Weißes Sprossenfenster

Fenster messen: so nimmt man das richtige Maß

Wer eine Modernisierung der Fenster plant, der muss immer zunächst das passende Maß korrekt ausmessen. Nur so kann die Montage reibungslos vonstattengehen. Bei jeder Anschaffung eines neuen Fensters muss das sogenannte Fensteraufmaß ganz exakt bestimmt werden.

Um das Ausmessen zu erleichtern, haben wir im Folgenden eine Anleitung erstellt, die Schritt für Schritt dabei hilft, das Bestellmaß zu messen. Wir erklären, wie das Aufmaß der Fenster ganz einfach und korrekt durchzuführen ist, so dass man auch wirklich das passende Fenster kauft. 

Punkt 1

1. Vorbereitungsarbeiten

1.1. Reicht der Bauplan?

Bei einer Modernisierung sind bereits Fenster aus Holz, Kunststoff oder Aluminium vorhanden. Um das Aufmaß der neuen Fenster zu bestimmen, werden zunächst die Maße der bereits verbauten Bauteile ausgemessen.

Gegebenenfalls vorhandene Baupläne sind hierbei besonders hilfreich, da darin bereits alle relevanten Maße vermerkt sind.

Doch auch wenn man diese Baupläne zu Hause hat, kann es sinnvoll sein, trotzdem selbst zu messen. Häufig wurden bauliche Veränderungen vorgenommen, sodass das Maß im Bauplan von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen kann. Daher sollte man sich nicht auf den Bauplan verlassen, sondern trotzdem selbst nachmessen.

Tatsächlich lohnt es sich immer, die Maße der Fenster exakt zu bestimmen und zu notieren, da diese ebenso für Zusatzausstattungen, wie Rollladen oder einen Insektenschutz, genutzt werden können. Dann müssen Höhe und Breite nicht erneut ausgemessen werden.

1.2. Was brauche ich?

Um die Höhe und Breite der Fenster messen zu können, benötigt man

  • Maßband/Zollstock
  • Stift und
  • Papier.

Alle erhobenen Maße gilt es anschließend im Bauplan zu vermerken und das Datum der Änderung zu hinterlegen. Falls zu einem späteren Zeitpunkt weitere bauliche Veränderungen in Planung sind, spart man sich ein erneutes Ausmessen der Fenster.

Punkt 1

2. Fenster richtig ausmessen im Altbau

Damit das Aufmaß der Fenster korrekt bestimmt werden kann, sollten

die Fenster zunächst auf einem Blatt Papier grob skizziert werden.

Darauf lassen sich später die ermittelten Maße notieren. Zudem sollte auf der Skizze mit einem Dreieck vermerkt sein, in welcher Position sich der Fenstergriff befindet (die Spitze des Dreiecks zeigt auf den Griff) und wie sich das Fenster öffnen, kippen und schließen lässt (die Spitze des Dreiecks zeigt auf die Seite, die sich kippen lässt).

2.1. Fensterbreite messen

Um die Breite zu messen, geht man folgendermaßen vor:

Zunächst misst man die Breite im oberen sowie im unteren Drittel des Fensters und verwendet bei einer Abweichung die kleinere Größe als Ausgangswert. Da zwischen Laibung und Fenster eine Lücke für Dichtungen und Ähnliches vorgesehen ist, werden nun zusätzlich 10 mm von der gemessenen Breite abgezogen.

2.2. Fensterhöhe messen

Die Höhe wird bei geöffnetem Fenster ebenfalls an zwei Stellen ausgemessen. Hierbei verwendet man ebenso wieder den kleineren Wert als Grundwert, von diesem zieht man wieder 10 mm ab.

2.3. Unterschiedliche Fensterbank-Höhen

Gerade bei älteren Bauten liegt die Fensterbank innen höher als außen, weshalb nun noch die Höhe des Abschlussprofils dazugerechnet werden muss. Dabei misst man die Höhe und addiert diesen Wert zum vorher gemessen. Das Maß des Abschlussprofils ist zwingend hinzuzurechnen, da die Maße von Fenstern grundsätzlich inklusive Abschlussprofil angegeben werden.

Dieses Profil hat in der Regel ein genormtes Maß von 25, 30, 40 oder 50 mm. Damit das gewünschte Fenster wirklich in die vorhandene Laibung passt, sollte bei einer nicht eindeutigen Messung immer das größere Maß gewählt werden.

2.4. Video: Fensteraufmaß im Altbau

Wer im Rahmen einer Sanierung neue Fenster kaufen möchte, bekommt in diesem Video anschaulich vorgeführt, wie man das richtige Maß für den Fensterkauf nimmt:

Länge: 2 Minuten

Punkt 1

3. Ausmessen von Fenstern in Neubauten

Bei einem Neubau ist es deutlich einfacher, das korrekte Aufmaß zu bestimmen. Das liegt daran, dass noch keine Fenster verbaut sind und lediglich Breite und Höhe der Maueröffnung ausgemessen werden müssen.

Im ersten Schritt macht man wieder eine Skizze vom Fenster mit Öffnungs- und Kipprichtung, siehe Punkt zuvor.

Im nächsten Schritt nimmt man zunächst das Maß der Höhe, einmal rechts und einmal links, innerhalb der Öffnung. Die kleinere Maßeinheit wird als Grundwert genommen. Die relevante Höhe für das Aufmaß erhält man anschließend wieder, indem man vom Ergebnis 30 mm abzieht.

Auf dieselbe Art und Weise wird ebenso die Breite vermessen. Auch hier wird wieder oben und unten gemessen, sodass eventuelle Unterschiede festgestellt werden. Der kleinere Wert dient wieder als Grundlage. Für das endgültige Aufmaß werden hierbei nun 30 mm abgezogen, damit gewährleistet ist, dass die Breite auch wirklich ausreichend für das gewünschte Fenster ist.

Das korrekte Ausmessen ist unabdingbar, nur so kann ein neues Fenster gezielt ausgewählt werden und die Montage erfolgt reibungslos.

Dazu kann man sich an dieser Anleitung gut orientieren. Auf dieselbe Art und Weise können übrigens auch Türen ausgemessen werden. Das Ausmessen erfolgt dabei nahezu identisch.

3.1. Fensteraufmaß im Neubau

Länge: 1 Minute

Punkt 1

4. Fenster ausmessen – darauf sollte noch geachtet werden

Beim Messen der Fenster gilt es, weitere wichtige Punkte zu beachten. Allen voran ist es wichtig zu wissen, dass die Fensteröffnungen nicht immer gerade sind. Auch Mauern sind nicht zwangsläufig im Lot. Das gilt nicht nur bei älteren Gebäuden, sondern auch bei neuen Häusern.

Daher sollte immer an verschiedenen Stellen gemessen werden und im Falle einer Abweichung wird das kleinere Maß verwendet. Darüber hinaus sollten auch baulich bedingte Öffnungsrichtungen beachtet werden. Besonders im Altbau entstehen schnell Situationen, die eine korrekte Funktion der Fenster beeinträchtigen.

Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn das Fenster nur in eine bestimmte Richtung geöffnet werden kann. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser:

Man sollte sich nie auf die Baupläne verlassen, sondern die Maueröffnung immer selbst ausmessen.

Die Baupläne können veraltet sein und schon wenige Millimeter Abweichung in der Breite oder Höhe bedeuten einen großen Mehraufwand bei der Montage. Beim Aufmaß ist eine enorme Genauigkeit gefragt, weshalb man gewissenhaft und exakt arbeiten sollte.

Punkt 1

5. Ergänzungen und Fragen von Lesern

Hast du eine Frage zum Beitrag oder etwas zu ergänzen bzw. zu korrigieren?

Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet.

 

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6. Neue Fenster kaufen: Welche Kriterien sollten berücksichtigt werden?

Neue Fenster, wie man sie unter https://solidplast.de/p/fenster/ findet, sind aus optischen Gründen sinnvoll, aber auch energetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Vor dem Ausmessen gilt es zunächst, sich für einen gewissen Fenstertyp zu entscheiden.

Dabei hat man die Wahl aus Material, einzelnen Elementen, Bestandteilen, Wärmedämmung, Energieeffizienz, Schallschutz sowie persönliche Vorlieben beim Design oder Einbruchschutz. Beim Material kann man sich dabei aus Kunststoff, Holz oder Aluminium entscheiden.

Kurzumfrage: Welches Rahmenmaterial bevorzugen Sie beim Fenster?

Was ist Ihr Favorit?

 

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Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓

Die bisherigen Stimmen:

Kunststoffrahmen 338 Stimmen
Holzrahmen 106 Stimmen
Metallrahmen (z. B. Aluminium) 82 Stimmen
Anderes Material 7 Stimmen

Dabei hat man die Wahl zwischen Zweifach- oder Dreifachverglasung sowie zusätzlicher Sicherheits- und/oder Schallschutzausstattung.

Ebenso kann man sich für integrierte Rollläden oder spezielle Fensterbeschläge entscheiden.

Für die Wahl eines neuen Fensters sollte sich ausreichend Zeit genommen werden. Ebenso lohnt es sich, ein Fachunternehmen heranzuziehen, welches bei der Auswahl unterstützt. Darüber hinaus kann das Aufmaß durch das Unternehmen erfolgen.

GEG gesetzliche Vorschriften für Fenster

Gesetzliche Vorschriften für Fenster

Seit dem 1. November 2020 gilt das Gebäudeenergiegesetz (GEG 2020). Für alle Renovierungen und Sanierungen seit dem 1.11.2020 (Sanierungsstart) müssen die Mindestanforderungen des GEG erfüllt werden. Vorher galt die Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV 2014). Die Mindestanforderungen an Fenster sind in beiden Gesetzen gleich. Sie lauten:

  • Der höchstzulässige U-Wert der Verglasung (Ug-Wert) liegt laut EnEV 2014 bei 1,1 W/(m2K). Ausnahmen gelten z. B., wenn aus technischen Gründen kein dickeres Glas verbaut werden kann.
  • Werden Fenster komplett getauscht, so liegt der Uw-Wert wie im Neubau bei 1,3 W/(m2K).
  • Für neue Dachfenster darf der U-Wert maximal 1,4 (W/m²K) betragen.

Wichtig: Diese Mindestanforderungen genügen vielen Förderprogrammen nicht. In der Regel werden Fenster nur mit einem maximalen U-Wert von 0,95 W/m²K (Dachfenster 1,0 W/m²K) gefördert.

7. Weiterlesen

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