Wichtige Änderungen beim Einbau von Fenstern und Türen:
Die Dämmung mit Mineraldämmstoffen wird zur Regelausführung erklärt.

Neuveröffentlichung der im Januar 2005 erschienenen VOB ATV DIN 18355

Das in der Praxis übliche Einbringen von Montageschäumen und das Dämmen mit anderen Produkten wie Schaumstoff-Füllbändern oder Naturprodukten (Sisal, Kork) ist nach der neuen DIN 18355 als Regelausführung nicht mehr zulässig. Denn in der neuesten Ergänzung zur

DIN 18355 heißt es in Abschnitt 3.5.3

Die auf der Rauminnenseite verbleibenden Fugen zwischen Außenbauteilen und Baukörper sind mit Mineralfaserdämmstoffen vollständig auszufüllen.

Zudem steht dort: "Die Abdichtung zwischen Außenbauteilen und Baukörper muss dauerhaft und schlagregendicht sein."

DIN 18355 Abschnitt 3.5.4:

Hohlräume zwischen Zargen und Baukörper bei Wohnungsabschlußtüren sind mit Mineralfaserdämmstoffen vollständig auszufüllen.

Die Dämmung mit Mineralfaserdämmstoffen wird so als Regelfall definiert. Andere Formen der Dämmung sind nur noch zulässig, wenn dieses im Leistungsverzeichnis (LV) vertraglich festgelegt wurde. Wenn solche Vereinbarungen nicht getroffen wurden, kann der Auftraggeber verlangen, dass die Dämmung mit Mineralfaserdämmstoffen ausgeführt wird.

Die Festlegung auf Mineralfaserdämmstoffen bezieht sich nur auf PVC- und Holzfenster. Die für Metallfenster zuständige ATV DIN 18360 wurde in diesem Punkt nicht geändert.

Altfassung – nachrichtlich zur Kennzeichnung des Unterschiedes

Der Punkt 3.5.3. der DIN 18355 lautete bisher:

  • "Die auf der Raumseite verbleibenden Fugen zwischen Außenbauteilen und Baukörper sind mit Dämmstoffen vollständig auszufüllen."

Experten gehen davon aus, dass damals beim Fensterbau fast ausschließlich PUR-Montageschäume für die Fugendämmung eingesetzt wurden.

Ergänzend: Bestimmung DIN 18355 3.5.1

  • "Bauteile sind so zu befestigen und aufzulagern, dass die Kräfte sicher in den Baukörper übertragen und Bewegungen aus den Bauteilen aufgenommen werden. Befestigungselemente müssen korrosionsgeschützt sein."

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