Fenster im Nachhinein zu sichern ist heutzutage mit geringen Kosten möglich
Fenster im Nachhinein zu sichern ist heutzutage mit geringen Kosten möglich

Viele Haus- und Wohnungsbesitzer beschleicht ein mulmiges Gefühl, wenn Sie sich Gedanken über die Einbruchssicherheit Ihrer Fenster und Türen machen. Meist werden aus Kostengründen beim Hausbau nur die Standardversionen der verschließbaren Mauerdurchlässe eingebaut. Diese bieten resoluten Einbrechern nur kurz Widerstand. Selbst Laien können mithilfe eines Schraubenziehers ein Standardfenster aufhebeln. Zwei geniale Erfindungen sorgen für Abhilfe und können ein Fenster im Nachhinein effektiv sichern.

Schwachpunkte beim Fenster

Das folgende Bild illustriert die typischen Schwachstellen eines normalen Fensters:

  1. Aufhebeln der Fensterflügel mit Schraubenzieher, Kuhfuß oder Brechstange
  2. Fenster auf kipp sind quasi offene Fenster
  3. Der ungesicherte Fenstergriff kann mittels Draht einfach hochgeklappt werden

Fenster gegen Aufhebeln sichern

Nun kommen wir zur Vorstellung der zwei genialen Sicherungsprodukte, die für wenig Geld viel Schutz versprechen. Sie wurden uns von schlüsselhelfer.de empfohlen. Schauen Sie sich die folgenden Kurzvideos an und sehen Sie, wie wirksam kleine Sicherheitsbeschläge zu kleinen Kosten im Test selbst vehementen Einbruchsversuchen widerstehen.


Die nachträglichen Fenstersicherungen gibt es von vielen Anbietern wie Abus und Co. Achten Sie bei allen Sicherungen darauf, dass diese VdS-anerkannt und geprüft sind.

Nachteil Bohren

Ein großer Nachteil wird schon in den Videos genannt: Die Sicherungen müssen in den Fensterrahmen gebohrt werden, um ihrem Dienst nachzukommen. Mieter sollten vorher unbedingt die Einverständniserklärung des Vermieters einholen. Beim Vorbohren ist darauf zu achten, nur so tief mit dem Bohrer einzudringen, als es unbedingt erforderlich ist.

Weitere Fenstersicherungen gegen Einbruch

Wenn Sie ihre Fenstersicherung noch weiter verstärken möchten, stehen Ihnen viele Wege offen. Folgende Möglichkeiten erschweren den Langfingern ihr düsteres Werk:

  • Härtere Fensterverglasung: Spezielles Glas erhöht den Einbruchsschutz. Dies sollte aber gleich beim Fensterkauf geordert werden. Eine Nachrüstung rechnet sich in aller Regel nicht.
  • Fensteralarm einbauen: Eine technische Sicherung des Fensters kommt ohne Bohrung aus und bietet sich somit für Mietswohnungen an. Der Einbau sollte professionell erfolgen.
  • Fenstergitter anbringen: Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass im Brandfall nicht mehr aus dem Fenster geflohen werden kann.
  • Rollläden: Je nach Güte der Rollläden werden Einbrecher effizient abgehalten. Auf jeden Fall kostet die Überwindung der Rollläden Zeit - und davon haben Diebe immer zu wenig.
  • Weitere Sicherheitsmöglichkeiten bestehen in Fenstergittern, einer Stange vor dem Fenster oder einer stabilen Folie auf dem Fenster, die Einschlagversuche verzögert.
  • Zusatztipp: Terrassentür sichern. Auch wenn alle Fenster sicher sind - über die Balkontüre kommen immer noch die meisten Einbrecher.

Ergänzung: Fenster für Kleinkind sichern

Wir empfehlen bei einem Kleinkind die zusätzliche Sicherung des Fensters über abschließbare Griffe. Es ist zwar unwahrscheinlich aber nicht unmöglich, dass ein Kind die inneren Fenstersicherungen einfach abnimmt und dann das Fenster öffnet.

Weitere Videos zum Thema Einbruchsschutz

Wer noch etwas Zeit übrig hat, dem sei der folgende Videobeitrag empfohlen:

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