Arten von Terrassenüberdachungen und ihre Vor- und Nachteile

Vor ein paar Jahren noch galt die Markise als Terrassenüberdachung als das Nonplusultra. Doch inzwischen entscheiden sich immer mehr Terrassenbesitzer für eine dauerhafte Überdachung. Doch es gibt natürlich verschiedene Arten der Terrassenüberdachung. Und dass dabei alle ihre Vor- und Nachteile haben, ist kaum von der Hand zu weisen.

Dieser Artikel stellt die verschiedenen Arten der Terrassenüberdachung vor und verrät auch die jeweiligen Vor- und Nachteile. Terrassenüberdachung aus ... ► aus Aluminium ► aus Holz ► aus Kunststoff ► aus Glas ► aus Bitumen

Terrassenüberdachung mediteran
Inhaltsverzeichnis aus-/einklappen

Punkt 1

1. Terrassenüberdachung aus Aluminium

Die meisten Terrassenüberdachungen bestehen aus Aluminium. Und das zu gutem Recht, denn Terrassenüberdachungen aus Aluminium sind nicht nur wartungsfreundlich und robust, sondern auch in einer großen Anzahl an Ausführungen und Modellen erhältlich. Auch sind sie lange haltbar, praktisch und noch dazu optisch ein richtiger Hingucker.

Größtenteils sind die Lackierungen entweder mit einem Härter versehen oder zum Teil sogar gebrannt. So kann die Aluminium-Terrassenüberdachung selbst den härtesten Witterungs- und Wettereinflüssen standhalten.

Hierbei gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, entweder eine feste Abdeckung, die vor Regen, Sonne und Schnee schützt. Oder ein Gitter, welches offen ist, aber die Temperatur um bis zu 15 Grad senken kann und dennoch die Sonnen durchscheinen lässt.

1.1. Vorteile

  • Eine sehr hohe Stabilität.
  • Weniger Pfosten werden aufgrund des geringen Eigengewichts benötigt.
  • Zeigt eine sehr hohe Resistenz gegen Regen, Feuchtigkeit, Wind oder auch Frost.
  • Dank der Pulverbeschichtung, benötigt die Terrassenüberdachung keine regelmäßige und intensive Pflege.
  • Durch das Eloxal-Verfahren kann man das Metallprofil farblich an den Stil des Hauses anpassen.

1.2. Nachteile

  • Der Kostenfaktor ist relativ hoch, noch höher bei Einzelanfertigungen und Sonderwünschen.
  • Die Beauftragung eines Montageteams ist ebenfalls ein kostenintensiver Punkt.
  • Die Tragfähigkeit ist doch sehr gering, in schneereichen Regionen kann dies zu gravierenden Problemen führen.
  • Das Aluminium ist recht anfällig, unter anderem für salzhaltige Luft oder hohe Emissionen.

Punkt 2

2. Terrassenüberdachung aus Holz

Vor allem zu älteren Häusern passen Terrassenüberdachungen aus Holz hervorragend. Zudem wirken sie sehr edel und verleihen durch die unterschiedliche Holzmaserung dem Terrassendach ein individuelles Aussehen. Außerdem ist die Montage im Vergleich zu anderen Terrassenüberdachungen recht einfach. Man sollte im handwerklichen Bereich ein klein wenig Geschick aufweisen können, doch das reicht schon aus, um eine Terrassenüberdachung aus Holz auch selbst bauen zu können. Der Aufbau ist hierbei um einiges einfacher als der bei einem Carport.

2.1. Vorteile

  • Eine Terrassenüberdachung aus Holz ist recht günstig in der Anschaffung.
  • Sie ist vollkommen frei und individuell gestaltbar und lässt sich in jeder beliebigen Farbe streichen.
  • Eine Terrassenüberdachung aus Holz lässt sich problemlos an die Architektur des Hauses anpassen.
  • Das Material Holz bietet eine sehr hohe Stabilität, ist schattig und heizt sich nicht so stark auf.

2.2. Nachteile

  • Eine Terrassenüberdachung aus Holz ist nicht lichtdurchlässig.
  • Die Räume, die angrenzen und dahinter liegen, werden abgedunkelt.
  • Holz ist ein sehr pflegeintensives Material, was Kosten und Zeit bedeutet.

Punkt 3

3. Terrassenüberdachung aus Glas

Heutzutage ist Glas sehr weit verbreitet. Es bietet sich besonders an, um Charme und Stil in eine Wohnumgebung zu bringen.
Glas bietet sich natürlich brillant als Überdachung für eine schöne Terrasse an. Zudem ist eine Terrassenüberdachung aus Glas nicht wirklich kompliziert zu bauen. Es werden dabei Glasplatten benötigt und ebenso Kunststoff oder Aluminium, um das Glas auch in Position bringen zu können. Ein Experte in Sachen Glas-Terrassenüberdachungen benötigt dafür selten länger als einen Tag. Doch mit etwas handwerklichem Geschick und Begabung kann man das auch selbst hinbekommen.

3.1. Vorteile

  • Tageslicht kann ungehindert hereinfallen, dadurch wird die Terrasse strahlend hell und auch die dahinterliegenden und angrenzenden Räume werden belichtet.
  • Terrassenüberdachungen aus Glas sind hochwertig, langlebig, robust und bieten eine luftige Atmosphäre.
  • Zusätzlich können unter anderem Seilspannmarkisen angebracht werden.
  • Die Glasüberdachung kann auch farblich getönt erworben werden.
  • Sie ist nicht nur hitzefest, sondern auch schlagfest und hagelsicher.

3.2. Nachteile

  • Die Montage von einem Fachmann ist recht kostenintensiv.
  • Die Untergrundkonstruktion muss extrem stabil sein, denn Sicherheitsglas ist aufgrund des hohen Eigengewichts sehr schwer.
  • Eine Terrassenüberdachung aus Glas bedeutet auch Wartungskosten und Pflegekosten. Etwa zweimal im Jahr sollte sie gründlich gereinigt werden.

Punkt 4

4. Terrassenüberdachung aus Kunststoff

Ein Terrassendach, welches aus Kunststoff besteht, lässt meistens nur gedämpftes Licht hindurch, da es semitransparent ist. Die undurchsichtige Polycarbonatabdeckung ist entweder aus Wellplatten oder aus Holkammplatten. Diese mildern den Lichteinfall in die dahinterliegenden und angrenzenden Räume enorm. Es gibt allerdings auch Kunststoffabdeckungen aus klarem Acrylglas. Man hat eine maximale Flexibilität, was die Gestaltung angeht, denn die Kunststoffprodukte sind in sehr unterschiedlichen Varianten erhältlich.

4.1. Vorteile

  • Plexiglas ist hagelsicher, schlagfest, hitzefest und hat einen Echtglaseffekt
  • Acrylglas gewährleistet einen gewissen Schutz vor UV-Strahlung
  • Die Terrassenüberdachung aus Kunststoff ist recht kostengünstig
  • Die Unterkonstruktion muss keinesfalls massiv sein, denn die Kunststoff-Überdachung hat ein sehr geringes Eigengewicht
  • Die Überdachung ist in vielfältigen Materialien und auch getönt erhältlich.

4.2. Nachteile

  • Plexiglas ist sehr bruchanfällig und kratzempfindlich
  • Bei der falschen Pflege wird die Oberfläche geraut und ergrünt rasant
  • Eine Terrassenüberdachung aus Kunststoff bedeutet regelmäßige Wartungskosten und Pflegekosten. Sie sollte zweimal jährlich sorgfältig gereinigt werden.
  • Das Kunststoffdach darf keinesfalls betreten werden, denn es besteht Bruchgefahr.

Punkt 5

5. Terrassenüberdachung aus Bitumen

Besonders stabil und lichtdurchlässig sind Terrassenüberdachungen aus Bitumen. Hierfür ist allerdings eine Unterkonstruktion vonnöten, welche belastbar und stabil gebaut ist. Die dahinterliegenden und angrenzenden Räume werden stark verschattet. Optimal sind Überdachungen aus Bitumen für Hauswände ohne Fenster und sehr sonnige Lagen.

5.1. Vorteile

  • Eine Terrassenüberdachung aus Bitumen ist preiswert in der Anschaffung.
  • Die Überdachung ist blickdicht und kann gegebenenfalls als Sichtschutz vor Nachbarn dienen.
  • Für Terrassen in südlicher Lage, ist sie ein idealer Sonnenschutz.
  • Sie ist nicht nur pflegeleicht und robust, sondern auch schlagfest, witterungsbeständig und hitzefest.

5.2. Nachteile

  • Eine stabile Unterkonstruktion wird, aufgrund des hohen Eigengewichts, benötigt.
  • Die Helligkeit der angrenzenden und dahinterliegenden Räume wird stark eingeschränkt.
  • Relativ wenige Möglichkeiten in der Gestaltung, denn die gängigsten Farben sind Grün, Rostrot, Anthrazit, Braun und Schwarz.

Punkt 6

6. Wird eine Baugenehmigung für eine Terrassenüberdachung benötigt?

Die Überdachung einer Terrasse gilt grundsätzlich als eine bauliche Veränderung an einem bestehenden Gebäude. Im Regelfall ist dafür immer eine Baugenehmigung erforderlich. Dabei spielt es keinerlei Rolle, aus welchem Material das Dach und welche Stützen und Trägern die Überdachung besteht.

Doch von Bundesland zu Bundesland ist es unterschiedlich, welche Auflagen es für diesen Bau gibt. Beispielsweise benötigt man in Berlin eine Genehmigung und in manchen Fällen in Hamburg benötigt man keine. Im Zweifelsfall sollte man sich immer beim zuständigen Bauamt informieren.

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