Tisch zerkratzt – was tun?

Tisch zerkratzt – was tun? Top-10 Tipps (und ein Zusatztipp)

Ein Kratzer im Holztisch! Für die meisten von uns ist das ein echtes Ärgernis. Allerdings keines, das einfach so hingenommen werden muss. Denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, gegen die Kratzer am Tisch vorzugehen. Vor allem gibt es darunter neben Reparatur-Sets aus dem Baumarkt auch eine Vielzahl unterschiedlicher Hausmittel, die bei der Entfernung der Kratzer behilflich sein können, diese ausbessern oder komplett beseitigen.

Hier sind die besten zehn Tipps zum Umgang mit einem zerkratzten Tisch. ► Schleifpapier & Holzöl ► Reparatur-Set ► Wachs ► Walnuss ► Bügeleisen ► ...

Punkt 1

1. Tipp #1: Klassische Entfernung mit Schleifpapier und Holzöl

Dies ist die klassiche Variante, um den Kratzer zum Verschwinden zu bringen. Sie ist gleichzeitig auch am gründlichsten, geht schnell von der Hand, schleift dafür aber etwas vom umgebenden Holz weg. Am besten, der Holztisch wird danach wieder komplett neu geölt, dann fällt die Reparatur gar nicht auf.

Benötigt werden:

  • Schleifpapier mit verschiedene Körnungen (100er, 120er und 240er)
  • Stahlwolle
  • Lappen
  • Holzöl in passender Färbung
  • Küchenrolle

Den Kratzer zunächst grob mit der 100er-Körnung abschleifen, dann mit der 120er- und 240-er Körnung glattschleifen. Anschließend die Stelle um den Kratzer mit der Stahlwolle abreiben und einem Lappen säubern. Dann das Holzöl in der passenden Version mit dem Lappen auftragen und mit der Küchenrolle auf Hochglanz reiben bzw. wischen. Fertig.

Der Vorgang im Video:

Video: Kratzer mit Schleifpapier und Holzöl entfernen

Länge: 3 Minuten

Punkt 2

2. Tipp #2: Reparatur-Set aus dem Baumarkt

Mit professionellen Reparatur-Sets aus dem Baumarkt können nicht nur Kratzer, sondern auch kleine Löcher, Druckstellen und Kantenschäden entfernt werden. Zu den bekanntesten Produkten gehört dabei zum Beispiel „Remmers Reparatur-Set“, das unter anderem bei Hornbach erhältlich ist.

Es besteht aus den folgenden Hilfsmitteln:

  • 1 Schmelzer inklusive Batterien
  • 1 Klarlack-Pinselstift
  • 1 Baumwolltuch
  • 1 Schleiftuch
  • 1 Füllstoffhobel
  • Mehrere Hartwachs-Stangen

Für die Anwendung muss die Reparaturstelle sauber und fettfrei sein. Aus den Hartwachs-Stangen wird daraufhin jene mit dem passendsten Farbton gewählt, mit dem Schmelzer erwärmt und in die Schadstelle eingeflossen. Die Überstände werden mit dem Hobel abgetragen und die Oberfläche entfettet. Mit dem Pinselstift wird die ausgebesserte Stelle versiegelt und der Glanzgrad mit dem Schleiftuch angepasst.

Je nach Qualität des Sets werden dafür Kosten in der Höhe von rund 50 Euro fällig. Verbrauchsmaterial wie die Hartwachs-Stangen können jederzeit günstig nachgekauft werden.

Video: Remers Reparatur-Set im Einsatz

Länge: 5 Minuten

Punkt 3

3. Tipp #3: Kerzen- oder Bienenwachs

Meistens wird das Reparatur-Set aber erst nach dem ersten Kratzer gekauft. Wer einen Kratzer entdeckt und kein professionelles Material zuhause hat, kann aber auch einfach auf Hausmittel wie etwa Wachs von Kerzen zurückgreifen.

Größere Löcher können mit Kerzen- oder Bienenwachs einfach aufgefüllt werden. Dazu ist es lediglich erforderlich, das Wachs vorher zu erhitzen und in die entsprechende Stelle einzufüllen. Selbstverständlich sollte dafür eine Kerze in der richtigen Farbe gewählt werden. Mit Tee oder Kaffee lässt sich das Wachs allerdings auch ein wenig einfärben.

Tiefe Kratzer lassen sich auch mit Wachsmalstiften kaschieren. Dazu empfiehlt es sich, den Stift für einige Minuten in der Hand oder mit einem Fön aufzuwärmen und die Masse dann vorsichtig in die Lücke einzuarbeiten.

Dazu wieder ein Video:

Video: Kratzer aus Holzmöbeln mit Hartwachs entfernen

Länge: 5 Minuten

Künftige Kratzer vermeiden

Den besten Schutz vor Kratzern bietet eine Tischdecke oder eine Tischfolie nach Maß. Diese kann auch nur zeitweise zum Einsatz kommen, z. b. wenn ein Kindergeburtstag ansteht.

Punkt 4

4. Tipp #4: Walnusskerne

Walnüsse sind nicht nur äußerst schmackhaft und gesund, sondern können ebenfalls als Mittel gegen die Entfernung von kleinen Kratzern eingesetzt werden. Dazu wird mit dem Walnusskern einfach über die Kratzer gefahren, bis das abgeriebene Material der Nuss im Holz verschwindet.

Im Anschluss daran wird das Holz geölt und mit einem Tuch glänzend poliert. Diese Methode ist vor allem für geölte und gewachste Oberflächen geeignet. Wer keine Walnüsse zur Hand hat, kann stattdessen auch einfach Mandeln oder Paranüsse nehmen. Die sind allerdings etwas härter und lassen sich deshalb nicht so einfach verreiben wie Walnüsse.

Video: Kratzer mit einem Walnusskern entfernen

Länge: 1 Minute

Punkt 5

5. Tipp #5: Bügeleisen & feuchter Lappen

Es gibt sogar eine Möglichkeit, die Kratzer am Tisch ohne den Einsatz von Rohstoffen zu entfernen. Das funktioniert ganz einfach mit einem handelsüblichen Bügeleisen und einem Tuch.

Das Tuch wird dabei leicht befeuchtet und auf der entsprechenden Stelle am Tisch platziert. Danach wird das Bügeleisen in den Wollmodus gestellt und einfach über das Tuch gefahren. Dadurch quellen die Holzfasern auf und schließen so den Kratzer wieder.

Achtung: Das Bügeleisen nicht auf lackiertem Holz einsetzen!

Wichtig dabei ist allerdings, nicht zu lange auf einer Stelle am Holz zu bleiben, da es ansonsten zu heiß wird und sich möglicherweise verfärben könnte. Am einfachsten ist es, zwischendurch immer wieder kurz zu überprüfen, ob der Kratzer schon unsichtbar ist. Falls das nicht der Fall ist, kann der Vorgang einfach noch einmal wiederholt werden.

Die Anwendung im Video:

Video: Kratzer aus Holz mit Bügeleisen entfernen

Länge: 3 Minuten

Punkt 6

6. Tipp #6: Tee oder Kaffee

Tee und Kaffee sorgen durch das darin enthaltene Koffein für einen entsprechenden Energie-Kick. Schon das allein hilft dabei, die erforderliche Kreativität für die Entfernung der Kratzer zu entwickeln.

Doch die beiden Mittel wirken nicht nur als Energielieferant, sondern können auch direkt zur Behandlung der Kratzer am Tisch eingesetzt werden. Dazu ist es einfach erforderlich, Schwarztee so lange aufzukochen, bis er die Farbe des Holztisches erreicht hat. Anschließend wird der Tee einfach auf der zerkratzten Stelle verteilt, bis diese nicht mehr sichtbar ist.

Der Kaffee beziehungsweise der Kaffeesatz kann mit einem Wattestäbchen in den Kratzer gestrichen werden. Nach einer kurzen Einwirkungszeit einfach mit einem trockenen Tuch nachwischen und schon ist von dem Schandfleck (manchmal) so gut wie nichts mehr zu sehen.

Punkt 7

7. Tipp #7: Zahnpasta

Zahnpasta bringt nicht nur die Zähne zum Strahlen. Die Miniatur-Schleifpartikel, die für den Politur-Effekt sorgen, können auch dafür verwendet werden, vorhandene Kratzer aus einem Holztisch zu entfernen.

Allerdings sollte die Zahnpasta dafür nicht pur, sondern abgemischt mit einem Pflanzenöl verwendet werden. Die Mischung sollte in etwa aus zwei Drittel Zahnpasta und einem Drittel Öl bestehen. Um den Kratzer zu entfernen, die Mischung einfach in den Kratzer einreiben, ein paar Minuten einwirken lassen und dann mit einem feuchten Tuch abwischen.

!!!

Dazu sollte allerdings keine Zahnpasta mit zusätzlichen Farbstoffen verwendet werden. Vor allem Blautöne könnten sich sonst auch im Holz festsetzen. Sicherheitshalber sollte man die Anwendung an einer Stelle testen, wo Verfärbungen nicht stören, z. b. auf der Tischunterseite.

Zahnpasta kann allerdings noch viel mehr als nur Kratzer im Holz entfernen. Unter anderem kann sie auch für die Reinigung des Ceranfelds am Herd oder für die Reinigung von verfärbten Fingernägeln verwendet werden.

Punkt 8

8. Tipp #8: Schuhcreme

Wer das Prinzip der Hausmittel verstanden hat, wird wahrscheinlich schon erahnen, wie Schuhcreme dazu beitragen kann, die Kratzer vom Tisch zu retuschieren.

In diesem Fall ersetzt die Farbe der Schuhcreme den Lack oder die Farbe des Holzes, die durch die Schramme abgetragen wurde. Deshalb ist es wichtig, die dafür passende Farbe sorgfältig auszuwählen. Im Grunde genommen funktioniert die Entfernung des Kratzers so wie die Pflege der Schuhe.

Das Motto bei dieser Methode lautet:

Bloß nicht übertreiben.

Deshalb ist es ratsam, beim Auftragen sehr behutsam vorzugehen und zunächst einmal mit einer kleinen Schicht zu beginnen. Einfafch die Schuhcreme in den Kratzer einbringen. Nach einer kurzen Einwirkzeit kann die entsprechende Stelle mit einer dichten Bürste poliert werden. Hat sich der Erfolg nach dem ersten Versuch noch nicht eingestellt, kann der Vorgang einfach ein zweites Mal wiederholt werden.

Punkt 9

9. Tipp #9: Retuschierstifte

Nach der Vielzahl an Hausmitteln entfernen wir uns nun wieder davon und wagen noch einmal den Gang in den Baumarkt oder in einen entsprechenden Online-Shop.

Retuschierstifte sind in vielen unterschiedlichen Farbtönen erhältlich und bieten eine besonders einfache und vor allem kostengünstige Möglichkeit, den Kratzern den Kampf anzusagen. Selbstverständlich ist es aber auch hier wichtig, die richtige Farbe zu treffen. Im Zweifelsfall gilt: Lieber ein wenig zu hell als zu dunkel. Denn in Richtung dunklerer Farbtöne kann einfach nachgebessert werden, umgekehrt ist das jedoch nicht mehr möglich.

Die Retuschierstifte eigenen sich vor allem für kleine oberflächliche Kratzer. Tiefe Furchen können damit nicht ausgeglichen werden.

Video: Retuschierstift im Einsatz

Länge: 1 Minute

Punkt 10

10. Tipp #10: Olivenöl und Zitronensaft

Die Mischung von Olivenöl und Zitronensaft gilt als wahres Wundermittel und kann unter anderem auch für die Entfernung von kleinen Kratzern oder Flecken am Tisch verwendet werden. Statt dem Olivenöl kann dafür auch ein anderes pflanzliches Öl genommen werden.

Wichtig ist dabei, das jeweilige Öl zu gleichen Teilen mit dem Saft der Zitrone zu vermischen. Danach wird das Zitronenöl mit einem möglichst weichen Tuch so lange in den Kratzer eingerieben, bis dieser immer weniger sichtbar wird.

Wer keine Zitrone zuhause hat, kann stattdessen auch einfach Essig verwenden. Durch die Säure werden die Poren des Holzes leicht geöffnet. Das Öl sorgt im Anschluss daran wieder für eine entsprechende Versiegelung.

11. Zusatztipp: Sich in Gelassenheit üben

Die meisten von uns sind heute am Morgen aufgewacht, lagen dabei in einem warmen Bett und hatten ein Dach über dem Kopf. Zusätzlich wahrscheinlich auch noch genügend Geld, um sich den Bauch vollschlagen zu können. Ehrlich:

Was macht da schon ein kleiner Kratzer im Tisch?

Viele Menschen in anderen Erdteilen hätten gerne, dass ein Kratzer im Tisch ihr größtes Problem im Leben ist. Statt den Kratzer zu behandeln, kann es deswegen eine sinnvolle Strategie sein, sich in Gelassenheit zu üben und einfach mit dem Kratzer leben zu lernen. Schließlich macht er den Tisch erst zu einem Unikat und erzählt vielleicht eine interessante Geschichte.

Wenn der erste Ärger einmal verflogen ist oder der Verursacher des Kratzers schon lange die Wohnung verlassen hat, dann ist der Kratzer immer noch da und erzählt eine Story von einem lebendigen Ort mit vielen schönen Erlebnissen und Erinnerungen. Und falls er doch einmal stören sollte, dann einfach wieder bei Tipp #1 anfangen zu lesen.

12. Umfrage: Welcher Tipp hat bei dir geholfen?

Wenn es dir möglich ist, sei doch so gut und wähle kurz an, welche(r) der Tipps bei dir zufriedenstellend Kratzer aus dem Tisch entfernt hat. Danke!

Kratzer entfernt – welchen Tipp kannst du als wirksam empfehlen?

 

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Kannst du einen Tipp zum Entfernen von Kratzern im Holz ergänzen?

Vielen Dank für jeden Tipp!

 

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13. Weiterlesen

Holzschutz mit Öl, Lasur oder Lack

Holzschutz mit Öl, Lasur oder Lack

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur

  • Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
  • Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
  • Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
  • Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
  • Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
  • Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
  • Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
  • Beide sind in bestimmtem Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.

Holzlasur: spezielle Eigenschaften

  • Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
  • Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
  • Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
  • Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.

Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht für einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.

Holzöl: spezielle Eigenschaften

  • Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
  • Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
  • Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
  • Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
  • Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
  • Gut geeignet auch für Holz mit geriffelten Oberflächen.
  • Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
  • Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.

Holzschutz mit Lack

  • Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
  • Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
  • Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
  • Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
  • Meist nicht für Fußböden oder Terrassendielen ausgelegt, die mechanische Beanspruchung würde den Lack schnell abtragen.

Welchen Lack soll ich wählen?

  • Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke.
  • Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm.
  • Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.

Zudem musst du dich für einen Lack auf Öl-, Lösemittel- oder Wasserbasis entscheiden:

  • Lacke auf Ölbasis werden heute selten verwendet. Sie sind zwar leicht aufzutragen, aber sehr geruchsintensiv und brauchen zum Aushärten oft Wochen. Zwei bis drei Farbschichten reichen für eine Lackierung aus.
  • Lacke auf Wasserbasis trocknen schneller und riechen weniger. Besonders bei Weichhölzern heben diese Lacke in Form von Klarlack zudem die Maserung des Holzes hervor.
  • Lacke auf Lösungsmittelbasis trocknen sehr schnell und werden gerne dort verwendet, wo eine schnelle und haltbare Aushärtung erforderlich ist. Diese Lacke haften in der Regel besser als wasserbasierte Lacke, sind einfach zu handhaben und liefern gute Ergebnisse. Aber sie enthalten halt die Lösungsmittel ...

Schutz vor Bläuepilz

Fichte oder Tanne sind draußen vom Bläuepilz bedroht. Hiergegen gibt es speziellen Holzschutzgrund.

Umweltfreundlichkeit, Gesundheit

Egal ob Öl, Lack oder Lasur: wir empfehlen, vor allem im privaten Bereich immer nur umweltfreundliche und auf gesundheitliche Unbedenklichkeit getestet Produkte zu verwenden. Achte auf entsprechende Siegel und Testberichte.

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur
 
Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
 
Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
 
Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
 
Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
 
Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
 
Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
 
Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
 
Beide sind in bestimmten Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.
 
 
Holzlasur: spezielle Eigenschaften
 
Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
 
Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
 
Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
 
Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.
 
Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.
 
 
 
Holzöl: spezielle Eigenschaften
 
Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
 
Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
 
Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
 
Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
 
Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
 
Gut geeignet auch für geriffelte Oberflächen.
 
Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
 
Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.
 
 
 
 
Holzschutz mit Lack
 
Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
 
Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
 
Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
 
Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
 
 
Welchen Lack soll ich wählen?
 
Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke. 
 
Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm. 
 
Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.
 
 
Schutz vor Bläuepilz
 
Fichte oder Tanne sind draußen vom Bläuepilz bedroht. Hiergegen gibt es speziellen Holzschutzgrund.

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