man wieder in diese verfällt, wird das eigentliche Ziel, die Entrümpelung, schnell aus den Augen verloren.

Wichtig ist es aber auch, sich mal Pausen zu gönnen und sich zu belohnen. Das kann mit einer Tasse Kaffee sein, oder aber auch mit einem Stück Schokolade oder einem anderen Snack. Ein Bild vorher und eines nachher verdeutlicht auch, was man geschafft hat. Motivation, Ausdauer und auch die richtige Musik, sind drei Dinge, die das Entrümpeln vorantreiben können.

Punkt 4

4. Die richtige Methode wählen

Es gibt nicht die perfekte Methode zum Entrümpeln. Es gibt auch die unterschiedlichsten Menschen. Das Ausmisten bleibt definitiv jedem sich selbst überlassen. Das gilt auch für die Wahl der Methode, wie dies geschehen soll.

4.1. Hau-Ruck-Methode

Sollte ein Befreiungsschlag absolut notwendig sein, dann eignet sich die Hau-Ruck-Methode am besten. Das beinhaltet das rigorose Ausmisten aller Räume. Dabei wird alles, was weg soll, sofort in Müllsäcke gepackt, oder in den bereitgestellten Container geworfen. Das "Aus den Augen, aus dem Sinn" ist in dem Fall die beste Methode. Dabei ist ein Zeitfresser nicht gegeben:

Man muss sich nicht entscheiden man schmeißt weg.

Das Entrümpeln nach dieser Methode, eignet sich besonders dann, wenn man stark dazu neigt, Sachen zu horten. Bei dieser Methode sollte man sich aber Unterstützung holen.

4.2. Die 3-Kisten-Methode

Wenn Sie ein bestimmtes Gebiet (Kleiderschrank, Vorratskammer, Gästezimmer ...) im Auge haben, nehmen Sie drei große Kisten zur Hand:

  • In Kiste 1 kommt alles, was Sie definitiv wegschmeissen werden.
  • In Kiste 2 packen Sie das hinein, das Sie entbehren können, worüber sich jemand aus dem Freundeskreis aber durchaus noch freuen würde.
  • Kiste 3 erhält alles, was auch in Zukunft dasselbe Dach mit Ihnen teilen soll.

4.3. ... am Beispiel Kleiderschrank

Anhand unserer Kleidung können wir eine Parade-Entrümpelung skizzieren:

  1. Alle Kleidungsstücke aus dem Schrank rausnehmen.

  2. Nun für jedes Kleidungsstück folgende Fragen beantworten:
    - Nutze (trage) ich das noch? Überlegen Sie ein Jahr zurück.
    - Nicht mehr von mir genutzt, aber zu schade zum Wegschmeißen? Das rote Kreuz freut sich über jede Kleiderspende. Sie tun Gutes und werden freier.
    - Trage ich noch regelmäßig - dann wieder rein damit in den Schrank.

  3. Bin ich mir beii ein paar Sachen unsicher und kann mich einfach nicht entscheiden? Packen Sie diese Kleidungsstücke dann in einen Karton und verstauen Sie diesen für ein Jahr im Keller. Wenn man nach diesen Zeitraum nichts vermisst hat, kommt alles aus diesem Karton in die Kleiderspende.

4.4. KonMarie-Methode

Es gibt aber auch die so genannte KonMarie Methode. Dies ist immer dann interessant, wenn man einen strukturierten und meditativen Weg der Entrümpelung sucht. Dabei werden Kategorien gewählt, in die man die Altlasten sortiert. Das sind Bücher, Kleider, Unterlagen Sonstiges und Erinnerungsstücke. Man nimmt jeden Gegenstand in die Hand und stellt sich die Frage, ob es eine gewisse Freude auslöst.

Sollte dies nicht der Fall sein, kann man sich getrost von diesem Teil trennen und es entsorgen. Dadurch, dass man sich bei dem Teil, welches man wegschmeißt, noch bedankt für den Nutzen, den es gebracht hat, erhält die Entrümpelungsaktion noch einen spirituellen Ansatz.

4.5. 5S-Methode

Aus Japan kommt die sogenannte 5S-Methode, die

  1. Seiri,
  2. Seiso,
  3. Seiton,
  4. Seiketsu und
  5. Shitsuke

miteinander verbindet. Es sind also das

  1. Aussortieren (nach einer Regel, zum Beispiel: alles muss weg, was nicht regelmäßig genutzt wird),
  2. das Säubern,
  3. das Aufräumen,
  4. das Standardisieren (z. B. sorge dafür, dass alles, was bleibt, seinen Platz hat) und
  5. mit Selbstdisziplin vorgehen

gemeint. Das System, welches sich dahinter verbirgt, vereinfacht nicht nur die Entrümpelung, sondern sorgt auch dafür, dass die entrümpelten Räume in einem ordentlichen Zustand bleiben. Dabei ist Selbstdisziplin das oberste Gebot, da jeder Gegenstand einen Platz bekommt, an dem er nach dem Gebrauch auch wieder steht.

Punkt 5

5. Was mit zurück gelassenen Dingen machen?

Wenn Kinder im Haushalt gelebt haben, welche jetzt einen eigenen haben, macht es Sinn über die Hinterlassenschaften zu sprechen. Dabei ist es nicht wichtig, ob es sich um Spielzeug oder andere Sachen handelt. Man möchte sich auf sein Seniorendasein vorbereiten und dazu muss das Endlager der Kinder im Keller weichen. Sich einfach mit den Kindern hinsetzen und über die Dinge sprechen, die dort aufbewahrt werden, verschafft einen Überblick was die Kinder noch wollen.

So stöbert man zusammen beim Entrümpeln in den Kisten und erzählt sich so die eine oder andere Geschichte zu den Fundstücken. Dabei kann man dann zusammen einen neuen Abschnitt im Leben gehen. Ähnlich verhält es sich mit Lebensmitteln, die ein MHD über Jahre haben, die man aber seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Auch da sollte man, ebenso wie im Bad, rigoros alles entsorgen.

Punkt 5

6. Minimalismus ist der neue Trend

Eine weitere große Herausforderung ist das Entrümpeln des Kleiderschrankes. Eine bewährte Methode der Entrümpelung des Klamottenberges haben wir oben vorgestellt. Aber:

Manche Kleidungsstücke möchte man gern als Erinnerung behalten, was ja auch völlig ok ist. Das Hochzeitskleid oder der Anzug sollte nicht weggeschmissen werden. Da schon eher Hosen und Socken mit Löchern, oder wenn Hosen und Shirts nicht mehr passen. Dabei muss man diese nicht wegschmeißen.

Kleidung kann, wenn es der Zustand zulässt, in der Familie oder dem Freundeskreis weitergetragen werden. Auch freuen sich verschiedene Organisationen über Kleiderspenden. Im Kleiderschrank ist der Minimalismus der neue Trend. Man braucht nicht viermal den gleichen Pulli nur weil er vier Farben hat. Oder das T-Shirt gleich sechsmal. Es gilt:

Weniger ist oft mehr.

Punkt 6

7. Freunde reich beschenken und Dinge versteigern

Auch der Entrümpelung entkommen verschiedene Gegenstände dann, wenn man sie an Freunde und Bekannte verschenkt. Man braucht es selbst nicht mehr, aber im Freundeskreis wird es gerade dringend benötigt, weil ein Kind ausgezogen ist oder man sich gern ein neues Services leisten möchte. Und bevor man die alten Sachen wegschmeißt, kann man ihnen bei Freunden ein neues Leben einhauchen.

Auch eine Möglichkeit ist es, verschiedene gut erhaltene Sachen bei Versteigerungsplattformen oder auf Seiten wie kleinanzeigen.de zum Verkauf anzubieten oder sie an Second-Hand-Läden oder Sozialkaufhäuser zu geben. So bekommt man für Dinge, die man nicht mehr braucht, noch ein wenig Geld und kann die Urlaubskasse damit auffüllen.

Punkt 7

8. Das Fazit

Man entrümpelt nur sehr ungerne, da man an allen Dingen hängt. Aber irgendwann geht es nicht anders, da die Räume immer voller werden. Wer ein paar Dinge dabei beachtet, oder sich einen Profi an die Seite holt, wird sehen, dass es nicht so schwierig ist sich von verschiedenen Dingen zu trennen.

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Punkt 8

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