Stromspeicher

 Stromspeicher kaufen: lohnt das schon?

Stromspeicher für Photovoltaik-Anlage – was beachten? Wann lohnt sich dieser?

Photovoltaikanlagen werden immer beliebter und werden vermehrt von vielen Hausbesitzern auf den Dächern der Häuser installiert. Sie senken die Stromkosten und können bei richtiger Verwendung teilweise sogar eine Unabhängigkeit vom Stromanbieter ermöglichen. Doch damit dies möglich wird, wird ein Stromspeicher in der Photovoltaik-Anlage benötigt. Da ein Stromspeicher jedoch oftmals nicht ganz günstig ist, stellt man sich als Anlagenbesitzer vielleicht die Frage, ob sich ein Stromspeicher überhaupt lohnt.

In diesem Artikel wird erklärt, welche Vorteile ein Stromspeicher hat und wann er sich für wen lohnt. ► Rechner für die Einsparung durch den Stromspeicher ► Wo aufstellen? ► Rechner: so lange hält der Notstrom

Punkt 1

1. Warum sollte ich mir einen Stromspeicher für meine PV-Anlage kaufen? Welche Vorteile ergeben sich?

Anders gefragt: Was bringt ein Stromspeicher? Ein Stromspeicher in einer PV-Anlage bietet für den Nutzer einige Vorteile. Der größte Vorteil eines Stromspeichers ist der höhere Eigenverbrauch des produzierten Stroms.

Ohne einen Stromspeicher kann nur dann der selbst produzierte Strom genutzt werden, wenn dieser gerade zeitgleich auf dem Dach produziert wird. Da Stromproduktion und Strombedarf oftmals, z. B. nachts oder wenn es draußen schon dunkel ist, zeitlich voneinander getrennt sind, können ohne einen Stromspeicher in der Regel nur 25 % des PV-Stroms selbst genutzt werden. Bei der Nutzung eines Stromspeichers kann bis zu 80 % des PV-Stroms selbst verwertet werden.

Ein weiterer großer Vorteil, der teilweise auf den ersten Vorteil aufbaut, ist die größere Unabhängigkeit vom Stromnetz und dem Stromanbieter. Da mit einem Stromspeicher ein größerer Anteil des Stromverbrauchs durch PV-Strom gedeckt werden kann, wird man unabhängiger vom externen Stromnetz.

Dadurch ergibt sich auch ein Preisvorteil, der auf lange Sicht einen großen Unterschied machen kann. Während eine Kilowattstunde vom Energieversorger aktuell in Deutschland ca. 30 Cent oder sogar mehr kostet, kostet eine Kilowattstunde des Solarstroms lediglich 7 bis 11 Cent. In Haushalten, wo viel Strom verbraucht wird, macht sich dieser Preisunterschied stark bemerkbar.

Zudem bieten viele Stromspeicher auch eine Notstromfunktion, siehe diese Website. So ist ein Haushalt mit Stromspeicher auch dann mit Strom versorgt, wenn es einen Stromausfall gibt.

Stromspeicher tragen zusätzlich zur Energiewende bei. Nur die wenigsten Haushalte werden auch mit einem Stromspeicher den gesamten PV-Strom verbrauchen. So bleibt am Ende des Tages immer ein Reststrom über, der in das Stromnetz eingespeist werden kann. Wenn dieser Vorgang abends passiert, trägt der Stromspeicher maßgeblich zur Energiewende bei, da abends mehr konventionelle Kraftwerke aktiv sind als z. B. mittags. Daher wird Strom von schädlichen konventionellen Kraftwerken durch klimafreundlichen Solarstrom ersetzt.

Der letzte Grund, warum ein Stromspeicher mittlerweile in fast jede PV-Anlage eingebaut werden sollte, ist, dass sich die Speichertechnologie in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt hat. Während für einen Stromspeicher früher noch hunderte Kilo schwere Bleisäure-Akkus benötigt wurden, werden heutzutage kleine und leichte Lithium-Ionen-Akkus verwendet. Diese können modular verbaut werden, sodass der Stromspeicher fließend an den Leistungsbedarf angepasst werden kann.

Punkt 2

2. Was kosten Stromspeicher?

Wie bereits kurz erwähnt sind Stromspeicher auf den ersten Blick nicht gerade günstig.

Der Preis eines Stromspeichers hängt in erster Linie von der Speicherkapazität ab. Doch auch die Speichertechnologie hat maßgeblichen Einfluss auf die Anschaffungskosten.

Während Blei-Ionen-Akkus 200 bis 300 EUR pro kWh kosten, liegt der Preis pro kWh bei einem Stromspeicher mit Lithium-Ionen-Akkus bei 800 bis 1200 EUR.

Auch wenn die Blei-Ionen-Akkus auf den ersten Blick deutlich günstiger wirken, muss bei der Preisbeurteilung auch die maximale Anzahl der Ladezyklen und der Wirkungsgrad berücksichtigt werden. Lithium-Ionen-Akkus haben mit einer maximalen Lebensdauer von ca. 8.000 Ladezyklen (Range: 5.000 bis 10.000) eine deutlich höhere Lebensdauer als Blei-Ionen-Akkus, die im Schnitt nur 1.500 bis 2.000 Ladezyklen erlauben. In Zusammarbeit mit anderen Faktoren ergibt sich eine Lebensdauer bei Blei-Batterien von bis zu 10 Jahren und bei Lithium-Ionen-Akkus von bis zu 20 Jahren.

Auch der Systemwirkungsgrad, der bei einem Lithium-Ionen-Akku bei 95 % liegt, während der eines Blei-Ionen-Akkus bei 80 % liegt, sorgt dafür, dass sich der höhere Anschaffungspreis im Betrieb ausgleicht.

Einige Blei-Batterien brauchen zudem regelmäßige Wartung.

Da ein durchschnittlicher Stromspeicher im privaten Haushalt ca. 7 bis 8 kWh groß ist, kostet ein Lithium-Ionen-Stromspeicher, der aktuell das beste Preis-Leistungsverhältnis besitzt, ca. 6000 bis 9000 EUR. Zudem müssen die Installationskosten berücksichtigt werden.

Die Installation eines Stromspeichers muss von einem Fachmann durchgeführt werden und kostet je nach Gegebenheiten zwischen 900 und 3500 EUR.

Viele Bundesländer bieten für Stromspeicher ein Förderprogramm an. Mit diesem können die Anschaffungskosten etwas gesenkt werden.

Punkt 3

3. Wann lohnt sich ein Stromspeicher?

Ein Stromspeicher lohnt sich dann, wenn die Kosten pro Kilowattstunde in der Produktion und Speicherung geringer sind als der Strompreis des Stromanbieters.

Geht man von einem Produktionspreis von ca. 10 Cent pro kWh aus, darf der Preis für die Speicherung pro kWh maximal 20 Cent betragen. In diesem Fall würde sich ein Gesamtpreis von 30 Cent pro kWh ergeben.

Um einen möglichst geringen Preis für die Speicherung zu bezahlen, sollte der Stromspeicher möglichst lange betrieben werden. Deshalb ist es auch empfehlenswert, einen Stromspeicher zu wählen, der eine hohe Lebensdauer besitzt. Umso länger ein Stromspeicher läuft und folglich umso mehr Kilowattstunden der Speicher während seiner Nutzungsdauer speichern kann, desto günstiger wird der Speicherpreis.

Staatliche Förderungen für Stromspeicher vergünstigen den Speicherpreis pro kWh natürlich ebenfalls.

Grundsätzlich sind Speicherkosten von unter 20 Cent pro kWh erstrebenswert und sorgen in der Regel dafür, dass sich ein Stromspeicher lohnt.

3.1. Stromspeicher Rechner

Stromspeicher Rechner
Mit diesem Rechner kriegst du ein Gefühl dafür, wie teuer dein Stromspeicher sein darf, damit sich die Speicherung rechnet. Hinweis: Das schöne Gefühl der Autarkie kommt gratis hinzu.
Dein aktueller Stromverbrauch pro Jahr:
Mein Stromverbrauch* KWh
Anteil eigenproduzierter Strom an meinem Stromverbrauch ...
Diesen Prozentsatz meines Stromverbrauches kann ich durch meine PV-Anlage abdecken. Wenn kein Speicher und keine Wärmepumpe angeschlossen ist, werden im Durchschnitt um die 30 % des Eigenverbrauchs durch Photovoltaik gedeckt. Ein Speicher kann diesen Wert auf 50 bis 80 % (und darüber hinaus) steigern.
... ohne Speicher* %
... mit Speicher* %
Stromkosten Netzanbieter / meine PV-Anlage
Preis bei Netzanbieter* Cent/KWh
Was kostet dich die Produktion einer Kilowattstunde auf deinem Dach? Diese Angabe müsstest du von deinem Installateur erhalten haben. Ein gängiger Wert sind um die 10 Cent pro Kilowattstunde.
Meine Stromproduktionskosten* Cent/KWh
 
* = notwendig zur Berechnung

3.2. Wenn die PV-Anlage abgezahlt ist

Ein Stromspeicher lohnt sich also dann, wenn die Speicherkosten möglichst gering und am besten unter 20 Cent pro kWh liegen. Wenn die PV-Anlage jedoch bereits seit mehr als 20 Jahren läuft und die EEG-Vergütung abgelaufen ist, ist sie längst refinanziert. Folglich sinken die Produktionskosten auf lediglich 3 bis 5 Cent pro kWh. Diese Kosten entstehen durch Überwachungs- und Wartungskosten. In diesem Fall lohnt sich ein Stromspeicher in der Regel immer, da sich auch mit etwas höheren Speicherungskosten ein erheblicher Preisvorteil gegenüber den Strompreisen der Stromanbieter ergibt.

Da die Strompreise in den nächsten Jahren vermutlich weiter steigen werden, lohnt sich ein Stromspeicher allerdings auch bei neueren Anlagen und einem Preisunterschied pro kWh von deutlich weniger Cent.

Punkt 4

4. Wie lange reicht ein Stromspeicher und wie lang ist die Lebensdauer?

4.1. Wie lange halten Stromspeicher?

Wie lange ein Stromspeicher reicht, hängt grundsätzlich von dem Stromverbrauch des Haushalts und von der kompletten Speicherkapazität des Stromspeichers ab. Geht man von einer Speicherkapazität des Stromspeichers von 6 kWh und einer maximalen Anzahl der Ladezyklen von 8.000 aus, ergibt sich eine Lebenskapazität von 48.000 kWh. Dies reicht für einen typischen Haushalt für viele Jahre aus.

Die Lebensdauer eines Stromspeichers hängt sehr stark von der Speichertechnologie und der Nutzung des Stromspeichers ab. Lithium-Ionen-Akkus sollten nicht zu lange vollgeladen sein, da sich dadurch die Lebensdauer erheblich verkürzen kann. Dies kann bei zu großen Speichern passieren, da diese nie vollständig entladen werden und daher schneller und folglich auch länger vollständig geladen sind. Die meisten Hersteller der Stromspeicher geben eine Garantie von 10 Jahren auf die Speicher.

Die echte Lebensdauer ist jedoch deutlich länger. 12 bis 15 Jahre sind für die meisten Stromspeicher kein Problem. Teilweise können Stromspeicher mit vielen möglichen Ladezyklen auch über 20 Jahre betrieben werden.

Doch wie lange reicht ein Stromspeicher, wenn der Strom ausfällt?

4.2. Wie lange reicht ein Stromspeicher?

Viele Stromspeicher verfügen über eine Notstromfunktion. Diese ermöglicht die Stromabgabe auch bei einem Stromausfall. Da die Akkukapazität eines Stromspeichers jedoch sehr begrenzt ist, hält ein Stromspeicher bei einem Stromausfall je nach Verbrauch und aktuellem Ladezustand nur wenige Stunden.

Stromspeicher bei Stromausfall
Wie lange hält ein Stromspeicher bei Stromausfall?
Mein Stromverbrauch pro Jahr* KWh
Nutzbare Speicherkapazität meines Speichers* KWh
 
* = notwendig zur Berechnung

Punkt 5

5. Wo wird ein Stromspeicher am besten aufgestellt?

Der Ort, an dem der Stromspeicher am besten aufgestellt werden sollte, sollte eine möglichst stabile Temperatur besitzen. Gerade besonders hohe oder besonders niedrige Raumtemperaturen sollten vermieden werden, da sie die Lebensdauer des Stromspeichers verkürzen können. Eine konstante Temperatur von 20° C ist perfekt.

Zudem sollte bei der Platzwahl darauf geachtet werden, dass der Speicher gut zugänglich und dennoch im Idealfall abschließbar ist, damit Kinder nicht in die Nähe des Stromspeichers kommen können.

Punkt 6

6. Leserumfrage zum Stromspeicher

Wirst du dir einen Stromspeicher zulegen?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Ja, mit 5 bis 7 KWh Speicherkapazität 4 Stimmen
Ja, mit 9 bis 11 KWh Speicherkapazität 4 Stimmen
Ja, mit 7 bis 9 KWh Speicherkapazität 3 Stimmen
Ja, mit 9 bis 11 KWh Speicherkapazität 2 Stimmen
Ja, mit 3 bis 5 KWh Speicherkapazität 1 Stimme
Nein 1 Stimme
Ja, mit 1 bis 3 KWh Speicherkapazität 0 Stimmen

Punkt 7

7. Fazit

Stromspeicher werden mittlerweile in den meisten neuen PV-Anlagen installiert und können auch in bereits bestehende Systeme integriert werden. Viele Bundesländer stellen hierfür eigene Förderprogramme zur Verfügung. Wenn die Endkosten für die Speicherung nicht zu hoch sind, lohnt sich ein Stromspeicher.

Gerade im Hinblick auf die voraussichtlich steigenden Strompreise ist es ratsam, einen Stromspeicher zu besitzen. Bei klug geplanten und richtig dimensionierten Anlagen, die eine hohe Lebensdauer erreichen können, lohnt sich ein Stromspeicher in der Regel. Und neben dem finanziellen Vorteil, den ein Stromspeicher bietet, hilft er zusätzlich bei der Energiewende und bietet oftmals einen Notstromschutz bei einem Stromausfall.

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Punkt 8

8. Weiterlesen und -schauen

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