Welche Fenster sind die besten? Materialien, Verglasung und Auswahl im Vergleich

Wer ein Haus baut oder alte Fenster austauscht, trifft eine Entscheidung für Jahrzehnte. Dabei geht es längst nicht nur um die Frage, ob der Rahmen aus Kunststoff, Holz oder Aluminium bestehen soll. Gute Fenster müssen Wärme im Haus halten, Tageslicht hereinlassen, Wind und Regen abwehren, möglichst wenig Lärm durchlassen und je nach Lage auch einen wirksamen Einbruchschutz bieten. Hinzu kommen Fragen nach Pflege, Haltbarkeit, sommerlichem Wärmeschutz und natürlich den Kosten.

Die eine Antwort auf die Frage „Welche Fenster sind die besten?“ gibt es deshalb nicht.

Für viele Wohnhäuser bieten Kunststofffenster ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer Wert auf einen natürlichen Werkstoff und gute Reparierbarkeit legt, kann mit Holz besser beraten sein. Aluminium spielt seine Stärken bei großen, langlebigen Konstruktionen aus, während Holz-Aluminium-Fenster viele Vorteile miteinander verbinden – allerdings zu einem entsprechend höheren Preis.

Noch wichtiger als das Rahmenmaterial ist jedoch die Qualität des gesamten Fensters: Verglasung, Rahmen, Abstandhalter, Beschläge, Dichtungen und fachgerechter Einbau müssen zusammenpassen.

Fenster mit Blumen

Inhalt: Welche Fenster sind die Besten?

Kurz zusammengefasst: Welche Fenster sind die Besten?

  • Preis-Leistung: Für viele Ein- und Mehrfamilienhäuser sind moderne Kunststofffenster die wirtschaftlichste Lösung. Sie können sehr gute Dämmwerte erreichen, benötigen wenig Pflege und sind vergleichsweise günstig.
  • Natürlichkeit und Reparierbarkeit: Holzfenster wirken warm und hochwertig und lassen sich vergleichsweise gut ausbessern oder neu beschichten. Dafür benötigen sie mehr Pflege.
  • Stabilität und große Glasflächen: Aluminiumfenster sind formstabil, witterungsbeständig und besonders für große Elemente interessant. Gute thermisch getrennte Systeme erreichen heute ebenfalls ordentliche Dämmwerte, sind aber meist teuer.
  • Premiumlösung: Holz-Aluminium-Fenster verbinden auf der Raumseite Holz mit einer wetterfesten Aluminiumschale außen. Sie sind langlebig und pflegearm, gehören aber zu den teuersten Varianten.
  • Wärmedämmung: Nicht das Material allein entscheidet. Achte vor allem auf den Uw-Wert des gesamten Fensters. Dabei gilt: Je niedriger der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung.
  • Verglasung: Bei neuen Wohngebäuden und vielen Sanierungen ist Dreifachverglasung heute die naheliegende Lösung. Im Altbau sollte sie jedoch zur Wandkonstruktion, zum Feuchteschutz und zum Lüftungskonzept passen.
  • Einbau: Selbst ein ausgezeichnetes Fenster kann seine Eigenschaften nicht ausspielen, wenn der Anschluss an das Gebäude mangelhaft ausgeführt wird. Fensterqualität und Montagequalität gehören untrennbar zusammen.

Eine Rangliste mit einem eindeutigen Sieger wäre bequem – aber fachlich wenig sinnvoll. Die Materialien setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

EigenschaftKunststoffHolzAluminiumHolz-Aluminium
Anschaffungskosten eher niedrig mittel bis hoch hoch hoch bis sehr hoch
Wärmedämmung sehr gut möglich sehr gut möglich gut bis sehr gut bei hochwertigen Systemen sehr gut möglich
Pflegeaufwand gering erhöht gering gering
Witterungsbeständigkeit hoch abhängig von Beschichtung und Pflege sehr hoch sehr hoch
Reparierbarkeit eingeschränkt gut eingeschränkt mittel
Große Elemente gut gut sehr gut sehr gut
Gestaltungsfreiheit hoch sehr hoch sehr hoch sehr hoch
Lebensdauer hoch hoch bei guter Pflege sehr hoch sehr hoch
Ökologische Bewertung differenziert bei geeigneter Herkunft günstig energieintensive Herstellung differenziert

Diese Einordnung beschreibt typische Eigenschaften. Ein hochwertiges Fenster aus einem vermeintlich schwächeren Material kann einem einfachen Produkt aus einem anderen Material deutlich überlegen sein. Auch die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Materialwahl, Wärmedämmung, Lebensdauer, Wartungsaufwand, Kosten und ökologische Gesichtspunkte gemeinsam betrachtet werden sollten.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel

Welche Eigenschaften sollte ein gutes Fenster haben?

Ein gutes Fenster ist ein kleines bauphysikalisches Gesamtsystem. Bei der Auswahl sind vor allem folgende Punkte interessant:

  • niedriger Uw-Wert für geringe Wärmeverluste
  • ausreichender sommerlicher Wärmeschutz
  • hoher Tageslichteintrag
  • passender Schallschutz
  • sichere und langlebige Beschläge
  • geeigneter Einbruchschutz
  • luft- und schlagregendichter Anschluss an das Gebäude
  • geringer Pflege- und Wartungsaufwand
  • gut zugängliche Bedienung
  • passende Öffnungsart
  • sinnvolle Lüftungsmöglichkeit beziehungsweise Lüftungskonzept
  • möglichst geringe Wärmebrücken
  • langlebige Dichtungen und Beschläge
  • Optik passend zu Fassade und Innenraum

Nicht jede Eigenschaft besitzt überall dieselbe Bedeutung. Bei einem Schlafzimmer an einer Hauptverkehrsstraße kann der Schallschutz wichtiger sein als bei einem Kellerfenster. Für eine große Südfassade gewinnt dagegen der sommerliche Wärmeschutz erheblich an Bedeutung.

GEG gesetzliche Vorschriften für Fenster

Was verlangt das Gebäudeenergiegesetz bei neuen Fenstern?

Beim Austausch kompletter Fenster oder Fenstertüren in bestehenden beheizten Wohngebäuden sieht das Gebäudeenergiegesetz für die betreffenden Fälle grundsätzlich einen Uw-Höchstwert von 1,3 W/(m²K) vor.

Für Dachflächenfenster liegt der entsprechende Wert grundsätzlich bei Uw = 1,4 W/(m²K). Für bestimmte Konstruktionen und Sonderverglasungen gelten abweichende Anforderungen.

Wichtig ist die Unterscheidung:

GEG-Mindeststandard und Förderstandard sind nicht dasselbe.

Ein Fenster kann die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und trotzdem nicht gut genug sein, um eine staatliche Förderung für eine besonders energieeffiziente Sanierung zu erhalten.

Fachbegriffe beim Fenster (U-Wert, G-Wert, Lichtdurchlässigkeit)

U-Wert bei Fenstern: Uw, Ug und Uf einfach erklärt

Beim Fensterkauf begegnen einem gleich mehrere U-Werte. Hier lohnt sich genaues Hinsehen.

  • Uw-Wert: Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters einschließlich Rahmen und Verglasung.
  • Ug-Wert: Wärmedurchgangskoeffizient der Verglasung.
  • Uf-Wert: Wärmedurchgangskoeffizient des Fensterrahmens.

Der wichtigste Vergleichswert für Käufer ist in der Regel der Uw-Wert. Ein Angebot, das lediglich mit einem hervorragenden Ug-Wert der Scheibe wirbt, sagt noch nicht, wie gut das komplette Fenster tatsächlich dämmt.

Bei der Berechnung des Uw-Wertes spielen außerdem die Wärmeverluste am Randverbund zwischen Glas und Rahmen eine Rolle. Deshalb kann auch eine sogenannte warme Kante, also ein wärmetechnisch verbesserter Abstandhalter im Isolierglas, einen Beitrag leisten.

Die wichtigste Regel lautet:

Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.

Ein Fenster mit Uw = 0,8 W/(m²K) verliert unter vergleichbaren Bedingungen weniger Wärme als ein Fenster mit Uw = 1,2 W/(m²K).

 Durchschnittliche U-Werte von Fenstern in der Historie

Fenstertyp Verbaut Ø-U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient
Einfachglas bis 1980 knapp 5
Verbund-/Kastenfenster bis 1980 ca. 2,5
Unbeschichtetes Isolierglas 1980-1995 ca. 2,7
Zweischeiben-Wärmedämmglas 1995-2010 ca. 1,5
Erstes Dreischeiben-Wärmedämmglas ab 2005 ca. 1,1
Gutes Zweischeiben-Wärmedämmglas heutzutage ca. 1,1-1,2
Dreischeiben-Wärmedämmglas heutzutage ca. 0,8-0,9
Teuer: schmale Holzrahmen mit aufgeklebten Dämmstoffen und Alu-Verschalungen heute 0,7-0,8
Noch ein Vergleich: In den letzten 50 Jahren wurde der U-Wert auf rund ein Viertel gesenkt. In vielen Fällen amortisieren sich neue Fenster darum bereits nach wenigen Jahren.

Der g-Wert: Im Sommer genauso wichtig wie der U-Wert

Wer Fenster ausschließlich nach dem U-Wert kauft, betrachtet nur einen Teil der Energiebilanz.

Der g–Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) beschreibt vereinfacht, welcher Anteil der auftreffenden Sonnenenergie durch die Verglasung in den Raum gelangt.

Ein g –Wert von 0,70 würde z. B. bedeuten, dass 70 % der Energie im Innenraum angelangt.

Je niedriger der G-Wert, desto weniger Wärme dringt durch die Sonneneinstrahlung ins Haus.

Ein höherer g-Wert kann im Winter erwünscht sein, weil solare Wärmegewinne genutzt werden. Im Hochsommer kann dieselbe Eigenschaft jedoch dazu führen, dass sich Räume stark aufheizen.

Das macht die Fensterauswahl zu einem Abwägungsprozess. Besonders bei großen Süd-, Südwest- und Westfenstern sollte deshalb gleichzeitig über außenliegenden Sonnenschutz nachgedacht werden.

Raffstores, Rollläden, Fensterläden oder geeignete Markisen können die sommerliche Überhitzung wesentlich wirksamer begrenzen als Maßnahmen, die erst auf der Raumseite wirken. Die Verbraucherzentrale weist ebenfalls auf die wachsende Bedeutung des Hitzeschutzes und außenliegenden Sonnenschutzes hin.

Lichtdurchlässigkeit – Lichttransmissionsgrad

Die Lichtdurchlässigkeit wird in Prozent angegeben, wobei 100 % für vollkommene Lichtdurchlässigkeit stehen würde und 0 % für völlige Schwärze. Der Fachbegriff lautet Lichttransmissiongrad. In der Berechnung wird nur das für das menschliche Auge sichtbare Licht mit einer Wellenlänge zwischen 380 und 780 Nanometern (nm) berücksichtigt.

Eine hohe Lichtdurchlässigkeit ist für Raum- und Wohnklima wünschenswert.

Isolierglas hat in der Regel eine Lichtdurchlässigkeit von etwas über 80 %, Wärmeschutzisolierglas liegt bei um die 75-80 %. Sonnenschutzgläser haben eine Lichtdurchlässigkeit von 50 bis 70 Prozent, bieten in der Regel aber keinen Blendschutz.

Heutzutage gibt es Verglasungen, die entweder automatisch je nach Lichteinstrahlung oder elektronisch gesteuert den Grad der Lichtdurchlässigkeit verändern

Welche Arten von Fenstern gibt es?

Fenster verleihen einem Haus nicht nur optisch einen besonderen Charakter, sie erfüllen auch wichtige Funktionen hinsichtlich Wärmedämmung, Lichtdurchlässigkeit und Sicherheit. Die Wahl der richtigen Fenster will also gut überlegt sein. Im Folgenden werden die wichtigsten Fensterarten sowie ihre Vor- und Nachteile erklärt:

fenster gross weit schreibtisch 564Bringen nicht nur Licht, sondern auch Atmosphäre in den Raum: die passenden Fenster

Kunststofffenster: wirtschaftlich und pflegeleicht

Kunststofffenster bestehen meist aus Mehrkammerprofilen aus PVC. Sie gehören im Wohnungsbau zu den verbreitetsten Lösungen.

Ihre größten Vorteile sind:

  • gutes bis sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • sehr gute Dämmwerte möglich
  • geringer Pflegeaufwand
  • keine regelmäßigen Anstriche notwendig
  • große Auswahl an Farben und Dekoren
  • gute Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit
  • zahlreiche Profil-, Verglasungs- und Sicherheitsvarianten

Besonders interessant sind Kunststofffenster deshalb für Bauherren und Sanierer, die gute energetische Eigenschaften zu überschaubaren Kosten suchen.

Allerdings besitzen sie auch Nachteile. Beschädigte Kunststoffprofile lassen sich häufig weniger elegant reparieren als Holz. Oberflächen können je nach Qualität und Beanspruchung altern oder sich verändern. Bei großen Elementen sind häufig zusätzliche Verstärkungen notwendig.

Auch aus ökologischer Sicht ist Kunststoff weder pauschal schlecht noch automatisch nachhaltig. Herstellung, Recyclinganteil, Lebensdauer und spätere Wiederverwertung müssen gemeinsam betrachtet werden.

Geeignet für: die meisten Wohngebäude, preisbewusste Sanierungen und Situationen mit geringem Pflegewunsch.

holzfenster gardinen rt 564Geben dem Raum eine warme Atmosphäre: Fenster aus Holz

Holzfenster: natürlich, hochwertig und reparierbar

Holz besitzt als Rahmenmaterial eine lange Tradition – aus gutem Grund.

Holzfenster können sehr gute Wärmedämmeigenschaften erreichen und schaffen im Innenraum eine warme, natürliche Oberfläche. Farben und Lasuren ermöglichen außerdem eine große gestalterische Freiheit.

Zu den Vorteilen gehören:

  • natürlicher Werkstoff
  • gute Wärmedämmeigenschaften
  • angenehme Haptik
  • hochwertige Optik
  • gute Reparierbarkeit
  • Oberfläche kann verändert oder erneuert werden
  • bei geeigneter Holzherkunft gute ökologische Voraussetzungen

Der Preis dafür ist vor allem der höhere Pflegebedarf. Holzflächen auf der Wetterseite müssen kontrolliert und abhängig von Konstruktion, Holzart, Beschichtung und Witterung in gewissen Abständen überarbeitet werden.

Das pauschale Bild vom kurzlebigen Holzfenster ist dennoch falsch. Gut konstruierte und gepflegte Holzfenster können sehr lange halten.

Aus ökologischer Sicht sollte nicht allein das Material „Holz“ betrachtet werden. Herkunft, Forstwirtschaft, Beschichtung, Transport, Lebensdauer und Wartung gehören ebenfalls zur Gesamtbilanz.

Geeignet für: hochwertige Wohngebäude, klassische Architektur, denkmalnahe Sanierungen und Menschen, die eine natürliche Innenoberfläche schätzen.

Beitrag: Fenster von der Bafa fördern lassen

Neue Fenster von der Bafa fördern lassen – so gehst du vor

Wer neue Fenster einbauen will, kann sich über satte Fördergelder freuen! Die BAFA unterstützt Hausbesitzer, die ihre alten Fenster gegen energieeffiziente Modelle austauschen möchten. Mit einem klaren Plan und der richtigen Vorbereitung kann jeder von diesen Zuschüssen profitieren. Erfahre hier, wie du Schritt für Schritt vorgehst, um deine Förderung zu sichern und gleichzeitig deinen Energieverbrauch zu senken. Denn warum solltest du bares Geld verschenken, wenn du es stattdessen in die Verbesserung deines Zuhauses investieren kannst?

Wie der Antrag auf Fördermittel von der Bafa für neue Fenster funktioniert, wird Schritt für Schritt in diesem Ratgeber erklärt. ► Welche Maßnahmen gefördert werden ► Was wann zu tun ist ► BEG-Vorschriften für neue Fenster

Hier weiterlesen: Fenster von der Bafa fördern lassen

fenster mann ausblick t 564Wer beim Einbau der Fenster sorgfältig vorgeht, hat lange Zeit Freude an ihnen

Aluminiumfenster: stabil und für große Glasflächen geeignet

Aluminium besitzt eine besondere Stärke: hohe Stabilität bei vergleichsweise schlanken Profilen.

Deshalb ist das Material bei großen Fensterelementen, Fassaden, Schiebeelementen und moderner Architektur beliebt.

Vorteile sind:

  • sehr hohe Formstabilität
  • hohe Witterungsbeständigkeit
  • geringer Wartungsaufwand
  • lange Lebensdauer
  • große Farbauswahl
  • schlanke Konstruktionen möglich
  • besonders gut für große Elemente geeignet

Der Nachteil: Aluminium leitet Wärme sehr gut. Moderne Aluminiumfenster arbeiten deshalb mit thermisch getrennten Profilen und aufwendig konstruierten Dämmzonen.

Damit können hochwertige Systeme gute Uw-Werte erreichen. Ein pauschales Urteil, Aluminiumfenster würden grundsätzlich schlecht dämmen, ist deshalb nicht mehr zeitgemäß.

Allerdings sind gute Aluminiumfenster meistens deutlich teurer als Kunststofffenster. Zudem ist die Herstellung von Primäraluminium energieintensiv. Recyclinganteil, lange Nutzungsdauer und Wiederverwertung verändern die Gesamtbilanz allerdings erheblich.

Geeignet für: große Fensterflächen, stark beanspruchte Elemente und moderne Architektur mit hohen Anforderungen an Stabilität und Wartungsarmut.

Holz-Aluminium-Fenster: zwei Materialien mit unterschiedlichen Aufgaben

Beim Holz-Aluminium-Fenster übernimmt jedes Material die Aufgabe, für die es besonders geeignet ist.

Innen sorgt Holz für eine wohnliche Oberfläche. Außen schützt eine Aluminiumschale das Fenster vor Regen, UV-Strahlung und anderen Witterungseinflüssen.

Damit entstehen mehrere Vorteile:

  • gute bis sehr gute Wärmedämmung möglich
  • Holzoptik im Innenraum
  • geringe Pflege auf der Außenseite
  • hohe Witterungsbeständigkeit
  • hohe Lebensdauer
  • große Farb- und Gestaltungsauswahl

Der wesentliche Nachteil liegt im Preis. Konstruktion und Herstellung sind aufwendiger als bei einfachen Kunststoff- oder Holzfenstern.

Geeignet für: hochwertige Neubauten und Sanierungen, wenn natürliche Innenoptik und geringer Pflegeaufwand miteinander verbunden werden sollen.

Kunststoff-Aluminium-Fenster: robuster Wetterschutz zum mittleren Aufpreis

Auch Kunststoffprofile können auf der Außenseite mit einer Aluminiumschale versehen werden.

Dadurch bleiben viele Vorteile des Kunststofffensters erhalten, während die Außenseite widerstandsfähiger und gestalterisch flexibler wird.

Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn sehr dunkle Außenfarben gewünscht werden oder die Fassade architektonisch auf Metalloberflächen abgestimmt werden soll.

Das Ergebnis ist allerdings teurer als ein normales Kunststofffenster. Ob der Mehrpreis gerechtfertigt ist, hängt deshalb stark von Gestaltung, Beanspruchung und persönlichen Prioritäten ab.

Leserumfrage: Welches Material bevorzugst du?

Kurzumfrage: Welches Rahmenmaterial für Fenster bevorzugst du?

Was ist dein Favorit?

Bitte auswählen:

Die Umfrage wird vorbereitet …

Zweifach oder dreifach verglaste Fenster?

Bei neuen Wohngebäuden und vielen Sanierungen hat sich die Dreifach-Wärmeschutzverglasung weitgehend etabliert.

Moderne Zweifach-Wärmeschutzverglasungen sind wesentlich besser als alte Isolierglasfenster. Drei Scheiben verringern die Wärmeverluste jedoch nochmals. Die Verbraucherzentrale beziffert den energetischen Vorteil moderner Dreischeibenfenster gegenüber Zweischeiben-Wärmeschutzverglasungen mit ungefähr 20 Prozent. Gleichzeitig steigt die Temperatur der raumseitigen Scheibenoberfläche im Winter, was die Behaglichkeit in Fensternähe verbessern kann.

Daraus sollte allerdings nicht die Regel entstehen:

„Dreifach ist immer automatisch besser.“

Zusätzlich zu beachten sind:

  • Zustand und Dämmstandard der Außenwand
  • Wärmebrücken an Laibung und Fensteranschluss
  • Lüftungssituation
  • Fenstergröße
  • Gewicht der Verglasung
  • Beschläge
  • sommerlicher Wärmeschutz
  • Schallschutz
  • Kosten

Bei einem Neubau spricht heute meist vieles für Dreifachverglasung. Bei einer umfassenden energetischen Sanierung ebenfalls.

Bei unsanierten Altbauten sollte dagegen das Gebäude als Ganzes betrachtet werden.

Sind zweifach verglaste Fenster im Altbau besser?

Immer wieder findet sich der Rat, in älteren Gebäuden grundsätzlich nur Zweifachverglasung einzubauen, damit das Fenster die „kälteste Stelle“ des Raumes bleibt und sich keine Feuchtigkeit an den Wänden niederschlägt.

Als allgemeine Regel ist das zu stark vereinfacht.

Neue Fenster verändern die Bauphysik vor allem deshalb, weil sie wesentlich dichter schließen als alte Fenster. Dadurch verschwinden unkontrollierte Luftwechsel durch Fugen. Gleichzeitig können vorhandene Wärmebrücken an Außenwänden stärker ins Gewicht fallen.

Deshalb müssen bei einer Altbausanierung Fenster, Außenwand, Wärmebrücken, Feuchtebelastung und Lüftung gemeinsam betrachtet werden.

Das bedeutet nicht, dass ein alter ungedämmter Bau keine Dreifachverglasung bekommen darf. Es bedeutet vielmehr, dass ein Fenstertausch nicht isoliert geplant werden sollte.

Besonders bei größeren Sanierungen kann eine Energieberatung sinnvoll sein.

Neue Fenster und Schimmel: Wo liegt das eigentliche Risiko?

Neue Fenster verursachen nicht automatisch Schimmel.

Sie können allerdings eine bestehende ungünstige Situation sichtbar machen. Alte undichte Fenster erzeugten häufig einen dauernden, wenn auch energetisch unerwünschten Luftaustausch. Nach dem Einbau dichter Fenster fällt dieser weg.

Wird weiterhin genauso selten gelüftet wie zuvor, kann die relative Luftfeuchtigkeit steigen. An kalten Wandoberflächen oder Wärmebrücken besteht dann ein erhöhtes Risiko für Kondensation und Schimmel.

Die Konsequenz lautet nicht, bewusst schlechtere Fenster einzubauen, sondern Lüftung und Feuchteschutz mitzuplanen.

Bei Sanierungen, bei denen mehr als ein Drittel der Fensterfläche erneuert wird, ist nach den einschlägigen Regeln zu prüfen, ob ein Lüftungskonzept erforderlich ist. Die Verbraucherzentralen empfehlen auch darüber hinaus, die Lüftungssituation im Zuge einer energetischen Sanierung bewusst zu betrachten.

Müssen moderne Fenster „lüften“ können?

Ein modernes Fenster soll im geschlossenen Zustand nicht deshalb Frischluft hereinlassen, weil Rahmen oder Anschlüsse undicht sind.

Die Gebäudehülle soll vielmehr kontrolliert luftdicht ausgeführt werden.

Der notwendige Luftwechsel muss anschließend gezielt sichergestellt werden – beispielsweise durch:

  • regelmäßige Fensterlüftung
  • Fensterfalzlüfter
  • Außenluftdurchlässe
  • dezentrale Lüftungsgeräte
  • zentrale Wohnraumlüftung

Welche Lösung geeignet ist, hängt von Gebäude, Bewohnerzahl, Grundriss und Sanierungsgrad ab.

Gerade hier zeigt sich ein wichtiger Unterschied zwischen alten und neuen Fenstern: Unkontrollierte Undichtheit ist kein Lüftungskonzept.

Welche Fenster bieten guten Schallschutz?

Auch beim Schallschutz ist das Rahmenmaterial nicht der entscheidende Faktor.

Wesentlich sind unter anderem:

  • Verglasungsaufbau
  • unterschiedliche Scheibendicken
  • Scheibenzwischenräume
  • Dichtungen
  • Rahmenkonstruktion
  • Rollladenkasten
  • Baukörperanschluss
  • fachgerechte Montage

An einer ruhigen Wohnstraße kann ein normales modernes Fenster vollkommen ausreichen. An Bahnstrecken, Hauptverkehrsstraßen oder in der Nähe eines Flughafens können dagegen spezielle Schallschutzfenster sinnvoll sein.

Die Anforderungen sollten möglichst anhand der tatsächlichen Lärmbelastung bestimmt werden. Einfach „das Fenster mit den dicksten Scheiben“ zu wählen, ist keine zuverlässige Strategie. Auch die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass spezielle Verglasungen und Konstruktionen den Schallschutz deutlich verbessern können.

Welche Fenster bieten guten Einbruchschutz?

Einbruchschutz entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Bauteile.

Wichtig sind beispielsweise:

  • einbruchhemmende Beschläge
  • stabile Verriegelungspunkte
  • Pilzkopfverriegelungen
  • geeignete Verglasung
  • stabile Befestigung des Rahmens
  • abschließbare Griffe als Ergänzung
  • fachgerechte Montage

Als Orientierung dienen RC-Widerstandsklassen. Für besonders gefährdete, leicht erreichbare Fenster wird häufig RC2 als sinnvoller Sicherheitsstandard empfohlen.

Ein abschließbarer Fenstergriff allein macht ein ansonsten einfaches Fenster noch nicht einbruchsicher. Entscheidend ist, dass Fenster, Beschläge, Glas und Befestigung als System ausgelegt sind.

Welche Fensterhersteller sind die besten?

Bei Fenstern führt die Konzentration auf die Marke schnell in die falsche Richtung.

Ein Fenster besteht aus Komponenten verschiedener Hersteller. Ein Profil kann von einem bekannten Systemgeber stammen, während Verglasung, Beschläge und Fertigung von anderen Unternehmen kommen. Hinzu kommt der Fensterbaubetrieb, der daraus das konkrete Element fertigt, und schließlich das Unternehmen, das es einbaut.

Deshalb ist die Aussage:

„Marke X ist das beste Fenster“

meist zu einfach.

Sinnvoller ist es, Angebote anhand konkreter Eigenschaften zu vergleichen:

  • Welchen Uw-Wert erreicht das angebotene Fenster?
  • Welcher Ug-Wert gilt für das Glas?
  • Welche Abstandhalter werden eingesetzt?
  • Welche Beschläge sind vorgesehen?
  • Welche Sicherheitsklasse wird erreicht?
  • Welche Schalldämmung wird zugesichert?
  • Wie ist der Baukörperanschluss geplant?
  • Welche Garantie gibt der Betrieb?
  • Wer übernimmt Ausbau, Entsorgung und Nacharbeiten?
  • Sind alle Nebenleistungen im Preis enthalten?

Bekannte Markennamen können ein Indiz für etablierte Systeme sein. Sie ersetzen jedoch weder technische Daten noch gute Verarbeitung und Montage.

Warum der Fenstereinbau fast so wichtig ist wie das Fenster

Ein hochwertiges Fenster mit hervorragendem Uw-Wert kann durch einen mangelhaften Anschluss einen Teil seiner Vorteile verlieren.

Der Baukörperanschluss muss unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig erfüllen. Dazu gehören unter anderem:

  • Lasten sicher in das Gebäude ableiten
  • Luftströmungen vermeiden
  • Feuchtigkeit aus dem Innenraum beherrschen
  • Schlagregen von außen abhalten
  • Bewegungen des Bauteils aufnehmen
  • Wärmebrücken minimieren

Das Institut für Fenstertechnik weist darauf hin, dass Montagefehler einen erheblichen Anteil der untersuchten Baumängel ausmachen.

Im Alltag wird häufig von „RAL-Montage“ gesprochen. Präziser ist es, von einer fachgerechten Planung und Ausführung nach den anerkannten Regeln und beispielsweise den Grundsätzen des aktuellen Montageleitfadens der Gütegemeinschaft Fenster, Fassaden und Haustüren und des ift Rosenheim zu sprechen. Der entsprechende Leitfaden wurde 2024 umfassend aktualisiert.

Deshalb sollte im Angebot nicht lediglich stehen:

„Fenster inklusive Montage“.

Besser ist eine nachvollziehbare Beschreibung, wie Befestigung, Abdichtung und Anschluss ausgeführt werden.

Was kosten neue Fenster?

Eine allgemeingültige Preisliste ist kaum möglich. Schon bei identischer Größe können sich Fenster erheblich unterscheiden.

Preisbestimmend sind unter anderem:

  • Rahmenmaterial
  • Fenstergröße
  • Öffnungsart
  • Zwei- oder Dreifachverglasung
  • Sicherheitsausstattung
  • Schallschutz
  • Farbe und Dekor
  • Sprossen
  • Rollläden oder Raffstores
  • elektrische Antriebe
  • Smart-Home-Komponenten
  • Ausbau der alten Fenster
  • Entsorgung
  • Montage
  • Arbeiten an Laibung und Fensterbank
  • Gerüst oder Hebetechnik

Als grobe Marktgrößenordnung werden 2026 für ein Standardfenster einschließlich Einbau häufig Beträge von mehreren hundert bis deutlich über 1.000 Euro je Element genannt. Holz, Aluminium und insbesondere Holz-Aluminium liegen normalerweise über einfachen Kunststofflösungen; große Hebeschiebeelemente oder Sonderanfertigungen können ein Mehrfaches kosten. Aktuelle Kostenübersichten nennen beispielsweise etwa 500 bis 900 Euro für einfache Kunststoff-Standardfenster inklusive Einbau und deutlich höhere Spannen für Holz-, Aluminium- und Holz-Aluminium-Ausführungen. Solche Angaben eignen sich jedoch nur als Budgetrahmen, nicht als Preisversprechen.

Für eine belastbare Entscheidung sollten mindestens zwei, besser drei vergleichbare Angebote eingeholt werden.

Wichtig: Nicht nur die Endsumme vergleichen. Zwei Angebote über scheinbar dasselbe Fenster können völlig unterschiedliche Leistungen enthalten.

Welche Fenster sind förderfähig?

Für energetische Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle – dazu zählt der Austausch von Fenstern – existiert im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) weiterhin eine Förderung.

Stand August 2026 beträgt die Grundförderung für entsprechende Effizienzmaßnahmen 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Für Fenster und andere Maßnahmen an der Gebäudehülle ist bei der BEG-Einzelmaßnahmenförderung die Einbindung eines zugelassenen Energieeffizienz-Experten erforderlich.

Bei normalen Fenstern für beheizte Wohnbereiche muss für die Förderung typischerweise ein besonders guter Wärmeschutz erreicht werden; als technischer Anforderungswert wird Uw ≤ 0,95 W/(m²K) angesetzt. Damit ist der Förderstandard deutlich anspruchsvoller als der allgemeine GEG-Grenzwert von 1,3 W/(m²K) beim Austausch entsprechender Fenster.

Für sonstige Effizienzmaßnahmen beträgt die Höchstgrenze der förderfähigen Ausgaben bei einer Wohneinheit grundsätzlich 30.000 Euro je Kalenderjahr. Mit einem förderfähigen individuellen Sanierungsfahrplan können sich die anrechenbaren Ausgaben auf bis zu 60.000 Euro erhöhen.

Seit dem 21. Juli 2026 gelten allerdings veränderte Bedingungen für den iSFP-Bonus: Die zusätzlichen fünf Prozentpunkte werden erst bei einem förderfähigen Investitionsvolumen oberhalb von 30.000 Euro relevant und nur auf den darüberliegenden Betrag angewendet.

Da Förderbedingungen vergleichsweise häufig geändert werden, sollten die Werte unmittelbar vor Auftragserteilung noch einmal beim BAFA beziehungsweise auf den offiziellen Informationsseiten des Bundes geprüft werden.

Wichtig: Förderung vor dem Fenstertausch richtig beantragen

Wer die BEG-Förderung nutzen möchte, sollte nicht zuerst den Handwerker loslegen lassen und anschließend über den Zuschuss nachdenken.

Für die Antragstellung muss grundsätzlich bereits ein unterschriebener Liefer- oder Leistungsvertrag vorhanden sein. Dieser muss die Förderzusage jedoch als aufschiebende oder auflösende Bedingung enthalten. Dadurch wird verhindert, dass der Vertrag einen förderschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginn darstellt.

Die sinnvolle Reihenfolge lautet deshalb:

  1. Sanierung planen
  2. Energieeffizienz-Experten einbinden
  3. Angebote einholen
  4. technisches Konzept und Förderfähigkeit prüfen
  5. Vertrag mit vorgeschriebenem Fördervorbehalt abschließen
  6. Förderantrag stellen
  7. erst anschließend entsprechend den Förderbedingungen mit der Umsetzung beginnen

Wer Förderung einplant, sollte diese Reihenfolge nicht improvisieren.

Steuerbonus als mögliche Alternative zur Förderung

Für selbst genutzte Wohngebäude kann unter bestimmten Voraussetzungen außerdem die steuerliche Förderung energetischer Maßnahmen nach § 35c Einkommensteuergesetz interessant sein.

Die Steuerermäßigung verteilt sich über drei Jahre: im Jahr des Abschlusses und im Folgejahr jeweils sieben Prozent der förderfähigen Aufwendungen, im dritten Jahr weitere sechs Prozent. Insgesamt sind damit 20 Prozent möglich, begrenzt auf insgesamt 40.000 Euro Steuerermäßigung je begünstigtem Objekt. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Gebäude bei Durchführung der Maßnahme älter als zehn Jahre ist.

Auch für die steuerliche Förderung gelten technische Anforderungen. Für normale Fenster, Balkon- und Terrassentüren nennt die Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung beispielsweise Uw ≤ 0,95 W/(m²K).

Wichtig: Öffentliche Zuschüsse beziehungsweise bestimmte geförderte Darlehen und die Steuerermäßigung nach § 35c können für dieselben Kosten nicht beliebig miteinander kombiniert werden. Vor der Entscheidung sollte deshalb geprüft werden, welcher Förderweg im konkreten Fall vorteilhafter ist.

Welche Fenster eignen sich für welchen Zweck?

Eine pragmatische Entscheidungshilfe:

  • Wenn der Preis im Vordergrund steht:
    Hochwertige Kunststofffenster sind meistens der erste Kandidat.
  • Wenn eine natürliche Innenoptik wichtig ist:
    Holzfenster oder Holz-Aluminium-Fenster ansehen.
  • Wenn möglichst wenig Außenpflege gewünscht wird:
    Kunststoff, Aluminium oder ein Verbundsystem wählen.
  • Bei sehr großen Fensterflächen:
    Aluminium beziehungsweise entsprechend statisch ausgelegte Verbundsysteme prüfen.
  • Bei einem denkmalgeschützten Gebäude:
    Nicht zuerst einen Fensterkatalog auswählen, sondern Anforderungen des Denkmalschutzes klären. Profilbreite, Teilung, Material, Farbe und Glas können vorgegeben sein.
  • An einer stark befahrenen Straße:
    Schallschutz zum eigenen Auswahlkriterium machen.
  • Bei leicht zugänglichen Fenstern im Erdgeschoss:
    Einbruchhemmende Ausführung prüfen.
  • Bei großen Süd- und Westflächen:
    Fenster und außenliegenden Sonnenschutz gemeinsam planen.
  • Bei energetischer Altbausanierung:
    Nicht das Fenster isoliert betrachten, sondern Außenwand, Lüftung und Wärmebrücken mit einbeziehen.

Checkliste Fensterkauf

Checkliste Fensterkauf

Vor der Bestellung sollten mindestens folgende Punkte geklärt sein:

Technik

  • ☐ Welchen Uw-Wert erreicht das komplette Fenster?
  • ☐ Welchen Ug-Wert besitzt die Verglasung?
  • ☐ Zwei- oder Dreifachverglasung?
  • ☐ Wird ein wärmetechnisch verbesserter Abstandhalter eingesetzt?
  • ☐ Welcher g-Wert ist sinnvoll?
  • ☐ Welcher Schallschutz wird benötigt?
  • ☐ Welcher Einbruchschutz ist erforderlich?
  • ☐ Sind Sicherheitsglas oder besondere Beschläge sinnvoll?
  • ☐ Gibt es Anforderungen an Absturzsicherung?

Gestaltung

  • ☐ Welche Rahmenfarbe passt zur Fassade?
  • ☐ Welche Innenfarbe ist gewünscht?
  • ☐ Kunststoff, Holz, Aluminium oder Verbund?
  • ☐ Ein- oder mehrflügelige Ausführung?
  • ☐ Welche Öffnungsrichtung?
  • ☐ Dreh, Dreh-Kipp, Festverglasung oder Schiebeelement?
  • ☐ Sprossen oder Oberlicht?
  • ☐ Wie breit dürfen die Rahmenprofile sein?

Auflagen vom Denkmalschutz zu berücksichtigen?

Komfort

  • ☐ Sind die Fenstergriffe gut erreichbar?
  • ☐ Soll eine barrierearme Ausführung gewählt werden?
  • ☐ Wird Insektenschutz benötigt?
  • ☐ Rollladen oder Raffstore?
  • ☐ Manueller oder elektrischer Antrieb?
  • ☐ Smart-Home-Steuerung sinnvoll?
  • ☐ Fensterkontakte für Alarmanlage oder Heizung vorgesehen?

Bauphysik

  • ☐ Wie wird das Fenster in die Dämmebene eingebunden?
  • ☐ Gibt es Wärmebrücken an Laibung oder Rollladenkasten?
  • ☐ Muss die Lüftungssituation neu bewertet werden?
  • ☐ Ist ein Lüftungskonzept erforderlich?
  • ☐ Ist ausreichender sommerlicher Wärmeschutz vorhanden?

Wartung

  • ☐ Wie werden Dichtungen gepflegt?
  • ☐ Wie lassen sich Beschläge warten und einstellen?
  • ☐ Müssen Oberflächen regelmäßig gestrichen werden?
  • ☐ Sind Ersatzteile langfristig verfügbar?
  • ☐ Wie gut lassen sich die Fenster reinigen?

Checkliste für den Fensterbaubetrieb

Nicht nur das Fenster sollte geprüft werden. Mindestens ebenso wichtig ist das ausführende Unternehmen.

Fragen, die vor Auftragserteilung geklärt werden sollten:

  • ☐ Wird das Aufmaß vor Ort vom Betrieb übernommen?
  • ☐ Wer haftet bei einem fehlerhaften Aufmaß?
  • ☐ Welches konkrete Profilsystem wird angeboten?
  • ☐ Werden Uw-, Ug- und gegebenenfalls Schallschutzwerte schriftlich angegeben?
  • ☐ Welche Beschläge und Dichtungen werden verwendet?
  • ☐ Sind Ausbau und Entsorgung der alten Fenster enthalten?
  • ☐ Wie erfolgt die Befestigung im Baukörper?
  • ☐ Wie wird die Anschlussfuge innen und außen abgedichtet?
  • ☐ Werden Laibungsschäden anschließend beseitigt?
  • ☐ Sind Innen- und Außenfensterbänke Bestandteil des Angebots?
  • ☐ Wer übernimmt Rollläden, Raffstores und elektrische Anschlüsse?
  • ☐ Ist ein Gerüst beziehungsweise eine Hebebühne erforderlich?
  • ☐ Sind Anfahrt und Nebenarbeiten enthalten?
  • ☐ Wie lange gilt die Gewährleistung beziehungsweise angebotene Garantie?
  • ☐ Gibt es Wartungs- und Reparaturservice?
  • ☐ Ist der Gesamtpreis vollständig und nachvollziehbar?
  • ☐ Werden technische Unterlagen und Dokumentationen nach Fertigstellung übergeben?

Besonders bei größeren Aufträgen lohnt es sich, nicht nur die Endpreise nebeneinanderzustellen. Eine einfache Tabelle mit Fenstersystem, Uw-Wert, Verglasung, Beschlägen, Einbauleistung, Nebenarbeiten und Gesamtpreis macht Angebote deutlich besser vergleichbar.

Checkliste Fenster zum Download

Die Liste zum Ausdruck:

Zum Download

PDF Checkliste Fenster und Fensterbaubetrieb

Der Download wird in einem neuen Tab vorbereitet.

Kannst du diesen Checklisten etwas hinzufügen?

Checkliste Fenster und Fensterbaubetrieb: Kannst du einen Punkt ergänzen?

Die Umfrage wird vorbereitet …

Welche Fenster sind nun wirklich die besten?

Die wichtigste Erkenntnis lautet: Das beste Fenster ist nicht automatisch das Fenster aus dem vermeintlich besten Material.

Für viele Wohngebäude dürfte ein gut konstruiertes Kunststofffenster mit Dreifachverglasung die wirtschaftlich vernünftigste Lösung sein. Wer besonderen Wert auf natürliche Materialien und Reparierbarkeit legt, findet im Holzfenster eine überzeugende Alternative. Aluminium ist stark, langlebig und hervorragend für große Konstruktionen geeignet. Holz-Aluminium bietet eine hochwertige Kombination aus Wohnlichkeit und Witterungsbeständigkeit.

Entscheidend sind am Ende aber fünf Punkte:

  • 1. Der Uw-Wert muss zum energetischen Ziel passen.
  • 2. Verglasung und Sonnenschutz müssen zur Ausrichtung des Hauses passen.
  • 3. Schall- und Einbruchschutz sollten nach der tatsächlichen Situation ausgewählt werden.
  • 4. Im Altbau müssen Fenster, Außenwand und Lüftung gemeinsam betrachtet werden.
  • 5. Die Montage muss so sorgfältig geplant werden wie das Fenster selbst.

Wer diese Punkte berücksichtigt, muss nicht nach einem vermeintlichen „Testsieger“ suchen. Ein technisch stimmiges Fenster, das zum Gebäude und zu den eigenen Anforderungen passt und fachgerecht eingebaut wird, ist meist die wesentlich bessere Investition.

Ergänzung oder Frage von dir?

Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?

Fehlt etwas im Beitrag? Kannst du etwas beisteuern? Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!

Die Umfrage wird vorbereitet …

Weiterlesen zum Thema Fenster

Fensterauswahl für Zuhause

Fenster Fachbegriffe

Fenster-Fachbegriffe für Heimwerker

Fenster – die Augen eines Hauses. Sie lassen das Licht herein und schützen uns gleichzeitig vor Wind und Wetter. Jeder, der schon einmal ein Haus gebaut oder renoviert hat, weiß, dass es bei der Auswahl und Installation von Fenstern einiges zu beachten gibt. Ob es um die Frage nach dem besten Material geht, die Entscheidung zwischen Doppel- oder Dreifachverglasung ansteht oder das Thema Einbruchschutz auf den Tisch kommt – die Liste der Fachbegriffe scheint endlos. Da steht man als Heimwerker schnell wie der Ochs vorm Berg. Doch keine Sorge, dieser Artikel führt dich Schritt für Schritt durch den Dschungel der Fensterbegriffe und gibt wertvolle Tipps, damit dein Projekt zum vollen Erfolg wird. Ob du nun ein Fenster einbauen, austauschen oder einfach nur besser verstehen willst, was da so in der Wand deines Hauses steckt – hier erfährst du alles, was du wissen musst. Packen wir’s an und machen Licht ins Dunkel der Fensterwelt!

Hier weiterlesen: Fenster Fachbegriffe

Fensterauswahl für Zuhause

Fenster kaufen – was beachten?

Fenster kaufen – was beachten? Von Fenstereigenschaften und -fachbegriffen

Beim Fensterkauf ist es wie beim Kochen eines perfekten Menüs: Man braucht die richtigen Zutaten, das passende Rezept und die Erfahrung, um alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzufügen. Fenster sind nicht nur die Augen Ihres Hauses, sie bestimmen maßgeblich dessen Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort. Während der eine auf ein robustes Aluminiumprofil schwört, sucht der andere den klassischen Charme eines Holzfensters. Doch aufgepasst! Ein Fenster ist mehr als ein Loch in der Wand – es ist ein Statement.

Wie aber findet man nun das passende Fenster, ohne den Überblick zu verlieren? In diesem Leitfaden geben wir alle wichtigen Informationen, damit man die richtige Wahl treffen und mit einem guten Gefühl in die Zukunft blicken kann.

Hier weiterlesen: Fenster kaufen – was beachten?

Sichtschutz beim Fenster

Sichtschutz beim Fenster: 20+ Möglichkeiten vorgestellt

Ob schicke Fensterfolie, stilvolle Plissees oder raffinierte Verschattungssysteme: Die Art und Weise wie wir unsere Fenster gestalten, verrät eine Menge über unsere Vorlieben. Vor allem nach außen hin. Schließlich gibt es den ein oder anderen Spaziergänger, der auch mal genauer hinschaut. Für die einen spielt der Sichtschutz eine große Rolle, während andere das Thema eher locker angehen. Grundsätzlich lässt sich der Sichtschutz individuell gestalten. Die besten Ideen werden in nachfolgendem Ratgeber vorgestellt.

Alle Möglichkeiten vorgestellt ► Vorteile & Nachteile ► Welcher Sichtschutz braucht kein Bohren? ► Vorhänge ► Schiebegardinen ► Plissee ► Lamellenvorhang ► Sichtschutzfolie ► Rollo ► Doppelrollo ► Jalousien ► Milchglas ► Sichtschutz von außen

Hier weiterlesen: Sichtschutz beim Fenster

Fenster von der Bafa fördern lassen

Neue Fenster von der Bafa fördern lassen – so gehst du vor

Wer neue Fenster einbauen will, kann sich über satte Fördergelder freuen! Die BAFA unterstützt Hausbesitzer, die ihre alten Fenster gegen energieeffiziente Modelle austauschen möchten. Mit einem klaren Plan und der richtigen Vorbereitung kann jeder von diesen Zuschüssen profitieren. Erfahre hier, wie du Schritt für Schritt vorgehst, um deine Förderung zu sichern und gleichzeitig deinen Energieverbrauch zu senken. Denn warum solltest du bares Geld verschenken, wenn du es stattdessen in die Verbesserung deines Zuhauses investieren kannst?

Wie der Antrag auf Fördermittel von der Bafa für neue Fenster funktioniert, wird Schritt für Schritt in diesem Ratgeber erklärt. ► Welche Maßnahmen gefördert werden ► Was wann zu tun ist ► BEG-Vorschriften für neue Fenster

Hier weiterlesen: Fenster von der Bafa fördern lassen

Fliegengittertür ohne Bohren befestigen

Fliegengittertür bzw. Insektenschutztür ohne Bohren anbringen und befestigen

Insekten gehören zu unserem Ökosystem und erfüllen ganz individuelle Aufgaben im Kreislauf des Lebens. Doch man kann es niemandem verdenken, den Wunsch zu verspüren, dass die kleinen Plagegeister diese Aufgaben doch bitte außerhalb der eigenen vier Wände wahrnehmen mögen. Darum wurden die Fliegengitter für Fenster und Tür erfunden. Wir zeigen, wie diese Garanten eines juckfreien Schlafes ohne zerstörerisches Bohren an Fenster und Tür befestigt werden. Dann klappt‘s auch mit dem Vermieter.

Hier weiterlesen: Fliegengittertür ohne Bohren befestigen

Quellen und weiterführende Informationen

  • Gebäudeenergiegesetz (GEG), Anlage 7: gesetzliche Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten bei Änderungen an bestehenden Gebäuden.
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie / Energiewechsel: aktuelle Informationen zur Bundesförderung für effiziente Gebäude und zu den seit 21. Juli 2026 geltenden Änderungen.
  • Verbraucherzentrale: Informationen zu Wärmeschutz, Fenstererneuerung, Verglasung, Lüftung, Schall- und Einbruchschutz.
  • ift Rosenheim / Gütegemeinschaft Fenster, Fassaden und Haustüren: Fachinformationen zu U-Werten und fachgerechter Fenstermontage.
  • Einkommensteuergesetz § 35c und Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung: steuerliche Förderung energetischer Fenstersanierungen.

Geschrieben von

Peter Bödeker

Peter Bödeker

Peter arbeitet seit seinem Studium im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten.

Das Bauen-und-Heimwerken-Projekt entstand aus einer Dachdämmungs-CD-ROM, die Peter zusammen mit mehreren Mitstreitern Anfang der 2000er in eine Heimwerker-Seite umwandelte. Als Hausbesitzer, Gartenbetreiber und leidenschaftlicher Holzwerber bereitet es ihm viel Freude, über Heimwerkerprojekte zu recherchieren, Experten zu befragen und sich eine möglichst einfache und anschauliche Umsetzung der Sachverhalte und How-Tos zu überlegen.

Schlagworte zum Artikel

Dein Feedback zum Artikel

Wir brauchen dein Feedback, um unsere Artikel zu verbessern. Darum: War dieser Artikel hilfreich? Ein einfaches "Ja" sagt uns: Gute Infos, ich habe gefunden, wonach ich gesucht habe. Ein "Nein, weil ..." wäre noch hilfreicher :-)

Die Umfrage wird vorbereitet …

Anbieterlinks / Sternchen

* Was das Sternchen neben einigen Verlinkungen bedeutet:

Die Inhalte auf dieser Website sind kostenlos im Internet verfügbar und das soll auch so bleiben. Unsere redaktionelle Arbeit finanzieren wir über Werbung. Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, können bei Kauf/Abschluss auf der jeweiligen Website hinter dem Link zu einer Provision an uns führen, weil wir für den Link ein sogenanntes Affiliate-Programm nutzen. Dies beeinflusst aber die Redaktionsarbeit nicht, der Hinweis wäre stets auch ohne den Affiliate-Link erfolgt. Für den Kauf/Abschluss über den Link sind wir natürlich dankbar.