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Bevor Sie mit der Verlegung Ihres Parkettbodens ( Verlegeanleitung ) beginnen, sollten
Sie sich ein wenig Zeit nehmen und sich über grundlegende Punkte einige
Gedanken machen.

Holzfußböden lassen sich auf verschiedene Arten verlegen. Man unterscheidet in der Regel drei Möglichkeiten. 1.) Das Verkleben 2.) Das Nageln/Schrauben 3.) Die schwimmende Verlegung
Verklebt werden können auf geeigneten Untergrund alle Parkettböden, sowie Laminatböden,
die jedoch zusätzlich auch in der Fuge zwischen den einzelnen
Laminatbrettern verleimt werden müssen, damit kein Wischwasser in die
Fuge eintreten kann, und es somit
nicht zu einem Quellen des Trägermaterials kommt.
Zum Kleben von Parkett werden im wesentlichen drei Klebstoffarten angeboten:
- Dispersionsklebstoffe
- Lösemittelklebstoffe
- Reaktionsharzklebstoffe/Polyurethanklebstoffe
Genauere Informationen über die Klebstoffarten erhalten Sie in dem Artikel "Parkettkleber " Voraussetzungen für das Verkleben von Parkett - Zementestriche dürfen max. 2,5 CM-%, als Heizestrich max 1,8 CM-% Feuchte enthalten.
- Calciumsulfatestriche dürfen max 0,5 CM-%, als Heizestrich max 0,3 CM-% Feuchte enthalten.
- Magnesiaestriche dürfen 3-12 CM-% Feuchte übersteigen, der Richtwert
ist abhängig von der Zusammensetzung, d.h. es muss der Hersteller
befragt werden.
- der Untergrund muß eben und fest sein.
- der Untergrund muß von Verunreinigungen befreit werden und gründlich abgesaugt werden.
- Risse und Fugen, die nicht konstruktionsbedingt sind, müssen mit einem Epoxidharz kraftschlüssig verschlossen werden.
- Vorstreichen/Grundieren sind in der Regel zu empfehlen, da der
Reststaub gebunden wird, die Saugfähigkeit vermindert wird und eine
Haftbrücke hergestellt wird. Genaue Informationen beim Hersteller
erfragen.
- das Spachteln wird erforderlich, wenn der Untergrund uneben ist.
- Wenn auf Gußasphaltestrich mit Dispersinskleber geklebt werden soll, muß gespachtelt werden.
- Wichtig: Untergrund, Kleber, Parkett, gegebenfalls Spachtelmasse und Grundierung müssen aufeinander abgestimmt sein.

Die
älteste und neben dem Klickparkett schadstoffärmste Art Parkett,
bzw.Dielen auf Lagerhölzer, Blindboden oder Holzwerkstoffplatten
zu verlegen, ist das Nageln bzw. Schrauben.
Diese
Verlegeart wird bei Parkett heute weniger angewendet. Massiv- oder
Zweischichtparkett wird in der Regel verklebt. Soll das Parkett nicht
verklebt werden, wird mit Hilfe von einem Druckluftnagler Parkettstäbe
in der Nut und Parkettriemen in der Feder schräg vernagelt.
Dabei
muß darauf geachtet werden, dass beim Nageln das Parkett auf den
Unterboden gedrückt wird, damit anschließendes Knarren des Fußbodens
minimiert wird.
Dielenfußböden neigen aufgrund ihres größeren
Querschnittes und Länge zu stärkerem Arbeiten als Parkett, sodass
heutzutage die Diele vorzugsweise verdeckt in der Feder geschraubt
wird. Die Schraube hat im Vergleich zum Nagel den Vorteil, dass die
Auszugsfestigkeit wesentlich höher ist und eine Verbindung auch
leichter wieder gelöst werden kann.
Die Schraube
sollte mindestens 50 mm lang sein, über ein Teilgewinde verfügen und
einen Schaftdurchmesser von max.4mm, besser 3,5mm, besitzen.
Wenn die Schraube keine eigene Bohrspitze besitzt , muß das Schraubenloch vorgebohrt werden, damit das Holz sich nicht spaltet.
Es
gibt aber heute schon spezielle Dielenschrauben mit Bohrspitze (linke
Schraube auf dem Bild), die ein Vorbohren überflüssig machen. Fragen
sie ihren Holzhändler.
Vorteile Nageln/Schrauben
- Ökologische Alternative zum Verkleben, geringere Schadstoffbelastung.
- auf Grund der Konstruktion sind die Untergründe vergleichsweise
elastisch, was ein trittelastischen, angenehmes Gehgefühl erzeugt.
- Im Gegensatz zu verklebten Flächen, kann der Fußboden wieder aufgenommen werden.
Nachteile Nageln/Schrauben
- zeitaufwendiger als Kleben.
- wenn keine geeignete Unterkonstruktion vorhanden ist, ist ein
nachträglicher Einbau eines genagelten/geschraubten Fußbodens fast
nicht möglich, da der Aufbau von Unterkonstruktion und Parkett/Diele
mindestens 50mm beträgt, d.h. erheblicher Versatz zu
bestehenden Fliesenböden, z.B. im Bad. Zimmertüren und gegebenenfalls
die Haustür müßten erheblich gekürzt werden.
- auf Fußbodenheizung nicht geeignet.

- Die schwimmende Verlegung
Die
schwimmende Verlegung ist die einfachste Art einen Holzfußboden zu
verlegen und erfreut sich deshalb besonders im Heimwerkerbereich großer
Beliebtheit.
Aber auch Parkettleger verlegen Fertigparkett und Laminat fast ausschließlich auf diese Weise.
Bei
der schwimmende Verlegung werden die einzelnen Verlegeeinheiten nur
seitlich miteinander verbunden. Unter dem Holz muß eine
Unterlegmatte(Trittschalldämmung) vollflächig verlegt werden.
Es gibt drei Möglichkeiten der schwimmenden Verlegung
Verklebung mit Leim
-
ist die klassische Methode, wobei das Fertigparkett in der Nut mit
wasserfesten Leim versorgt wird und anschließend mit Hammer und
Schlagholz Reihe für Reihe zusammengesetzt wird.
Klammern mit Metallbügeln
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wird bei Fertigparkett oder Laminat fast nicht mehr verwendet. Es gibt
noch Hersteller (z.b.Berthold), die in der Regel massive Dielen, die
besonders getrocknet und paßgenau gefertigt werden,als Klammerdiele
anbieten.
Es muß jedoch das ganze Jahr für ein einigermaßen
gleichmäßiges Raumklima gesorgt werden, da extreme Schwankungen im
Bezug auf die relative Luftfeuchtigkeit zu übermäßigen Arbeiten des
Fußbodens führen wird.
Die extremen Spannungen könnten zu einem
Lösen der Klammern führen, was schlimmstenfalls bedeutet, das der
Fußboden bis zu dieser Stelle wieder aufgenommen werden müßte.
Klicksystem
Beim
Klicksystem muß weder mit großem Kraftaufwand noch mit Leim gearbeitet
werden, sondern die Parkettelemente werden über ein Klicksystem
zusammengeseckt.
Dabei hat fast jeder Parketthersteller sein eigenes
System, d.h. wenn Sie sich für ein Parkett entscheiden, lassen Sie sich
vom Parketthändler das Klicksystem erklären.
Der große Vorteil an
dem Klicksystem ist das schnelle und einfache Verlegen der
Parkettelemente. Durch die kraftschlüssige Verlegung gehen einmal
geschlossene Fugen nicht mehr auseinander und die Bahnen ziehen sich
beim Verlegen immer gerade.
Vorteile schwimmende Verlegung - schnelle und einfache Verlegung, die auch vom Laien durchgeführt werden kann.
- in der Regel fertige Oberfläche, d.h. die Fläche kann sehr schnell
wieder betreten werden und muß nicht weiter behandelt werden.
- kostengünstig
- beim Klammern und Klickparkett kann der Fußboden wieder aufgenommen werden.
Nachteile schwimmende Verlegung - ungeeignet für Fußbodenheizung, da Luftpolster unter denm Parkett zusätzlich zum Holz isolierend wirken.
- beim Dielenfußboden und Einschichtparkett ist in der Regel eine schwimmende Verlegung nicht möglich.
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