Das Eigenheim der 50er Jahre

Die aus der Zeit des Wirtschaftswunders stammenden Eigenheime, meist in der Gestalt von, in Massivbauweise errichteten, freistehenden Familien- oder Reihenhäusern, sind weniger durch Mängel in der Bausubstanz, sondern eher wegen fehlender Wärmedämmung, einer ineffizienten Heizungs- und Elektroanlagen, sowie unzureichender Lüftung, durch Feuchtigkeitsprobleme und hohe Energiekosten belastet. Fragen der Umweltverträglichkeit, oder der Energieeffizienz waren damals in der Öffentlichkeit und der Baubranche praktisch noch kein Thema. Zur Verbesserung des Wohnkomforts kann es ratsam sein, die meist verschachtelte Raumaufteilung durch gezieltes Einreißen oder Umstellen von Wänden zu optimieren und so weitläufigere und helle Räume zu erhalten. Die oben schon angesprochenen Feuchtigkeitsprobleme, die meist mit der Bildung von Schimmelpilzen einhergehen, weichen meist nach Installation einer guten Wärmedämmung von selbst.



Das städtische Wohnhaus

Das städtische Wohnhaus stammt oftmals noch aus dem frühen 20. Jahrhundert und weißt deshalb verschieden Bautechniken, vom vorindustriellen Fachwerk bis zu moderneren Backstein und Beton bzw. Stahl Elementen, auf. Diese sind eigentlich immer mehrstöckig und beinhalten eine große Anzahl Wohnungen. Bedingt durch ihre gedrängte urbane Lage, kommt es bei diesem Häusertyp häufig zu Schäden durch Emissionen und Erschütterungen von Verkehr und Industrie, aber auch nicht ausreichende Sonnenbestrahlung kann eine Folge der dichten Bebauung sein. Die Bausubstanz kann, je nach Alter, Lage und Bauweise, unterschiedlich beschädigt sein. Feuchtes Mauerwerk, besonders im Keller und den unteren Etagen, schlechter Zustand der Fassade, des Daches sowie der Fenster und verrottete Verbindungsbalken sind die häufigsten Symptome. Auch die Wärme- und Schalldämmung ist meist mangelhaft und kann bzw. muss verbessert werden. Ältere Häuser benötigen oftmals auch eine Ausbesserung im Bereich der Sanitär-, und Haustechnik. Grundsätzlich ist es wichtig, sich bei diesem Häusertyp auf das Wichtige zu beschränken um die Kosten und Mühen nicht in luftige Höhen wachsen zu lassen.



Das Bauernhaus

Bei Bauernhäusern ist es nicht ungewöhnlich, dass sie, über das Wohnhaus hinaus, über eine oftmals auch direkt an den Wohntrakt angebundene Scheune verfügen. Des Weiteren können im Untergeschoss Stallung und Lagerräume vorhanden sein. Der Keller nimmt in vielen Fällen gewölbeähnliche Züge an. Häuser dieses Typs besitzen meist niedrige Raum- und Geschosshöhen,
ausgenommen sind hier die Scheune und der Dachboden. Grundstücke dieser Art bieten normalerweise viel Raum für Ausbauten und zusätzliche Projekte.
Die Modernisierung eines Bauernhauses ist, wegen der oft maroden Bausubstanz und anderer Mängel, meistens grundsätzlich aufwendiger und damit auch teuerer als die Instandsetzung der schon vorgestellten Häusertypen. Viele dieser Häuser sind zumindest teilweise im Fachwerkstil errichtet und weisen neben Feuchtigkeit in Mauerwerk und Holzkonstruktionen einen starken Schädlingsbefall auf. Auch die haustechnischen und sanitären Anlagen sind, wenn überhaupt vorhanden, mit großer Sicherheit in einem miserablen Zustand. Es kann also vorkommen, dass man erst einmal Grundleitungen verlegen und Anschlüsse für Abwasser installieren muss. Als Bauherr ist es auch wichtig darauf zu achten, dass die geplanten Maßnahmen im Einklang mit dem schon vorhanden Erscheinungsbild des Hauses stehen, besonders Fenster und die Dachpartie haben hier eine entscheidende Auswirkung.  
Man sollte sich vor dem Erwerb eines solchen Hauses über die auftretenden Kosten, die gerade bei diesen Häusertyps deutliche höher ausfallen können als zu Baubeginn veranschlagt, bewusst sein.
Vor dem Kauf sollte ein grobes finanzielles Konzept vorliegen und in die Erwerbsentscheidung einfließen.



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