Fenster & Altbausanierung: Was zu beachten ist, wenn am Altbau Fenster ersetzt werden müssen?

Neben anderen architektonischen Details sind es schmucke alte Fenster, die dem Altbau Charme und Charakter verleihen. Fenster, wie sie heute nicht mehr hergestellt werden; es sei denn es geht um nachempfundene Ersatzfenster für eben diese Altbauten.

Aber die Zeit schreitet voran und andere Anforderungen werden an Fenster gestellt - allen voran die der Wärmedämmung. Es geht also darum, Heizkosten zu sparen und Emissionen zurückzufahren durch den sorgsamen Ersatz alter Fenster durch technisch überlegene neue Fenster, die jedoch die geschätzte Optik nicht zerstören, sondern das Bild erhalten. Um so mehr, wenn es sich um denkmalgeschützte Anwesen handelt und Vorschriften des Denkmalschutzes hinzukommen, um das Originalaussehen zu konservieren.

Überblick über den Austausch von Fenstern im Altbau ► Anforderungen (U-Wert & Co.) ► Fenster-Modelle ► Kosten ► Zuschussstellen ► Verdunkelungsmöglichkeiten ► Video-Tipps

Fenster Altbausanierung

Inhalt: Fenster Altbausanierung

Punkt 1

Was gehört alles zu den Fenstern eines Altbaus?

Was für Fenster im Altbau? Was ist “Altbaustil”? Wenn wir 'Altbaufenster' hören, sollten wir nicht nur an Sprossenfenster in Einfachverglasung oder gar mit mittelalterlichen Butzenscheiben denken. Der Begriff ist viel weiter gesteckt, beeinhaltet er doch sämtliche, wirklich sämtliche Fenster, die vor 1995 verbaut wurden. Richtig gelesen. Also sogar Isolierfenster jener Zeit, die auch schon zwei Scheiben hintereinander hatten, gelten jetzt als veraltert und erneuerungswürdig.

Das wird freilich nicht durch die Ästhetik bestimmt, sondern durch veränderte Vorschriften über die Energieeinsparung, die immer strenger werden. Diese Vorschriften setzten neue Standards für die Fensterherstellung durch die Wärmeschutzverordnung von 1995, daher gilt dieses Jahr als Meilenstein.

Zum Vergleich: alte Fenster mit Einfachverglasung lassen zwischen viermal und zehnmal so viel Energieverlust zu wie ein Wärmedämmglas nach neuester Technologie durchlassen würde. Die alten Isolierglasfenster vor 1995, also mit Doppelscheiben, liegen immer noch bei dreimal höherem Energieverlust im Vergleich zu neuesten Wärmedämmfenstern.

Kommt hinzu, dass wirklich alte Einfachglasfenster schlecht schließende Holzrahmen verwenden, ohne Dichtungsleisten und nur mit Fensterkitt zwischen Scheibe und Holz.

Der Vorteil unterdessen lag darin, dass gesprungene oder zerstörte Fensterscheiben leicht in Eigenregie ersetzt werden konnten von einem handwerklich begabten Besitzer. Dazu brauchte es nur Ersatzglas, einen Glasschneider und Fensterkitt.

Moderne Mehrfachscheiben haben eine Gasfüllung für Isolierzwecke zwischen den Scheiben, was ein Eigenreparaturversuch nicht wiederherstellen kann. Hier gibt es bei Schäden keine Alternative zum Fensterbauer.

Punkt 2

Was ist Altbaustil?

Was nun die Optik angeht; der Altbaustil lässt sich meist beschreiben als Sprossenfenster in beliebiger Aufteilung von Sprossen, also Zwischenstege zwischen kleinformatigen Scheiben. Die Aufteilung in Fensterflügel ist ein Teil dieser Einteilung von Fensterfeldern, die zu einem größeren Verbund zusammengesetzt werden, meist spiegelbildlich auf zwei Hälften, wozu noch je nach Fensterausschnitt (starre oder zu öffnende) Oberlichter und Rundbogenfüllungen hinzukommen können.

In der günstigsten und auch laienhaftesten Form versuchen Heimbesitzer, ihren Fenstern ein gemütliches 'altertümliches' Aussehen zu geben, indem sie ihnen Faux-Sprossen aufkleben, wo eigentlich großformatige Scheiben aus einem Stück sind. Der hochwertige Ersatz für Altbaufenster, der die Optik zu erhalten versucht, hat eine echte Sprosseneinteilung wie die Vorbilder, verzichtet aber nicht auf mehrscheibigen Aufbau, moderne Dichtungen und auch andere Materialien als Holz für die Rahmen.

Der Rahmen und die Flügelstreben können durchaus weiter wie Holz aussehen, während es sich um Kunststoff-, besser Aluminium-Holz-Kombinationsprofile handelt, deren Kammern mit Dämmstoffen ausgefüllt wurden.

Punkt 3

Kosten für neue Fenster im Altbau

Handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Haus, wird der Denkmalschutz sich die Ersatzfenster anschauen wollen, um zu ermessen, ob sie geeignet sind, die ursprüngliche Optik zu erhalten. Pläne zur Sanierung der Fenster legt man daher besser im Vorfeld vor, statt sich hinterher zu ärgern, wenn bereits bestellte und eingebaute neue Fenster als unzulässige Beeinträchtigung eines Denkmalcharakters beanstandet und wieder entfernt werden müssten. Auf diesen Kosten würdest du sitzenbleiben.

Was kosten neue Fenster im Altbau? Es muss klar sein, dass die doppelte Anforderung nach originaler Anmutung und aktuelle Wärmedämmung keine preiswerten Fenster erwarten lässt, sondern eher auf Maß gebaute Einzelanfertigungen mit hochwertigen technischen Einzelheiten.

Je älter der Altbau, desto weniger wird man auf Normmaße stoßen, die mit Fenstern aus dem Verkaufsraum eines Herstellers wie www.ac-fenster24.de gefüllt werden können.

Einzelanfertigung nach Maß aber ist teuer. Damit die Wärmedämmung zudem nicht beeinträchtigt wird durch Verarbeitungsfehler, ist ein Einbau durch jemand anderen als eine Fachfirma nicht zu empfehlen. Der neueste technische Stand geht von Dreifachverglasung aus, mindestens jedoch von Zweifachverglasung.

Ein solches Fenster kostet etwa 300 Euro bei einem Quadratmeter Fensterfläche und nochmals ein Drittel an Einbaukosten.

Materialtechnisch ist Kunststoff die Einstiegsklasse, Holz die Mittelklasse und Holz-Aluminium-Verbund die Oberglasse im Fensterbau. Nach oben sind natürlich für die Kosten kaum Grenzen besetzt, wenn Extras und Exklusivität hinzukommen.

Kurzumfrage: Welches Rahmenmaterial für Fenster bevorzugst du?

Was ist dein Favorit?

Bitte auswählen:

Die Umfrage wird vorbereitet …

Es ist auch möglich, originale Fensterrahmen mit neuen Glaseinsätzen wiederzuverwenden.

Punkt 4

Welche Zuschussmöglichkeiten gibt es für den Fensteraustausch am Altbau?

Den Austausch von Fenstern am Altbau kann man sich sowohl über die Förderung von Wärmedämmungsmaßnahmen als auch von Förderungsprogrammen des Denkmalschutzes bezuschussen lassen.

Es gibt jedoch regionale Komponenten bei der Kalkulation, da es sich um Programme von Landesbehörden handeln kann, wie Landesdenkmalämter welche sind, und nicht solche des Bundes. Förderungen können schon über die unteren Denkmalschutzbehörden auf Kreisebene bewilligt werden. Dort wären auch Erkundigungen einzuholen, ob in deinem Bundesland aktuelle Förderungsmöglichkeiten bestehen.

Welchen Zuschuss gibt es bei neuen Fenstern für den Altbau?

  • Das Bundesamt für Wirtschaft fördert mit seiner Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) Fensteraustausch im Altbau mit 20 % Kostenzuschuss.
  • Daneben gibt es den Kredit 262 der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der über jede Bank beantragt werden kann. Zweiglasfenster würden hier jedoch unterhalb der Anforderungsschwelle liegen, es kämen nur Dreifachglasfenster in Betracht.

Zusatztipp:

  • Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist eine private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland, die seit 1985 Sanierungsmaßnahmen an Denkmälern unterstützt. Für ein denkmalgeschütztes Haus könnte die Stiftung in Frage kommen. Fragen kostet nichts.
Beitrag: Bauförderung bei Hausbau und Renovierung
Finanzierung einer Immobilie

Bauförderung Hausbau, Kauf einer Immobilie und Sanierung

geld immobilie holz tg 564

Bauförderung Hausbau, Kauf einer Immobilie und Sanierung einer Bestandsimmobilie: Übersicht bundesweite und regionale Fördermöglichkeiten

Programme, Hilfstools, Auflistungen, bundesweit und regional.

Die Bauförderung ist stark dezentralisiert - auf den Bauherren mag so manche (positive!) Überraschung warten, wenn er alle Programme ermittelt.

Hier weiterlesen: Bauförderung Hausbau, Kauf einer Immobilie und Sanierung

Punkt 5

Welchen U-Wert müssen Altbaufenster mit der Sanierung erzielen?

Achtung, jetzt wird es technisch-physikalisch. Der U-Wert bezeichnet den Grad des Wärmeverlustes durch ein Bauteil, er wird auch Wärmedurchgangskoeffizient genannt und gibt die Wärmemenge an, die über 1 Quadratmeter Fläche des Bauteils bei einem Unterschied der Temperatur in Höhe von 1 Kelvin durch dieses Bauteil (verloren) geht.

Die Anteile daran setzen sich zusammen aus 33 % für Durchdringung durch Glas und Gasfüllung im Scheibenzwischenraum (so vorhanden) sowie Konvektion, der Strömung innerhalb des Scheibenzwischenraums einerseits, und 67 % für die Wärmeabstrahlung via langwelligem Infrarot von den Glasoberflächen.

Letztere kann massiv verkleinert werden durch Anbringen einer hauchdünnen Wärmedämmbeschichtung aus unsichtbarer Metallbedampfung auf der Innenseite des Glases - auf 7 %.

Je höher der Wärmedurchgangskoeffizient, desto schlechter ist die Wärmedämmung.

Altbaufenster mit Einfachglas besaßen etwa 2,5 W/m2K und mehr als U-Wert, Kastenfenster mit Luftpolster zwischen ihren Flügeln kamen auf 1,6 bis 1,8. Fenster aus den Siebziger Jahren bis 1995 boten um die 2,0 auf, Fenster seit 1995 schon 1,4 bis 1,6.

 Durchschnittliche U-Werte von Fenstern in der Historie

Fenstertyp Verbaut Ø-U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient
Einfachglas bis 1980 knapp 5
Verbund-/Kastenfenster bis 1980 ca. 2,5
Unbeschichtetes Isolierglas 1980-1995 ca. 2,7
Zweischeiben-Wärmedämmglas 1995-2010 ca. 1,5
Erstes Dreischeiben-Wärmedämmglas ab 2005 ca. 1,1
Gutes Zweischeiben-Wärmedämmglas heutzutage ca. 1,1-1,2
Dreischeiben-Wärmedämmglas heutzutage ca. 0,8-0,9
Teuer: schmale Holzrahmen mit aufgeklebten Dämmstoffen und Alu-Verschalungen heute 0,7-0,8
Noch ein Vergleich: In den letzten 50 Jahren wurde der U-Wert auf rund ein Viertel gesenkt. In vielen Fällen amortisieren sich neue Fenster darum bereits nach wenigen Jahren.

Aktuelle dreischeibige Fenster erreichen 0,6 bis 0,7 im U-Wert. Ein Fensteraustausch, der U-Werte von weniger als 0,95 erzielt, kann mit bis zu 10 % der Kosten gefördert werden.

Welcher U-Wert muss bei Fenstern für den Altbau eingehalten werden? Das Gebäudeenergiegesetz GEG fordert für Sanierungsmaßnahmen an den Fenstern generell einen Wert besser als Uw = 1,3 W/m2K im Ergebnis, schließt aber denkmalgeschützte Häuser davon aus.

GEG-Anforderungen an Fenster

Was verlangt das Gebäudeenergiegesetz bei neuen Fenstern?

Beim Austausch kompletter Fenster oder Fenstertüren in bestehenden beheizten Wohngebäuden sieht das Gebäudeenergiegesetz für die betreffenden Fälle grundsätzlich einen Uw-Höchstwert von 1,3 W/(m²K) vor.

Für Dachflächenfenster liegt der entsprechende Wert grundsätzlich bei Uw = 1,4 W/(m²K). Für bestimmte Konstruktionen und Sonderverglasungen gelten abweichende Anforderungen.

Wichtig ist die Unterscheidung:

GEG-Mindeststandard und Förderstandard sind nicht dasselbe.

Ein Fenster kann die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und trotzdem nicht gut genug sein, um eine staatliche Förderung für eine besonders energieeffiziente Sanierung zu erhalten.

Weitere Fachbegriffe zum Fenster

U-Wert bei Fenstern: Uw, Ug und Uf einfach erklärt

Beim Fensterkauf begegnen einem gleich mehrere U-Werte. Hier lohnt sich genaues Hinsehen.

  • Uw-Wert: Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters einschließlich Rahmen und Verglasung.
  • Ug-Wert: Wärmedurchgangskoeffizient der Verglasung.
  • Uf-Wert: Wärmedurchgangskoeffizient des Fensterrahmens.

Der wichtigste Vergleichswert für Käufer ist in der Regel der Uw-Wert. Ein Angebot, das lediglich mit einem hervorragenden Ug-Wert der Scheibe wirbt, sagt noch nicht, wie gut das komplette Fenster tatsächlich dämmt.

Bei der Berechnung des Uw-Wertes spielen außerdem die Wärmeverluste am Randverbund zwischen Glas und Rahmen eine Rolle. Deshalb kann auch eine sogenannte warme Kante, also ein wärmetechnisch verbesserter Abstandhalter im Isolierglas, einen Beitrag leisten.

Die wichtigste Regel lautet:

Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.

Ein Fenster mit Uw = 0,8 W/(m²K) verliert unter vergleichbaren Bedingungen weniger Wärme als ein Fenster mit Uw = 1,2 W/(m²K).

 Durchschnittliche U-Werte von Fenstern in der Historie

Fenstertyp Verbaut Ø-U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient
Einfachglas bis 1980 knapp 5
Verbund-/Kastenfenster bis 1980 ca. 2,5
Unbeschichtetes Isolierglas 1980-1995 ca. 2,7
Zweischeiben-Wärmedämmglas 1995-2010 ca. 1,5
Erstes Dreischeiben-Wärmedämmglas ab 2005 ca. 1,1
Gutes Zweischeiben-Wärmedämmglas heutzutage ca. 1,1-1,2
Dreischeiben-Wärmedämmglas heutzutage ca. 0,8-0,9
Teuer: schmale Holzrahmen mit aufgeklebten Dämmstoffen und Alu-Verschalungen heute 0,7-0,8
Noch ein Vergleich: In den letzten 50 Jahren wurde der U-Wert auf rund ein Viertel gesenkt. In vielen Fällen amortisieren sich neue Fenster darum bereits nach wenigen Jahren.

Der g-Wert: Im Sommer genauso wichtig wie der U-Wert

Wer Fenster ausschließlich nach dem U-Wert kauft, betrachtet nur einen Teil der Energiebilanz.

Der g–Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) beschreibt vereinfacht, welcher Anteil der auftreffenden Sonnenenergie durch die Verglasung in den Raum gelangt.

Ein g –Wert von 0,70 würde z. B. bedeuten, dass 70 % der Energie im Innenraum angelangt.

Je niedriger der G-Wert, desto weniger Wärme dringt durch die Sonneneinstrahlung ins Haus.

Ein höherer g-Wert kann im Winter erwünscht sein, weil solare Wärmegewinne genutzt werden. Im Hochsommer kann dieselbe Eigenschaft jedoch dazu führen, dass sich Räume stark aufheizen.

Das macht die Fensterauswahl zu einem Abwägungsprozess. Besonders bei großen Süd-, Südwest- und Westfenstern sollte deshalb gleichzeitig über außenliegenden Sonnenschutz nachgedacht werden.

Raffstores, Rollläden, Fensterläden oder geeignete Markisen können die sommerliche Überhitzung wesentlich wirksamer begrenzen als Maßnahmen, die erst auf der Raumseite wirken. Die Verbraucherzentrale weist ebenfalls auf die wachsende Bedeutung des Hitzeschutzes und außenliegenden Sonnenschutzes hin.

Lichtdurchlässigkeit – Lichttransmissionsgrad

Die Lichtdurchlässigkeit wird in Prozent angegeben, wobei 100 % für vollkommene Lichtdurchlässigkeit stehen würde und 0 % für völlige Schwärze. Der Fachbegriff lautet Lichttransmissiongrad. In der Berechnung wird nur das für das menschliche Auge sichtbare Licht mit einer Wellenlänge zwischen 380 und 780 Nanometern (nm) berücksichtigt.

Eine hohe Lichtdurchlässigkeit ist für Raum- und Wohnklima wünschenswert.

Isolierglas hat in der Regel eine Lichtdurchlässigkeit von etwas über 80 %, Wärmeschutzisolierglas liegt bei um die 75-80 %. Sonnenschutzgläser haben eine Lichtdurchlässigkeit von 50 bis 70 Prozent, bieten in der Regel aber keinen Blendschutz.

Heutzutage gibt es Verglasungen, die entweder automatisch je nach Lichteinstrahlung oder elektronisch gesteuert den Grad der Lichtdurchlässigkeit verändern

Punkt 6

Womit kann am Altbau ein Fenster verdunkelt werden?

An vielen Altbaufassaden ist es nicht möglich, Rollläden anzubringen. Es besteht kein Platz für Rollladenkästen und ein Aufsatzmontage ist entweder ästhetisch verpönt oder würde einem Denkmalschutz zuwiderlaufen. Wie also den Raum dahinter verdunkeln?

Fensterverdunklung Altbau: was bietet sich an? Ein innenliegender Sonnenschutz aus dichtem Stoff, ein Vorhang, Jalousien, Rollos etc würde zwar Lichteinfall blockieren, die Wärme aber in den Raum lassen und diesen aufheizen. In diesem Fall ist es eine gute Idee, eine Innenbeschichtung mit Metall oder Oxid für die neuen Fenster zu ordern (Aufpreis etwa 50 Euro pro Fenster), denn diese bewirkt, dass Wärme reflektiert und die Raumaufheizung minimalisiert wird.

Die Durchleitung von Wärmestrahlung wird mit einem G-Wert gemessen, der bei unbeschichtetem Zweifachglas 0,55 und bei Dreifachglas 0,85 beträgt. Eine Beschichtung senkt den G-Wert auf weniger als 0,25 - was bedeutet, dass nur noch 25 % der Sonnenstrahlungswärme durchkommt. Innenbeschichtung des Glases verbunden mit einem Tuchbehang oder Rollo hinter dem Fenster bilden so ein gutes Team für die Fensterverdunkelung.

Vielleicht erlaubt die Optik des Hauses (und sein Denkmalschutz) die Verwendung von klassischen Klappläden vor den Fenstern, die lassen die Sonnenstrahlen gar nicht erst auf die Scheibe.

Siehe auch:

Beitrag: Zimmerverdunklung und Sichtschutz im Vergleich
Fensterauswahl für Zuhause

Plissee, Rollo, Jalousie Vergleich

Zimmerverdunklung: Plissee, Rollos, Jalousien und Co. im Vergleich

Unser modernes Zeitalter verlangt viele Dinge von uns ab. Das Multitasking gehört zum Beispiel zur Standardvoraussetzung, die man zwingend beherrschen muss. Nicht nur Menschen müssen mehrere Aufgaben zur selben Zeit erledigen, Konsumgüter sind davon nicht ausgeschlossen. So sucht die Sonnenschutzindustrie seit Jahren nach dem perfekten Produkt, welches Sicht- und Sonnenschutz gleichzeitig aber auch eine Art Dekoration für Fenster sein soll..Bis dato nutzen die meisten Menschen Vorhänge, Rollos oder Jalousien. Plissees, Faltrollos, Lamellen und Co. haben die Auwahlmöglichkeiten erweitert. Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, sind aber nicht das zuvor beschriebene perfekte Produkt. Als Alternative zu den klassischen Sonnenschutzprodukten gibt es Plissees. Handelt es sich dabei um den ultimativen Sonnenschutz?

Hier weiterlesen: Plissee, Rollo, Jalousie Vergleich

Fensterauswahl für Zuhause

Sichtschutz beim Fenster

Sichtschutz beim Fenster: 20+ Möglichkeiten vorgestellt

Ob schicke Fensterfolie, stilvolle Plissees oder raffinierte Verschattungssysteme: Die Art und Weise wie wir unsere Fenster gestalten, verrät eine Menge über unsere Vorlieben. Vor allem nach außen hin. Schließlich gibt es den ein oder anderen Spaziergänger, der auch mal genauer hinschaut. Für die einen spielt der Sichtschutz eine große Rolle, während andere das Thema eher locker angehen. Grundsätzlich lässt sich der Sichtschutz individuell gestalten. Die besten Ideen werden in nachfolgendem Ratgeber vorgestellt.

Alle Möglichkeiten vorgestellt ► Vorteile & Nachteile ► Welcher Sichtschutz braucht kein Bohren? ► Vorhänge ► Schiebegardinen ► Plissee ► Lamellenvorhang ► Sichtschutzfolie ► Rollo ► Doppelrollo ► Jalousien ► Milchglas ► Sichtschutz von außen

Hier weiterlesen: Sichtschutz beim Fenster

Punkt 7

Neue Fenster im Altbau: Was ist noch zu beachten?

Material vom Rahmen im Vergleich

Eine Rangliste mit einem eindeutigen Sieger wäre bequem – aber fachlich wenig sinnvoll. Die Materialien setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

EigenschaftKunststoffHolzAluminiumHolz-Aluminium
Anschaffungskosten eher niedrig mittel bis hoch hoch hoch bis sehr hoch
Wärmedämmung sehr gut möglich sehr gut möglich gut bis sehr gut bei hochwertigen Systemen sehr gut möglich
Pflegeaufwand gering erhöht gering gering
Witterungsbeständigkeit hoch abhängig von Beschichtung und Pflege sehr hoch sehr hoch
Reparierbarkeit eingeschränkt gut eingeschränkt mittel
Große Elemente gut gut sehr gut sehr gut
Gestaltungsfreiheit hoch sehr hoch sehr hoch sehr hoch
Lebensdauer hoch hoch bei guter Pflege sehr hoch sehr hoch
Ökologische Bewertung differenziert bei geeigneter Herkunft günstig energieintensive Herstellung differenziert

Diese Einordnung beschreibt typische Eigenschaften. Ein hochwertiges Fenster aus einem vermeintlich schwächeren Material kann einem einfachen Produkt aus einem anderen Material deutlich überlegen sein. Auch die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Materialwahl, Wärmedämmung, Lebensdauer, Wartungsaufwand, Kosten und ökologische Gesichtspunkte gemeinsam betrachtet werden sollten.

Video mit vielen grundlegenden Tipps

Länge: 10 Minuten

YouTube: YouTube-Video
YouTube

Erst nach deiner Zustimmung wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

Schimmel-Gefahr durch neue Fenster im Altbau

Länge: 30 Minuten

YouTube: YouTube-Video
YouTube

Erst nach deiner Zustimmung wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

Video: Einbau eines Fensters im Altbau

Länge: 6 Minuten

YouTube: YouTube-Video
YouTube

Erst nach deiner Zustimmung wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

Video: Kalkulation – Wann lohnt sich der Austausch der Fenster im Altbau?

Länge: 6 Minuten

YouTube: YouTube-Video
YouTube

Erst nach deiner Zustimmung wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

Punkt 8

Fazit

Das Thema Fenstersanierung am Altbau kennt viele Stolperdrähte und Besonderheiten, die Kosten könnten abschreckend wirken. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass mit neuen und geschmackvoll passenden Fenstern mit neuzeitlichen Wärmedämmwerten der Hauswert insgesamt steigt und nach Jahren der Heizungsenergie-Einsparung eine Amortisierung der Kosten zu erwarten ist, in Abhängigkeit von der Qualität der Heizungsanlage.

Punkt 1

Ergänzungen und Fragen von Leser:innen

  1. U-Wert-Fenster abhängig von Außenwand?
    Anonym fragt: Außenwand hat einen H Wert von 0,6, welcher K Wert darf mein neues Fenster haben?
    Antwort bauen-und-heimwerken.de: Wie oben geschrieben gilt: Das Gebäudeenergiegesetz GEG fordert für Sanierungsmaßnahmen an den Fenstern generell einen Wert besser als Uw = 1,3 W/m2K im Ergebnis, schließt aber denkmalgeschützte Häuser davon aus. Das heißt, die Verordnungen für Fenster sind unabhängig vom Wärmedurchgangskoeffizienten der Außenwand.

Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?

Fehlt etwas im Beitrag? Kannst du etwas beisteuern? Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!

Die Umfrage wird vorbereitet …

Punkt 1

Im Zusammenhang interessant

Sichtschutz beim Fenster

Sichtschutz beim Fenster: 20+ Möglichkeiten vorgestellt

Ob schicke Fensterfolie, stilvolle Plissees oder raffinierte Verschattungssysteme: Die Art und Weise wie wir unsere Fenster gestalten, verrät eine Menge über unsere Vorlieben. Vor allem nach außen hin. Schließlich gibt es den ein oder anderen Spaziergänger, der auch mal genauer hinschaut. Für die einen spielt der Sichtschutz eine große Rolle, während andere das Thema eher locker angehen. Grundsätzlich lässt sich der Sichtschutz individuell gestalten. Die besten Ideen werden in nachfolgendem Ratgeber vorgestellt.

Alle Möglichkeiten vorgestellt ► Vorteile & Nachteile ► Welcher Sichtschutz braucht kein Bohren? ► Vorhänge ► Schiebegardinen ► Plissee ► Lamellenvorhang ► Sichtschutzfolie ► Rollo ► Doppelrollo ► Jalousien ► Milchglas ► Sichtschutz von außen

Hier weiterlesen: Sichtschutz beim Fenster

Welche Fenster sind die besten? Vergleich & Kauf-Tipps

Welche Fenster sind die besten? Materialien, Verglasung und Auswahl im Vergleich

Wer ein Haus baut oder alte Fenster austauscht, trifft eine Entscheidung für Jahrzehnte. Dabei geht es längst nicht nur um die Frage, ob der Rahmen aus Kunststoff, Holz oder Aluminium bestehen soll. Gute Fenster müssen Wärme im Haus halten, Tageslicht hereinlassen, Wind und Regen abwehren, möglichst wenig Lärm durchlassen und je nach Lage auch einen wirksamen Einbruchschutz bieten. Hinzu kommen Fragen nach Pflege, Haltbarkeit, sommerlichem Wärmeschutz und natürlich den Kosten.

Die eine Antwort auf die Frage „Welche Fenster sind die besten?“ gibt es deshalb nicht.

Für viele Wohnhäuser bieten Kunststofffenster ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer Wert auf einen natürlichen Werkstoff und gute Reparierbarkeit legt, kann mit Holz besser beraten sein. Aluminium spielt seine Stärken bei großen, langlebigen Konstruktionen aus, während Holz-Aluminium-Fenster viele Vorteile miteinander verbinden – allerdings zu einem entsprechend höheren Preis.

Noch wichtiger als das Rahmenmaterial ist jedoch die Qualität des gesamten Fensters: Verglasung, Rahmen, Abstandhalter, Beschläge, Dichtungen und fachgerechter Einbau müssen zusammenpassen.

Hier weiterlesen: Welche Fenster sind die besten? Vergleich & Kauf-Tipps

Fenster von der Bafa fördern lassen

Neue Fenster von der Bafa fördern lassen – so gehst du vor

Wer neue Fenster einbauen will, kann sich über satte Fördergelder freuen! Die BAFA unterstützt Hausbesitzer, die ihre alten Fenster gegen energieeffiziente Modelle austauschen möchten. Mit einem klaren Plan und der richtigen Vorbereitung kann jeder von diesen Zuschüssen profitieren. Erfahre hier, wie du Schritt für Schritt vorgehst, um deine Förderung zu sichern und gleichzeitig deinen Energieverbrauch zu senken. Denn warum solltest du bares Geld verschenken, wenn du es stattdessen in die Verbesserung deines Zuhauses investieren kannst?

Wie der Antrag auf Fördermittel von der Bafa für neue Fenster funktioniert, wird Schritt für Schritt in diesem Ratgeber erklärt. ► Welche Maßnahmen gefördert werden ► Was wann zu tun ist ► BEG-Vorschriften für neue Fenster

Hier weiterlesen: Fenster von der Bafa fördern lassen

Fliegengittertür ohne Bohren befestigen

Fliegengittertür bzw. Insektenschutztür ohne Bohren anbringen und befestigen

Insekten gehören zu unserem Ökosystem und erfüllen ganz individuelle Aufgaben im Kreislauf des Lebens. Doch man kann es niemandem verdenken, den Wunsch zu verspüren, dass die kleinen Plagegeister diese Aufgaben doch bitte außerhalb der eigenen vier Wände wahrnehmen mögen. Darum wurden die Fliegengitter für Fenster und Tür erfunden. Wir zeigen, wie diese Garanten eines juckfreien Schlafes ohne zerstörerisches Bohren an Fenster und Tür befestigt werden. Dann klappt‘s auch mit dem Vermieter.

Hier weiterlesen: Fliegengittertür ohne Bohren befestigen

Geschrieben von

Bauen-und-Heimwerken.de

Bauen und Heimwerken

Ein Beitrag aus dem Bauen-und-Heimwerken.de Team.

Schlagworte zum Artikel